Um zu beurteilen, ob eine Investition Sinn macht und wirklich einen Nutzen hervorbringt, werden Investitionsrechnungen durchgeführt. Im Folgenden widmet sich die Autorin nun der Investitionsrechnung. Dabei geht sie auf Grundlagen und Instrumente der Investitionsrechnung ein. Daraufhin folgt ein Beispiel zur Investitionsrechnung anhand der R. GmbH, welches die Autorin untersuchen und kritisch analysieren wird.
Der Begriff "Investition" wird heutzutage oft verwendet, nicht nur aus unternehmerischer Sicht. Jedoch nicht immer handelt es sich bei einer Ausgabe auch um eine Investition, sodass der Begriff mehrfach fälschlicherweise benutzt wird. Einer Investition steht immer ein Nutzen gegenüber, zum Beispiel folgt aus dem Besuch einer Weiterbildung wahrscheinlich eine Lohnerhöhung, sodass die Kosten des Kurses eine Investition darstellen. Besonders in Unternehmen haben Investitionen einen hohen Stellenwert, denn nur durch sie kann ein Unternehmen wachsen und sich weiterentwickeln. Beispielsweise muss Geld in Maschinen investiert werden, um eine gute Produktion gewährleisten zu können, die gewinnbringend ist.
Wenn ein Unternehmen in ein langlebiges Gut (zum Beispiel Fahrzeuge, Gebäude, Geräte oder Lizenzen) investieren möchte, muss vorher ausführlich geprüft werden, ob dies auch wirklich sinnvoll ist und das Unternehmen daraus einen Nutzen ziehen kann, denn es handelt sich meist um hohe Anschaffungs- und Folgekosten. Eine Investition ist nur dann lohnenswert, wenn während des Gebrauchs auch mehr Umsatz erwirtschaftet wird beziehungsweise Einsparungen ermöglicht werden. Eine Investitionsrechnung kann auch bei Entscheidung zwischen zwei Alternativen helfen, die günstigere zu finden. Nach Abschluss der Investitionsrechnung muss immer geprüft werden, ob die Investition auch wirklich erfolgreich war und ob die Mutmaßungen auch eingetreten sind. So ermöglicht es einem Unternehmen eventuelle Abweichungen beim nächsten Mal besser einzuschätzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Investitionsrechnung
3. Investitionsrechnungsverfahren
3.1 Statische Investitionsrechnungsverfahren
3.1.1 Kostenvergleich
3.1.2 Gewinnvergleich
3.1.3 Rentabilitätsvergleich
3.1.4 Amortisationsvergleich
3.2 Dynamische Investitionsrechnungsverfahren
3.2.1 Kapitalwertmethode
3.2.2 Interne Zinsfuß-Methode
3.2.3 Annuitätenmethode
4. Eine Investitionsrechnung am Beispiel der R. GmbH
4.1 Investitionsrechnung für den Bau eines Terrassendaches am „Glashaus“ im ER
4.2 Kritische Analyse
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Eignung und Anwendung verschiedener Instrumente der Investitionsrechnung für unternehmerische Entscheidungen zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie theoretische Verfahren in der Praxis – speziell am Beispiel der R. GmbH – eingesetzt werden können, um Investitionsprojekte zu bewerten und deren ökonomische Sinnhaftigkeit zu beurteilen.
- Grundlagen und Definition der Investition
- Vergleich statischer Investitionsrechnungsverfahren
- Anwendung dynamischer Investitionsrechnungsverfahren
- Praxisbeispiel: Investition in eine Terrassenüberdachung
- Kritische Reflexion der Übertragbarkeit theoretischer Modelle
Auszug aus dem Buch
3.1 Statische Investitionsrechnungsverfahren
Die statischen Investitionsrechnungsverfahren werden nachfolgend beispielhaft erläutert:
Bei einer Kostenvergleichsrechnung werden lediglich die Kosten (keine Erlöse) der Investition beurteilt. Soll unter mehreren Alternativen entschieden werden, ist die Investition mit den niedrigsten Kosten (gesamt oder pro Stück) die bessere. Die folgende Darstellung zeigt den Kostenvergleich anhand des vorliegenden Beispiels: Der Kostenvergleich zeigt, dass die Gesamtkosten der Maschine 1 niedriger sind als bei Maschine 2 und somit ist Maschine 1 die bessere Wahl.
Zieht die Investition auch Erlöse nach sich, so reicht ein Kostenvergleich natürlich nicht mehr aus. Es kann eine Gewinnvergleichsrechnung durchgeführt werden. Dabei werden neben der Berechnung der Kosten auch die Erlöse errechnet, von denen anschließend die Kosten abgezogen werden (=Gewinn). Beim Vergleich mehrerer Alternativen, ist die Investition mit dem höchsten Gewinn die bessere. Der Gewinnvergleich zeigt, dass der Gewinn, der durch Maschine 1 erwirtschaftet wird, höher ist als bei Maschine 2 und somit sollte sich ein Unternehmen für Maschine 1 entscheiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in den Begriff der Investition und die Relevanz von Investitionsrechnungen zur unternehmerischen Entscheidungsfindung.
2. Investitionsrechnung: Erläuterung der Notwendigkeit von Investitionsrechnungen bei der Entscheidung über langlebige Güter und deren Nutzen für Unternehmen.
3. Investitionsrechnungsverfahren: Gegenüberstellung der zwei Hauptkategorien, statische und dynamische Verfahren, hinsichtlich ihrer Genauigkeit und des Arbeitsaufwands.
4. Eine Investitionsrechnung am Beispiel der R. GmbH: Anwendung der erlernten Methoden auf ein reales Infrastrukturprojekt der R. GmbH und kritische Analyse der Ergebnisse.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der verschiedenen Ansätze und Erkenntnis, dass die Wahl des Verfahrens stark vom Einzelfall und der Branche abhängt.
Schlüsselwörter
Investitionsrechnung, Statische Verfahren, Dynamische Verfahren, Kostenvergleich, Gewinnvergleich, Rentabilitätsvergleich, Amortisationsvergleich, Kapitalwertmethode, Interne Zinsfuß-Methode, Annuitätenmethode, R. GmbH, Terrassenüberdachung, Investitionsentscheidung, Wirtschaftlichkeit, Investitionsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Anwendung von Instrumenten der Investitionsrechnung in der betriebswirtschaftlichen Praxis.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind statische und dynamische Investitionsrechnungsverfahren sowie deren praktische Anwendung und kritische Bewertung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu ermitteln, wie Unternehmen Investitionen bewerten können und welche Grenzen dabei bei der Anwendung theoretischer Modelle bestehen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden verschiedene betriebswirtschaftliche Kalkulationsverfahren (z.B. Kapitalwertmethode, Kostenvergleich) erläutert und anhand eines konkreten Praxisbeispiels angewendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der Verfahren, deren beispielhafte Berechnung und eine spezifische Fallstudie bei der R. GmbH.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kapitalwert, Annuität, Rentabilität, Amortisationsdauer sowie die Abwägung von Investitionsrisiken.
Warum wurde für die R. GmbH auf die Einholung mehrerer Angebote verzichtet?
Die R. GmbH entschied sich bewusst für einen bekannten Anbieter aufgrund dessen Erfahrung, der räumlichen Nähe (Regionalität) und bereits existierender Referenzen.
Wie lautet die zentrale Erkenntnis der kritischen Analyse im Fall der R. GmbH?
Die Analyse zeigt, dass sich die theoretischen Verfahren der Industrie nicht immer eins zu eins auf Dienstleistungsinvestitionen übertragen lassen und oft mehrere Instrumente kombiniert werden müssen.
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- Anonym (Author), 2015, Gegenwärtige Nutzung, Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Instrumenten der Investitionsrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499162