Der Wal – ein seit Jahrtausenden auf die Menschheit Faszination ausübendes Säugetier, welches nicht zuletzt durch seine Intelligenz sowie enorme Größe mit gleichzeitiger Eleganz und Schnelligkeit im Wasser beeindruckt und Symbol für die Vielfalt des Lebens im Wasser ist. Aufgrund dessen ist es nicht verwunderlich, dass sich seit Menschengedenken viele Rätsel, Sagen und Mythen rund um den Wal ranken.
Gegenwärtig ist der Wal aber auch Sinnbild für den schadvollen Umgang des Menschen mit der Natur geworden, sodass der Wal trotz seiner auf viele Faszination ausübenden Aura vom Aussterben bedroht ist, denn Jahr für Jahr sterben zehntausende Kleinwale und tausende Wale aufgrund der Vergiftung der Meere, der Lärmbelästigung durch den Schiffsverkehr oder auch, weil sie in Fischernetzen hängen bleiben und daraufhin ersticken. Eine besondere Gefahr stellt aber auch der gegenwärtig durchgeführte Walfang dar, der nicht zuletzt besonders durch die drei großen Walfangnationen Japan, Norwegen und Island ausgeführt wird, wodurch jährlich hunderte von Walen den Tod finden. Während Norwegen und Island ihren Walfang jedoch öffentlich als kommerziell offenlegen, behauptet Japan, den Walfang im Dienste der Wissenschaft zu tätigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Geschichte des Walfangs
3 Japans Walfang
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht kritisch die Begründung des japanischen Walfangs, der offiziell als wissenschaftliche Forschung deklariert wird, jedoch massenhaftes Töten beinhaltet. Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit dieser wissenschaftlichen Rechtfertigung unter umweltethischen Gesichtspunkten zu prüfen und die moralische sowie ökologische Vertretbarkeit zu hinterfragen.
- Historische Entwicklung des Walfangs
- Analyse der japanischen Argumentationsstrategie
- Umweltethische Reflexion des Walsterbens
- Ökologische Auswirkungen auf marine Ökosysteme
- Alternativen zu tödlichen Forschungsmethoden
Auszug aus dem Buch
3 Japans Walfang
Nachdem der Leser im vorangegangenen Kapitel über die Geschichte und die Entwicklung des Walfangs informiert worden ist, soll sich der folgende Abschnitt nun der Diskussion der eingangs formulierten Frage widmen, also der Frage, ob die Angabe Japans, Wale ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken zu töten, glaubhaft ist und falls dies der Fall sein sollte, ob es nicht sinnvollere Alternativen zum Töten von Walen im Sinne der Wissenschaft gibt. Hierzu sei dem Leser zunächst ein in die Thematik einstimmendes Zitat gegeben:
Mit Explosivharpunen gehen die Jäger auf die Wale los. Die Geräte werden von fest installierten Kanonen abgeschossen, ihre Spitze gräbt sich durch den Blubber der Tiere, zwei ellenlange Widerhaken bohren sich ins Fleisch. Dann explodiert eine Sprengladung in ihrem Inneren. Anders gehe es nicht, sagt die Walfangnation Japan seit Jahrzehnten: alles im Dienste der Wissenschaft.
Trotz des erlassenen Gesetzes zum Verbot des Walfangs in dem Schutzgebiet im Südpolarmeer rund um die Antarktis wildert Japan, wie bereits erwähnt wurde, dort weiterhin jährlich und ignoriert den Beschluss der IWC konsequent. Weiterhin hat Japan seinen Walfang sogar ausgeweitet, nämlich auf den Minkelwalbestand im Nordpazifik. Zudem richtete Japan im Jahre 2000 die durchgeführte Walharpunierung auch wieder auf den geschützten Walbestand der Pottwale und den Bestand der seltenen Brydewale im Nordpazifik. Laut Greenpeace gelte Japans Interesse hierbei besonders dem Walfleisch, welches als Delikatesse gehandelt und somit hoch bezahlt werde, weshalb die besagte Walfangnation bereits seit Jahren für die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs appelliere und sich für die Abschaffung des Gesetztes von 1994 durch die IWC ausspreche.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Faszination des Wals ein und thematisiert die Bedrohung durch den modernen Walfang, insbesondere durch Japan unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung.
2 Die Geschichte des Walfangs: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Walfangs von der urzeitlichen Notwendigkeit bis zur industriellen, kommerziellen Ausbeutung und der damit einhergehenden Dezimierung der Bestände nach.
3 Japans Walfang: Der Hauptteil hinterfragt kritisch die japanische Argumentation, prüft die Glaubwürdigkeit der wissenschaftlichen Begründung und thematisiert ethische sowie ökologische Konsequenzen.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, entlarvt den wissenschaftlichen Vorwand als rein wirtschaftlich motiviert und bewertet den Walfang als ethisch verwerflich.
Schlüsselwörter
Walfang, Japan, Umweltethik, Artensterben, Meeresökologie, Forschungswalfang, IWC-Konvention, Tierethik, Artenschutz, Nachhaltigkeit, Pathozentrik, Wale, Nordpazifik, Südpolarmeer, Walfleisch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert kritisch den Walfang durch Japan und untersucht, ob dieser tatsächlich wissenschaftlichen Zwecken dient oder lediglich ein Vorwand für kommerzielle Interessen ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten gehören die Historie des Walfangs, die ökologischen Folgen für die Meere, die ethische Vertretbarkeit von Tierquälerei sowie die Glaubwürdigkeit politischer Rechtfertigungen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Die Arbeit zielt darauf ab, die Behauptung Japans, Wale aus wissenschaftlichem Erkenntnisinteresse zu töten, auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre ethische Vertretbarkeit zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die ethische Argumentationsmuster, insbesondere die umwelt- und tierethische Perspektive, sowie aktuelle Fakten und Statistiken heranzieht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Diskrepanz zwischen behauptetem Forschungswillen und der tatsächlichen Praxis, einschließlich der Tötungsmethoden und der wirtschaftlichen Verwertung des Fleisches.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Walfang, Ethik, Artenschutz, Meeresökologie und die politische Auseinandersetzung um internationale Fangquoten sind maßgeblich.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Walfleischverzehrs?
Der Autor ordnet den Verzehr von Walfleisch in der modernen japanischen Gesellschaft als dekadent ein und kritisiert, dass dieser nicht mehr lebensnotwendig ist und nur durch patriotische Rhetorik geschützt wird.
Warum hält der Autor die wissenschaftliche Begründung für unglaubwürdig?
Der Autor argumentiert, dass seit 2005 kaum wissenschaftliche Fachartikel aus den japanischen Programmen hervorgegangen sind und effizientere, nicht-tödliche Forschungsmethoden (wie Drohnen oder Fäkalienproben) existieren.
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- Anonym (Author), 2016, Japans Walfang. Massenhaftes Töten im Dienste der Wissenschaft oder gut einstudiertes Theaterstück?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/498908