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Wettbewerbsvorteile durch immaterielle Vermögenswerte. Identifizierung, Messung und Steuerung.

Eine anwendungsbezogene Betrachtung im Rahmen des Ressource Based View of the firm

Title: Wettbewerbsvorteile durch immaterielle Vermögenswerte. Identifizierung, Messung und Steuerung.

Diploma Thesis , 2005 , 119 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Marcel Weiß (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Was bestimmt heutzutage den Erfolg bzw. Wert einer Unternehmung? Bislang haben sich Firmen bei ihren Bestrebungen zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen und Erhöhung des Unternehmenswertes sehr stark auf materielle Vermögenswerte konzentriert. Jedoch haben in den letzten Jahren immaterielle Vermögenswerte, auch „Intangibles“ genannt, für Wirtschaftsunternehmen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dies liegt daran, dass Wertschöpfungsprozesse zunehmend auf Ideen und Wissen der Mitarbeiter, den Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten und Kunden, dem Bekanntheitsgrad einer Firma, der Innovationskraft sowie auf neuen Technologien basieren und als die neuen Erfolgsfaktoren der Unternehmen angesehen werden. Organisationen erkennen, dass diese Werte einen wichtigen aber bislang oft vernachlässigten Wert darstellen. Sie erhoffen sich durch eine stärkere Konzentration auf Intangibles einen entscheidenden Vorteil in der Leistungsverbesserung, zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen und zur nachhaltigen Wertsteigerung. Aufgrund dessen haben Firmen zunehmend mehr Aufwand in ihre operativen Leistungsprozesse, wie beispielsweise in F&E, den Aufbau von Kundenbeziehungen und Marken, in Fortbildung ihrer Mitarbeiter sowie in Informationstechnologie investiert, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Auch empirische Untersuchungen bestätigen das wachsende Interesse an immateriellen Vermögenswerten. So haben Schätzungen ergeben, dass im Jahr 2000 alleine US-amerikanische Unternehmen über eine Billionen Dollar in immaterielle Werte investiert haben und 2001 bereits über 80 % der Aktieninvestitionen in S&P 500 Unternehmen, in immaterielles Vermögen flossen. Zu Beginn der 80er Jahre betrug dieser Wert nur ungefähr 40 %.

Aufgrund der drastischen Veränderungen stellt sich die Frage, warum immaterielle Vermögenswerte nun wichtiger geworden sind zur Erzielung von Wachstum und Wettbewerbsvorteilen als in den letzten Jahrzehnten davor. Die Antwort liegt in unserer heutigen neuen Ökonomie. Wir stehen am Beginn einer neuen Epoche.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.3 Gang der Untersuchung und Abgrenzung des Themas

2 Analyse und Abgrenzung immaterieller Vermögenswerte unter Berücksichtigung des RBV

2.1 Der RBV zur Erzielung von dauerhaften Wettbewerbsvorteilen

2.2 Abgrenzung materieller von immateriellen Vermögenswerten

2.3 Formen des Intellectual Capital

2.3.1 Humankapital

2.3.2 Strukturkapital

2.3.3 Beziehungskapital

3 Integration und Messung immaterieller Vermögenswerte zur Steuerung und Erzielung von Wettbewerbsvorteilen

3.1 Strategiemanagement

3.2 Identifizierung und strategische Ausrichtung relevanter immaterieller Vermögenswerte

3.3 Kriterien für Meßmethoden und Kategorien von Bewertungsverfahren

3.4 Bewertungsverfahren

3.4.1 Balanced Scorecard

3.4.2 Value Chain Blueprint

3.4.3 Real Asset Value Enhancer

3.5 Allokation und Steuerung immaterieller Vermögenswerte

3.6 Externes Reporting

4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Untersuchung

Zielsetzung & Themen

Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Identifizierung, Messung und Steuerung immaterieller Vermögenswerte (Intangibles), um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Konzepts, das Unternehmen befähigt, die neuen, wissensbasierten Werttreiber transparent zu machen und strategisch in ihre Unternehmensführung zu integrieren, um nachhaltige Wertsteigerungen zu generieren.

  • Ressourcenorientierter Ansatz (RBV) als strategische Basis
  • Kategorisierung und Abgrenzung von Intangibles (Human-, Struktur- und Beziehungskapital)
  • Methoden zur Messung und Bewertung (Balanced Scorecard, Value Chain Blueprint, RAVE)
  • Integration in das strategische Management und externes Reporting

Auszug aus dem Buch

2.1 Der RBV zur Erzielung von dauerhaften Wettbewerbsvorteilen

Der ressourcenorientierte Ansatz, auch „Resource-Based-View (of the Firm)“ genannt, entwickelte sich Mitte der 80er Jahre, um den damals lange dominierenden marktorientierten Ansatz, den „Market-Based-View“, zu ergänzen bzw. ein Gegenkonzept dazu darzustellen. Die marktorientierte Sicht begründet langfristigen unternehmerischen Erfolg anhand von Unterschieden in der Branchenstruktur, in der Unternehmen tätig sind sowie durch deren Verhaltensweisen in dieser Branche, also durch Chancen und Risken, die der Markt den Firmen eröffnet. Der MBV setzt somit die Bedingungen des Unternehmensumfeldes in das Zentrum der Betrachtung. Dieses von Porter entwickelte Konzept der fünf Wettbewerbskräfte war das bis dahin dominierende Strategie-Modell. Aufgrund der Vernachlässigung von Stärken und Schwächen, die Organisationen intern besitzen, wurde dieser Strategieansatz zunehmend als eine zu einseitige Betrachtung kritisiert. Es setzte sich die Erkenntnis durch, dass Unternehmenserfolg nicht ursächlich durch die Auswahl einer Wachstumsbranche begründet sein kann. Immer stärker wurden unternehmenseigene Ressourcen und Fähigkeiten bzw. deren Nutzung als Basis für langfristigen Erfolg angesehen.

Im RBV-Ansatz wird eine Firma als ein Bündel von signifikanten Ressourcen betrachtet. Er versteht sich als die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen, sich in einem permanent verändernden Wettbewerbsumfeld durch Fokussierung auf die intern zur Verfügung stehenden Ressourcen zu behaupten und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Infolgedessen wandeln sich in der ressourcenorientierten Betrachtung Markteintrittsbarrieren zu Ressourcenbarrieren und der Ressourcenzugang bzw. -besitz wird zu einem entscheidenden strategischen Werkzeug. Durch den Fokus auf spezifische Ressourcen und Fähigkeiten einer Organisation wird der RBV auch als eine Inside-Out Perspektive verstanden. Denn Firmen sollten in diesem Ansatz zuerst ihre internen Stärken identifizieren, anschließend die Lage von Mitkonkurrenten analysieren, um dann Einsatzmöglichkeiten in Umweltsystemen zu suchen, in denen eine Nutzung zu einer möglichst schwer angreifbaren strategischen Marktpositionierung führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte (Intangibles) als neue Werttreiber ein und verdeutlicht die Problematik, dass traditionelle Management- und Rechnungswesenkonzepte diese nur unzureichend erfassen können.

2 Analyse und Abgrenzung immaterieller Vermögenswerte unter Berücksichtigung des RBV: Dieses Kapitel erläutert den ressourcenorientierten Ansatz (RBV) als Fundament und grenzt materielle von immateriellen Werten ab, wobei die Formen des Intellectual Capital (Human-, Struktur- und Beziehungskapital) detailliert beschrieben werden.

3 Integration und Messung immaterieller Vermögenswerte zur Steuerung und Erzielung von Wettbewerbsvorteilen: Der Hauptteil analysiert die strategische Ausrichtung und Identifizierung von Intangibles sowie die Anwendung spezifischer Bewertungsverfahren wie Balanced Scorecard, Value Chain Blueprint und Real Asset Value Enhancer, ergänzt um Aspekte der Steuerung und des externen Reportings.

4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Untersuchung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit zusammen, immaterielle Vermögenswerte trotz ihrer Komplexität als zentrale Werttreiber zu identifizieren und strategisch zu steuern, um dauerhafte Wettbewerbsvorteile und Unternehmenswert zu sichern.

Schlüsselwörter

Immaterielle Vermögenswerte, Intangibles, Intellectual Capital, Ressource-Based-View, Wettbewerbsvorteile, Unternehmenswert, Wissenskapital, Balanced Scorecard, Value Chain Blueprint, Real Asset Value Enhancer, Strategiemanagement, Humankapital, Strukturkapital, Beziehungskapital, Werttreiber.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von immateriellen Vermögenswerten (Intangibles) als zentrale Erfolgsfaktoren für moderne Unternehmen. Es wird aufgezeigt, wie diese identifiziert, gemessen und gesteuert werden können, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf den ressourcenorientierten Ansatz (RBV), die Kategorisierung von Wissenskapital, strategische Managementinstrumente (wie Balanced Scorecard) und Verfahren zur quantitativen und qualitativen Bewertung von nicht-physischen Vermögenswerten.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist die Erarbeitung eines Konzepts für das Management immaterieller Vermögenswerte, welches Unternehmen in die Lage versetzt, ihre bisher oft „unsichtbaren“ Wertpotenziale transparent und steuerbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche basiert und verschiedene Managementmodelle sowie empirische Erkenntnisse zur Unterstützung ihrer Argumentation heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse immaterieller Werte, der Strategieimplementierung mittels Modellen wie Strategy Maps sowie der detaillierten Vorstellung verschiedener Mess- und Steuerungsinstrumente wie der Balanced Scorecard, dem Value Chain Blueprint und dem RAVE-Modell.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Intangibles, Intellectual Capital, Wettbewerbsvorteile, Wissenskapital, Werttreiber sowie diverse Bewertungs- und Steuerungsmethoden wie Balanced Scorecard oder Beyond Budgeting.

Welche Bedeutung hat das Intellectual Capital Statement?

Das Intellectual Capital Statement dient als Ansatz zur systematischen Abbildung von Beziehungen zwischen Human-, Struktur- und Beziehungskapital, um Lesern die Kompetenz einer Organisation in der Wertgenerierung zu veranschaulichen und die externe Rechnungslegung zu ergänzen.

Wie unterscheidet sich der Workonomics-Ansatz von klassischen Methoden?

Der Workonomics-Ansatz (Teil des RAVE-Modells) transformiert klassische, kapitalorientierte Kennzahlen in personalorientierte Kennzahlen (wie VAP oder ACP), um das Humankapital wertorientiert und quantitativ steuerbar zu machen.

Können Intangibles in der Bilanz erfasst werden?

Die Arbeit stellt fest, dass traditionelle Rechnungslegungsansätze Intangibles weitestgehend ausklammern, weshalb neue, ergänzende Instrumente und Reporting-Ansätze wie das Business Reporting oder die Wissensbilanz notwendig sind.

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Details

Title
Wettbewerbsvorteile durch immaterielle Vermögenswerte. Identifizierung, Messung und Steuerung.
Subtitle
Eine anwendungsbezogene Betrachtung im Rahmen des Ressource Based View of the firm
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Grade
1.0
Author
Marcel Weiß (Author)
Publication Year
2005
Pages
119
Catalog Number
V49881
ISBN (eBook)
9783638462242
ISBN (Book)
9783638720267
Language
German
Tags
Identifizierung Messung Steuerung Vermögenswerte Erzielung Wettbewerbsvorteilen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Weiß (Author), 2005, Wettbewerbsvorteile durch immaterielle Vermögenswerte. Identifizierung, Messung und Steuerung., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49881
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