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Schiffbruch im Kleinglauben oder Stillung des Sturms. Exegese zu Matthäus 8, 23-27

Título: Schiffbruch im Kleinglauben oder Stillung des Sturms. Exegese zu Matthäus 8, 23-27

Trabajo de Seminario , 2018 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Thomas Wehrli (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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Diese Arbeit deutet die Periokope von der Sturmstillung nach Matthäus 8,23-27. Dabei wird die Bibelstelle sowohl einer Text- und Redaktionskritik als auch einer Gattungs- und Motivanalyse unterzogen. Die Perikope von der Sturmstillung ist bei allen drei Synoptikern überliefert. Allerdings nimmt Matthäus markante Veränderungen an der markinischen Vorlage vor. Matthäus setzt so gezielt eigene Akzente, lädt die Perikope christologisch und ekklesiologisch auf.

Deshalb erachte ich die häufig verwendete Überschrift "Stillung des Sturms" für zu kurz gegriffen. Sie reduziert die Perikope auf eine reine Wundergeschichte, was sie definitiv nicht ist und auch nicht sein will, wie noch zu zeigen sein wird. Sand wirft die Frage nach der Bezeichnung zurecht auf. Er schlägt "Rettung aus Seenot" vor. Auch dies wird der matthäischen Intention nicht gerecht. Am Treffendsten hat Dronsch die Perikope übertitelt: "Schiffbruch im Kleinglauben (Die Stillung des Sturms)".

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textpräsentation

2.1 Text und eigene Übersetzung

2.2 Abgrenzung

2.3 Gliederung

2.4 Kontexteinordnung

2.5 Vorstellung eines textkritischen Phänomens

3. Exegese

3.1 Synoptischer Vergleich

3.2 Redaktionskritik

3.3 Gattungsanalyse

3.4 Motivanalyse

4. Schluss

6. Anhänge

6.1 Anhang 1: Textzeugen zu Mt 8,25

6.2 Anhang 2: Synoptische Darstellung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Perikope der Sturmstillung (Mt 8,23-27) und analysiert, wie Matthäus durch gezielte redaktionelle Eingriffe das markinische Vorbild transformiert, um spezifisch christologische und ekklesiologische Akzente zu setzen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie die Erzählung als "Schiffbruch im Kleinglauben" die Situation der matthäischen Gemeinde in ihrer Auseinandersetzung mit Angst und Vertrauen widerspiegelt.

  • Redaktionelle Bearbeitung und Intention von Matthäus
  • Die Perikope als Ausdruck der christologischen und ekklesiologischen Identität
  • Analyse des "Kleinglaubens" im Kontext des matthäischen Wirkens
  • Vergleich der Wundergeschichte mit dem atl. Jona-Motiv
  • Form- und gattungsgeschichtliche Einordnung der Wundererzählung

Auszug aus dem Buch

2.4 Kontexteinordnung

Die Kontexteinordnung ist basal für das Verständnis dieser Perikope. Es gilt, zwischen einem näheren und einem weiteren Kontext zu differenzieren. Der nähere Kontext umfasst die Kapitel 8 und 9, in denen Matthäus zehn Wunder tradiert. Die beiden Kapitel lassen sich wiederum in vier etwa gleich lange Abschnitte unterteilen. Die Sturmperikope gehört zum zweiten Abschnitt 8,18-9,11 – dem der Nachfolge. Der weitere Kontext umfasst die Texteinheit 4,23 bis 9,35, wo zwei fast identisch lautende Rahmenverse den Einschnitt markieren. Die Verse umklammern die Bergpredigt und die beiden "Wunder-Kapitel". J. Schniewind setzte deshalb dem "Messias des Wortes" (Mt 5-7) den "Messias der Tat" (Mt 8, 9) gegenüber. W. Grundmann argumentiert ähnlich. Mt reihe einfach Wunder an Wunder. Diese Sicht intendiert, dass Mt Sammler und nicht Gestalter war.

Dies vermag nicht zu überzeugen und Ch. Burger ist recht zu geben, wenn er schreibt: "Matthäus ist nicht nur Sammler und Tradent, sondern zugleich erster Interpret der Überlieferung." Ch. Burger zeigt anhand von sechs Kriterien, dass Mt nicht einfach Wunder aneinanderreiht, sondern die zehn Wundergeschichten bewusst neu anordnet, dazwischen Einschübe wie 8,19-22 platziert und so eine Gesamtkonzeption verfolgt: das Ineinander der Geschichte Jesu (Christologie) und der Kirche (Ekklesiologie). "Matthäus hat sein Verständnis der Kirche in die Darstellung des Lebens Jesu zurückgetragen und hier entfaltet. Etwas überspitzt lässt sich behaupten: Die Kapitel 8 und 9 seines Evangeliums bieten den ἱερὸσ λόγοσ, die Gründungslegende der christlichen Kirche." Gerade in den Wundern wird der Messias des Wortes manifest (gegen Schniewind). Dies zeigt Mt 8,23-27 exemplarisch. Zudem stellt Mt Jesu Wirken in den beiden Rahmenversen als Dreischritt dar: lehren, verkünden, heilen. Die Bergpredigt ist die Lehre, die Kapitel 8/9 stehen für Heilung und Verkündigung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Begründung der Themenwahl und kritische Auseinandersetzung mit gängigen Titeln der Perikope.

2. Textpräsentation: Darlegung des griechischen Textes, der eigenen Übersetzung sowie einer methodischen Abgrenzung, Gliederung und Kontexteinordnung des Abschnitts.

3. Exegese: Detaillierte exegetische Untersuchung mittels synoptischem Vergleich, Redaktionskritik sowie Gattungs- und Motivanalyse.

4. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der christologischen und ekklesiologischen Intention des Evangelisten.

6. Anhänge: Tabellarische Auflistung der textkritischen Bezeugungen sowie eine synoptische Gegenüberstellung der Evangelienabschnitte.

Schlüsselwörter

Sturmstillung, Matthäusevangelium, Kleinglaube, Nachfolge, Redaktionskritik, Wundererzählung, Ekklesiologie, Christologie, Jona, Wunder, Exegese, Schöpfungstheologie, Epiphanie, Vertrauen, Textkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Exegese der Perikope Mt 8,23-27, bekannt als die Sturmstillung, unter besonderer Berücksichtigung der matthäischen Redaktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die christologische Darstellung Jesu als rettender Herr und die ekklesiologische Bedeutung für die Jüngergemeinde sowie die Thematik des Kleinglaubens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Matthäus durch strukturelle Änderungen und begriffliche Anpassungen die Perikope als spezifische Nachfolge-Erzählung für seine Gemeinde umformt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt dem klassischen exegetischen Kanon: Textkritik, synoptischer Vergleich, Redaktionskritik, Gattungsanalyse und Motivanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der synoptische Vergleich mit Markus und Lukas, die redaktionskritischen Eingriffe des Matthäus, die gattungsgeschichtliche Einordnung als Rettungswunder und die Motivanalyse der Sturm-Rettungs-Kette durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Sturmstillung, Kleinglaube, Redaktionskritik, Nachfolge und Christologie.

Warum wählt Matthäus den Begriff "σεισμός" anstelle von "λαῖλαψ"?

Matthäus nutzt "σεισμός" (Erdbeben), um das Ereignis als theophanisch zu markieren und es in den Kontext der endzeitlichen Erschütterungen zu stellen, wodurch das Geschehen für eine psychische Dimension transparent wird.

Inwiefern unterscheidet sich die matthäische Fassung von der markinischen Vorlage?

Matthäus kürzt narrative Elemente und stellt das Gespräch in den Mittelpunkt. Besonders signifikant ist die Umstellung, bei der der Jüngertadel vor die eigentliche Stillung des Sturms rückt.

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Detalles

Título
Schiffbruch im Kleinglauben oder Stillung des Sturms. Exegese zu Matthäus 8, 23-27
Universidad
University of Luzern  (Theologische Fakultät)
Curso
Proseminar Exegese Neues/Altes Testament
Calificación
1,0
Autor
Thomas Wehrli (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
22
No. de catálogo
V499408
ISBN (Ebook)
9783346027726
ISBN (Libro)
9783346027733
Idioma
Alemán
Etiqueta
Exegese Neues Testament Altes Testament Proseminar Matthäus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Wehrli (Autor), 2018, Schiffbruch im Kleinglauben oder Stillung des Sturms. Exegese zu Matthäus 8, 23-27, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499408
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