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Überschreitungsphänomene vom 18. Jahrhundert bis heute

Titel: Überschreitungsphänomene vom 18. Jahrhundert bis heute

Essay , 2018 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Justine Vivian Prentki (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Überschreitung im Zeitraum des 18. Jahrhunderts bis heute, um herauszustellen, inwiefern eine gewisse Rücksichtlosigkeit dem Maß gegenüber entsteht. Überschreitung bedeutet das Übersteigen von Grenzen, das Schauen über den Tellerrand, das letztendliche Umsetzen dessen. Das Überschreiten beschränkt uns nicht in unserem Tun oder in unserer Wahrnehmung, vielmehr ermöglicht es uns eine weitere Sichtweise und mehr Handlungsmöglichkeiten.

Manchmal erfordert es Mut, etwas zu machen, was nicht der Norm entspricht, manchmal bedarf es aber auch an Talent, um das Überstiegene erfolgreich umzusetzen. Bedarf dieses erfolgreiche Umsetzen des Übersteigens also die Fähigkeit des Genies?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Geniebegriff im Wandel

3. Thomas Mann und Tonio Kröger

4. Kant und die Genieästhetik

5. Filippo Tommaso Marinetti und der Futurismus

6. Juergen Teller und die zeitgenössische Fotografie

7. Medizinethische Grenzverschiebungen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische und gesellschaftliche Entwicklung von Überschreitungsphänomenen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, mit dem Ziel zu ergründen, inwiefern ein Verlust des Maßes sowie eine zunehmende Rücksichtslosigkeit gegenüber normativen Grenzen stattgefunden haben.

  • Wandel des Geniebegriffs und dessen Bedeutung für die ästhetische Norm
  • Die Rolle der Provokation in Avantgarde-Bewegungen am Beispiel des Futurismus
  • Überschreitung als künstlerisches Prinzip in der modernen Fotografie
  • Ethische Implikationen medizinischer Forschung an der Grenze des Natürlichen
  • Der Konflikt zwischen individuellem Streben und gesellschaftlichem Maß

Auszug aus dem Buch

Filippo Tommaso Marinetti und der Futurismus

Ein Avantgarde-Beispiel aus dem frühen 20. Jahrhundert stellt Filippo Tommaso Marinettis Werk „Manifeste des Futurismus“ dar. Bereits im ersten Manifest wird deutlich, was die Futuristen umsetzen, gar erneuern möchten. Elf verschiedene Aspekte werden hier genannt, die von Gewaltverherrlichungen, Grenzüberschreitungen, Geschwindigkeiten und allgemeinen Erneuerungen geprägt sind.

Im ersten genannten Aspekt des Manifests geht es darum, Gefahr als etwas Kühnes und Mutiges darzustellen. Wir sollen unerschrocken handeln, auch wenn das Gefahren bedeutet, die uns durchaus bewusst sind. Grenzüberschreitungen sollen also durchgeführt und sogar geliebt werden. Das erinnert insbesondere daran, dass der Avantgarde-Begriff aus dem militärischen Sprachgebrauch stammt. Die militärischen Avantgarden waren die „Augen des Heeres“, welche Hindernisse beseitigten und sich dem angreifenden, verfeindeten Heer so lange widmen, bis das eigene Heer nachrückt, um sie zu besiegen. So lässt sich bereits der erste Aspekt mit dem militärischen Avantgarde-Begriff verknüpfen, da mutwillige und opferbringende Gewalt hier unabdingbar zu sein scheinen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Grenzüberschreitung und erste Definition der Schranken des Übersteigens.

2. Der Geniebegriff im Wandel: Untersuchung der historischen Entwicklung des Geniebegriffs vom 17. bis zum 18. Jahrhundert.

3. Thomas Mann und Tonio Kröger: Analyse der Novelle hinsichtlich der Künstlerexistenz und der Distanz zum Mittelmaß.

4. Kant und die Genieästhetik: Erörterung von Kants philosophischer Auseinandersetzung mit Originalität und künstlerischer Regel.

5. Filippo Tommaso Marinetti und der Futurismus: Darstellung der futuristischen Radikalität und ihrer Missachtung tradierter gesellschaftlicher Normen.

6. Juergen Teller und die zeitgenössische Fotografie: Betrachtung der bewussten Provokation durch ästhetische Grenzüberschreitung in der modernen Kunst.

7. Medizinethische Grenzverschiebungen: Diskussion aktueller Phänomene wie Stammzellforschung und Chimärismus unter moralischen Gesichtspunkten.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung vom Maß zum Übermaß in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.

Schlüsselwörter

Genie, Überschreitung, Maß, Avantgarde, Futurismus, Kunst, Provokation, Moral, Medizinethik, Tonio Kröger, Immanuel Kant, Juergen Teller, Gesellschaft, Transformation, Normverlust

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Tendenz zur Grenzüberschreitung in verschiedenen Epochen und Disziplinen, wobei das Verhältnis zwischen dem menschlichen Maß und dem Streben nach dem „Darüber-hinaus“ im Vordergrund steht.

Welche Themenfelder werden beleuchtet?

Die Themen umfassen Philosophie und Ästhetik, literarische Analysen, die Geschichte der Avantgarde, zeitgenössische Fotografie sowie aktuelle bioethische Fragestellungen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, inwiefern eine Rücksichtslosigkeit gegenüber einem bewährten Maß entstanden ist, wenn man Überschreitungsphänomene vom 18. Jahrhundert bis heute betrachtet.

Welche wissenschaftliche Methode wird genutzt?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung primärer und sekundärer Literatur sowie der Interpretation historischer Manifeste und künstlerischer Werke basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen des Geniebegriffs, die Untersuchung künstlerischer Radikalität bei Marinetti und Teller sowie die kritische Reflexion medizinisch-ethischer Entwicklungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Genie, Maß, Grenzüberschreitung, Provokation und Avantgarde.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Genies im historischen Kontext?

Das Genie wird als eine Figur verstanden, die bewusst die Norm sprengt, wobei sich die Sichtweise hierauf von einer eher regelgebundenen hin zu einer exzessiven, maßlosen Interpretation verschoben hat.

Inwiefern beeinflusst der Futurismus das Verständnis von Grenzüberschreitung?

Durch die Verherrlichung von Geschwindigkeit, Gewalt und Destruktion zeigt der Futurismus beispielhaft auf, wie künstlerische Radikalität in eine gesellschaftliche Rücksichtslosigkeit umschlagen kann.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Überschreitungsphänomene vom 18. Jahrhundert bis heute
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,3
Autor
Justine Vivian Prentki (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
12
Katalognummer
V500315
ISBN (eBook)
9783346029409
ISBN (Buch)
9783346029416
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Überschreitung Überschreitungsphänomene Maß Mitte Rücksichtslosigkeit Wandel der Zeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Justine Vivian Prentki (Autor:in), 2018, Überschreitungsphänomene vom 18. Jahrhundert bis heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500315
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