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Der Islam im Schulalltag

Schwieriges Verhältnis oder neue Herausforderung?

Título: Der Islam im Schulalltag

Trabajo Escrito , 2017 , 35 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: János Petró (Autor)

Sociología - Religión
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In dieser Arbeit werden Konflikte, die auch immer wieder in der Schule auftreten, untersucht, die sich aus dem Spannungsverhältnis Islam und die Situation der Muslime in Deutschland sowie das Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland ergeben.

Der Islam ist eines der umstrittensten Themen in Deutschland. Angesichts der meist großen Kinderzahl sowohl arabischer Migranten als auch hier lebender Muslime kommt dem Verhältnis von Schule als staatlicher Institution und dem Islam als der am stärksten vertretenen Religion der Migranten eine besondere Bedeutung zu. Da die Schule den staatlichen Bildungsauftrag ausführt und laut Verfassung zwar ein religionsneutraler, aber kein religionsfreier Raum ist, kommt es zu zahlreichen Konfliktsituationen.

Da die Schule der exponierteste Ort ist an dem Christen, Muslime und Menschen verschiedenster religiöser und weltanschaulicher Richtungen aufeinandertreffen, haben die Lösungsmöglichkeiten zum Ziel, Lehrkräften eine Orientierungshilfe im Schulalltag zu geben. Damit stellen sie einen Baustein sowohl zur interreligiösen Verständigung als auch zur Integration der Migranten dar und ermöglichen so ein friedliches Zusammenleben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. MUSLIME IN DEUTSCHLAND

2.1. GLAUBENSINHALTE UND GLAUBENSRICHTUNGEN DES ISLAMS UND SEIN VERHÄLTNIS ZUM CHRISTENTUM

2.2. DAS LEBEN DER MUSLIME IN DEUTSCHLAND

2.3. STAAT UND RELIGION IN DEUTSCHLAND

3. ISLAM UND SCHULALLTAG – KONFLIKTE UND LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN

3.1. ISLAMISCHE FEIERTAGE: UNTERRICHTSBESUCH ODER UNTERRICHTSBEFREIUNG?

3.2. RAMADAN - FASTEN TROTZ KLAUSUR?

3.3. SPORT-/SCHWIMMUNTERRICHT: EINE FRAGE DER MORAL

3.4. KLASSENFAHRTEN

3.5. DER STREIT UM DAS KOPFTUCH

3.6. ISLAMISCHER RELIGIONSUNTERRICHT VS. ETHIKUNTERRICHT ODER RELIGIONSKUNDE

4. FAZIT

5. PERSPEKTIVEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem staatlichen Bildungsauftrag an Schulen und den Anforderungen muslimischer Schülerinnen und Schüler an die Religionsausübung. Ziel ist es, Lehrkräften konkrete Orientierungshilfen für den Umgang mit religiös motivierten Konflikten im Schulalltag zu bieten, um die Integration zu fördern und ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

  • Analyse des Islamverständnisses und der Situation von Muslimen in Deutschland
  • Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen von Staat und Religion im Schulwesen
  • Evaluation typischer Konfliktfelder wie Fasten, Kopftuch und Sportunterricht
  • Erarbeitung von Lösungsstrategien für pädagogische Konfliktsituationen
  • Reflexion über die Vereinbarkeit religiöser Gebote mit demokratischen Grundwerten

Auszug aus dem Buch

3.1. Islamische Feiertage: Unterrichtsbesuch oder Unterrichtsbefreiung?

An hohen christlich geprägten Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern ist in ganz Deutschland schulfrei. Doch wie verhält es sich mit den islamischen Feiertagen? Haben die muslimischen Schüler Anspruch auf Unterrichtsbefreiung?

Religiös-kultureller Hintergrund

Im Islam gibt es zwei hohe bewegliche Feiertage, die sich nach dem islamischen Mondkalender richten und sich daher von Jahr zu Jahr zu verschieben: Zum einen das normativ höher bewertete Opferfest (Íd al-Adha) oder auch ‚größere Fest’, das am 10. Tag des Pilgermonats Dhu al-Hija gefeiert und bei dem ein Tier – meist ein Schaaf – rituell geschlachtet wird, um an die Bereitschaft Abrahams seinen Sohn Ismail Gott zu opfern zu erinnern. Und zum anderen das sozial bedeutsamere Fest des Fastenbrechens (Ít al-Fitr) oder das ‚kleinere Fest’, in der Türkei wegen der verteilten Süßigkeiten auch „Zuckerfest“ genannt, das am Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert wird. Es ist ein Fest der der zwischenmenschlichen Versöhnung, an dem Geschenke und Glückwünsche ausgetauscht werden und gemeinsam gegessen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Diskussion über das Verhältnis der deutschen Gesellschaft zum Islam, insbesondere im Kontext von Schule und staatlichem Bildungsauftrag.

2. MUSLIME IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des islamischen Glaubens, die gesellschaftliche Stellung der Muslime und das Verhältnis zwischen Staat und Religion in Deutschland.

3. ISLAM UND SCHULALLTAG – KONFLIKTE UND LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN: Hier werden konkrete Konfliktbereiche wie Feiertage, Fasten, Sportunterricht, Klassenfahrten und das Kopftuch thematisiert sowie praxisnahe pädagogische Lösungsansätze diskutiert.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass das Verhältnis von Staat und Religion aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen einer grundlegenden Überarbeitung bedarf, um den schulischen Bildungsauftrag zu sichern.

5. PERSPEKTIVEN: Dieser Abschnitt plädiert für eine stärkere säkulare Ausrichtung der Schulen und ein Verbinden durch Werte wie Menschenrechte und Demokratie statt durch religiöse Trennung.

Schlüsselwörter

Islam, Schule, Religionsfreiheit, Bildungsauftrag, Integration, Kopftuch, Ramadan, Sportunterricht, Staat, Religion, Grundgesetz, Schulfrieden, Dialog, Werteerziehung, Säkularisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen dem staatlichen Bildungsauftrag in deutschen Schulen und der wachsenden Präsenz islamisch geprägter Lebensweisen und Traditionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Grenzen der Religionsfreiheit im Schulkontext, der Umgang mit religiösen Feiertagen, die Teilnahme an Fastenperioden und Sportunterricht sowie die Symbolik des Kopftuchs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Lehrkräften bei der Lösung von Konflikten, die aus der Kollision von staatlichen Regeln und religiösen Werten entstehen, eine fundierte Orientierungshilfe zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von verfassungsrechtlichen Grundlagen, Gesetzen, Erlassen und aktueller Fachliteratur sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Handreichungen für Schulen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Konfliktbereiche (Ramadan, Sport, Klassenfahrten, Kopftuch etc.) detailliert untersucht, deren religiös-kultureller Hintergrund beleuchtet und rechtliche sowie pädagogische Lösungsansätze abgeleitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Islam, Schule, Religionsfreiheit, Bildungsauftrag, Integration und Grundgesetz charakterisiert.

Wie soll laut Autor mit dem Kopftuchstreit umgegangen werden?

Die Arbeit empfiehlt, die individuelle Motivation der Schülerin zu respektieren, aber gleichzeitig klare Grenzen bei der Vollverschleierung zu setzen, wenn diese die Kommunikation behindert.

Welche Konsequenz zieht der Autor für das Grundgesetz?

Der Autor fordert aufgrund der geänderten gesellschaftlichen Realität eine Überarbeitung des Grundgesetzes, insbesondere hinsichtlich einer strengeren Trennung von Staat und Religion im Bildungswesen.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Islam im Schulalltag
Subtítulo
Schwieriges Verhältnis oder neue Herausforderung?
Universidad
University of Cologne
Calificación
2,7
Autor
János Petró (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
35
No. de catálogo
V499106
ISBN (Ebook)
9783346031747
ISBN (Libro)
9783346031754
Idioma
Alemán
Etiqueta
Islam
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
János Petró (Autor), 2017, Der Islam im Schulalltag, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499106
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