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Artenschwund in der Agrarlandschaft. Kann novellierte Düngeverordnung den Einfluss von Stickstoff auf den Verlust von biologischer Vielfalt mindern?

Título: Artenschwund in der Agrarlandschaft. Kann novellierte Düngeverordnung den Einfluss von Stickstoff auf den Verlust von biologischer Vielfalt mindern?

Trabajo , 2019 , 54 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Jasmin Dorner (Autor)

Ciencias ambientales
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Die wesentlichen Ursachen für den fortschreitenden Artenrückgang und Schwund von Vielfalt in der Agrarlandschaft werden vielfach in der modernen, industrialisierten Landwirtschaft und dem Landnutzungswandel gesehen. Gerade die intensive Bewirtschaftung von Agrarräumen und Auswirkungen moderner Bewirtschaftungsmethoden werden in der Literatur immer wieder als Treiber von Biodiversitätsverlusten genannt. Dabei wird insbesondere auf übermäßigen Pestizideinsatz, großflächige Monokulturen, Ackerlandschaften ohne Blühstreifen, Heckenraine sowie auf den Verlust von Dauergrünland und extensiv genutzten Flächen verwiesen. Als eine weitere mögliche Ursache findet auch das Stichwort „Überdüngung“ immer wieder in wissenschaftlichen Texten Erwähnung. Durch Düngung soll die Bodenfruchtbarkeit mittels Nährstoffzufuhr von durch die Ernte entzogenen Nährstoffen wiederhergestellt und erhalten werden. Unter den sogenannten Makronährstoffen gehört Stickstoff mengenmäßig zu den wichtigsten Düngestoffen in der Landwirtschaft neben Phosphor und Kalium. Stickstoff ist ein unentbehrlicher Pflanzennährstoff und für das Wachstum und Stoffwechselprozesse essentiell. Quellen in der Landwirtschaft sind v.a. organische Wirtschaftsdünger wie Gülle oder Festmist und synthetisch hergestellter Mineraldünger. Dessen verstärkte Anwendung ab Mitte des 20. Jahrhunderts geht bis heute mit einer immensen Zufuhr von künstlich hergestelltem Stickstoff in natürliche Kreisläufe einher. Zusätzlich werden erhebliche Mengen Stickstoff durch eine verstärkte Düngung von Wiesen und Äckern mit Gülle, dem (Abfall)produkt einer wachsenden intensiven Nutztierhaltung, eingetragen. Die Mehr-Einträge wirken sich auf den natürlichen, ursprünglich im Gleichgewicht befindlichen Stickstoffkreislauf aus und können durch die Überversorgung mit Stickstoff Umwelt und Ökosysteme empfindlich beeinträchtigen.

Ziel der Arbeit ist es, auf dieser Grundlage die Rolle von Stickstoff beim Verlust von Artenvielfalt in der Agrarlandschaft herauszuarbeiten und mögliche Konsequenzen eines Nährstoffüberangebots an Stickstoff, also Überdüngung, und deren konkrete Auswirkungen zu erläutern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Begriffsklärung

2.1 Definitionen wichtiger Begrifflichkeiten

2.2 Entwicklung der Biodiversität in der Agrarlandschaft

2.2.1 Indikatoren des Artenschwunds

2.2.2 Mögliche Ursachen des beobachteten Artenschwunds

3 Landwirtschaft in Deutschland und Stickstoffdüngung

3.1 Ausgewählte Fakten zur Landwirtschaft in Deutschland

3.2 Stickstoffdüngung

3.2.1 Stickstoff und Stickstoffverbindungen

3.2.2 Der Stickstoffkreislauf

3.2.3 Stickstoffdüngung in der Landwirtschaft

3.2.4 Stickstoffbedarf der Landwirtschaft

3.3 Auswirkungen übermäßiger Stickstoffdüngung

3.3.1 Ursachen für Stickstoff-Emissionen der Landwirtschaft und Eintragspfade

3.3.2 Konkrete Auswirkungen auf agrarisch genutzte Flächen

3.3.3 Überschreiten von Belastungsgrenzen

4 Die novellierte DüV als Maßnahme gegen Stickstoffüberangebot

4.1 Grundlagenwissen zur novellierten DüV

4.1.1 Einordnung in die Düngegesetzgebung

4.1.2 Aufgaben und Ziele der DüV

4.1.3 Die wichtigsten Änderungen zur Stickstoff-Düngung in der novellierten DüV

4.2 Bewertung der Regelungen der DüV hinsichtlich des Artenschwundes

4.2.1 Maßnahmen mit stickstoffreduzierender Wirkung zur Vermeidung von Stickstoff-Überschüssen und Überdüngung

4.2.2 Maßnahmen zur Steigerung der Stickstoff-Effizienz, Vermeidung von Stickstoff-Verlusten und Minderung von Ammoniak-Emissionen

4.2.3 Gesamt-Bewertung der Regelungen hinsichtlich des Artenschwunds

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht, inwiefern der Stickstoffeintrag als treibender Faktor für den Verlust biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft durch die Maßnahmen der novellierten Düngeverordnung (DüV) wirksam gemindert werden kann.

  • Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher Stickstoffdüngung und Biodiversitätsverlust
  • Analyse des Stickstoffkreislaufs und der Emissionsquellen in der Landwirtschaft
  • Bewertung der novellierten Düngeverordnung (DüV) hinsichtlich ihrer Wirksamkeit
  • Identifikation von Optimierungspotenzialen beim Düngemanagement

Auszug aus dem Buch

3.2 Stickstoffdüngung

Pflanzen benötigen zum Wachsen neben Wasser, Sonnenlicht, Sauerstoff und Kohlenstoff auch Nährstoffe. Durch die landwirtschaftliche Nutzung werden dem Boden als Pflanzenstandort mit jedem Wachstumszyklus wichtige Nährstoffe entzogen und gehen mit der Ernte unwiederbringlich verloren. Um langfristig (hohe) und qualitativ hochwertige Erträge zu erwirtschaften und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, werden verstärkt seit dem 19. Jahrhundert Nährstoffe in Form von Dünger zugeführt. Einem Nährstoffmangel und daraus folgenden Ernteeinbußen wird so vorgebeugt. (BLE o. J.d; Haber 2014; Scheffer und Schachtschabel 2018) Das Pflanzenwachstum und damit die Ertragshöhe wird durch denjenigen Nährstoff begrenzt, der im Vergleich zum Bedarf nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht (Gesetz des Minimums von Justus Liebig, um 1855). Dies trifft insbesondere auf Stickstoff als einem von sechs Makronährstoffen zu. Zum einen ist sein Mengenanteil am Trockengewicht von Pflanzen am höchsten, zum anderen kommt reaktiver Stickstoff (Nr) im Boden natürlicherweise nur begrenzt vor. (BAFU 2014; BLE o. J.d; KTBL 2018; Scheffer und Schachtschabel 2018; SRU 2015) Mengenmäßig gehört N neben Phosphor und Kalium zu den wichtigsten Düngestoffen in der Landwirtschaft. (Dämmgen et al. 2005; DBV 2017)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den fortschreitenden Artenrückgang in der Agrarlandschaft und führt die Relevanz der novellierten Düngeverordnung als potenzielles Steuerungsinstrument ein.

2 Grundlagen und Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Biodiversität, Ökosystemleistungen und Agrarlandschaft und erläutert die negativen Trends bei den Indikatoren für Artenvielfalt.

3 Landwirtschaft in Deutschland und Stickstoffdüngung: Das Kapitel analysiert die Agrarstruktur sowie die Rolle von Stickstoff als essenziellen Nährstoff, dessen übermäßiger Einsatz zu gravierenden Umweltproblemen und ökologischen Ungleichgewichten führt.

4 Die novellierte DüV als Maßnahme gegen Stickstoffüberangebot: Hier werden die Inhalte der novellierten Düngeverordnung detailliert dargestellt und hinsichtlich ihres Potenzials zur Reduzierung von Stickstoffüberschüssen sowie zur Verbesserung des Artenschutzes kritisch evaluiert.

5 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die neue Düngeverordnung zwar punktuelle Verbesserungen ermöglicht, jedoch bei weitem nicht ausreicht, um eine signifikante Trendwende beim Artenschwund in der Agrarlandschaft herbeizuführen.

Schlüsselwörter

Agrarlandschaft, Biodiversität, Stickstoffdüngung, Düngeverordnung, DüV, Artenschwund, Nährstoffüberschuss, Ammoniakemissionen, Eutrophierung, Bodendüngung, Stickstoffeffizienz, Nachhaltigkeit, Kulturlandschaft, Stickstoffkreislauf, Umweltschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökologischen Problematik des Stickstoffeintrags durch die moderne Landwirtschaft und dessen Auswirkungen auf die Biodiversität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Stickstoffdüngung, den damit verbundenen Emissionen sowie der Wirksamkeit der novellierten Düngeverordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die Regelungen der novellierten Düngeverordnung einen signifikanten Beitrag dazu leisten können, den Artenschwund in der Agrarlandschaft durch eine Reduzierung der Stickstoffüberdüngung aufzuhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die aktuelle Forschungsergebnisse, Berichte der Bundesregierung und fachwissenschaftliche Studien auswertet, um eine begründete Bewertung der DüV-Maßnahmen vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der landwirtschaftlichen Grundlagen und des Stickstoffkreislaufs sowie eine kritische Bewertung der novellierten DüV-Regelungen im Hinblick auf den Schutz der Artenvielfalt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Agrarlandschaft, Biodiversität, Stickstoffüberschuss, Düngeverordnung, Ammoniakemissionen und Eutrophierung.

Welche Bedeutung hat das „Gesetz des Minimums“ für die Landwirtschaft?

Es erklärt, dass das Pflanzenwachstum durch den Nährstoff begrenzt wird, der im Verhältnis zum Bedarf am wenigsten verfügbar ist, was die Notwendigkeit einer gezielten Nährstoffzufuhr unterstreicht.

Warum wird Gülle als besonders problematisch angesehen?

Gülle enthält einen hohen Anteil an labilem Stickstoff, der bei unsachgemäßer Lagerung oder Ausbringung leicht in gasförmiges Ammoniak umgewandelt wird, was zu erheblichen Stickstoffverlusten führt.

Final del extracto de 54 páginas  - subir

Detalles

Título
Artenschwund in der Agrarlandschaft. Kann novellierte Düngeverordnung den Einfluss von Stickstoff auf den Verlust von biologischer Vielfalt mindern?
Universidad
University of Hagen
Calificación
1,3
Autor
Jasmin Dorner (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
54
No. de catálogo
V498820
ISBN (Ebook)
9783346018403
ISBN (Libro)
9783346018410
Idioma
Alemán
Etiqueta
Landwirtschaft Düngeverordnung Stickstoff Biodiversität Artenschwund Stickstoffüberschuss
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jasmin Dorner (Autor), 2019, Artenschwund in der Agrarlandschaft. Kann novellierte Düngeverordnung den Einfluss von Stickstoff auf den Verlust von biologischer Vielfalt mindern?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498820
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