Sind Bücher wertvoll? Worin liegt ihr Wert begründet?
Sind sie bedeutend? Verfügen sie über soviel Bedeutung, als dass man sie vor Zerstörung schützen sollte? Stellen sie mehr dar als bloße Ansammlungen von Blättern, die mit Tinte beschmiert und unter Zurhilfenahme von Bindemaschinen zum Zusammenhalt gezwungen worden sind?
Kann man sie vielleicht als Erweiterungen unserer Selbst ansehen, als Tresore unserer Gedanken, als Kollektionen ganzer Theorien - als schriftliche Kompression unserer Lebensweise?
Mögen manche von ihnen gar die Essenz unseres Seins in sich tragen?
Können Bücher die Welt verändern?
Und was bedeutet ihre Zerstörung?
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- 1. Was bedeutet es, wenn Bücher brennen?
- 2. Der Anfang vom Ende
- 3. Inhalt der Arbeit
- II. Exkurs: Die nationalsozialistische Machtergreifung in Deutschland
- 1. Vorher
- 2. Nachher
- III. Die Macht des Wortes
- 1. Propaganda
- a. Ursprünge des Rassismus
- b. Weiterentwicklung
- c. Reden und Plakate
- 2. Journalisten und Schriftsteller
- a. Widerstand
- b. Konformität
- c. Exil
- d. „Innere Emigration“
- 3. Schulkanon
- a. Bevorzugte Themen
- b. Geduldete Lektüren
- c. Verbotene Bücher
- IV. Die Frage nach dem 'Warum'
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet es, wenn im Dritten Reich Bücher brannten?
Bücherverbrennungen symbolisierten die Zerstörung von Gedankenfreiheit, Demokratie und "undeutschem Geist". Sie markierten den Beginn der totalen kulturellen Gleichschaltung.
Welche Rolle spielte die Propaganda bei der Machtübernahme?
Durch Reden, Plakate und die Kontrolle der Medien wurden rassistische Ideologien verbreitet und die Bevölkerung gezielt manipuliert ("Wortkanonen").
Wie reagierten Schriftsteller auf den Nationalsozialismus?
Die Reaktionen reichten von Konformität und Anpassung über den Widerstand bis hin zur Flucht ins Exil oder der sogenannten "Inneren Emigration".
Was war der "Schulkanon" im Dritten Reich?
Der Schulkanon wurde ideologisch angepasst: Bevorzugt wurden Themen wie Heldentum und Rassenkunde, während "verbotene Bücher" aus den Lehrplänen verschwanden.
Warum wurden Texte als "Wortkanonen" bezeichnet?
Der Begriff verdeutlicht die Macht und Aggressivität von Texten und Sprache als Waffe zur Unterdrückung von Gegnern und zur Festigung der nationalsozialistischen Herrschaft.
- Arbeit zitieren
- Nadine Schneider (Autor:in), 2004, Wortkanonen - Die Bedeutung von Texten im Dritten Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49961