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Karl Philipp Moritz - Götterlehre oder mythologische Dichtungen der Alten

Title: Karl Philipp Moritz - Götterlehre oder mythologische Dichtungen der Alten

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 29 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Kathrin Kadasch (Author)

German Studies - Comparative Literature
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1. Einleitung
Karl Philipp Moritz ist eine ambivalente Persönlichkeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts, die charakteristische und widersprüchliche Zeitströmungen und Tendenzen aufgenommen und in sich vereint hat. In seinen Werken nimmt Moritz bezüglich der Mythendiskussion dieser Zeit eine Schlüsselstellung ein. In meiner Hausarbeit möchte ich der Frage nachgehen, aus welchen Beweggründen Karl Philipp Moritz Ende des 18. Jahrhunderts mythologische Werke hervorbringt. Zu seinem Hauptwerk gehört die „Götterlehre oder Mythologische Dichtungen der Alten“, das ich unter verschiedenen Gesichtspunkten näher betrachten werde. Dafür gehe ich im ersten Kapitel auf literarische Debatten um 1800 ein. Des Weiteren möchte ich kurz aufzeigen, welche literarischen Strömungen Moritz beeinflusst haben und wie er sich zeitlich einordnen lässt. Im zweiten Kapitel werde ich auf den Aufbau der Götterlehre eingehen. Moritz bezeichnete mythologische Dichtungen als Sprache der Phantasie, was ich im folgenden Kapitel anhand von Textbeispielen aufzeigen werde. Hierbei möchte ich seine Kritik an Winckelmann miteinbeziehen. Im nächsten Teil meiner Hausarbeit widme ich mich der Schönheitslehre von Moritz und gehe dabei auch auf seine Schrift: „Die Signatur des Schönen“ ein. Des Weiteren betrachte ich den Zusammenhang von Kunst und Natur in der Götterlehre und gehe dann zur Genietheorie und Tragödie über. Im letzten Kapitel möchte ich auf den Theodizeegedanken eingehen. In meiner Hausarbeit möchte ich auch Moritz’ Umgang mit Quellen und Überlieferungen in einigen Kapiteln betrachten. Dabei werde ich Moritz mit Hederich, Ovid und Homer als seine Quellen und mit Winckelmann als seinen Zeitgenossen vergleichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Literarische Debatten um 1800

1.2. Zeitliche Einordnung von Karl Philipp Moritz

2. Die Götterlehre

2.1. Aufbau der Götterlehre

2.2. Mythologischen Dichtungen als Sprache der Phantasie

2.3. Kritik an Winckelmann

3. Schönheitslehre

3.1. Signatur des Schönen

4. Kunst und Natur

5. Ästhetik

5.1. Harmonie von Gegensätzen als klassisches Kunstideal

6. Genietheorie und Tragödie

6.1. Theodizee

7. Zusammenfassung

8. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Beweggründe Karl Philipp Moritz’ für die Veröffentlichung seines Hauptwerks „Götterlehre oder Mythologische Dichtungen der Alten“ Ende des 18. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, wie Moritz durch seine eigene Mythenpoetik auf zeitgenössische literarische Debatten reagierte und die griechische Mythologie als eigenständige, autonome „Sprache der Phantasie“ kanonisierte, anstatt sie lediglich allegorisch oder historisch zu deuten.

  • Die literarische Debatte um Schillers „Götter Griechenlandes“ und die Rolle der Antike.
  • Moritz’ ästhetische Theorie der Autonomie des Schönen und des Kunstwerks.
  • Die Abgrenzung von Winckelmanns allegorischer Antikendeutung.
  • Das Konzept der Harmonie von Gegensätzen und die Theodizee im tragischen Kunstideal.

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Mythologischen Dichtungen als Sprache der Phantasie

Mit der Götterlehre wollte Moritz am Beispiel der alten Griechen zeigen, dass der Mythos, die Sprache der Phantasie, als bildende Kraft in der Welt, im menschlichen Leben wirkungsvoll ist: „die mythologischen Dichtungen müssen als eine Sprache der Phantasie betrachtet werden. Als eine solche genommen, machen sie gleichsam eine Welt für sich aus und sind aus dem Zusammenhang der wirklichen Dinge herausgenommen.“

Die ideenreiche Bildungskraft der Phantasie sollte nach Moritz in eine feste Form gebracht werden, weil dadurch die wesenhaften Bedeutungen der antiken Göttergestalten veranschaulicht werden können. Diese Hervorhebung zeigt sich, indem die Figuren der griechischen Mythologie, sowohl die unzählige schöpfende und bildende, als auch die eingeschränkte Kraft des Künstlers widerspiegeln. Es besteht ein enger Zusammenhang mit dem ästhetischen Autonomiegedanken und der einzigartigen Bestimmung des Künstlers in seiner Zeit. Für Moritz entsprang dieser Autonomiegedanke aus der Phantasie und er stellte das Zentrum der Poesie, bezüglich der dadurch entstehenden Bildungskraft, dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und Einordnung von Karl Philipp Moritz in den mythenkritischen Diskurs um 1800.

2. Die Götterlehre: Analyse des Aufbaus der Götterlehre und der mythologischen Dichtungen als Sprache der menschlichen Phantasie.

3. Schönheitslehre: Untersuchung der ästhetischen Prinzipien von Moritz mit Fokus auf seine Schrift „Die Signatur des Schönen“.

4. Kunst und Natur: Erläuterung der Verbindung von Natur und Kunstwerk im Kontext der Götterlehre und der künstlerischen Schöpferkraft.

5. Ästhetik: Betrachtung der ästhetischen Methode von Moritz als autonomes System und der Harmonie von Gegensätzen.

6. Genietheorie und Tragödie: Analyse der Tragödientheorie und der Theodizee innerhalb des Werks.

7. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung von Moritz’ Werk für die frühromantische Ästhetik.

8. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Karl Philipp Moritz, Götterlehre, Mythologie, Sprache der Phantasie, Ästhetische Autonomie, Klassik, Romantik, Winckelmann, Theodizee, Genietheorie, Tragödie, Kunsttheorie, Antike, Symbolik, Bildungskraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Karl Philipp Moritz’ Hauptwerk „Götterlehre“ und dessen Einbettung in die literarischen und philosophischen Debatten des ausgehenden 18. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Mythenpoetik, die Ästhetik des Schönen, die Kritik an allegorischen Deutungsweisen sowie die Verbindung von Mythos und tragischer Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Moritz’ Beweggründe für die mythologischen Werke zu ergründen und aufzuzeigen, wie er damit eine „neue Mythologie“ und eine autonome Kunsttheorie etablierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den diskursgeschichtlichen Kontext (z.B. Schiller, Winckelmann) mit einer werkimmanenten Untersuchung der Götterlehre verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Götterlehre, die Schönheitslehre, die ästhetischen Grundlagen sowie die spezifischen Konzepte von Tragödie und Theodizee bei Moritz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Autonomieästhetik, Sprache der Phantasie, Mythenpoetik, Antikerezeption und die Harmonie von Gegensätzen geprägt.

Wie unterscheidet sich Moritz’ Sicht von Winckelmanns Allegorie-Verständnis?

Moritz lehnt allegorische Deutungen als „blutleer“ ab und fordert eine ganzheitliche Betrachtung des Kunstwerks, während Winckelmanns Ansatz für Moritz die Einheit des Werks in Einzeldarstellungen auflöst.

Welche Rolle spielt die Theodizee in Moritz’ ästhetischer Theorie?

Moritz nutzt ästhetische Argumentationen, um Leiden und Übel als notwendige Bestandteile der Vollkommenheit des Gesamtkunstwerks zu begreifen, wodurch die Ästhetik zur Rettungsinstanz für eine vernunftkritische Weltanschauung wird.

Warum wird Prometheus als zentrale Figur der Genietheorie genannt?

Prometheus steht für den autonomen Menschen und das Genie, welches sich der Herrschaft Jupiters widersetzt, was Moritz als Kern des tragischen Gesetzes der Bildung interpretiert.

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Details

Title
Karl Philipp Moritz - Götterlehre oder mythologische Dichtungen der Alten
College
Technical University of Berlin  (neuere deutsche Philologie)
Course
Götterlehre oder Mythologische Dichtungen der Alten
Grade
sehr gut
Author
Kathrin Kadasch (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V49900
ISBN (eBook)
9783638462372
ISBN (Book)
9783638660655
Language
German
Tags
Karl Philipp Moritz Götterlehre Dichtungen Alten Götterlehre Mythologische Dichtungen Alten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Kadasch (Author), 2004, Karl Philipp Moritz - Götterlehre oder mythologische Dichtungen der Alten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49900
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