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Digitale Medien im Unterricht sinnvoll einsetzen. Aspekte der Digitalisierung in der schulischen Bildung

Título: Digitale Medien im Unterricht sinnvoll einsetzen. Aspekte der Digitalisierung in der schulischen Bildung

Libro Especializado , 2019 , 70 Páginas

Autor:in: Tim Bastian (Autor)

Pedagogía - Pedagogía de los medios
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Kaum eine Gesellschaft ist so kritisch gegenüber digitalen Medien, wie es in Deutschland der Fall ist. Diese Einstellung verlangsamt auch den Einsatz in der Schule. Und das obwohl neue Technologien den Unterricht spürbar verbessern können. Außerdem müssen Kinder und Jugendliche auch einen bewussten Umgang mit den neuen Medien lernen.

Warum sind die Vorbehalte gegen die Digitalisierung in Deutschland so stark? Unter welchen Bedingungen könnte sich das ändern? Wie wirksam ist das digital unterstützte Lernen wirklich? Tim Bastian stellt in seinem Buch die Vor- und Nachteile der Digitalisierung in der schulischen Bildung vor.

Bastian beschreibt, wie sich die Computertechnologie in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und welchen Stellenwert sie für Lehr- und Lernprozesse sowie die Unterrichtsentwicklung jetzt schon einnimmt. Er verdeutlicht, wie ein lernwirksames und reflektiertes Arbeiten mit digitalen Medien funktioniert.

Aus dem Inhalt:
- Social Media;
- digitale Demenz;
- Hypertext;
- Lehrer;
- Medienkompetenz

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Problemstellung, Forschungsinteresse, methodisches Vorgehen

2 Hypertextsysteme – Merkmale, Struktur, Potenziale, Einwände

3 Empirische Studien zur Wirksamkeit digitaler Medien

3.1 Meta- Analysen

3.2 Tableteinsatz in Schule und Unterricht

3.3 Gründe für die insgesamt geringen Effektstärken

4 Bedenken und Einwände gegen digitales Lernen in der Schule

4.1 Fundamentalkritik: Manfred Spitzer und Rolf Lankau

4.2 Parallelen zu der Kritik der 80er und 90er Jahre an der Hypertextstruktur

4.3 Zusammenfassung und Bewertung

5 Gelingens- und Misslingensbedingungen für digitalen Unterricht

6 Einblicke und Hintergründe zum Lernen an Schulen der Zukunft

6.1 Franz-Stock-Gymnasium Arnsberg

6.2 Gemeinschaftsschule Alemannenschule Wutöschingen

6.3 Europaschule Otto-Hahn-Gymnasium Monheim

6.4 Schulen der Zukunft – Gründe für ihre Erfolge beim Einsatz digitaler Medien

7 Fazit – Ergebnisse, Desiderate, Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, warum Deutschland beim Einsatz digitaler Technologien in schulischen Lernprozessen international hinterherhinkt, und identifiziert wesentliche Gelingensbedingungen für einen didaktisch sinnvollen Medieneinsatz. Das primäre Ziel ist es, trotz unbestreitbarer Risiken aufzuzeigen, wie ein lernwirksames und reflektiertes Arbeiten mit digitalen Medien gestaltet werden kann, um eine moderne, mündige Bildung in einer vernetzten Welt zu fördern.

  • Analyse von Hypertextsystemen und deren Potenzial für Lernprozesse
  • Kritische Auseinandersetzung mit empirischen Studien zur Wirksamkeit digitaler Medien
  • Diskussion von Fundamentalkritik und Bedenken gegenüber digitalem Lernen
  • Identifikation von Gelingens- und Misslingensbedingungen für den digitalen Unterricht
  • Fallbeispiele erfolgreicher Schulentwicklung im Bereich der Digitalisierung

Auszug aus dem Buch

Bedenken und Einwände gegen digitales Lernen in der Schule

In diesem Kapitel werden zentrale Bedenken und Einwände gegen das digitale Lernen dargestellt. Dabei sollen – exemplarisch - mit Manfred Spitzer und Rolf Lankau zwei prominente Fundamentalkritiker im Fokus stehen (Kapitel IV.1). Im Anschluss daran werden - unter Rückgriff auf Kapitel II - Parallelen zu der Kritik der 90er Jahre an der Hypertextstruktur aufgezeigt (IV.2). Daran schließt sich eine Zusammenfassung und Bewertung der Argumente an (IV.3).

Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie und Gehirnforscher, ist einer der bekanntesten Kritiker der Digitalisierung. In zahlreichen Aufsätzen und vor allem in seinen Publikationen „Vorsicht Bildschirm!“ sowie „Digitale Demenz“ sieht er in digitalen Medien – sei es Fernsehen, Computer oder Smartphone – besorgniserregende Entwicklungen. Er weiß natürlich auch, dass man sie nicht abschaffen kann; er sieht, dass digitale Medien Teil unserer Kultur sind, die Produktivität erhöhen und das Leben erleichtern. Unter Hinweis auf seine eigenen Erfahrungen in der von ihm geleiteten Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm sowie unter Bezugnahme auf den Jahresbericht der Suchtbeauftragten der Bundesregierung hebt Spitzer jedoch ihr hohes Suchtpotenzial hervor und verweist auf die Zunahme von computerspielsüchtigen und internetabhängigen Patienten.

Die Hoffnung, mit Hilfe eines forcierten Medieneinsatzes zu Lernfortschritten in den Schulen zu gelangen, habe sich in den vergangenen Jahrzehnten als trügerisch erwiesen, im Gegenteil, seines Erachtens verhindern Computer Bildungsfortschritte junger Menschen; er bezeichnet sie als „Lernverhinderungsmaschinen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Problemstellung, Forschungsinteresse, methodisches Vorgehen: Einleitung in die Problematik der digitalen Rückständigkeit an deutschen Schulen und Darlegung des Forschungsziels dieser Arbeit.

2 Hypertextsysteme – Merkmale, Struktur, Potenziale, Einwände: Rückblick auf die Entwicklung der Computertechnologie und Analyse von Hypertextsystemen hinsichtlich ihrer Eignung für Lernprozesse.

3 Empirische Studien zur Wirksamkeit digitaler Medien: Kritische Vorstellung und Bewertung vorliegender empirischer Untersuchungen sowie Spezifizierung der Problematik des Tableteinsatzes.

4 Bedenken und Einwände gegen digitales Lernen in der Schule: Darstellung der Fundamentalkritik durch Experten wie Spitzer und Lankau sowie Einordnung dieser Kritik in historische Kontexte.

5 Gelingens- und Misslingensbedingungen für digitalen Unterricht: Aufarbeitung von Faktoren, die bei der Einführung digitaler Medien zu Scheitern oder Erfolg führen.

6 Einblicke und Hintergründe zum Lernen an Schulen der Zukunft: Präsentation konkreter Anwendungsbeispiele erfolgreicher Schulen, die digitale Medien fundiert in ihren Alltag integriert haben.

7 Fazit – Ergebnisse, Desiderate, Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Argumentation und Aufzeigung zukünftiger Möglichkeiten für ein mündiges „Lernen 4.0“.

Schlüsselwörter

Digitale Bildung, Hypertext, Tablet-Einsatz, Schulentwicklung, Medienerziehung, Medienkompetenz, Digitalpakt Schule, Lernwirksamkeit, Gelingensbedingungen, Digitale Demenz, Schulleitung, Konstruktivismus, Informatik, Lehrkräftefortbildung, E-Learning.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht und untersucht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Digitalisierung in der schulischen Bildung gelingt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Wirksamkeit digitaler Lernkonzepte, die Auseinandersetzung mit kritischen Gegenpositionen (z. B. "Digitale Demenz") und die Analyse von Gelingensbedingungen anhand praktischer Beispiele.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Gründe für die aktuelle digitale Rückständigkeit deutscher Schulen zu ergründen und konkrete Bedingungen für einen pädagogisch sinnvollen und lernwirksamen Medieneinsatz zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der kritischen Auswertung empirischer Studien sowie der qualitativen Einbeziehung von Praxisbeispielen und Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu Hypertextsystemen die empirische Wirksamkeit, die gesellschaftskritischen Bedenken sowie die Bedingungen für erfolgreichen Unterricht und konkrete Schulbeispiele detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Digitale Bildung, Schulentwicklung, Medienkompetenz, Gelingensbedingungen sowie der differenzierte Umgang mit den Chancen und Risiken digitaler Technologien.

Warum ist das Beispiel des "Franz-Stock-Gymnasiums" relevant?

Es dient als eines der zentralen Anwendungsbeispiele für die erfolgreiche Implementierung digitaler Konzepte, unter anderem durch das BYOD-Modell und eine partizipative Schülerstruktur.

Welche Rolle spielt die Schulleitung beim digitalen Wandel?

Die Schulleitung nimmt eine Schlüsselrolle ein, da sie als Vordenkerin und Prozesspromotorin fungieren muss, um das Medienkonzept auf Organisationsebene zu verankern und das Kollegium in den Entwicklungsprozess mitzunehmen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Tablets im Unterricht?

Tablets werden als Werkzeug verstanden, das dann erfolgreich ist, wenn es in ein pädagogisch-didaktisches Gesamtkonzept eingebettet ist und Lehrkräfte sowie Infrastruktur entsprechend vorbereitet sind.

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Detalles

Título
Digitale Medien im Unterricht sinnvoll einsetzen. Aspekte der Digitalisierung in der schulischen Bildung
Autor
Tim Bastian (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
70
No. de catálogo
V499113
ISBN (Ebook)
9783964870742
ISBN (Libro)
9783964870759
Idioma
Alemán
Etiqueta
Digitalisierung Kernlehrplan Schulische Bildung digitale Demenz Deutschland Tablets Germanistik Bachelorarbeit Hypertext Gymnasium Europaschule Apple Didaktik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tim Bastian (Autor), 2019, Digitale Medien im Unterricht sinnvoll einsetzen. Aspekte der Digitalisierung in der schulischen Bildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499113
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