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Non omnis moriar. Personenkonzeption in Paul Bussons "Die Wiedergeburt des Melchior Dronte"

Title: Non omnis moriar. Personenkonzeption in Paul Bussons "Die Wiedergeburt des Melchior Dronte"

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Justine Vivian Prentki (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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Diese Arbeit analysiert die Personenkonzeption in Paul Bussons Roman "Die Wiedergeburt des Melchior Dronte", wobei neben der sozialen Stellung insbesondere die Begegnungen mit dem Fantastischen sowie die Erkenntnis über die Reinkarnation miteinbezogen werden. Sie ist insofern aufgebaut, dass die Leben der Person zweigeteilt und gleichsam chronologisch betrachtet werden, um die Interpretation des Seelenwanderungsprozesses anhand des Subjekts Dronte/Vorauf zu ermöglichen.

Paul Bussons Roman zählt zur fantastischen Literatur der Frühen Moderne. Dieses Werk befasst sich mit den Lebensgeschichten eines Mannes über zwei Inkarnationen hinweg, welcher in beiden Lebzeiten als besonderer, elitärer Held charakterisiert wird. Die Erinnerungen des Mannes namens Sennon Vorauf umfassen den größten Teil des Romans, da diese Erinnerungen an sein früheres Leben als Melchior Dronte gebunden sind. Darauf folgen fünf weitere Kapitel, die das Leben des Sennon Vorauf erzählen. Melchior Dronte lebte im frühen 18. Jahrhundert, Sennon Vorauf um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhunderts.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Konzeption der „Person“ in fantastischer Literatur der Frühen Moderne

3. Der Reinkarnationsgedanke in „Die Wiedergeburt des Melchior Dronte“

3.1 Das erste Leben als Melchior Dronte

3.1.1 Das Fantastische im Leben Drontes

3.1.2 Das Nutzen der Erkenntnis der unsterblichen Seele

3.2 Das zweite Leben als Sennon Vorauf

3.2.1 Die Figur und dessen Erinnerungen an sein früheres Ich

3.2.2 Das Fantastische im Leben Voraufs

4. Zusammenfassung und Auswertung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Person in Paul Bussons Roman „Die Wiedergeburt des Melchior Dronte“ unter Anwendung des „Weg-Ziel-Modells“ der Fantastikforschung von Marianne Wünsch, um den Prozess der Reinkarnation und Selbstfindung der Hauptfigur literaturwissenschaftlich zu interpretieren.

  • Analyse des Personenkonzepts in der fantastischen Literatur der Frühen Moderne
  • Untersuchung der Reinkarnationsproblematik anhand der Biografie von Melchior Dronte und Sennon Vorauf
  • Rolle fantastischer Entitäten (Ewli und Fangerle) im Entwicklungsprozess des Subjekts
  • Bedeutung von Todeserfahrung und Bewusstsein für die geistige Läuterung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Fantastische im Leben Drontes

Im Laufe seines Lebens begegnet Dronte fantastische Größen, die ihm im Jenseits wiederholt erscheinen. Der „Mann aus dem Morgenlande“, dessen Name Isa Bektschi, besser bekannt als „Ewli“, ist, ist die fantastische Größe wichtigster Bedeutsamkeit in Drontes Leben. Dronte erhält im Alter von fünf Jahren eine schön gebildete Figur von einem Verwandten als Geschenk. Das Gesicht des Ewli empfindet Dronte als beruhigend und schön, da er seine Augen und die faltenlose Haut so schätzt. Als dieser ihm eines Nachts plötzlich zuwinkt, erschreckt Dronte und verspürt aufgrund der Bewegung der ‚leblosen‘ Figur sogar Angst. Jedoch rettet der Ewli Dronte, da darauffolgend die Zimmerdecke über seinem Muschelbett zusammenbricht. Dronte erleidet durch den Vorfall eine Narbe an der Stirn, welche dem Mal des Ewli entspricht. Dies ist bereits das erste Zeichen, welches ihn als auserwählten Held darstellt.

Der Ewli taucht in Drontes Leben vermehrt ist. Dieses Erscheinen ist überwiegend unerwartet und ungerufen, jedoch handelt es sich stets um entscheidende Situationen innerhalb seines Lebenslaufes. Beispielsweise begegnet er ihn am Karfreitag, als Dronte um die verstorbene Aglaja trauert. Er weiß nicht, wer er war, aber es ist ihm, als wolle er sich an seine Brust schmiegen, um getröstet trauern zu können. Auch begegnet er ihn während seiner Militärzeit, wodurch Dronte ein Gefühl von Schutz und Frohsinn erfährt. Eine weitere Begegnung findet, kurz bevor er seine (zweite) große Liebe aus der Wohnung „Zum Fassel“ des Doktors namens Postremo befreit, statt. Hier vermutet Dronte bereits, dass das Erscheinen des Ewli etwas Wichtiges als auch Entscheidendes bedeuten könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Reinkarnation ein und definiert den Fokus der Analyse auf die Personenkonzeption in Paul Bussons Roman „Die Wiedergeburt des Melchior Dronte“.

2. Zur Konzeption der „Person“ in fantastischer Literatur der Frühen Moderne: In diesem Kapitel wird das theoretische Fundament durch das Modell der Fantastik von Marianne Wünsch gelegt, welches den Prozess der Selbstfindung und Personenwerdung in den Mittelpunkt stellt.

3. Der Reinkarnationsgedanke in „Die Wiedergeburt des Melchior Dronte“: Dieses Hauptkapitel analysiert die zwei Inkarnationsstufen des Helden sowie die Einflüsse fantastischer Figuren und okkulter Ereignisse auf seine Entwicklung.

3.1 Das erste Leben als Melchior Dronte: Hier wird der Lebensweg des Adligen Melchior Dronte untersucht, geprägt durch soziale Privilegien, Gewalt und die ersten Begegnungen mit dem Übernatürlichen.

3.1.1 Das Fantastische im Leben Drontes: Der Abschnitt konzentriert sich auf die wiederkehrenden Erscheinungen des Ewli und deren Bedeutung für die Auserwähltheit und Erkenntnisgewinnung der Figur.

3.1.2 Das Nutzen der Erkenntnis der unsterblichen Seele: Hier wird der Prozess der spirituellen Umkehr Drontes vor seinem physischen Ende und die Konzentration auf das Bewusstsein thematisiert.

3.2 Das zweite Leben als Sennon Vorauf: Dieses Kapitel widmet sich der Reinkarnation der Seele in Sennon Vorauf und den damit verbundenen Veränderungen in den Lebensumständen.

3.2.1 Die Figur und dessen Erinnerungen an sein früheres Ich: Hier werden die Parallelen zwischen der Kindheit von Sennon Vorauf und seinem früheren Ich als Dronte sowie die Identitätsfindung beleuchtet.

3.2.2 Das Fantastische im Leben Voraufs: Der Fokus liegt auf der Transformation Voraufs zu einer eigenen fantastischen Größe und der Vollendung des Reinkarnationsprozesses.

4. Zusammenfassung und Auswertung: Dieses Kapitel führt die Analyseergebnisse zusammen und evaluiert den Erfolg des Weg-Ziel-Modells bei der Untersuchung des Romans.

Schlüsselwörter

Fantastik, Frühe Moderne, Reinkarnation, Personenkonzeption, Weg-Ziel-Modell, Ewli, Melchior Dronte, Sennon Vorauf, Metempsychose, Selbstfindung, Selbstverwirklichung, Okkultismus, Seelenwanderung, Identität, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Person und den Reinkarnationsprozess der Hauptfigur im Roman „Die Wiedergeburt des Melchior Dronte“ von Paul Busson.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Fantastik der Frühen Moderne, die Transformation der Person durch Krisen sowie der religiös-okkulte Gedanke der Seelenwanderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Figur vom „Nicht-Leben“ zur „Selbstverwirklichung“ mithilfe des Weg-Ziel-Modells von Marianne Wünsch zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Forschungsmodelle zur Fantastik auf das spezifische Primärwerk anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der beiden Inkarnationsphasen des Protagonisten und beleuchtet dabei die Bedeutung fantastischer Größen und die krisenhafte Entwicklung des Subjekts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Fantastik, Reinkarnation, Personenkonzeption, das Weg-Ziel-Modell sowie die zentrale Rolle der Figur Ewli.

Welche Bedeutung hat die Narbe für die Identität der Figur?

Die Narbe fungiert als physisches Zeichen der Auserwähltheit und verbindet Melchior Dronte in beiden Leben direkt mit der fantastischen Entität Ewli.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Fangerle und Ewli?

Während der Fangerle versucht, die Figur auf Irrwege zu führen, dient der Ewli als Wegweiser, der Dronte zur Erkenntnis der Unsterblichkeit und damit zum Ziel der Reinkarnation führt.

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Details

Title
Non omnis moriar. Personenkonzeption in Paul Bussons "Die Wiedergeburt des Melchior Dronte"
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
2,3
Author
Justine Vivian Prentki (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V500318
ISBN (eBook)
9783346028433
ISBN (Book)
9783346028440
Language
German
Tags
Wiedergeburt Übersinnlichkeit Seele Seelenwanderung Busson Paul Melchior Dronte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Justine Vivian Prentki (Author), 2018, Non omnis moriar. Personenkonzeption in Paul Bussons "Die Wiedergeburt des Melchior Dronte", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500318
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