Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine reflektierende Dokumentation über die wissenschaftlich fundierte Planung, Durchführung und Evaluation eines Praktikums. Inhaltlich handelt es sich um das Projekt "Erlernen der Regeln und des Spielablaufs des Spiels Badminton", ein Angebot an verhaltensauffällige sowie in ihrer Erfahrung mit der eigenen Lernbegabung an Regelschulen gescheiterte Kinder im Alter zwischen zehn und fünfzehn Jahren an einer Förderschule. Nach erfolgter Einführung zum Thema der Arbeit und der Verortung des Praktikums, wird die Praktikumsstelle beschrieben. Im Anschluss daran wird das Projektmanagementmodell nach Frey sowie die pädagogisch-didaktische Durchführung vorgestellt. Hier wird Bezug genommen auf den Konstruktivismus und das handlungsorientierte Lernen bei Gudjons sowie den Pragmatismus bei John Dewey. Dem folgt die Reflexion des Theorie-Praxis-Transfers über die Begriffe Professionalisierung und Kompetenzerwerb innerhalb des Praktikums und die Klärung der Begriffe Evaluation und Qualitätsmanagement auch mit Blick auf das konkrete Projekt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Praktikumsreflexion
2.1 Die Praktikumsstelle
2.2 Planung durch ein Projektmanagementmodell
2.2.2 Die sieben Komponenten bei Frey
2.2.3 Nichtanwendung des ADDIE-Modells
2.3 Pädagogisch-didaktische Umsetzung des Spielzeitablaufs
2.3.1 Der konstruktivistische Ansatz in der Projektarbeit
2.3.2 Dewey in der Projektarbeit
2.3.3 Gudjons in der Projektarbeit
2.3.4 Nichtumsetzung des 4C/ID Modells
2.3.5 Verzicht auf den Ansatz von “ Bewegungspädagogik und NLP“
2.4 Professionalisierung und Kompetenzerwerb
2.5 Evaluation und Qualitätsmanagement
2.5.1 Evaluation
2.5.2 Qualitätsmanagement
2.5.3 Vergleich von Evaluation und umfassendem Qualitätsmanagement
3 Blog – Reflexion
3.1 Möglichkeiten eines Blogs
3.2 Umsetzung des Blogs zum Praktikum
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert und reflektiert die Planung, Durchführung und Evaluation des Sportprojekts "Erlernen der Regeln und des Spielablaufs des Spiels Badminton" im Rahmen eines Schulpraktikums. Das Ziel besteht darin, theoretisch fundierte bildungswissenschaftliche Erkenntnisse mit der praktischen Umsetzung an einer Förderschule zu verknüpfen und den Prozess der Kompetenzentwicklung kritisch zu analysieren.
- Anwendung der Projektmethode nach Karl Frey im schulischen Kontext
- Konstruktivistische Ansätze und handlungsorientiertes Lernen (Dewey, Gudjons)
- Evaluation und Qualitätsmanagement im Förderschulbereich
- Reflexion des Theorie-Praxis-Transfers durch ein begleitendes Weblog (Mahara)
- Herausforderungen der pädagogischen Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Die sieben Komponenten bei Frey
Die erste Komponente ist die Projektinitiative. Die Idee zum Projekt wird geäußert. (Frey, 2010, S. 64). Die Kinder wurden ermutigt zu zeigen, was sie noch zu wissen wünschten. So formte sich eine Liste mit Ideen. Diese wurden zusammen mit dem zeitlichen Rahmen zu einer geordneten Projektskizze zusammengefügt. Die zweite Komponente ist die aktive Auseinandersetzung aller Projektbeteiligten hiermit. In der Projektskizze werden „die wenigen Elemente fixiert, die für die Entwicklung des Betätigungsfeldes wichtig sind“ (Frey, 2010, S. 94). Folgende Punkte wurden besonders markiert: die Vorerfahrungen der Kinder sowie die Wünsche zum Spielablauf, fachlicher Input wie Spielmöglichkeiten und der Wunsch nach eigener „Lehrtätigkeit der Schüler*innen (Anlage A). Die dritte Komponente lässt eine erste Konturierung des Projekts durch die Gesamtheit der Beteiligten zu (Frey, 2010, S. 97). Das Ergebnis ist der Projektplan, dessen Inhalt auf Machbarkeit hin überprüft wird. Beispielsweise war das Zeitbudget in diesem Projekt das Schulhalbjahr, welches zu unterteilen war. Konkret wird an dieser Stelle gefragt, „wer, wie, was tut“ (Frey, 2010, S. 57). Im Projekt wurden vorbestimmte Stunden markiert, innerhalb derer ein Rückblick auf die kindlichen Bedürfnisse der Teilnehmer*innen erfolgte. Das hieß für das Projekt „Badminton“, dass der Endzustand der möglichen und gewünschten Fähigkeiten nicht Maßstab des Projekts sein konnte. Die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler*innen und die Entwicklung der Gruppe als Gemeinschaft gestaltete den weiteren Verlauf des Projekts. In der vierten Komponente findet der Mittelpunkt, die Durchführung, statt (Frey, 2010, S. 116). Die Organisation der Aktivitäten ergab sich durch das Spiel Badminton selbst. In dieser Phase können sich Korrekturen zum bisherigen Weg als sinnvoll erweisen. Frey (2010, S.117) konstatiert, dass die Durchführungsphase neue Impulse bringen kann, oft ändere sich „Blickrichtung und Kompetenz“ der Teilnehmer*innen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Modul "Praxis der Mediendidaktik" ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Badminton-Projekt theoretisch zu reflektieren.
2 Praktikumsreflexion: Dieses Kapitel dient der detaillierten Reflexion des Praktikums, wobei die Projektmethode von Frey und die pädagogische Umsetzung kritisch beleuchtet werden.
3 Blog – Reflexion: In diesem Teil werden der Einsatz eines Weblogs zur Dokumentation der Praktikumserfahrungen sowie dessen pädagogischer Mehrwert analysiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Erfolg der durchgeführten Projektmethode sowie die persönliche Kompetenzentwicklung.
Schlüsselwörter
Badminton, Projektmethode, Karl Frey, Konstruktivismus, Dewey, Gudjons, Förderschule, Evaluation, Qualitätsmanagement, Weblog, Mahara, Pädagogik, Reflexion, Kompetenzerwerb, Handlungsorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Planung, Durchführung und Evaluation eines Badminton-Projekts an einer Förderschule im Rahmen eines Studiums der Bildungswissenschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind Projektmanagement, konstruktivistische Didaktik, die Rolle des Lehrers in der Projektarbeit sowie Konzepte der schulischen Evaluation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist der Transfer von theoretischem Wissen in die praktische pädagogische Arbeit und die kritische Reflexion dieses Prozesses zur beruflichen Kompetenzentwicklung.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde die Projektmethode nach Karl Frey angewandt, kombiniert mit handlungsorientierten und konstruktivistischen Ansätzen sowie einer begleitenden digitalen Reflexion in Form eines Weblogs.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Anwendung des Frey-Modells, der didaktischen Begründung der Projektarbeit, dem Vergleich von Evaluationsmethoden und der Umsetzung eines digitalen Lerntagebuchs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Badminton, Projektmethode, Konstruktivismus, handlungsorientiertes Lernen und Evaluation im Förderschulkontext.
Warum wurde das ADDIE-Modell für das Projekt als ungeeignet verworfen?
Das ADDIE-Modell wurde als zu starr und kognitiv belastend für die Zielgruppe der Förderschüler empfunden, da es den Fokus auf eine Zielvorgabe legte, die den individuellen Lernbedürfnissen nicht gerecht wurde.
Welche Rolle spielten "Fixpunkte" im Projektverlauf?
Fixpunkte waren etablierte Reflexionsmomente am Ende jeder Stunde, die den Kindern halfen, ihre Erlebnisse zu strukturieren und dem Lehrer Rückmeldung für den weiteren Projektverlauf zu geben.
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- Barbara M. Mayer (Author), 2018, Badminton-Projekt mit verhaltensauffälligen Kindern. Erlernen der Regeln und des Spielablaufs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498838