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Der Markt für Katastrophenbonds

Title: Der Markt für Katastrophenbonds

Diploma Thesis , 2005 , 79 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Thomas Bachmann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Katastrophen, insbesondere Naturkatastrophen, lösen weltweit immer höhere Schadenssummen aus. So war das Jahr 2004 das teuerste Katastrophenjahr aller Zeiten. Die versicherten Schäden betrugen im Jahr 2004 über 40 Milliarden US-$. Das bisherige Rekordschadensjahr, das Jahr 1992, in dem der gesamte versicherte Schaden 26 Milliarden US-$ betrug, wurde deutlich übertroffen. Um die weltweite Katastrophensituation darstellen zu können, ist es zuerst einmal notwendig den Begriff Katastrophe zu definieren. Unter einer Katastrophe wird ein Schadensereignis verstanden, „das örtlich konzentriert oder weit verteilt Zerstörungen oder schwere Beschädigungen an Sachen, oder zahlreiche Todesopfer und/oder Verletzte, oder gravierende Umweltschäden zur Folge hat.“ Katastrophen lassen sich im Folgenden in Naturkatastrophen und Man-made-Katastrophen unterscheiden. Eine Naturkatastrophe ist hierbei eine nicht von Menschenhand ausgelöste Katastrophe. Als prägende Eigenschaft der Risiken einer Naturkatastrophe gilt die Tatsache, dass sie zwar relativ selten auftritt, dafür aber so große Schäden auslöst, dass sie ein Versicherungsunternehmen aufgrund der resultierenden Schadensforderungen in die Insolvenz treiben kann. So handelt es sich bei Katastrophenrisiken also um Risiken, bei denen aufgrund der seltenen Auftrittshäufigkeit von Katastrophen eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Versicherer Schadenszahlungen leisten müssen. Allerdings kann es im Fall eines Katastropheneintritts aufgrund der extrem hohen, resultierenden Schadenssummen dazu kommen, dass existenzbedrohliche Schadensansprüche auf die Versicherungen zukommen. Bei einer Man-Made-Katastrophe handelt es sich um eine wie oben beschriebene Katastrophe, die unmittelbar durch Einfluss von Menschen ausgelöst wurde. Zu den Man-Made-Katastrophen zählen zum Beispiel Katastrophen, die durch Terroranschläge ausgelöst werden, oder Katastrophen, die auf menschliches Versagen zurückgehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Überblick über die weltweite Katastrophensituation

1.2 Allgemeine Darstellung einer Katastrophenanleihe

1.3 Ziel der Arbeit

2 Die Rückversicherung als traditionelle Form der Absicherung von Versicherungsrisiken

2.1 Funktion der Rückversicherung

2.2 Probleme der Rückversicherung

2.2.1 Prämienanstieg

2.2.2 Engpässe der Rückversicherungskapazität

2.2.3 Moralisches Risiko bei der Rückversicherung

2.2.4 Kreditrisiko bei der Rückversicherung

2.2.5 Katastrophenreservenbildung bei Rückversicherungsunternehmen

2.3 Vorteile und Nachteile von Katastrophenbonds gegenüber der Rückversicherung

3 Gestaltungsformen von Katastrophenbonds

3.1 Allgemeine Erläuterung zu den Gestaltungsformen von Katastrophenbonds

3.2 Rückzahlungsmodus

3.3 Zinszahlungsmodus

3.4 Bezugsgröße

3.4.1 Allgemeine Erläuterungen zur Bezugsgröße

3.4.2 Bezug auf den individuellen Schaden der aus gebenden Versicherung

3.4.3 Bezug auf einen Branchenindex

3.4.4 Bezug auf einen Modellschadenswert

3.4.5 Bezug auf rein parametrische und physikalische Werte

3.4.6 Bezug auf einen parametrischen Index

3.4.7 Sonstige Bezugsgrößen

4 Der Markt für Katastrophenbonds

4.1 Teilnehmer am Markt für Katastrophenbonds

4.2 Mengen- und wertmäßige Entwicklung von Katastrophenbonds

4.3 Der Primärmarkt für Katastrophenbonds

4.3.1 Analyse von Katastrophenbonds in Bezug auf die abgedeckten Katastrophenarten

4.3.2 Geographische Analyse von Katastrophenbonds

4.3.3 Analyse der Emittenten von Katastrophenbonds

4.3.4 Analyse der Zinszahlungen bei Katastrophenbonds in Abhängigkeit von ihrem Risiko

4.4 Der Sekundärmarkt für Katastrophenbonds

4.5 Rating von Katastrophenbonds

4.6 Vergleich zwischen emittierten Katastrophenbonds und dem Auftreten von Naturkatastrophen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den weltweiten Markt für Katastrophenbonds, analysiert deren Funktionsweise als Instrument des alternativen Risikotransfers und bewertet ihre Eignung als Alternative oder Ergänzung zur traditionellen Rückversicherung, um die Forschungsfrage zu beantworten, inwiefern Katastrophenbonds die bestehenden Probleme und Kapazitätsengpässe des Rückversicherungsmarktes lösen können.

  • Grundlagen und Funktionsweise von Katastrophenanleihen
  • Traditionelle Rückversicherung vs. alternativer Risikotransfer
  • Gestaltungsformen und Bezugsgrößen (Trigger) für Katastrophenbonds
  • Marktanalyse, Akteure und Entwicklung der Emissionsvolumina
  • Ratingverfahren und Risikobewertung von Katastrophenbonds

Auszug aus dem Buch

1.2 Allgemeine Darstellung einer Katastrophenanleihe

Katastrophenanleihen werden in der Literatur häufig auch als Katastrophenbonds, Catbonds oder Catastrophe Bonds bezeichnet. Die Begriffe sind jeweils als Synonym zu betrachten. Bei Katastrophenbonds handelt es sich um Instrumente des alternativen Risikotransfers. Der alternative Risikotransfer stellt hierbei eine Vielzahl von Instrumenten und Techniken dar, Risiko an oder über die Kapitalmärkte zu transferieren. Katastrophenanleihen sind der Klasse der Insurance-Linked Securities zuzuordnen und sind deren bedeutendste Art. Insurance-Linked Securities sind Wertpapiere, die es ermöglichen, das Risiko, dass aus dem Eintritt von Versicherungsereignissen hohe Verpflichtungen resultieren, an den Kapitalmarkt weiterzugeben. Katastrophenbonds bieten somit die Möglichkeit Versicherungsrisiken zu verbriefen (Securitization) und durch die Emission einer Anleihe an den Kapitalmarkt zu transferieren. Bei einer derartigen Verbriefung handelt es sich um eine Aufspaltung und Neugestaltung von Schadensrisiken eines Versicherers, um sie am Kapitalmarkt verkaufen zu können. Sie wird, wenn sie genutzt wird, häufig als Substitut für eine Rückversicherung verwendet.

Katastrophenbonds können so strukturiert sein, dass sie die Risiken einer lokalen Versicherung, oder eines global tätigen Unternehmens abdecken. Insurance-Linked Securities gibt es an den Kapitalmärkten seit Mitte der 90er Jahre. Die Idee für einen derartigen Risikotransfer geht zurück bis ins Mittelalter. Damals wurden in Italien Darlehen die ähnlich wie Katastrophenbonds strukturiert waren, an Kaufleute vergeben. Vom als Darlehen einbezahlten Betrag wurde ein Schiff erworben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die weltweite Katastrophensituation ein, definiert den Begriff Katastrophe und skizziert das Ziel der Arbeit sowie den Aufbau der Untersuchung.

2 Die Rückversicherung als traditionelle Form der Absicherung von Versicherungsrisiken: Das Kapitel erläutert die Funktionsweise der Rückversicherung, identifiziert ihre zentralen Probleme wie Prämienanstieg, Kapazitätsengpässe und moralisches Risiko und diskutiert die Vorteile von Katastrophenbonds als Alternative.

3 Gestaltungsformen von Katastrophenbonds: Hier werden die verschiedenen Ausgestaltungsmerkmale von Katastrophenbonds, insbesondere Rückzahlungs- und Zinszahlungsmodi sowie die verschiedenen Bezugsgrößen (Trigger) zur Risikoabdeckung detailliert beschrieben.

4 Der Markt für Katastrophenbonds: Dieses Kapitel liefert eine umfassende Analyse des Marktes, der Teilnehmer, der Mengen- und wertmäßigen Entwicklung, des Primär- und Sekundärmarktes sowie des Ratings und vergleicht die Emissionen mit dem tatsächlichen Auftreten von Naturkatastrophen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert das Potenzial von Katastrophenbonds für zukünftiges Marktwachstum und bewertet die Rolle von alternativen Risikotransfers gegenüber der traditionellen Rückversicherung.

Schlüsselwörter

Katastrophenbonds, Rückversicherung, alternativer Risikotransfer, Insurance-Linked Securities, Moral Hazard, Basisrisiko, Trigger, Verbriefung, Risikomanagement, Kapitalmarkt, Schadensereignis, Naturkatastrophen, Emissionsvolumen, Rating, Anleihen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Markt für Katastrophenbonds als alternatives Instrument zur traditionellen Rückversicherung, um Katastrophenrisiken an den Kapitalmarkt zu übertragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Funktionsweise des Risikotransfers, die strukturellen Gestaltungsformen der Bonds, die verschiedenen Trigger-Methoden und die Analyse der Marktteilnehmer sowie der Marktentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den weltweiten Markt für Katastrophenbonds darzustellen und zu analysieren, ob und wie diese Instrumente die Probleme der traditionellen Rückversicherung, wie etwa Kapazitätsengpässe und moralisches Risiko, lösen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Betrachtung der Materie in Verbindung mit einer empirischen Analyse von Marktdaten, Entwicklungszahlen und Fallbeispielen aus dem Zeitraum bis 2005.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rückversicherung, die technische Erläuterung der Gestaltungsformen von Katastrophenbonds (Trigger-Typen) und eine detaillierte Marktanalyse inklusive Rating und Vergleich mit realen Katastrophenereignissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Katastrophenbonds, Rückversicherung, alternativer Risikotransfer, Moral Hazard, Basisrisiko und Verbriefung.

Warum ist das "Special Purpose Vehicle" für Katastrophenbonds notwendig?

Das SPV ist entscheidend, um das Kreditrisiko für den Investor zu eliminieren, indem es sicherstellt, dass die eingezahlten Gelder kurzfristig und sicher angelegt werden, unabhängig von der finanziellen Lage des Versicherungsnehmers.

Welches Problem löst der Einsatz eines "Trigger-Modells"?

Trigger-Modelle wie Branchenindizes oder parametrische Werte helfen, das Problem des moralischen Risikos (Moral Hazard) zu beseitigen, da der Versicherer nicht mehr die direkte Kontrolle über die Schadensfeststellung ausübt, die zur Auszahlung führt.

Welchen Nachteil haben Katastrophenbonds gegenüber der Rückversicherung?

Ein wesentlicher Nachteil ist das potenzielle Basisrisiko, wenn der Index oder das gewählte Modell das tatsächliche Schadensportfolio des Versicherers nicht exakt abbildet, sowie höhere initiale Transaktionskosten.

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Details

Title
Der Markt für Katastrophenbonds
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,3
Author
Thomas Bachmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
79
Catalog Number
V49973
ISBN (eBook)
9783638462976
Language
German
Tags
Markt Katastrophenbonds
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Bachmann (Author), 2005, Der Markt für Katastrophenbonds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49973
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