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Der arabische Einfluss auf die spanische Sprache

Título: Der arabische Einfluss auf die spanische Sprache

Trabajo , 2009 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Simone Karch (Autor)

Romanística - Estudios españoles
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Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie dieser fast 800-jährige Flächenkontakt auf der iberischen Halbinsel die Entwicklung der spanischen Sprache beeinflusste.

Es ist unumstritten, dass arabische Elemente ins Spanische aufgenommen wurden. Interessant ist es zu betrachten, wo und unter welchen Umständen diese Übertragung stattgefunden hat. Hinsichtlich meiner Vorgehensweise werden im ersten Oberpunkt zunächst in knappen Worten die relevanten historischen Hintergründe dargestellt, das heißt der Zeitraum vom Beginn der Conquista im Jahre 711 bis zum Schicksalsjahr 1492 näher beleuchtet.

Das darauffolgende Kapitel widmet sich der Frage nach der Gestalt des arabisch-iberoromanischen Sprachkontaktes und dessen Veränderungen im zeitlichen Kontext. Es wird zunächst eingegangen auf die verschiedene sozialen, ethnischen und religiösen Gruppierungen und deren sprachliche Konstitution, ebenso wie auf (sprachliche) Berührungspunkte.

Des Weiteren wird erläutert, welche Änderungen die Wechselbeziehungen zwischen Mauren und Einheimischen seit dem Beginn der Reconquista bis zur endgültigen Ausweisung der Araber zu Beginn des 17. Jahrhunderts erfahren hat. Welche Konsequenzen diese arabisch-iberoromanischen Sprachkontakte mit sich brachten, wird im darauffolgenden Kapitel erörtert.

Es sei an dieser Stelle der Arbeit schon vorweggenommen, dass der Einfluss des Arabischen sich hauptsächlich im spanischen Wortschatz manifestiert, bedeutend weniger auf nicht-lexikalischem Gebiet. Ihrer Relevanz entsprechend sind diese beiden Bereiche in der Arbeit gewichtet. So wird, was den Einfluss der Araber auf die Lexik betrifft, die Charakteristika des arabischen Lehngutes im Spanischen dargelegt, d.h. angeführt, welchen Wortarten dies zugehörig ist und aus welchen Sachbereichen Wörter übernommen wurden.

Ebenso wird eine Unterscheidung des Lehngutes in direktes und indirektes, Lehnnamen und Lehnwörter und in äußeres und inneres Lehngut vorgenommen. Im letzten zur Lexik zugehörigen Unterpunkt wird der Forschungsstand im Hinblick auf die Quantität der Arabismen erläutert. Hinsichtlich der Betrachtung des nicht-lexikalischen Einflusses wird ein kurzer Überblick über (eventuelle) Spuren des Arabischen in der spanischen Syntax, Morphologie und Lautung gegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichtlicher Überblick der arabischen Herrschaft

3 Arabisch-iberoromanischer Sprachkontakt

3.1 8. Jahrhundert bis Mitte des 11. Jahrhunderts

3.2 1085 bis Mitte des 13. Jahrhunderts

3.3 Mitte des 13. bis Anfang des 17. Jahrhunderts

4 Einfluss des Arabischen auf das Spanische

4.1 Lexikalisch

4.1.1 Wortarten

4.1.2 direkte Entlehnung /indirekte Entlehnung

4.1.3 entlehnte Eigennamen/ entlehnte Wörter

4.1.4 äußeres Lehngut / inneres Lehngut

4.1.5 semantische Bereiche

4.1.6 Anzahl der Arabismen

4.2 Nicht- Lexikalisch

4.2.1 Syntax

4.2.2 Morphologie

4.2.3 Lautung

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den fast 800-jährigen Einfluss des arabischen Sprachkontakts auf der iberischen Halbinsel auf die Entwicklung der spanischen Sprache zu untersuchen und dabei insbesondere die Übertragungswege sowie die strukturellen Auswirkungen auf das Spanische zu analysieren.

  • Historischer Kontext der arabischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel
  • Die Dynamik und zeitliche Entwicklung des arabisch-iberoromanischen Sprachkontakts
  • Differenzierte Analyse des lexikalischen Einflusses (Arabismen, Lehnarten)
  • Untersuchung potenzieller nicht-lexikalischer Spuren in Syntax, Morphologie und Lautung
  • Quantitative Betrachtung der Arabismen im spanischen Wortschatz

Auszug aus dem Buch

3.1 8. Jahrhundert bis Mitte des 11. Jahrhunderts

Die über mehrere Jahrhunderte -andauernde muslimische Herrschaft auf der iberischen Halbinsel führte im kulturellen und sprachlichen Bereich zu tiefgreifenden Veränderungen.

Mit den Eroberern gelangten auch deren Sprachen auf die iberische Halbinsel, also das Arabische und Berberische. Die Berber, Volksgruppen aus dem nördlichen Afrika, die zu Beginn der Eroberung der iberischen Halbinsel nur sehr oberflächlich arabisiert waren, waren den Arabern untergeordnet. Sowohl die Araber als auch die Berber waren in Stämmen organisiert und siedelten sich größtenteils in ländlichen Gebieten an. Im Gegensatz zu den Berbern gab im Laufe der Zeit das Gros der arabischen Bevölkerung das Landleben auf und zog in die Städte. Das Berberische hinterließ keinerlei bedeutenden Spuren in den iberoromanischen Sprachen, unter anderem deshalb, weil die Berber schon relativ früh die arabische Sprache annahmen, da nur durch das Erlernen dieser das Erreichen eines höheren sozialen Status möglich war.

Die Eroberer trafen auf die einheimische, hispanogotische Bevölkerung, deren Schriftsprache das Lateinische war und die sich mündlich im romanischen Dialekt verständigten. Was die Anzahl der Einheimischen betrifft, so schätzt Kontzi diese auf 5-6 Millionen und die Eroberer auf unter 50.000. Ein Teil der hispanogotischen Bevölkerung behielt den christlichen Glauben bei, der größere Teil der Bevölkerung aber konvertierte zum Islam. Die erstgenannte Gruppe wurden als mozarabes bezeichnet (aus dem Arabischen musta´rib, derjenige der den Arabern ähnlich wird).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Thematik des arabisch-iberoromanischen Sprachkontakts und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2 Geschichtlicher Überblick der arabischen Herrschaft: Darstellung des historischen Rahmens von der Eroberung 711 bis zum Ende der Reconquista 1492.

3 Arabisch-iberoromanischer Sprachkontakt: Analyse der soziokulturellen Bedingungen und der zeitlichen Phasen des Sprachkontakts auf der Halbinsel.

4 Einfluss des Arabischen auf das Spanische: Detaillierte Untersuchung des lexikalischen und nicht-lexikalischen Einflusses auf die spanische Sprache.

5 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse zur Bedeutung des arabischen Einflusses für das moderne Spanische.

Schlüsselwörter

Arabismen, Spanische Sprache, Iberische Halbinsel, Reconquista, Mozarabisch, Sprachkontakt, Lexik, Lehnwörter, Lehnübersetzungen, Sprachgeschichte, Arabische Herrschaft, Sprachwandel, Syntax, Morphologie, Kulturtransfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den linguistischen Einfluss, den die jahrhundertelange muslimische Präsenz auf der iberischen Halbinsel auf die Entwicklung der spanischen Sprache ausgeübt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Herrschaftsperioden, die Formen des Sprachkontakts zwischen Arabern, Mozarabern und christlicher Bevölkerung sowie die linguistische Kategorisierung der übernommenen Elemente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und in welchem Ausmaß das Arabische als eine der wichtigsten Quellen neben dem Lateinischen den spanischen Wortschatz und die sprachliche Struktur geprägt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine sprachhistorische und kontaktlinguistische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur bekannter Hispanisten wie Kontzi, Kiesler und Lapesa basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Kontextualisierung, die Untersuchung der Sprachkontaktsituation und eine detaillierte Analyse der lexikalischen Entlehnungen sowie eine Betrachtung der Syntax, Morphologie und Lautung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Arabismen, Reconquista, Sprachkontakt, Lehnprozesse, iberoromanische Sprachen und soziokulturelle Assimilation.

Warum wird die Artikelübernahme als besonders auffällig beschrieben?

Die Übernahme des arabischen Artikels "al-" bei vielen spanischen Substantiven gilt als Indiz für einen intensiven, habituellen Sprachkontakt, bei dem die morphologische Grenze zwischen Artikel und Nomen unaufgelöst blieb.

Welche Rolle spielt die Übersetzerschule von Toledo für die Sprachgeschichte?

Sie fungierte als bedeutendes Zentrum des Wissenstransfers, in dem arabische Texte in das Kastilische übersetzt wurden, was zur Einwanderung zahlreicher wissenschaftlicher Fachbegriffe in die spanische Sprache führte.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Der arabische Einfluss auf die spanische Sprache
Universidad
University of Passau
Curso
Hauptseminar Weltsprache Spanisch
Calificación
1,3
Autor
Simone Karch (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
23
No. de catálogo
V499599
ISBN (Ebook)
9783346022370
ISBN (Libro)
9783346022387
Idioma
Alemán
Etiqueta
Spanisch Araber Sprachkontakt Arabismen Lehnwörter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simone Karch (Autor), 2009, Der arabische Einfluss auf die spanische Sprache, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499599
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