Thema der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Thema der nachhaltigen Produktion am Beispiel von Audi. Untersucht werden soll, inwiefern das Unternehmen die zuvor erläuterten Instrumente und Maßnahmen sinnvoll einsetzt und inwiefern daraus eine nachhaltige Produktion resultiert. Die Leitfrage dieser Arbeit wird also lauten: Wie nachhaltig ist die Produktion von Audi aktuell und schöpft das Unternehmen alle, sich bietenden Möglichkeiten voll aus, oder sind noch Verbesserungen vorzunehmen, um die Produktion nachhaltiger gestalten zu können?
Nachhaltigkeit ist heute, mehr denn je, ein wichtiges Thema in der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Angesichts des Klimawandels und dessen gravierenden Folgen, des Artensterbens, der Ressourcenverknappung und der Tatsache, dass Wirtschaftswachstum nicht unendlich ist, kommt der Verwirklichung einer nachhaltigen Produktion eine immer bedeutendere Rolle zu, um diesen Problemen zu begegnen. Bei der Herstellung von Produkten durch Industrie und Gewerbe werden stets Umweltgüter wie Rohstoffe oder Flächen in Anspruch genommen. Zudem werden Schadstoffe in Boden, Luft und Wasser emittiert. Da natürliche Ressourcen nur begrenzt sind, sollte es die Aufgabe sein, die Ressourceninanspruchnahme auf ein für die Erde langfristig erträgliches Maß zu minimieren.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
1.1.Ziel und Leitfrage der Arbeit
1.2. Einordnung des Themas in den Bereich Produktion und Kosten
1.3. wissenschaftliche Relevanz der Thematik
2.Theoretische Auseinandersetzung mit Produktion
2.1. gesamtwirtschaftliche Bedeutung
2.1.1. Produktionsfaktoren
2.1.2. Produktionsverfahren
2.2. Produktionsprozesse innerhalb der Automobilindustrie
3. Nachhaltige Produktion
3.1. Stellenwert der Nachhaltigkeit bei Produktionsprozessen
3.2. Strategie und Maßnahmen nachhaltiger Produktionsprozesse
3.2.1. Effizienzorientierte Planung und Steuerung von Supply Chains
3.2.2. Total Resource Management
3.2.3. Energiekennzahlen für Industrie und produzierendes Gewerbe
3.2.4. Umweltrechtliche Anforderungen an den Betrieb industrieller Anlagen
3.3. Erfolgskontrolle der Nachhaltigkeit
4. Praxisbeispiel Audi AG
4.1. Kurze Vorstellung des Unternehmens Audi
4.2. Elemente und Instrumente der Produktionsprozesse von Audi
4.2.1. Betrachtung der Supply Chain
4.2.2. Betrachtung des Umweltmanagements
4.2.3. Fertigungstechnologien
4.3. Die Audi AG im Vergleich mit weiteren Automobilherstellern
5. Bewertung der Nachhaltigkeit der Produktion der Audi AG
5.1. Festlegung der Messkriterien und Maßstäbe
5.2. Swot Analyse
5.2.1. Strenghts
5.2.2. Weakness
5.2.3. Opportunities
5.2.4. Threats
5.3. Mögliche Verbesserungen und Ergänzungen
6. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des aktuellen Nachhaltigkeitsgrades der Audi-Produktion und die Analyse, ob das Unternehmen sämtliche Möglichkeiten zur nachhaltigen Optimierung ausschöpft oder weiteres Verbesserungspotenzial besteht.
- Theoretische Grundlagen nachhaltiger Produktionssysteme
- Analyse der Produktionsprozesse am Beispiel der Audi AG
- Bewertung durch Instrumente wie Supply Chain-Management und Umweltmanagementsysteme
- SWOT-Analyse der Nachhaltigkeitsaspekte bei Audi
- Vergleich der Nachhaltigkeit von Audi mit anderen Automobilherstellern
Auszug aus dem Buch
4.2.1. Betrachtung der Supply Chain
Das Lieferantenmanagement der Audi AG orientiert sich an den „Anforderungen des Volkswagen Konzerns zur Nachhaltigkeit in den Beziehungen mit Geschäftspartnern“19. Diese Anforderungen verpflichten die Lieferanten von Audi zur Einhaltung von Prinzipien, die Themen wie den Umweltschutz, Arbeitnehmerrechte, faires Marktverhalten und die Sorgfaltspflicht in den Beziehungen mit Geschäftspartnern regeln. Diese Prinzipien orientieren sich an dem UN Global Compact und den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation. Die Lieferantenauswahl von Audi wird in enger Abstimmung mit der Volkswagen Konzernbeschaffung getroffen. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Lieferanten bei Abgabe eines Angebots zunächst die Kenntnisnahme der Nachhaltigkeitsanforderungen bestätigen müssen. Im Jahr 2017 wurde ein Nachhaltigkeitsrating bei relevanten „First-Tier-Lieferanten“ eingeführt. Dies besteht aus einer Selbstauskunft und einem Vor-Ort Check, sowie der Möglichkeit, bei Bedarf die Einhaltung der Nachhaltigkeitsanforderungen jederzeit zu überprüfen20. Darüber hinaus hat Audi mit seiner im Berichtsjahr überarbeiteten Beschaffungsstrategie die Nachhaltigkeit in seinen Lieferantenbeziehungen verstärkt im Blick. Die nachhaltige Rohstoffbeschaffung und eine Sorgfaltspflicht in der Lieferkette spielen auch hier eine zentrale Rolle.
Im Vordergrund stehen aktuell Themen wie „Aluminium Closed Loop“ und „Battery Supply Chain“. Bei der „Aluminium Closed Loop“ werden Aluminiumblechverschnitte, welche in den Audi Presswerken entstehen an den Lieferanten zurückgeschickt. Durch Optimierung von Transportprozessen, insbesondere dem Schienenverkehr, ist es dem Unternehmen gelungen alle Transporte von und zu den deutschen Produktionsstandorten Ingolstadt und Neckarsulm CO2 neutral zu gestalten. Somit wurde im Jahr 2017 der CO2 Ausstoß um 13.000 Tonnen verringert21. Dies ist auch in der folgenden Grafik zu erkennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Definition des Themas und der Forschungsfrage sowie die wissenschaftliche Einordnung der nachhaltigen Produktion.
2.Theoretische Auseinandersetzung mit Produktion: Grundlagen der Produktionswirtschaft, Erläuterung der Produktionsfaktoren und Verfahren im Kontext der Automobilindustrie.
3. Nachhaltige Produktion: Strategische Maßnahmen für Nachhaltigkeit, inklusive Supply-Chain-Management, Ressourcenmanagement und gesetzliche Rahmenbedingungen.
4. Praxisbeispiel Audi AG: Konkrete Analyse der Produktionsprozesse, des Lieferantenmanagements und des Umweltmanagements bei der Audi AG im Vergleich zu Wettbewerbern.
5. Bewertung der Nachhaltigkeit der Produktion der Audi AG: Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken sowie Identifikation von Verbesserungspotenzialen.
6. Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Nachhaltigkeitsleistung und zukünftige Notwendigkeiten für Automobilhersteller.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Audi AG, Produktion, Supply Chain, Umweltmanagement, Energieeffizienz, CO2-Emissionen, Ressourcenmanagement, Automobilindustrie, Nachhaltigkeitsbericht, Aluminium Closed Loop, Mission Zero, WLTP, Produktionssysteme, Kreislaufwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die nachhaltige Produktion der Audi AG im Vergleich zu Wettbewerbern und prüft, ob das Unternehmen seine Möglichkeiten zur ökologischen Optimierung voll ausschöpft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen nachhaltiges Supply Chain Management, Umweltmanagementsysteme, Energieeffizienz in der Fertigung und die Reduktion von CO2-Emissionen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Leitfrage lautet: Wie nachhaltig ist die aktuelle Produktion bei Audi und wo liegen Potenziale für weitere Verbesserungen?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche zu theoretischen Grundlagen sowie eine unternehmensspezifische SWOT-Analyse, um die Nachhaltigkeitsstrategien bei Audi zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Audi-Produktionssystem, die Einbindung der Lieferkette, das Umweltmanagement sowie ein Vergleich mit Wettbewerbern wie BMW und Fiat diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeit, Produktion, Supply Chain, Umweltmanagement, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und CO2-Reduktion.
Warum ist das Werk in Brüssel für die Analyse so bedeutend?
Das Werk in Brüssel dient als wichtiges Fallbeispiel für eine nahezu CO2-neutrale Produktion und fungiert innerhalb des Konzerns als Vorbild für nachhaltige Prozesse.
Welchen Einfluss hatte die Dieselthematik auf die Bewertung?
Die Arbeit merkt kritisch an, dass der Nachhaltigkeitsbericht von Audi die Dieselthematik ausklammert, was Zweifel an der umfassenden Transparenz der Nachhaltigkeitsbemühungen aufwirft.
- Citation du texte
- Janine Bingenheimer (Auteur), 2019, Analyse der nachhaltigen Produktion des Automobil Herstellers Audi, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/499983