Wie kann die intelligente Gebäudetechnik die nachhaltige Entwicklung unterstützen? Wie hilft sie dabei, Umweltprobleme zu lösen, das Gemeinwohl zu fördern und die Geldtaschen zu schonen? Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?
Ziel dieser Arbeit ist diese Fragen im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen im Bereich intelligente Gebäudetechnik zu beantworten. Dem Leser soll ein Verständnis für die Anwendung und Funktionen der intelligenten Gebäudetechnik vermittelt werden. Es wird verdeutlicht, wo dabei Hemmnisse entstehen und wie diese beseitigt werden können. Es wird auch auf die gesetzlichen Vorgaben eingegangen.
Des Weiteren werden die Anschaffungsgründe und die Nichtanschaffungsgründe untersucht und es wird dargestellt, wie letztere überwunden werden können. Abschließend werden die Ergebnisse der Recherche kritisch reflektiert und Handlungsempfehlungen für Förderung der intelligenten Gebäudetechnik gegeben.
Nach der Einleitung im zweiten Kapitel wird ein Überblick über die intelligente Gebäudetechnik gegeben, indem das Konzept dahinter und die einzelnen Funktionen detailliert erläutert werden. Die aktuelle Marktsituation und die Marktprognose für Smart Home werden aufgezeigt. Des Weiteren wird ein Beispiel für ein Smart Home gegeben, um ein besseres Verständnis für das Thema beim Leser zu entwickeln. Abschließend werden wichtige Rechtlinien, Normen und Gesetze in Bezug auf die Energieeffizienz, die als Grundlage für das Energiemanagement der intelligente Gebäudetechnik gelten, vorgestellt.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Begriff der Nachhaltigkeit im Allgemeinen und den drei Nachhaltigkeitsdimensionen, sowie mit dem Konzept der Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft. Als letztes werden drei Zertifizierungssysteme für nachhaltige Gebäude vorgestellt und miteinander verglichen.
Im Hauptteil wird die Gebäudeautomation auf die drei Nachhaltigkeitsdimensionen geprüft. Als Grundlage für die Bewertung wird der Kriterienkatalog der DGNB für nachhaltige Gebäude verwendet. Im Anschluss werden die Chancen beschrieben, die die Gebäudeautomation für die Nachhaltigkeit anbietet, sowie verschiedene Ablehnungsgründen gezeigt, um festzustellen, wo Risiken bei der Gebäudeautomation entstehen können.
Im Fazit werden die Erkenntnisse aus der gesamten Arbeit zusammengefasst und kritisch reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Intelligente Gebäudetechnik
2.1 Begriffserklärung
2.2 Konzept
2.3 Prognosen für den Smart Home Markt
2.4 Funktionen der intelligenten Gebäudetechnik
2.4.1 Allgemeines
2.4.2 Wohnkomfort
2.4.3 Sicherheit
2.4.4 Energiemanagement
2.4.5 Multimedia und Entertainment
2.4.6 Gesundheit und Wellness
2.5 Beispielimmobilie: Smart Home Einfamilienhaus
2.6 Gesetze, Richtlinien und Normen
2.6.1 Energieeinsparungsverordnung EnEV 2014
2.6.2 EU-Gebäuderichtlinie 2018
2.6.3 Europanorm EN 15232
2.6.4 DIN V 18599
3 Nachhaltigkeit
3.1 Hintergrund
3.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
3.3 Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft
3.3.1 Nachhaltige Ansätze in der Immobilienindustrie
3.3.2 Zertifizierungssysteme für nachhaltige Gebäude
4 Smart Home und seine Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit
4.1 Nachhaltigkeitsbewertung von Smart Home
4.2 Ökologische Chancen und Risiken
4.2.1 Ökologische Chancen
4.2.2 Ökologische Risiken
4.3 Ökonomische Chancen und Risiken
4.3.1 Ökonomische Chancen
4.3.2 Ökonomische Risiken
4.4 Soziale Chancen und Risiken
4.4.1 Soziale Chancen
4.3.2 Soziale Risiken
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht, inwiefern intelligente Gebäudetechnologien in Wohnimmobilien einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können. Dabei wird die Forschungsfrage beantwortet, wie Smart-Home-Lösungen Umweltprobleme adressieren, das Gemeinwohl fördern und die Energieeffizienz steigern können, während gleichzeitig auftretende Chancen und Risiken kritisch beleuchtet werden.
- Grundlagen und Definition der intelligenten Gebäudetechnik
- Analyse der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitsdimensionen
- Bewertung von Smart-Home-Anwendungen anhand des DGNB-Kriterienkatalogs
- Untersuchung von Marktprognosen und gesetzlichen Rahmenbedingungen (EnEV, EU-Gebäuderichtlinie)
- Reflexion von Hemmnissen wie Datensicherheit und Anschaffungskosten
Auszug aus dem Buch
2.4.2 Wohnkomfort
Mit Wohnkomfort werden Funktionen wie Beleuchtung, Jalousien, Heizung, Lüftung und Präsenzmeldung verbunden. Einige Funktionen haben Auswirkungen auf den Energieverbrauch, andere tragen nur zum Komfortgewinn bei. Der ist aber häufig ein ausschlaggebender Faktor, weshalb sich Nutzer für Smart-Home-Lösungen entscheiden. Mögliche Funktionen sind zum Beispiel Lichtsteuerung als Weckfunktion oder Präsenzmeldung, automatisches Zu- und Auffahren von Jalousien, Markisen und Fenstern bei bestimmten Wetterkonditionen, Lichtszenen für diverse Situationen, Sollwertabsenkung der Heizung, zeitgeschaltete Verriegelung der Türschlösser oder sogar Haustierklappen mit RFID (radio-frequency identification)-Chip.
Das Smart Home unterstützt diverse tägliche Routinen. So liest z.B. ein Sensor kontaktlos die Chipkarte des Bewohners und die Haustür schließt sich automatisch auf, wenn man vom Einkauf zurückkommt und beide Hände voll hat. Die Chipkarten der Kinder können mit zusätzlichen Funktionen wie Benachrichtigungen per SMS oder Email beim Aufschließen an die Eltern versehen werden, um die Eltern zu informieren, dass alles in Ordnung ist und die Kinder sicher nach hause gekommen sind. Bei Dunkelheit schaltet das Smart Home automatisch das Licht im Flur an. Ein „Gute-Nacht-Schalter“ bringt nachts das Zuhause in den Schlafmodus, d.h., schaltet Licht- und Musikanlagen aus, fährt Rollläden runter, senkt die Heizung ab, macht die Alarmanlage an usw..
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Digitalisierung des Alltags ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, den Beitrag intelligenter Gebäudetechnik zur Nachhaltigkeit zu untersuchen.
2 Intelligente Gebäudetechnik: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über Konzepte, Marktprognosen, Funktionen und die relevanten gesetzlichen Rahmenbedingungen der Gebäudeautomation.
3 Nachhaltigkeit: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit und deren Anwendung in der Immobilienwirtschaft sowie die Bedeutung von Zertifizierungssystemen dargelegt.
4 Smart Home und seine Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit: Der Hauptteil bewertet Smart-Home-Lösungen anhand des DGNB-Kriterienkatalogs in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht unter Berücksichtigung spezifischer Chancen und Risiken.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert kritisch die Rolle der Gebäudeautomation für eine nachhaltige Zukunft.
Schlüsselwörter
Intelligente Gebäudetechnik, Smart Home, Nachhaltigkeit, Gebäudeautomation, DGNB, Energieeffizienz, Wohnkomfort, Sicherheit, Lebenszykluskosten, Digitalisierung, Smart Metering, Ambient Assisted Living, Umweltschutz, Datensicherheit, Zertifizierungssysteme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Smart-Home-Technologien in Wohngebäuden, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Gebäudeautomation, ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, Zertifizierungssysteme wie DGNB sowie gesetzliche Anforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie intelligente Gebäudetechnik bei der Lösung von Umweltproblemen und der Steigerung der Lebensqualität unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken helfen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine fundierte Recherche und Analyse aktueller technischer Entwicklungen, Gesetze und Nachhaltigkeitskriterien, kombiniert mit einer Bewertung basierend auf dem Kriterienkatalog der DGNB.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der konkreten Bewertung der Gebäudeautomation in den Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales inklusive der Analyse von Hemmnissen und Einsparpotenzialen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gebäudeautomation, Smart Home, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und DGNB-Zertifizierung.
Welche Rolle spielt die DGNB bei der Bewertung?
Der Kriterienkatalog der DGNB dient als Basis, um den Nachhaltigkeitsgrad von Immobilien mit intelligenter Gebäudetechnik systematisch zu messen.
Wie gehen die Autoren mit dem Thema Datenschutz um?
Das Werk beleuchtet Risiken wie Hackerangriffe und den Schutz persönlicher Daten und stellt Anforderungen der DSGVO sowie Prinzipien des „Privacy by Design“ vor.
- Arbeit zitieren
- Dayana Stoykova (Autor:in), 2019, Wohnimmobilien mit intelligenter Gebäudetechnik. Chancen und Risiken für die Nachhaltigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499639