Der Diskurs des Fremden in Romanen und Erzählungen von Karl May und Balduin Möllhausen


Masterarbeit, 2019

64 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Forschungsstand

2. Fremdenwahrnehmung und –darstellung
2.1 Wahrnehmungsmuster des Fremden
2.2 Der Fremdendiskurs in der Literatur
2.3 Der ethnographische Abenteuerroman

3. Analyse der Abenteuerromane
3.1 Wildnis und Zivilisation
3.2 Begegnung mit dem Fremden
3.2.1 Idealisierung
3.2.2 Winnetou als Edler Wilder
3.2.3 Herabwürdigung
3.2.4 Feindschaft
3.3 Prozesse der Verwestlichung
3.3.1 Bündnisse
3.3.2 Zivilisierung
3.3.3 Missionierung
3.3.4 Verdrängung

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit

Im 19. Jahrhundert wird eine Reihe von Abenteuerromanen veröffentlicht, die die fiktive Handlung mit der Beschreibung fremder Regionen und Völker verbindet.1 Hierzu gehören die Werke von Balduin Möllhausen und Karl May. Weil es sich explizit um „Reiseerzählungen“ handelt, wird davon ausgegangen, dass die Texte von dem Diskurs des Fremden beeinflusst sind. Obwohl er selbst nie derartige Reisen unternommen hat, verarbeitet Karl May Motive aus bekannten Abenteuerromanen und Reiseberichten und prägt damit nachhaltig das Bild der deutschen Leser*innen von den nordamerikanischen Eingeborenen.2 „Seit alters spielen Geschichtswerke, Reiseberichte, Ethnographien und Enzyklopädien, die fremde Lebensformen, Kulturen, Nationen beschreiben, eine entscheidende Rolle beim Ausmalen und Verbalisieren der Bilder, die eine kollektive Phantasie von ‚den Anderen‘ entwirft und […] verbreitet […].“3 Über Generationen hinweg werden die Bücher über den Häuptling Winnetou gelesen und nachgespielt, ob zu Hause, an Karneval oder etwa bei Karl May Festspielen, jedoch ohne die Darstellung der Fremden zu hinterfragen. Da die Darstellungen fremder Völker und deren Kulturen in der Literatur die Einstellungen der Menschen Fremden gegenüber beeinflussen können, handelt es sich hierbei um ein stets relevantes Thema, das auch in der heutigen Zeit Aktualität besitzt: „Wer den Winnetou-Roman aufmerksam, unvoreingenommen und immer auch ein wenig gegen den Strich liest, kann viel darüber entdecken, wie schwer es ist, bei noch so gutem Willen schlüssig mit dem Fremden, dem Anderen umzugehen – ein bis heute hochaktuelles Thema […].“4

In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, auf welche Weise die Fremden in Karl Mays Winnetou-Trilogie dargestellt werden. Es sollen bekannte Motive und Traditionen der Fremdendarstellung in seinen Werken aufgezeigt und gedeutet werden. Da Karl May sich unter anderem am Werk Balduin Möllhausens orientiert hat,5 sollen außerdem verschiedene Erzählungen von Möllhausen hinzugezogen werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Schilderung exotischer Schauplätze und Völker festzustellen.

Das Erkenntnisinteresse der Arbeit bezieht sich auf evaluative Aspekte der Darstellung des Gegensatzes Eigenes-Fremdes. Die Werke sollen hinsichtlich der Themen und der Regelhaftigkeiten des Fremdendiskurses betrachtet werden. Es soll herausgefunden werden, wie das Fremde in den Romanen und Erzählungen erlebt wird, welche Kategorien eventuell gebildet werden und wie diese in den Texten konkretisiert sind. Das Werk Karl Mays soll dabei anhand von Theorien zur Fremdenwahrnehmung sowie kulturgeschichtlicher Traditionen des Umgangs mit dem Fremden untersucht werden.

Die Winnetou-Trilogie wird als Gegenstand dieser Arbeit ausgewählt, da sie eine zentrale Stellung innerhalb des Gesamtwerks von Karl May einnimmt und die zentralen Ereignisse im Leben der Titelfigur umfasst. „In diesen Jugenderzählungen bekam die Gestalt Winnetous ihr eigentliches und bleibendes Gepräge, hier entwickelte May diese Figur so, wie sie sich dann die Herzen nicht nur der jugendlichen Leser eroberte.“6 Zusätzlich werden Ausschnitte aus den Werken Die Mandanen-Waise, Der Halbindianer, Geschichten aus dem Wilden Westen und Wanderungen durch die Prärien und Wüsten des westlichen Nordamerikas von Balduin Möllhausen hinzugezogen. Es soll jedoch kein detaillierter Vergleich dieser Werke vorgenommen werden, da dies den Rahmen der Arbeit überschreiten würde. Stattdessen fokussiert die Untersuchung den Diskurs in Karl Mays Winnetou-Trilogie und zieht einzelne Ausschnitte aus Möllhausens Werken heran, um die Ergebnisse zu unterstützen oder zu erweitern.

Methodisch interessiert sich die Arbeit für die literaturwissenschaftliche Konkretisierung des Fremdendiskurses in den ausgewählten völkerkundlichen Romanen und Erzählungen. Nach Foucault sind Diskurse „[…] als Praktiken zu behandeln, die systematisch die Gegenstände bilden, von denen sie sprechen. Zwar bestehen diese Diskurse aus Zeichen; aber sie benutzen diese Zeichen für mehr als nur zur Bezeichnung der Sachen. Dieses Mehr muß man ans Licht bringen und beschreiben.“7 Ein Diskurs besteht nicht in explizitem Wissen, sondern bezeichnet die „Art und Weise des Denkens und des Äußerns“. Es handelt sich um ein System von Aussagen über Sachverhalte, die Wirkungen erzielen und mit Wertungen verknüpft sind.8 Diese Wirkungen und Wertungen sollen auf literaturwissenschaftlicher Ebene zum Beispiel an semantischen Relationen, Metaphern- und Bildfeldern, Topoi und Argumentationsformen, Oppositionen und Konnotationen untersucht werden.

Michael Titzmann hat den Foucault'schen Diskursbegriff insofern ergänzt, dass die Literatur das Medium verschiedener Diskurse sein kann: „Diskurs ist ein System des Denkens und Argumentierens, das von einer Textmenge abstrahiert ist und das erstens durch einen Redegegenstand, zweitens durch Regularitäten der Rede, drittens durch [...] Relationen zu anderen Diskursen charakterisiert ist. [...]. Ein Diskurs ist also ein System, das die Produktion von Wissen regelt [...]. Literatur ist kein Diskurs. Sie kann sich aber verschiedener Diskurse bedienen und sie in sich integrieren.“9 Der Gegenstand, über den der Diskurs Aussagen trifft, ist in diesem Fall das Fremde, das sich in allen ausgewählten Texten auf die eine oder andere Weise manifestiert. Durch die Analyse der Räume, der Figuren und ihrer Beziehungen sollen die Ordnungen herausgefunden werden, die diesen Diskurs strukturieren, ohne dabei eine strikte Diskursanalyse nach Foucault durchzuführen.

1.2 Gang der Untersuchung

Um die aufgeworfenen Fragen anhand der Primärwerke untersuchen zu können, soll zunächst ein theoretischer Rahmen geschaffen werden. Hierfür dienen Definitionen von Fremdheit sowie der Relation Eigenes – Fremdes, die die begrifflichen Unterscheidungen schärfen sollen. Darüber hinaus werden Wahrnehmungsmuster des Fremden vorgestellt, die dabei helfen sollen, das Fremderleben in den Werken einordnen zu können. Außerdem soll ein Überblick über den Fremdendiskurs in der Literatur und speziell über den Topos des „Edlen Wilden“ und dessen Entwicklung gegeben werden. Hierbei wird sich vor allem an den Merkmalen nach Rousseau orientiert, da dieser den Topos entscheidend geprägt hat.10 In der Analyse wird versucht, diese Traditionen der Fremdendarstellung in den Werken nachzuweisen. Des Weiteren zeigt eine Definition der Gattung des völkerkundlichen Reise- und Abenteuerromans die Prädisposition dieser Gattung für die Darstellung des Fremden auf.

In der darauffolgenden Analyse sollen zunächst die Merkmale der semantischen Räume Wildnis und Zivilisation gegeneinander abgegrenzt und die Figuren diesen zugeordnet werden. Die Darstellung der Fremden und ihrer Kultur wird dann anhand exemplarischer Figurenanalysen untersucht. Hierbei werden drei Möglichkeiten der Fremdwahrnehmung unterschieden: die Idealisierung, die Herabwürdigung und die Feindschaft. Der Idealisierung von Winnetou wird darüber hinaus ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem die Merkmale des „Edlen Wilden“ auf seine Figurenkonzeption angewandt werden. Weiterhin werden bei der Analyse die entstehenden interkulturellen Beziehungen betrachtet. Hierunter werden Bündnisse gefasst, bei denen sich die Partner jeweils positiv oder negativ gegenseitig beeinflussen. Außerdem werden Prozesse wie die Zivilisierung, die in der moralischen und sittlichen Erziehung besteht, oder die Missionierung, beispielsweise die Bekehrung Winnetous, und deren Bewertung untersucht. Abschließend werden die Erklärungsmechanismen für die Verdrängung der Ureinwohner und das Verschwinden ihrer Kultur herausgestellt.

1.3 Forschungsstand

In diesem Kapitel sollen die Hauptthesen und methodischen Ansätze der Literaturwissenschaftler vorgestellt werden, die sich mit ähnlichen Themen befasst haben. An „Fremdheit“ interessieren die Literaturwissenschaft vor allem Wahrnehmungsmuster des Fremden, die sich in den Texten als Projektionen, Vorurteile und Stereotypen manifestieren.11 Hieraus können Schlüsse darüber gezogen werden, wie sich die Beobachter des Fremden selbst sehen und warum sie sich von den Anderen abgrenzen wollen.12

Aufgrund der Beliebtheit bei den Lesern hat die Literaturwissenschaft Karl Mays Werke lange gemieden, erst ab den 1970er Jahren wurde ihnen mehr Aufmerksamkeit zuteil, nachdem das Jahrbuch der Karl May Gesellschaft gegründet wurde.13 Da die Werke in der Forschung lange Zeit ignoriert wurden, kann noch einiges dazu erforscht werden. Beispielsweise wurden die Einflüsse anderer Autoren wie Cooper, Ferry, Dumas, Möllhausen, die von Karl May gelesen wurden, sowie die Auswirkungen von Erzähltraditionen auf sein Werk bisher vernachlässigt.14 Zudem gibt es wenige Strukturanalysen, sowohl Karl Mays als auch Balduin Möllhausens Werke werden häufig auf biografischer Grundlage untersucht.15

Der an der Universität Koblenz tätige Professor Helmut Schmiedt ist in Deutschland als Karl-May-Forscher bekannt geworden und hat 2018 einen Band herausgegeben, in dem er literarische Qualitäten sowie kulturgeschichtliche Zusammenhänge der Winnetou-Trilogie aufdeckt. Er untersucht unter anderem die Schilderung und Bewertung der interkulturellen Begegnungen und stellt dabei eine Diskrepanz zwischen der Sympathie für die dem Untergang geweihten Indianer16 und ihrer Kultur einerseits und der Distanzierung von ihrer Kultur andererseits fest, indem diese als befremdlich dargestellt wird und sich sogar der Titelheld von dieser abwendet.17

Petra Küppers sucht mithilfe einer kulturwissenschaftlichen Analyse nach Spuren antiker Traditionen der Fremdendarstellung im Werk Karl Mays und analysiert beispielsweise das Aussehen von Winnetou und Intschu tschuna.18 Sie findet in den untersuchten Textstellen Darstellungstraditionen des „Anderen“ wie die Rassenfestlegung durch äußerliche körperliche Merkmale, die Abwertung der fremden Rasse und die Verbindung von äußerem Ausdruck mit innerer Einstellung.19

Andreas Graf beschäftigt sich mit Leben und Werk von Balduin Möllhausen. In seinem Artikel für das Jahrbuch der Karl May Gesellschaft strebt er eine Art Vergleich einzelner Textausschnitte von Karl May und Balduin Möllhausen an, indem er Adaption und Variation von Möllhausens Einflüssen an Mays Werk untersucht.20 Laut Graf bestehen Ähnlichkeiten beispielsweise zwischen Mays Winnetou und Möllhausens Beschreibung seines Halbindianers Joseph. Außerdem unterstellt Graf, May habe Möllhausens Halbindianerin Amalie Papin aus dessen Reisebericht als Vorbild für die äußerliche Beschreibung Ntscho tschis genommen.21

2. Fremdenwahrnehmung und –darstellung

2.1 Wahrnehmungsmuster des Fremden

Was als fremd empfunden wird, zeigt sich nach Albrecht im Kulturkontakt. Es ist keine Eigenschaft von Personen oder Dingen, sondern drückt ein Verhältnis oder eine Beziehung aus.22 „Fremdheit“ ist nach Schäffter ein relationaler Begriff, für dessen Definition die Anteile des Eigenen miteinbezogen werden müssen.23 Was als „fremd“ empfunden wird, ist nach Albrecht zudem abhängig vom eigenen Standpunkt.24 Kimmich und Schahadat definieren zudem, dass das „Eigene“ der Alltag ist, das Gewöhnliche, das Normale. Das „Fremde“ hingegen wird als die Ausnahme oder das Ungewohnte begriffen, dem mit Faszination, Angst oder Staunen begegnet wird.25

Der Fremde wird nach Albrecht als solcher bezeichnet, wenn er sich in gesellschaftlichen oder körperlichen Merkmalen wie Sprache, Religion, Stand, Sitten und Lebensweise unterscheidet.26 Individuen, die dieselben Merkmale aufweisen, bilden eine Wir-Gemeinschaft und werden nicht als fremd betrachtet.27 Die Fremdheit ist eine Subkategorie der Alterität, des Anderen, das der Dialogpartner des Eigenen ist. Durch die Abgrenzung der eigenen Eigenschaften von denen des „Anderen“ bildet das „Eigene“ seine Identität heraus.28 Beide Konzepte sind sozusagen „eingebaute Konnotationen“29 des jeweilig anderen Konzepts.30

Deshalb ist auch die Wahrnehmung des Fremden auf den eigenen Voraussetzungen begründet. Die Begriffe „fremd“ und das „Fremde“ bezeichnen Nichtzugehörigkeitsverhältnisse und sind negativ konnotiert mit Bedeutungen wie „gefährlich“, „unbekannt“, „andersartig“.31 Das liegt daran, dass die „Fremdheit […] in der Wahrnehmung der Andersartigkeit des Anderen erfahren [wird]. Dies ist der Ausgangspunkt von Typisierungen, die in der Sozialpsychologie als Stereotype oder Vorurteile bezeichnet werden.“32 Was als fremd aufgefasst wird, liegt jedoch nicht an dessen Andersartigkeit, sondern an dessen Interpretation als „anders“. Das Fremdverstehen beruht auf dem Selbstverstehen.33 „Ist Fremdheit mithin eine relationale Größe, die den Anderen als Fremden für jemanden an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten Hinsicht, zu einer bestimmten Zeit qualifiziert, dann können wir über den, die oder das ‚Fremde‘ nur reden, wenn wir den Blickwinkel mitbedenken, unter dem wir den Anderen, die oder das Andere als ‚fremd‘ auffassen.“34 Laut Wierlacher ist das Fremde das „aufgefaßte Andere“35 und seine Andersheit resultiert aus der Interpretation aus der Sicht des „Eigenen“. Die Perspektive des Beobachters bestimmt, wie die fremde Kultur dargestellt wird.36

Bei der Begegnung mit dem Fremden werden die Informationen und Sinneseindrücke automatisch in Wissensstrukturen, sogenannten Schemata, geordnet, um die Komplexität zu reduzieren.37 Beispielsweise werden den Fremden bestimmte Charaktereigenschaften zugeschrieben. Eine übersteigerte Profilbildung bei Fremdenkontakt führt jedoch zu Fremdheitsstereotypen, die in nicht flexiblen Merkmalszuschreibungen bestehen.38 Es werden häufig Gegensätze gebildet, um die Kategorisierung zu vereinfachen.39 Der Begriff „Stereotyp“ meint die „feststehenden und weitverbreiteten Vorstellungen einer Gruppe von einer anderen“40. Es handelt sich um eine „kognititve Strategie der selektiven Wahrnehmung und Komplexitätsreduktion“41. Dabei werden den Mitgliedern einer Gruppe jedoch schwer veränderbare, meist oberflächliche Merkmale zugeschrieben.42 Stereotypen sind stark vereinfachte Schemata.43

Albrecht unterscheidet verschiedene positive und negative Wahrnehmungsmuster des Fremden. Die Xenophobie bewertet das Fremde als Bedrohung und ruft eine Furchtreaktion auf die Andersartigkeit des Gegenübers hervor.44 Der Ethnozentrismus bewertet die andere Kultur und deren Angehörige als der eigenen unterlegen. Die eigenen Werte dienen hierbei als Maßstab, an dem die fremde Kultur gemessen wird.45 Der Exotismus ist eine diskursive Stigmatisierung, wobei die Funktion entweder in der negativen Stigmatisierung besteht, um Überlegenheit zu zeigen und den Kolonialismus zu legitimieren, oder positiv besetzt ist, wie beim Topos des „Edlen Wilden“.46 Der Exotismus zeigt sich in der Idealisierung einiger Aspekte des Fremden, wobei andere Merkmale bewusst ignoriert werden. Es handelt sich demnach um ein positiv besetztes Stereotyp.47 Das Fremde zeigt eine Alternative zum eigenen Leben auf und wird zum Projektionsraum eigener Sehnsüchte.48

Auch Schäffter vertritt die Ansicht, dass die Erfahrungsweisen von Fremdheit durch unbewusste Ordnungsstrukturen gegliedert werden.49 Nach seiner Theorie sind folgende Modi des Fremdverstehens zu unterscheiden: „Das Fremde als Resonanzboden des Eigenen“ meint die Entdeckung des eigenen Ursprungs im Fremden. Das Fremde ist das Ursprüngliche, von dem sich das Eigene differenziert hat. Es wird eine Ähnlichkeit festgestellt und das Eigene wird im Fremden wiedererkannt.50 „Das Fremde als Gegenbild“ dient als ständiger Vergleich mit dem Eigenen, wobei sich das Eigene in Abgrenzung zum Fremden definiert. Das Fremde ist das, was das Eigene nicht ist. Dadurch wird die eigene Identität klarer definiert. Hierbei kann das Kontrastbild vom Fremden entweder als Bedrohung beziehungsweise Feind aufgefasst oder positiv überhöht und idealisiert werden.51 Wenn „das Fremde als Ergänzung“ funktioniert, kann es das Eigene erweitern und bereichern. Das Eigene verändert sich durch positiven Kontakt mit dem Fremden und entwickelt sich weiter. Neugierde und Faszination können zur Assimilation beitragen. Es kann aber auch zu Überforderung und Integrationsproblemen kommen, wenn ein Kulturschock eintritt und die Assimilation nicht gelingt.52 Wenn hingegen „das Fremde als das Komplementäre“ wahrgenommen wird, ist keine Aneignung möglich und die Distanz zum Fremden bleibt bestehen. Beide Kulturen behalten ihre Merkmale und es findet keine Vermischung statt. Das Fremde bleibt fremd. Trotzdem kann das Fremde in seiner Fremdheit und Autonomie anerkannt und respektiert werden.53

2.2 Der Fremdendiskurs in der Literatur

Fremdheitserfahrungen werden in vielen wissenschaftlichen Disziplinen behandelt, beispielsweise in der Ethnologie, der Philosophie, der Soziologie, der Politologie, der Theologie und der Anthropologie. Aber auch die Literaturwissenschaft interessiert sich für Fremdheitserfahrungen:54 „Wie ein roter Faden durchziehen die Erfahrungen von Fremdheit, bzw. ihre literarischen Gestaltungen, die abendländische Literatur […]“55. Dieses Zitat differenziert zwischen der Erfahrung selbst und ihrer Repräsentation in der Literatur, denn die Abbildungen von Fremdheit sind Verarbeitungen von Erfahrungen, die aber wiederum die Wahrnehmung der Leser prägen können.56

In der Literatur kommt es häufig zu einer „Ambivalenz zwischen Faszination und Schrecken“57, die die Darstellung des Fremden bestimmt. Diese widersprüchlichen Emotionen bedingen jedoch einander.58 An die Entdeckung der Neuen Welt war die Bestimmung der Fremden als „gut“ oder „böse“ gekoppelt. Auf diese Weise wurde entweder die Vernichtung der Fremden legitimiert oder eine Alternative zur eigenen Lebensweise in ihrer Gesellschaft ausgemacht.59 Darauf gründet einerseits die Beschreibung der Fremden als negative Feindbilder, andererseits deren Idealisierung.60

Im Zuge der Entdeckung Amerikas kommt in der Literatur die Figur des „Wilden“ auf, die den Kulturdiskurs beeinflusst. Eine beliebte Figur in Volkserzählungen war der wilde, in den Wäldern hausende, nackte, tierhafte, triebhafte Mann, der eine Art Gegenbild zum Ritter und der höfischen Kultur zeigte.61 Da diese „Wilden“ in der Vorstellung der Europäer keine feste Behausung, kein Gesetz und keine Religion besaßen und zudem Inzest und Kannibalismus betrieben, legitimierten diese Erzählungen den Kolonialismus und die Ausrottung fremder Völker.62 „Die Europäer […] sahen es als ihre Aufgabe an, den ungesitteten ‚Wilden‘ die Segnungen ihrer Zivilisation zu bringen.“63

Im 18. Jahrhundert wurde die Einstellung zu den „Wilden“ ambivalenter, denn mit Rousseaus Schriften kam der Topos des Guten oder Edlen Wilden auf.64 Wann immer in der Literatur die Begegnung mit dem Fremden thematisiert wird, ist die Figur des Edlen Wilden ein geläufiger Topos, um die Fremden einzuordnen.65 Es handelt sich dabei um eine utopische Figur, die „in literarischen Fiktionen sowie in universalhistorischen, anthropologischen und moral-philosophischen Betrachtungen der Neuzeit […]“66 auftaucht.

Ihr Ursprung liegt bereits in der Antike, jedoch ist sie „weit davon entfernt, eine inhaltlich kohärente und in zeitlicher Hinsicht stabile narrative Struktur zu bilden.“67 Die als „Barbaren“ bezeichneten Fremden der Antike weisen noch nicht die Differenz von Kultur und Natur, beziehungsweise „Zivilisiertheit“ und „Wildheit“ auf. Der Barbar steht in der Antike für das, was nicht griechisch ist, und ist damit der Inbegriff der Fremdheit.68 Der „Begriff des Barbaren“ existiert „lediglich als pejorative Kategorie“69. Noch fehlen die der Figur später zugesprochenen moralischen Eigenschaften, die sie zu einer zivilisationskritischen Figur machen.70

Aus der Zeit der Entdeckungsreisen wie der von Kolumbus, der 1492 auf die Ureinwohner der Karibik traf, gehen Reiseberichte hervor, in denen die überseeischen Begegnungen von den Europäern einseitig wiedergegeben wurden.71 Da das Fremde an der eigenen Kultur gemessen und die Abweichungen von dieser beziehungsweise die Andersartigkeit der Fremden besonders betont wurden, wurden die Ureinwohner im Vergleich zu den „zivilisierten“ Europäern als „Wilde“ bezeichnet und ihre Kultur der untersten Entwicklungsstufe zugeschrieben.72 Wenige auserwählte „Wilde“ wurden jedoch aufgrund ihrer Unschuld und ihres an der Natur orientierten Lebens als „edel“ bezeichnet.73 „Seine idealtypische Ausprägung erhielt der Topos in literarischen Werken und moralphilosophischen Abhandlungen des 18. Jahrhunderts […]“74. Vor allem der Discours sur l’inégalité von Jean-Jacques Rousseau ist für die Ausbildung des Mythos vom Edlen Wilden verantwortlich. Er entwirft das Bild des Menschen im Naturzustand, auf das sich der Mythos gründet: Im Naturzustand befinde sich der Mensch nach Rousseau in einer frühen Phase der Entwicklung und im Einklang mit der Natur. Der Zustand der „Wilden“ entspreche dem der Tiere und zeige sich in ihrer Anspruchslosigkeit wie beispielsweise im Fehlen von Kleidung.75 Der „Wilde“ habe nur physische, natürliche Bedürfnisse, aber kein Erkenntnisvermögen.76 Der Naturzustand, in dem alle seine Bedürfnisse erfüllt seien, erlaube ihm keinen Wissenszuwachs und somit auch keine Neugierde, da er nichts kenne, was er begehren könnte.77 Somit sei auch der Ackerbau überflüssig, da es nicht nötig sei, dem Boden Zwänge aufzuerlegen.78 Der „Wilde“ sei weder gut noch böse, aber natürlicherweise moralisch und empathisch.79 Er kenne keine Eitelkeit, kein Ansehen, keinen Besitz, kein Rachegefühl und keinen Gerechtigkeitssinn.80 Dieser Zustand der „Wildheit“ sei für den Menschen am besten, erst wenn er diesen verließe, drohten ihm Krankheiten und Gefahren. Als Beispiele des negativen Einflusses der Zivilisation nennt er Alkohol und Drogen, die den Menschen verdürben.81 Vergesellschaftung und Annehmlichkeiten der Zivilisation rauben dem Menschen seine Kräfte, seine Stärke und seinen Mut.82 Im Gegensatz zu Frieden, Freiheit und Gleichheit im Naturzustand entstehen Ungleichheit und Unterdrückung erst in einer „zivilisierten“ Gesellschaft.83

„Die Überlegenheit der Wildnis über die Zivilisation ist ein geläufiger literarischer Topos, der sich seit dem 18. Jahrhundert, vor allem in der Vorstellung vom Edlen Wilden, in der europäischen Literatur etabliert hat und dabei sein gesellschaftskritisches Potential entfalten konnte […]“84. Die Zivilisation und alles künstlich Geschaffene werden gegenüber der Natürlichkeit abgewertet und kritisch hinterfragt, wodurch ein utopisches Gegenbild zu der europäischen Gesellschaft geschaffen wird.85 Diese Gegenüberstellung von Natur und Zivilisation bewirkt, dass die Begegnungen mit Fremden häufig mit dichotomischen Zuschreibungen vereinfacht werden. Es werden gerade die vom Eigenen verschiedenen Merkmale des Anderen wahrgenommen, z.B. Kleidung-Nacktheit, Vernunft-Emotion, Kultur-Natur.86 Während der Edle Wilde sich durch Sinnlichkeit und Vitalität auszeichnet, handelt der „Zivilisierte“ eher rational.87 Der Fremde wird darüber hinaus als besonders moralisch idealisiert und seine nach europäischen Vorstellungen schöne Gestalt hervorgehoben.88 „Die Figur erzielt ihre Wirkung allein dadurch, daß ihr Verhalten christlich-humanistischen Idealen näher kommt, im Sinne von ethisch-moralischen Standards also zivilisierter ist als das Verhalten der eigentlichen Zivilisierten.“89 Jedoch basieren die Beschreibungen der Fremden meist auf dem ersten Moment des Kontakts, weshalb der Charakter der Figur vor allem der Imagination der Europäer entspringt, die das Fremde nicht kennen, sondern es so beschreiben, wie sie es sich vorstellen. Daher verstellt diese Betrachtungsweise eher den Blick auf das Fremde.90 „Der scheinbare Dialog ist […] im Grunde als Monolog angelegt, oder es versteckt sich hinter dem Edlen Wilden als Dialogpartner das jeweils zu kritisierende Segment der eigenen Gesellschaft.“91 Die in der Fremde angesiedelte Fiktion hat demnach eigentlich die Funktion, Probleme der europäischen Gesellschaft zu spiegeln und repräsentiert das dort Vermisste.92 Andererseits kann die moralische Aufwertung der „Wilden“ auch als „Wiedergutmachungsversuch“93 für die Kolonialisierung gedeutet werden. Stein schreibt dem Topos zu, eine „Funktion des Kolonialismus“94 zu erfüllen.

In den Reiseberichten steht der Edle Wilde, der die Kolonialisierung akzeptiert, dem Bösen Wilden gegenüber, der sich dagegen auflehnt. Der Böse Wilde ist eine Variation des Topos und ist realisiert in einer zum Edlen Wilden komplementären Figur, die dessen positive Eigenschaften kontrastiert und dadurch verstärkt. Dabei werden die Eigenschaften der Barbaren zu Euphemismen umgekehrt: Während der Böse Wilde primitiv, hinterlistig, faul und triebhaft ist, ist der Edle Wilde einfach, unschuldig, ruhig und fröhlich.95

Auch in den Reiseromanen des 19. Jahrhunderts findet sich diese Tradition wieder.96 Die Dichotomie zwischen Zivilisation und Natur erzeugt im Abenteuerroman Spannung.97 „Von Gerstäcker über Möllhausen und Strubberg bis zu Karl May findet sich dieser Affekt gegen das kultivierte Leben […]“98. Die Enge der bürgerlichen Welt steht der Weite der Wildnis gegenüber99, die Zivilisation wird als Gefängnis empfunden, der Auszug in die Wildnis dagegen bedeutet Freiheit.100 „Kulturüberdruß und Europamüdigkeit manifestieren sich in der Sehnsucht nach der Wildnis, in der das Individuum seine Freiheit realisieren kann […]“101. Allerdings verliert die ursprüngliche Funktion der Kritik an der europäischen Gesellschaft und dem Materialismus an Gewicht. „Der Edle Wilde, den die Romantik erfindet, soll vielmehr im Leser nostalgische Erinnerungen wecken und ihm vor Augen führen, daß er für seinen Fortschritt einen hohen Preis hat bezahlen müssen.“102

2.3 Der ethnographische Abenteuerroman

„Abenteuerromane sind ausführliche Erzählungen, in denen der Held, letztlich erfolgreich, sich auf unabsehbare Ereignisse einläßt.“103 Diese Ereignisse weichen von seinem gewöhnlichen Alltag ab und sind anspruchsvoll und außerordentlich.104 „Da sie derart dem herkömmlichen Lebensalltag widersprechen, muß sich der Held, um Abenteuern überhaupt zu begegnen, von daheim entfernen.“105 Unverzichtbare Merkmale des Abenteuerromans nach Klotz sind der charismatische Held, der erfolgreich handelt, die Polarität von Heimat und Fremde, die Ausführung des ersten Angriffs von der bösen Partei, auf den die gute Partei zurückschlägt und am Ende siegt.106

Bereits in der Antike gab es Epen und Mythen, die eine Abenteuerstruktur aufweisen.107 Doch vor allem ab dem 19. Jahrhundert wird eine Vielzahl von Abenteuerromanen verfasst, die auf die Entdeckerberichte der vorherigen Jahrhunderte referieren und deren Handlung in fremden Regionen situiert ist.108 Da in dieser Zeit immer mehr Teile der Erde entdeckt und damit „entzaubert“ wurden, ging die Exotik, über die geschrieben wurde, in Wirklichkeit ein Stück weit verloren. Auch Nordamerika wurde stärker besiedelt und die Ureinwohner wurden zurückgedrängt.109

Die Situierung der Romane in anderen Ländern bedingt die Thematisierung beispielsweise von Wildnis und Zivilisation sowie Heimat und Fremdheit.110 Die Abenteuerromane des 19. Jahrhunderts zeigen die Lebensbedingungen in der Fremde und geben damit eine „Stellungnahme zur zivilisierten Welt“ ab.111 Sie thematisieren häufig das Zerwürfnis des Helden mit der Gesellschaft, der dann aufbricht und Abenteuer in der Fremde besteht.112 Dadurch entsteht in diesen Texten ein „Widerstreit zwischen bürgerlicher Welt und Abenteuer“113, denn die Abenteuerliteratur transportiert den Wunsch nach dem Ausbruch aus der Sicherheit der bürgerlichen Welt, während gleichzeitig eine Rückbindung an die eigene Kultur stattfindet.114 Es entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen den Wünschen einerseits nach Neuem und andererseits nach Sicherheit.115 Der Held des Abenteuerromans verlässt die bürgerliche Welt mit seinem Alltag und muss sich auf einer Reise durch die Wildnis mit fremden Menschen auseinandersetzen. Die Reise ist der Initiationsprozess, bei dem er viele Prüfungen besteht.116

Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Begeisterung für exotische Kulturen.117 Diese führte auch zu der Faszination für den „unberührten, freien neuweltlichen Westen“, die ab 1850 in völkerkundlicher Unterhaltungsliteratur verarbeitet wird.118 Friedrich Gerstäcker, Balduin Möllhausen und Karl May waren Vertreter des ethnographischen Abenteuerromans.119 Balduin Möllhausen unternahm viele Reisen durch Nordamerika und schrieb Reisetagebücher und Romane über seine Erlebnisse.120 Karl May besuchte erst nach seinen Erfolgen als Schriftsteller die Gegenden, über die er geschrieben hat. Er schöpfte somit aus der eigenen Phantasie sowie aus den Texten seiner Vorbilder Cooper und Möllhausen.121

Die Gattung des völkerkundlichen Reise- und Abenteuerromans verbindet die Schilderung von Abenteuern mit der Beschreibung fremder Länder und Völker und ist an naturwissenschaftlichen Reiseberichten wie denen von Humboldt orientiert.122 Diese Untergattung des Abenteuerromans hat einen Anspruch auf wissenschaftliche Authentizität, wobei sie trotzdem eine literarische Kunstform bleibt.123 Die Realitätsdarstellung wird mit irrealen Erzählstrukturen gekoppelt.124 Die Hauptentwicklung dieser Gattung fand im 19. Jahrhundert statt, dem „Zeitalter der wissenschaftlichen Sachliteratur“125, beginnend mit Cooper, dessen Amerikaromane als Vorbilder für die Gattung dienten. Seine Werke wiesen eine Schwärmerei für die Natur sowie eine Form des Topos des Edlen Wilden auf.126 Laut Plischke habe Winnetou als Edler Wilder seinen Ursprung bei Rousseau, denn die „Idealisierung des wilden Indianers“ ist ein Motiv, das sich auch durch frühe Indianerromane zieht, die Karl May beeinflusst haben.127

Die Erfahrung der anderen Welt in der Literatur kann immer auf Vorstellungen bezogen werden, die beim Beobachter schon vorher vorhanden sind. Diese Vorstellungen sind auch durch Kunsteindrücke und Lektüreerlebnisse geprägt wie bei Karl May, der sein Wissen nur aus Reiseberichten und Abenteuerromanen bezog.128 Das Bild, das sich der Leser von der Wildnis macht, ist also eine Mischung aus Dichtung und Wahrheit.129 Die Wildnis wird im Abenteuerroman als unendlicher Raum dargestellt, der durch den schmalen Streifen der Zivilisation begrenzt wird. Sie ist ein moralischer Ort, der einer eigenen Logik gehorcht und Kräfte freisetzt, die in der Zivilisation nicht wirken.130

3. Analyse der Abenteuerromane

3.1 Wildnis und Zivilisation

„Damit ist der Zugang zu Mays Darstellung der Indianer gewonnen. Diese setzt den Gegensatz von Natur und Zivilisation voraus.“131 Bevor die Begegnung mit dem Fremden stattfindet, kommt der Wanderer als Erzähler der Reise- und Abenteuerromane in einer fremden Umgebung an, in die sich die Figuren eingliedern, an die sie sich anpassen oder an der sie scheitern. Deshalb setzt das Verständnis der Figuren und ihrer Handlungen eine Betrachtung der semantischen Räume,132 in denen sie agieren, voraus. Natur und Zivilisation bilden eine dichotomische Raumstruktur, die zu Spannungen und Konflikten führt, wann immer beide Räume in Kontakt kommen.

Laut Sehm habe die Landschaft bei Karl May stets eine Funktion, da er die Umgebung seiner Handlung anpasse und hiermit die Voraussetzungen für seine Abenteuer schaffe.133 Die Landschaftsschilderungen sind oft dem Kapitel vorangestellt und bilden den Rahmen für die nachfolgenden Geschehnisse. Die Verknüpfung der Beschreibung fremder Länder und Völker mit der Schilderung von Abenteuern entspricht der Gattung des ethnographischen Abenteuerromans. Die Prärie als Haupthandlungsort bietet am besten die Freiheit und Offenheit, die der Reisende erwartet. May betont die grenzenlosen Weiten hierbei mit der Ozean-Metaphorik.134

In der Winnetou-Trilogie wird die Natur zumeist idealisiert: „Hier sieht man prachtvoll übereinander gelagerte Felsen mit so malerischen oder grotesken Umrissen, daß man den Bleistift gar nicht aus der Hand legen möchte.“135 Die Schönheit der Natur wird an vielen Stellen gelobt: „[…] und das Wasser hat stellenweise […] so wunderbare Konturen, man möchte sagen Verzierungen, ausgewaschen, daß man sich kaum des Gedankens erwehren kann, dieselben seien von Menschenhänden gemacht.“136 Allerdings werden die von der Natur geschaffenen Formen mit der Bezeichnung „Verzierungen“ mit künstlichen, von Menschen gemachten Kunstwerken verglichen. In dieser Aussage zeigt sich die Denkweise des „zivilisierten“ Menschen, Schönheit könne nur von Menschenhand stammen.

[...]


1 Vgl. Sehm, Gunter G.: Der ethnographische Reise- und Abenteuerroman des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Gattungsbestimmung. Wien 1972, S. 9 f.

2 Vgl. Schmiedt, Helmut: Karl May. Studien zu Leben, Werk und Wirkung eines Erfolgsschriftstellers. 2., völlig überarbeitete und ergänzte Auflage. Frankfurt am Main 1987, S. 48 ff.

3 Harth, Dietrich: Fiktion des Fremden. Erkundung kultureller Grenzen in Literatur und Publizistik. Frankfurt am Main 1994, S. 7.

4 Vgl. Schmiedt, Helmut: Die Winnetou-Trilogie. Über Karl Mays berühmtesten Roman. Bamberg 2018 (ebook), Pos. 2174.

5 Vgl. Graf, Andreas: „Habe gedacht, Alles Schwindel“, Balduin Möllhausen und Karl May – Beispiele literarischer Adaption und Variation. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1991, S. 324-363.

6 Biermann, Joachim: Winnetou, der rote Schulmeister. Überlegungen zur literaturpädagogischen Bedeutung der Winnetou-Gestalt in Karl Mays Jugenderzählungen. In: Karl Mays „Winnetou“. Hg. von Dieter Sudhoff/ Hartmut Vollmer. Oldenburg 2007, S. 346.

7 Foucault, Michel: Archäologie des Wissens. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1969, S. 74.

8 Diaz-Bone, Rainer: Zur Methodologisierung der Foucaultschen Diskursanalyse [48 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 7(1), Art. 6, http://nbnresolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs060168, 2005, S. 9.

9 Titzmann, Michael: Skizze einer integrativen Literaturgeschichte und ihres Ortes in einer Systematik der Literaturwissenschaft. In: Modelle des literarischen Strukturwandels. (Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur 33) Hg. von M.T. Tübingen: Niemeyer 1991, S. 406 f.

10 Vgl. Rousseau, Jean-Jacques: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. Stuttgart 1998, S. 44 ff.

11 Vgl. Harth: Fiktion des Fremden, S. 8.

12 Vgl. Harth: Fiktion des Fremden, S. 8.

13 Vgl. Pyta, Wolfram: Einleitung: Kulturwissenschaftliche Zugriffe auf Karl May. In: Karl May: Brückenbauer zwischen den Kulturen. Kultur und Technik Band 17. Hg. von Wolfram Pyta. Berlin 2010, S. 9.

14 Vgl. Roxin, Claus: Karl May und die Karl-May-Forschung. In: Ausbruch und Abenteuer. Deutsche und englische Abenteuerliteratur von Robinson bis Winnetou. Hg. von Bernd Steinbrink/ Kevin Carpenter. Oldenburg 1984, S. 123.

15 Vgl. Graf, Andreas: Abenteuer und Geheimnis. Die Romane Balduin Möllhausens. Freiburg 1993, S. 14-22.

16 „Indianer“ ist eine von den Autoren verwendete Bezeichnung für die unterschiedlichen ethnischen Gruppen zugehörigen nordamerikanischen Ureinwohner. Diese wird aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden ohne Anführungszeichen verwendet.

17 Vgl. Schmiedt: Die Winnetou-Trilogie, Pos. 1639.

18 Vgl. Küppers: Karl Mays Indianerbild und die Tradition der Fremdendarstellung, S. 315-345.

19 Vgl. Küppers: Karl Mays Indianerbild und die Tradition der Fremdendarstellung, S. 325.

20 Vgl. Graf, Andreas: „Habe gedacht, Alles Schwindel“, Balduin Möllhausen und Karl May – Beispiele literarischer Adaption und Variation. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1991.

21 Vgl. Graf: Balduin Möllhausen und Karl May, S. 332.

22 Vgl. Albrecht, Corinna: Fremdheit. In: Handbuch Interkulturelle Germanistik. Hg. von Alois Wierlacher. und Andrea Bogner. Stuttgart 2003, S. 235.

23 Vgl. Schäffter: Modi des Fremderlebens, S. 12.

24 Vgl. Albrecht: Fremdheit, S. 235.

25 Vgl. Kimmich, Dorothee/ Schahadat, Schamma: Das Eigene und das Fremde. Einführung. In: Kulturtheorie. Hg. von Dorothee Kimmich, Schamma Schahadat, Thomas Hauschild. Bielefeld 2010, S. 151.

26 Vgl. Albrecht: Fremdheit, S. 236 f.

27 Vgl. Albrecht: Fremdheit, S. 235.

28 Vgl. Hofmann, Michael/ Patrut, Iulia-Karin: Einführung in die interkulturelle Literatur. Darmstadt 2015, S. 12.

29 Busse, Dietrich: Das Eigene und das Fremde. Annotationen zu Funktion und Wirkung einer diskurssemantischen Grundfigur. In: Die Sprache des Migrationsdiskurses. Das Reden über „Ausländer“ in Medien, Politik und Alltag. Hg. von Matthias Jung, Martin Wengeler, Karin Böke. Opladen: Westdeutscher Verlag 1997, S. 23 f.

30 Vgl. Busse: Das Eigene und das Fremde, S. 23 f.

31 Vgl Wierlacher/ Albrecht: Kulturwissenschaftliche Xenologie, S. 284.

32 Schäfer, Bernd/ Schlöder, Bernd: Identität und Fremdheit. Sozialpsychologische Aspekte der Eingliederung und Ausgliederung des Fremden, In: JCSW 35. Münster 1994, S. 79.

33 Vgl. Wierlacher/ Albrecht: Kulturwissenschaftliche Xenologie, S. 284 f.

34 Wierlacher/ Albrecht: Kulturwissenschaftliche Xenologie, S. 285.

35 Wierlacher: Kulturthema Fremdheit, S. 62.

36 Vgl. Wierlacher: Kulturthema Fremdheit, S. 68.

37 Vgl. Riehl, Claudia: Schema und Schematheorie. In: Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze-Personen-Grundbegriffe. Hg. von Ansgar Nünning. Fünfte, aktualisierte und erweiterte Ausgabe. Stuttgart 2013, S. 675 f.

38 Vgl. Wierlacher/ Albrecht: Kulturwissenschaftliche Xenologie, S. 294.

39 Vgl. Wierlacher/ Albrecht: Kulturwissenschaftliche Xenologie, S. 295.

40 Nünning, Ansgar: Stereotyp. In: Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze-Personen-Grundbegriffe. Hg. von Ansgar Nünning. Fünfte, aktualisierte und erweiterte Ausgabe. Stuttgart 2013, S. 711.

41 Nünning: Stereotyp, S. 712.

42 Vgl. Nünning: Stereotyp, S. 711.

43 Vgl. Nünning: Stereotyp, S. 711.

44 Vgl. Albrecht, Corinna: Der Begriff „der, die, das Fremde“. Zum wissenschaftlichen Umgang mit dem Thema Fremde- ein Beitrag zur Klärung einer Kategorie. In: Vom Umgang mit dem Fremden: Hintergrund - Definitionen – Vorschläge. Hg. von Yves Bizeul. Weinheim 1997, S. 90 ff.

45 Vgl. Albrecht: Der Begriff „der, die, das Fremde“, S. 90 ff.

46 Vgl. Horatschek, Anna-Margaretha: Exotismus. In: Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze-Personen-Grundbegriffe. Hg. von Ansgar Nünning. Fünfte, aktualisierte und erweiterte Ausgabe. Stuttgart 2013, S. 197 f.

47 Vgl. Albrecht: Fremdheit, S. 235.

48 Vgl. Wierlacher: Kulturthema Fremdheit, S. 64.

49 Vgl. Schäffter, Ortfried: Modi des Fremderlebens. In: Das Fremde. Erfahrungsmöglichkeiten zwischen Faszination und Bedrohung. Hg. von Ortfried Schäffter. Wiesbaden 1991, S. 15.

50 Vgl. Schäffter: Modi des Fremderlebens, S. 16-18.

51 Vgl. Schäffter: Modi des Fremderlebens, S. 19-21.

52 Vgl. Schäffter: Modi des Fremderlebens, S. 22-24.

53 Vgl. Schäffter: Modi des Fremderlebens, S. 25-28.

54 Vgl. Janz, Rolf-Peter (Hg.): Faszination und Schrecken des Fremden. Frankfurt am Main 2001, S. 7.

55 Nell, Werner: Reflexionen und Konstruktionen des Fremden in der europäischen Literatur. Literarische und sozialwissenschaftliche Studien zu einer interkulturellen Hermeneutik. St. Augustin 2001, S. 11.

56 Vgl. Nell: Reflexionen und Konstruktionen des Fremden in der europäischen Literatur, S. 13 f.

57 Janz, Rolf-Peter (Hg.): Faszination und Schrecken des Fremden. Frankfurt am Main 2001, S. 10.

58 Vgl. Janz, Rolf-Peter (Hg.): Faszination und Schrecken des Fremden. Frankfurt am Main 2001, S. 7.

59 Vgl. Kimmich/ Schahadat: Das Eigene und das Fremde, S. 151 f.

60 Vgl. Lauer, Reinhard: Das Bild vom Anderen aus literaturwissenschaftlicher Sicht. In: Das Bild vom Anderen. Identitäten, Mentalitäten, Mythen und Stereotypen in multiethnischen europäischen Regionen. Hg. von Arnold Suppan und Elisabeth Vyslonzil. Frankfurt am Main 1999, S. 50.

61 Vgl. Kohl: Ethnologie - die Wissenschaft vom kulturell Fremden, S. 17.

62 Vgl. Kohl: Ethnologie - die Wissenschaft vom kulturell Fremden, S. 18.

63 Kohl: Ethnologie - die Wissenschaft vom kulturell Fremden, S. 19.

64 Vgl. Kohl: Ethnologie - die Wissenschaft vom kulturell Fremden, S. 19.

65 Vgl. Kaufmann, Stefan/ Haslinger, Peter: Der Edle Wilde – Wendungen eines Topos. In: Der Alteritätsdiskurs des Edlen Wilden. Exotismus, Anthropologie und Zivilisationskritik am Beispiel eines europäischen Topos. Hg. von Monika Fludernik/ Peter Haslinger/ Stefan Kaufmann. Würzburg 2002, S. 15.

66 Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 25.

67 Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 28.

68 Vgl. Janz, Rolf-Peter (Hg.): Faszination und Schrecken des Fremden. Frankfurt am Main 2001, S. 9.

69 Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 22.

70 Vgl. Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 18.

71 Vgl. Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 14.

72 Vgl. Bitterli, Urs: Zum Erscheinungsbild des nordamerikanischen Indianers im 17. und 18. Jahrhundert. In: Der Alteritätsdiskurs des Edlen Wilden. Exotismus, Anthropologie und Zivilisationskritik am Beispiel eines europäischen Topos. Hg. von Monika Fludernik/ Peter Haslinger/ Stefan Kaufmann. Würzburg 2002, S. 36.

73 Vgl. Stein, Gerd (Hrsg.): Die edlen Wilden. Die Verklärung von Indianern, Negern und Südseeinsulanern auf dem Hintergrund der kolonialen Greuel. Vom 16. Bis zum 20. Jahrhundert. Ethnoliterarische Lesebücher Band 1. Frankfurt am Main 1984, S. 10.

74 Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 14.

75 Vgl. Rousseau, Jean-Jacques: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. Stuttgart 1998, S. 44.

76 Vgl. Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit, S. 47.

77 Vgl. Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit, S. 48.

78 Vgl. Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit, S. 49.

79 Vgl. Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit, S. 63 f.

80 Vgl. Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit, S. 65 .

81 Vgl. Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit, S. 40 f.

82 Vgl. Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit, S. 42.

83 Vgl. Rousseau: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit, S. 60 ff.

84 Brenner, Peter J.: Reisen in die Neue Welt. Die Erfahrung Nordamerikas in deutschen Reise- und Auswandererberichten des 19. Jahrhunderts. Tübingen 1991, S. 169.

85 Vgl. Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 15.

86 Vgl. Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 13.

87 Vgl. Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 14.

88 Vgl. Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 21.

89 Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 22.

90 Vgl. Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 28.

91 Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 29.

92 Vgl. Kaufmann/ Haslinger: Der Edle Wilde, S. 29.

93 Stein: Die edlen Wilden, S. 9.

94 Stein: Die edlen Wilden, S. 10.

95 Vgl. Bitterli, Urs: Die ‚Wilden‘ und die ‚Zivilisierten‘. Grundzüge einer Geistes- und Kulturgeschichte der europäisch-überseeischen Begegnung. München 1991, S. 373.

96 Vgl. Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 169.

97 Vgl. Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 168.

98 Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 169.

99 Vgl. Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 171.

100 Vgl. Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 170.

101 Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 170.

102 Bitterli: Zum Erscheinungsbild des nordamerikanischen Indianers im 17. und 18. Jahrhundert, S. 41.

103 Klotz, Volker: Abenteuer-Romane. Eugène Sue, Alexandre Dumas, Gabriel Ferry, Sir John Retcliffe, Karl May, Jules Verne. Hamburg 1989, S. 13.

104 Vgl. Klotz: Abenteuer-Romane, S. 14.

105 Klotz: Abenteuer-Romane, S. 14.

106 Vgl. Klotz: Abenteuer-Romane, S. 225.

107 Die „Abenteuerkette“ beginnt mit dem Auszug des Helden aus der Heimat, der dann eine Reise mit mehreren einzelnen Abenteuern besteht. Diese Gefahren tauchen auf, werden bekämpft und überwunden. Mögliche Gefahrenquellen sind Naturgewalten, Tiere oder Feinde. Danach folgt die Rückkehr in die Heimat. Vgl. Graf: Abenteuer und Geheimnis, S. 24-25.

108 Vgl. Steinbrink, Bernd: Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Studien zu einer vernachlässigten Gattung. Tübingen 1983, S. 5.

109 Vgl. Schmiedt, Helmut: Der exotische Abenteuerroman des 19. Jahrhunderts in seiner Entwicklung zur Jugendlektüre. In: Ausbruch und Abenteuer. Deutsche und englische Abenteuerliteratur von Robinson bis Winnetou. Hg. von Bernd Steinbrink/ Kevin Carpenter. Oldenburg 1984, S. 112.

110 Vgl. Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 138.

111 Schmiedt: Der exotische Abenteuerroman des 19. Jahrhunderts, S. 111.

112 Vgl. Steinbrink: Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts in Deutschland, S. 21-22.

113 Klotz: Abenteuer-Romane, S. 11.

114 Vgl. Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 42.

115 Vgl. Brenner: Reisen in die Neue Welt, S. 43.

116 Vgl. Steinbrink: Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts in Deutschland, S. 15-20.

117 Vgl. Plischke, Hans: Von Cooper bis Karl May. Eine Geschichte des völkerkundlichen Reise- und Abenteuerromans. Düsseldorf 1951, S. 194.

118 Plischke: Von Cooper bis Karl May, S. 86.

119 Vgl. Ueding, Gert (Hg.): Karl-May Handbuch. 2. erweiterte und bearbeitete Auflage. In Zusammenarbeit mit Klaus Rettner. Würzburg 2001, S 43.

120 Vgl. Plischke: Von Cooper bis Karl May, S. 99-101.

121 Vgl. Plischke: Von Cooper bis Karl May, S. 123.

122 Vgl. Sehm, Gunter G.: Der ethnographische Reise- und Abenteuerroman des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Gattungsbestimmung. Wien 1972, S. 9 f.

123 Vgl. Sehm: Der ethnographische Reise- und Abenteuerroman des neunzehnten Jahrhunderts, S. 11.

124 Vgl. Sehm: Der ethnographische Reise- und Abenteuerroman des neunzehnten Jahrhunderts, S. 14.

125 Sehm: Der ethnographische Reise- und Abenteuerroman des neunzehnten Jahrhunderts, S. 14.

126 Vgl. Ueding: Karl-May Handbuch, S 40.

127 Vgl. Plischke: Von Cooper bis Karl May, S. 122.

128 Vgl. Koebner, Thomas: Geheimnisse der Wildnis. Zivilisationskritik und Naturexotik im Abenteuerroman. In: Die andere Welt. Studien zum Exotismus. Hg. von Thomas Koebner und Gerhart Pickerodt. Frankfurt am Main 1987, S. 240.

129 Vgl. Koebner: Geheimnisse der Wildnis, S. 241.

130 Vgl. Koebner: Geheimnisse der Wildnis, S. 242.

131 Hohendahl, Peter Uwe: Von der Rothaut zum Edelmenschen. Karl Mays Amerikaromane. In: Karl Mays ‚Winnetou‘. Hg. von Dieter Sudhoff/Hartmut Vollmer. Oldenburg 2007, S. 190.

132 Ein semantischer Raum ist ein Teilsystem der dargestellten Welt, das durch eine Menge von korrelierenden Merkmalen beschrieben wird, die in Opposition zu einem anderen Raum stehen. Vgl. Titzmann, Michael: Grundlagen narrativer Strukturen. In: Medien und Kommunikation. Eine Einführung aus semiotischer Perspektive. Hg. von Hans Krah. Passau 2017, S. 118.

133 Vgl. Sehm: Der ethnographische Reise- und Abenteuerroman des neunzehnten Jahrhunderts, S. 148.

134 Vgl. Sehm: Der ethnographische Reise- und Abenteuerroman des neunzehnten Jahrhunderts, S. 151.

135 May, Karl: Winnetou III. Reiseerzählung. Historisch-kritische Ausgabe für die Karl-May-Gedächtnis-Stiftung. Hg. von Hermann Wiedenroth und Hans Wollschläger. Haffmans Verlag: Zürich 1991, S. 167.

136 May: Winnetou III, S. 168.

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten

Details

Titel
Der Diskurs des Fremden in Romanen und Erzählungen von Karl May und Balduin Möllhausen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
64
Katalognummer
V499409
ISBN (eBook)
9783346018595
ISBN (Buch)
9783346018601
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karl May, Fremde, Möllhausen, Abenteuerroman, Diskurs
Arbeit zitieren
Valerie Till (Autor), 2019, Der Diskurs des Fremden in Romanen und Erzählungen von Karl May und Balduin Möllhausen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499409

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