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Die Frankfurter Paulskirche als "Erinnerungsort" nach Pierre Nora

Titre: Die Frankfurter Paulskirche als "Erinnerungsort" nach Pierre Nora

Dossier / Travail , 2015 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anne Pätow (Auteur)

Didactique - Histoire
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Erinnerungsorte von Pierre Nora. Nach einer Vorstellung der theoretischen Grundlagen folgt ein Überblick über die Adaption des Konzepts für Deutschland, Italien, Dänemark und den USA. Das Ganze soll dann unterrichtsspezifisch eingeordnet werden. Dabei wird das Lernpotential außerschulischer Lernorte diskutiert. Des Weiteren wird an einem konkreten Beispiel über die Unterrichtsvorbereitung zu einem Besuch in der Frankfurter Paulskirche geschrieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pierre Noras Konzept der „Erinnerungsorte“

2.1. Schwierige Begriffsbestimmung

2.2. Theorien des kollektiven Gedächtnisses

2.3. „Lieux de mémoire“

3. „Deutsche Erinnerungsorte“

4. Unterrichtsüberlegungen zu einem Besuch in der Frankfurter Paulskirche

4.1. Fachwissenschaftliche Analyse

4.2. Didaktische Analyse

4.3. Methodische Analyse

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich zum Ziel, das theoretische Konzept der „Erinnerungsorte“ von Pierre Nora auf seine Anwendbarkeit im historischen Kontext zu untersuchen und konkrete unterrichtspraktische Überlegungen für einen Besuch der Frankfurter Paulskirche zu entwickeln.

  • Theoretische Fundierung des Begriffs „Erinnerungsort“ nach Pierre Nora.
  • Analyse von Theorien des kollektiven Gedächtnisses (u.a. Maurice Halbwachs, Aby Warburg).
  • Übertragung des Konzepts auf den deutschen Kontext („Deutsche Erinnerungsorte“).
  • Fachwissenschaftliche Aufarbeitung der Revolution 1848/49 und der Paulskirche.
  • Didaktische und methodische Gestaltung außerschulischer Lernorte im Geschichtsunterricht.

Auszug aus dem Buch

2. Pierre Noras Konzept der „Erinnerungsorte“

Pierre Noras Konzept entstand zu Beginn der 1980er Jahre und war in einem Forschungsprojekt von ihm verankert. Ziel der Forschungsgruppe war es „die Verklärung von Vergangenheit zu beenden“ und „das System der Nationalgeschichte zu objektivieren und in seine Bestandteile zu zerlegen“.

Nora geht in seinen Überlegungen zum Gedächtnis von den Inhalten der Erinnerung aus und nicht, wie viele andere Autoren, vom erinnernden Subjekt. Er geht von Ereignissen, Zusammenhängen, Erfahrungen, Begriffen und Personen aus, an welche sich dann die Erinnerungen knüpfen. Diese Aspekte können sowohl materieller, als auch immaterieller Natur sein. Das bedeutet also, dass sowohl Gebäude und topologische Orte Erinnerungsorte sein können, als auch Mythen oder abstrakte Begriffe dazu gehören können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der „Erinnerungsorte“ ein und umreißt die Zielsetzung, Nora's Konzept wissenschaftlich zu beleuchten und für den Geschichtsunterricht nutzbar zu machen.

2. Pierre Noras Konzept der „Erinnerungsorte“: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Erinnerungsorte und bettet ihn in die theoretischen Debatten zum kollektiven Gedächtnis ein, wobei insbesondere die Rollen von Halbwachs und den Assmanns hervorgehoben werden.

3. „Deutsche Erinnerungsorte“: Hier wird die Übertragbarkeit des französischen Modells auf die deutsche Geschichtskultur diskutiert und die Etablierung des Sammelwerks „Deutsche Erinnerungsorte“ erläutert.

4. Unterrichtsüberlegungen zu einem Besuch in der Frankfurter Paulskirche: Dieses Kapitel verknüpft historische Fachinhalte zur Revolution 1848/49 mit didaktischen und methodischen Ansätzen für eine Exkursion.

5. Fazit: Das Fazit bewertet das Lernpotenzial außerschulischer Lernorte positiv und betont die Notwendigkeit einer gründlichen Vorbereitung durch die Lehrperson.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung aller herangezogenen Quellen und Sekundärliteratur.

7. Anhang: Enthält Quellentexte aus den Fraktionen der Paulskirche für den direkten Einsatz im Unterricht.

Schlüsselwörter

Erinnerungsorte, Pierre Nora, kollektives Gedächtnis, Geschichtsunterricht, Frankfurter Paulskirche, Revolution 1848/49, außerschulischer Lernort, Nationalgeschichte, historische Identität, Quellenarbeit, didaktische Reduktion, multiperspektivische Betrachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Einordnung des Begriffs „Erinnerungsort“ nach Pierre Nora und dessen Anwendung auf konkrete Unterrichtsszenarien in der Frankfurter Paulskirche.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Gedächtnistheorie, die deutsche Erinnerungskultur sowie didaktische Konzepte für den Geschichtsunterricht an historischen Schauplätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das komplexe theoretische Konstrukt „Erinnerungsort“ zu explizieren und für die praktische Umsetzung einer Unterrichtssequenz zur Paulskirche fruchtbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Literaturrecherche kombiniert mit fachdidaktischer Reflexion und Planung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die historische Kontextualisierung der Paulskirche sowie die methodische Planung einer Exkursion mit Quellenarbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Erinnerungsort, kollektives Gedächtnis, Paulskirche, Revolution 1848, Multiperspektivität und historische Identität.

Warum ist die Wahl der Paulskirche als Erinnerungsort besonders geeignet?

Die Paulskirche symbolisiert als „Wiege der deutschen Demokratie“ ein zentrales Ereignis der Nationalgeschichte und eignet sich aufgrund ihrer physischen Präsenz ideal für die praktische Auseinandersetzung mit historischer Identität.

Wie sollen die Lernenden die Quellen in der Paulskirche bearbeiten?

Die Lernenden sollen in Rollen schlüpfen (z.B. Abgeordnete der Fraktionen), um durch multiperspektivische Arbeit mit historischen Quellentexten ein tieferes Verständnis für die damaligen Debatten zu entwickeln.

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Résumé des informations

Titre
Die Frankfurter Paulskirche als "Erinnerungsort" nach Pierre Nora
Université
University of Kassel
Cours
Außerschulische Lernorte - Möglichkeiten und Arbeitsformen in der historisch-politischen Bildung
Note
1,0
Auteur
Anne Pätow (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
22
N° de catalogue
V500548
ISBN (ebook)
9783346028532
ISBN (Livre)
9783346028549
Langue
allemand
mots-clé
frankfurter paulskirche erinnerungsort pierre nora
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne Pätow (Auteur), 2015, Die Frankfurter Paulskirche als "Erinnerungsort" nach Pierre Nora, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500548
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Extrait de  22  pages
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