Dieses Lerntagebuch beinhaltet die Reflexion des Autors über seinen eigenen Lernprozess als studentischer Förderlehrer an einem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen. Der Förderunterricht umfasste sechs Monate. In der Woche wurde zwei Stunden assistiert und zwei Stunden eigenständig unterrichtet.
Im Rahmen der Arbeit werden dabei die Reflexionen in Zwei-Monatsschritte unterteilt, wobei auch speziell auf die biographischen Voraussetzungen einiger betreuter Schüler eingegangen wird.
Am Schluss erfolgt eine Reflexion des Autors über den eigenen Kompetenzerwerb.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Eindrücke von der Schule
1.2 Biographische Reflexion
2. Lerntagebuch für den 1. & 2. Fördermonat
2.1 Ausgangssituation
2.2 Diagnose
2.3 Förderung
3. Lerntagebuch für 3. & 4. Fördermonat
3.1 Diagnose
3.2 Förderung
4. Lerntagebuch für 5.&6. Fördermonat
4.1 Ausgangssituation
4.2 Diagnose
4.3 Förderung
4.4 Förderevaluation
5.Eigener Kompetenzgewinn
5.1 Fachliche Kompetenzen
5.2 Überfachliche Kompetenzen
5.3 Hilfestellung durch das Begleitseminar
5.2 Besondere Vorkommnisse & außergewöhnliche Maßnahmen
5.3 Zukunftsperspektive
6. Schulformspezifik
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der Reflexion des individuellen Lernprozesses und der gesammelten praktischen Erfahrungen während einer einjährigen Tätigkeit als studentische Förderlehrkraft im Rahmen des Dortmunder Modells, wobei der Fokus auf der Diagnose und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte sowie der Verbindung theoretischer Studieninhalte mit der Unterrichtspraxis liegt.
- Reflexion des Lehrerberufs und der persönlichen Eignung
- Diagnose und Förderung von Deutsch als Zweitsprache (DaF/DaZ)
- Umgang mit kultureller Heterogenität im Klassenzimmer
- Verzahnung von Theorie aus dem Studium und Unterrichtspraxis
- Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung für den Lernerfolg
Auszug aus dem Buch
1.1 Eindrücke von der Schule
Dieses Lerntagebuch beinhaltet die Reflexion über meinen eigenen Lernprozess. Dazu gehören die erworbenen Inhalte und Handlungspraxen im Förderunterricht, in den Ausbildungs- und Reflexionsseminaren sowie im gesamten Lehramtsstudium.
Das Modell ist am Anfang des Lehramtsstudiums vorgesehen und dient zum einen dazu, sich genauer über den Beruf zu erkundigen und zum anderen, verschiedene theoretische Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Die Förderstunden habe ich an einem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen gegeben. Das ist auch die Schulform, die ich zusammen mit der Gesamtschule studiere. Das Gymnasium hat 81 Lehrerinnen und Lehrer und circa 1000 Schülerinnen und Schüler.
Um die Interessen und Talente der Schülerinnen und Schüler zu fördern, werden besondere Förderungen angeboten. Die Schule bietet den Schülerinnen und Schülern an einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt durch das MINT-Konzept zu setzen. Ab der fünften Klasse haben die Schülerinnen und Schüler dann die Möglichkeit ihre naturwissenschaftlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten durch experimentelles Vorgehen auszubauen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Lerntagebuchs als Reflexionsinstrument für den eigenen Lernprozess und Einblicke in die beobachtete Schulstruktur.
2. Lerntagebuch für den 1. & 2. Fördermonat: Darstellung der Ausgangssituation in einer internationalen Förderklasse, erste Diagnoseschritte und erste Förderversuche.
3. Lerntagebuch für 3. & 4. Fördermonat: Beobachtung individueller Lernfortschritte und Herausforderungen im Bereich der Konzentration bei den Lernenden.
4. Lerntagebuch für 5.&6. Fördermonat: Analyse der Situation nach dem Hinzukommen neuer Schüler sowie eine abschließende Evaluation der Förderarbeit.
5.Eigener Kompetenzgewinn: Reflexion über erworbene fachliche und überfachliche Kompetenzen sowie Ausblick auf die Zukunft als Lehrkraft.
6. Schulformspezifik: Vergleich der beobachteten Schulform mit anderen Schulsystemen und Einschätzung der spezifischen Anforderungen am Gymnasium.
Schlüsselwörter
Lehramtsstudium, Förderunterricht, Deutsch als Zweitsprache, DaF/DaZ, Migrationsgeschichte, Diagnose, Förderung, Schulpraxis, Lehrer-Schüler-Beziehung, Bilingualität, Heterogenität, Kompetenzgewinn, Reflexion, Unterrichtsvorbereitung, Dortmund Modell
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit reflektiert die einjährigen Erfahrungen der Autorin als studentische Förderlehrkraft im Rahmen des sogenannten Dortmunder Modells an einem Gymnasium.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Mittelpunkt stehen die Diagnose und Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund, der Umgang mit sprachlicher Heterogenität sowie die persönliche und professionelle Entwicklung während des Lehramtsstudiums.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Reflexion des eigenen Lernprozesses und die Überprüfung der beruflichen Eignung für das Lehreramt durch die Verbindung von theoretischem Wissen mit praktischen Unterrichtserfahrungen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf teilnehmender Beobachtung im Unterricht, der Dokumentation von Fördersequenzen sowie einer begleitenden Theorie-Praxis-Reflexion auf Basis erziehungswissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte über die verschiedenen Förderphasen, in denen Diagnoseverfahren, Unterrichtsmaterialien und die Interaktion mit den Schülern detailliert beschrieben werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie DaF/DaZ (Deutsch als Fremd-/Zweitsprache), Migrationsgeschichte, Unterrichtspraxis, Lehrer-Schüler-Beziehung und Kompetenzgewinn geprägt.
Wie geht die Autorin mit Schülern um, die noch nicht alphabetisiert sind?
Die Autorin beschreibt den Einsatz von bildgestützten Lernmaterialien, das Malen von Vokabeln im Heft und die Übersetzung durch andere Schüler, um sprachliche Barrieren zu überbrücken.
Welche Rolle spielt die emotionale Bindung für den Unterrichtserfolg?
Die Autorin betont, dass eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung, die auf Vertrauen und Wertschätzung basiert, entscheidend für die Motivation und den Lernerfolg der Kinder ist.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Begleitseminars?
Das Seminar wird als sehr hilfreich für das Verständnis von Sprachwissenschaft und der Theorie-Praxis-Verzahnung wahrgenommen, wobei Verbesserungspotenziale in der Reflexion von Praxiserfahrungen gesehen werden.
Welche Rolle spielt die Erstsprache im Unterricht der Förderklassen?
Die Autorin kritisiert, dass der Gebrauch der Erstsprache in vielen Schulen unterbunden wird, und plädiert stattdessen für die Anerkennung der Mehrsprachigkeit als kognitiven Vorsprung.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Lerntagebuch. Wie wird Sprachkompetenz an Schülerinnen und Schüler mit Migrationsgeschichte vermittelt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500517