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Datenschutz. Wettbewerbsnachteil oder Innovationsschub?

Title: Datenschutz. Wettbewerbsnachteil oder Innovationsschub?

Seminar Paper , 2018 , 28 Pages

Autor:in: Tobias Ignor (Author)

Law - Data protection
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Datenskandale wie der Fall des Unternehmens Cambridge Analytika mit Manipulationsvorwürfen im Rahmen der amerikanischen Präsidentschaftswahlen rückten die Tragweite und die Macht sowie die Schadenspotenziale von Massendatenanalysen ins öffentliche Interesse. Die Anforderungen an den Datenschutz durch Gesetze wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beschäftigen nicht nur Big-Data-Firmen wie Facebook oder Google, sondern auch Kleinbetriebe im Gewerbe und Schützenvereine.
Aber wie ist dieser regulatorische Eingriff des Gesetzgebers in dem dynamischen Umfeld der IT-Branche, welche den Sprung in eine vollständige digitalisierte Welt und Gesellschaft vor Augen hat, in welcher Autos autonom fahren und Algorithmen menschliche Entscheidungen überflüssig machen sollen, einzuordnen und zu bewerten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorstellung und Vergleich ausgewählter Datenschutzregime

2.1 Datenschutz in Deutschland

2.1.1 Was ist deutscher Datenschutz?

2.1.2 Wen betrifft deutscher Datenschutz?

2.1.3 Was erlaubt und verlangt deutscher Datenschutz?

2.2 Datenschutz in den USA

2.2.1 Was ist amerikanischer Datenschutz?

2.2.2 Wen betrifft amerikanischer Datenschutz?

2.2.3 Was erlaubt und verlangt amerikanischer Datenschutz?

2.3 Datenschutz in China

2.3.1 Was ist chinesischer Datenschutz?

2.3.2 Wen betrifft chinesischer Datenschutz?

2.3.3 Was erlaubt und verlangt chinesischer Datenschutz?

3 Kurzvorstellung der Spracherkennung und -steuerung als aktuelle Innovation

4 Analyse der Umsetzung der Datenschutzvorgaben beim Innovationsbeispiel

4.1 Siri von Apple

4.2 Alexa von Amazon

5 Ergebnis

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen regulatorischen Datenschutzvorgaben und dem Innovationsdrang im IT-Sektor. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in der EU als Wettbewerbsnachteil und Innovationsbremse fungiert oder vielmehr als Innovationstreiber für hiesige Unternehmen wirken kann, unter besonderer Berücksichtigung der Spracherkennungstechnologie.

  • Vergleich der Datenschutzregime in Deutschland, den USA und China
  • Analyse aktueller Trends bei digitalen Sprachassistenten
  • Bewertung der datenschutzrechtlichen Umsetzung bei Siri (Apple) und Alexa (Amazon)
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Datenschutz versus Komfort
  • Reflexion über das Leitbild der informationellen Selbstbestimmung in der digitalen Welt

Auszug aus dem Buch

4 Analyse der Umsetzung der Datenschutzvorgaben beim Innovationsbeispiel

Bei der Erstkonfiguration eines Apple Smartphones fragt der Einrichtungsassistent, ob der Nutzer Siri einrichten möchte. Dies stellt entsprechend die Einwilligungserklärung i.S. des DSGVO dar. Willigt der Betroffene ein, ist die automatische Spracherkennung aktiviert. Dabei steht es dem Betroffenen frei, den Umfang der Funktionalität von Siri wie z. B. auf Fotos oder andere Anwendungen beliebig einzuschränken. Allerdings ist der Umfang standardmäßig vollumfänglich und entspricht nicht den Vorgaben Privacy-by-Default der DSGVO.

Gleichzeitig kann der Anwender jederzeit seine Einwilligung in Form der Deaktivierung von Siri widerrufen. Dies entspricht den Vorgaben der DSGVO.

Die Audioaufzeichnungen im Rahmen der Initialbefehls-Erkennung sollen nur lokal gespeichert und zwei Jahre archiviert werden. Dies entspricht nicht der Zweckbindung und dem Löschgebot des DSGVO, da der Zweck offenkundig nicht mehr vorliegt. Allerdings werden die Daten auf dem Smartphone verschlüsselt. Dies stellt einen wesentlichen TOM i.S.d. DSGVO dar.

Nach Erkennen der Initialkennung werden die Audiosignale zur Analyse ebenfalls verschlüsselt an die Apple-Server übertragen. Obgleich Siri nur die Schlüsselwörter benötigt, wird die gesamte Sprachaufzeichnung auf den Apple-Servern gespeichert und weiterverarbeitet. Dies entspricht nicht dem Minimalprinzip i.S.d. DSGVO. Gleichzeitig sollen die Nutzerdaten zu den Sprachaufzeichnungen auf den Servern von Apple einzig anonymisiert vorliegen und keine Rückschlüsse auf die natürliche Person zulassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Datenskandalen ein und definiert die Forschungsfrage, ob die DSGVO für IT-Unternehmen eine Innovationsbremse oder ein Innovationstreiber ist.

2 Vorstellung und Vergleich ausgewählter Datenschutzregime: Dieses Kapitel erläutert die unterschiedlichen Ansätze zum Schutz personenbezogener Daten in Deutschland, den USA und China, wobei insbesondere die verschiedenen rechtlichen Grundlagen und Geltungsbereiche gegenübergestellt werden.

3 Kurzvorstellung der Spracherkennung und -steuerung als aktuelle Innovation: Hier werden die Funktionsweise und der Megatrend digitaler Sprachassistenten sowie deren Abhängigkeit von leistungsstarken Rechenzentren kurz dargestellt.

4 Analyse der Umsetzung der Datenschutzvorgaben beim Innovationsbeispiel: Das Kapitel untersucht detailliert, wie Apple mit Siri und Amazon mit Alexa die datenschutzrechtlichen Vorgaben umsetzen und welche Diskrepanzen dabei zur DSGVO bestehen.

5 Ergebnis: Die Ergebnisse zeigen, dass Nutzer bei digitalen Diensten oft den Komfort über den Datenschutz stellen, was die effektive Wirkung restriktiver Regelungen wie der DSGVO untergräbt.

6 Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass Datenschutz vor dem Hintergrund der Menschenwürde unabdingbar ist und eine reine Abwägung zwischen Innovationsbremse und -treiber zu kurz greift.

Schlüsselwörter

Datenschutz, DSGVO, Spracherkennung, Siri, Alexa, informationelle Selbstbestimmung, Innovationsbremse, Innovationstreiber, Privacy-by-Design, Privacy-by-Default, Cloud-Computing, Massendatenanalyse, Cybersicherheitsgesetz, Künstliche Intelligenz, Nutzerdaten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen Datenschutzregulierung und technologischem Fortschritt im Bereich der IT, insbesondere am Beispiel von digitalen Sprachassistenten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die Datenschutzregime von Deutschland, den USA und China ab und analysiert deren Auswirkungen auf IT-Innovationen und das Nutzerverhalten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die DSGVO als Rechtsrahmen für EU-Unternehmen eher eine Innovationsbremse oder ein Innovationstreiber im IT-Segment darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine deskriptive und analytische Auseinandersetzung mit regulatorischen Rahmenbedingungen sowie eine anwendungsbezogene Untersuchung marktrelevanter Produkte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine vergleichende Analyse der Datenschutzregime sowie eine spezifische Fallbetrachtung der Dienste Siri von Apple und Alexa von Amazon.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Datenschutz, DSGVO, Spracherkennung, informationelle Selbstbestimmung sowie der Vergleich internationaler Ansätze wie in den USA oder China.

Wie unterscheidet sich die DSGVO in der Praxis bei Siri und Alexa?

Die Analyse zeigt, dass beide Dienste zwar technisch Verschlüsselung nutzen, jedoch in der Datenspeicherung und dem Umfang der Einwilligung oft nicht dem strikten Minimalprinzip der DSGVO entsprechen.

Warum ist das chinesische Datenschutzregime für diese Arbeit relevant?

Es dient als Kontrastbeispiel, da es stark kollektiv- und staatlich orientiert ist, was sich fundamental von der individuell ausgerichteten europäischen Rechtsauffassung unterscheidet.

Zu welchem Schluss kommt der Autor bezüglich der Forschungsfrage?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Debatte um Wettbewerbsnachteil oder Innovationsschub zweitrangig ist, da Datenschutz als auf der Menschenwürde basierender Wert unabdingbar ist.

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Details

Title
Datenschutz. Wettbewerbsnachteil oder Innovationsschub?
College
The FOM University of Applied Sciences, Hamburg
Author
Tobias Ignor (Author)
Publication Year
2018
Pages
28
Catalog Number
V499600
ISBN (eBook)
9783346020673
ISBN (Book)
9783346020680
Language
German
Tags
datenschutz wettbewerbsnachteil innovationstreiber
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Ignor (Author), 2018, Datenschutz. Wettbewerbsnachteil oder Innovationsschub?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499600
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