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Umweltbewusstsein versus Umweltverhalten

Akteure und deren Einfluss im Umweltdiskurs

Titre: Umweltbewusstsein versus Umweltverhalten

Dossier / Travail , 2017 , 19 Pages , Note: 1,8

Autor:in: Andrada Davisca (Auteur)

Sociologie - Divers
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Massive Veränderungen des Ökosystems Umwelt und die damit verbundenen Konsequenzen im Zusammenhang mit dem immer stärker und schneller voranschreitenden Klimawandel sind zentrale gesellschaftliche Probleme des 21. Jahrhunderts. Aufgrund der Tatsache, dass dieses Thema eigentlich von grundlegender Bedeutung und Wichtigkeit für die gesamte Menschheit ist, sollte angenommen werden können, dass ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein in den Köpfen der Menschen vorhanden ist und dadurch auch zu erwarten wäre, dass daraus nachhaltiges Umwelthandeln resultiert. Dass diese Annahme jedoch trügerisch ist, wird thematisiert.

So sehen fast 20% den Umweltschutz als aktuell eines der wichtigsten Probleme, mit dem sich Deutschland befassen muss. Dennoch stuft ein Großteil der Bevölkerung andere gesellschaftlichen Probleme wie soziale Sicherung oder Wirtschaftspolitik als wichtiger ein, was insofern erstaunlich ist, als dass eine intakte Umwelt die Grundlage unseres Lebens ist und die Ressourcen für Arbeit (Verarbeitung und Herstellung von Produkten) und Überleben (Nahrungsmittel) zur Verfügung stellt.

Dies wird auch im Umwelthandeln verdeutlicht, da die Bereitschaft für nachhaltiges Handeln bei weitem nicht so ausgeprägt ist, wie es bei einem starken Bewusstsein um die ökologischen Probleme zu erwarten wäre. Es wird deutlich, dass es sich um eine bisweilen komplexe Gesamtproblematik hinsichtlich unserer natürlichen Umwelt handelt, die in der vorliegenden Arbeit näher untersucht und erläutert werden soll.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Umweltsoziologie und ihre Relevanz

3. Umweltbewusstsein versus Umweltverhalten: Probleme und Diskrepanzen

4. Alternative Ansätze im individuellen Umwelthandeln

5. Akteure und deren Einfluss im Umweltdiskurs

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und Themen der Hausarbeit

Die Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem in der Bevölkerung weit verbreiteten Umweltbewusstsein und dem tatsächlichen Umweltverhalten. Dabei wird analysiert, welche soziologischen Faktoren dieses Verhalten beeinflussen und welche Rolle verschiedene gesellschaftliche Akteure sowie strukturelle Rahmenbedingungen bei der Förderung eines nachhaltigen Handelns spielen.

  • Die soziologische Relevanz und Bedeutung von Umweltwissen
  • Ursachen für die Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und Handeln
  • Strukturelle Überforderung als Hürde für individuelles Umwelthandeln
  • Die Rolle von Massenmedien und Politik im Umweltdiskurs
  • Ansätze zur Neujustierung von gesellschaftlichen Teilsystemen

Auszug aus dem Buch

3. Umweltbewusstsein versus Umweltverhalten: Probleme und Diskrepanzen

Zahlreiche national und international durchgeführte Umfragen kamen in der Vergangenheit zu dem Schluss und zeigen auch heute noch, dass die Mehrheit der Teilnehmer der jeweiligen Befragungen über sich selbst behaupten, dass sie ein ausgesprochen starkes Umweltbewusstsein aufweisen. Oft stimmen mehr als zwei Drittel der Teilnehmer Aussagen wie „Wenn wir so weiter machen wie bisher, steuern wir auf eine Umweltkatastrophe zu“ (Preisendörfer 1996) oder „Es ist noch immer so, dass die Politiker viel zu wenig für den Umweltschutz tun“ (Preisendörfer 1996) stark zu.

Sobald jedoch das tatsächlich gemessene Umweltverhalten untersucht wird, treten deutliche Widersprüche auf. Beispielsweise wird häufig betont, wie umweltschädlich Flugreisen sind oder wie sinnvoll der Umstieg auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist. Tatsächlich aber landen und starten nach wie vor Flugzeuge, manchmal sogar nur mit wenigen Passagieren an Bord, auf allen Flughäfen der Welt, Tendenz steigend. Gleiches kann auf den Straßen, besonders in Großstädten und Metropolen, beobachtet werden. Viele Städte verfügen über gut bis sehr gut ausgebaute Netze für den öffentlichen Personennahverkehr, jedoch sind die Straßen häufig chronisch verstopft mit Autos, welche teilweise mit nur einer Person belegt sind.

Franzen (Franzen, 1995) sieht in dieser sehr häufig auftretenden Zwiespältigkeit keine unerwartete oder gar überraschende Beobachtung, sondern stuft diese sogar als zu erwarten ein. Begründet wird dies einerseits durch einen ökonomischen Standpunkt. Das Verhalten des Menschen wird durch Einschränkungen und Kosten gelenkt, das heißt Menschen versuchen „ihren Nutzen in Hinsicht auf gegebene Präferenzen und unter Berücksichtigung ihrer Handelsrestriktionen zu maximieren“ (Franzen 1995). Ein Individuum wird sich in Situationen, die Entscheidungen erfordern, immer diejenige Option wählen, die ihm oder ihr vermutlich maximalen Nutzen im Sinne von Wohlbefinden oder Anerkennung versprechen. Überträgt man dieses Konstrukt nun auf Umweltverhalten, so wird klar, dass die Präferenzen der Menschen positiv gegenüber der Umwelt sind, solange keine oder keine zu hohen Kosten dafür anfallen bzw. die gesellschaftliche Anerkennung dafür hoch genug ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels ein und verdeutlicht anhand von Statistiken und Karikaturen die Schere zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten.

2. Umweltsoziologie und ihre Relevanz: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Umweltsoziologie bei der Verknüpfung theoretischer Erkenntnisse mit der Erarbeitung praktischer Lösungen für Umweltprobleme.

3. Umweltbewusstsein versus Umweltverhalten: Probleme und Diskrepanzen: Es wird analysiert, warum Menschen trotz eines hohen Umweltbewusstseins häufig umweltschädlich handeln und welche Rolle ökonomische Kosten und individuelle Nutzenmaximierung dabei spielen.

4. Alternative Ansätze im individuellen Umwelthandeln: Dieses Kapitel diskutiert, inwiefern Umwelthandeln nicht nur individuelles Verhalten ist, sondern als systemische Aufgabe zur Umstrukturierung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen verstanden werden sollte.

5. Akteure und deren Einfluss im Umweltdiskurs: Die Rolle von Massenmedien und Politik als prägende Akteure, die Umweltthemen in der Gesellschaft definieren und beeinflussen, wird hier kritisch hinterfragt.

6. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert die Komplexität der Thematik und betont die Dringlichkeit, individuelles Handeln mit gesellschaftlichem Engagement zu vereinen, um ökologische Katastrophen zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Umweltsoziologie, Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Klimawandel, Diskrepanz, strukturelle Überforderung, Massenmedien, Politik, Umweltgerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Umweltproblematik, Individuum, Gesellschaft, Handlungsspielraum, ökologisches System.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem soziologischen Phänomen, dass Menschen zwar ein Bewusstsein für Umweltprobleme haben, ihr tatsächliches Verhalten jedoch oft nicht nachhaltig ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und Handeln, die Rolle der Umweltsoziologie, strukturelle Hürden des Umwelthandelns sowie der Einfluss von Akteuren wie Medien und Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die klaffende Lücke zwischen Wissen und Handeln zu identifizieren und aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Akteure und systemische Veränderungen zu nachhaltigerem Umwelthandeln beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Erhebungen, um das komplexe Verhältnis zwischen Gesellschaft und Umwelt zu durchleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für das umweltschädliche Handeln der Individuen, erörtert den Begriff der "strukturellen Überforderung" und untersucht den diskursiven Einfluss von Akteuren auf die Bevölkerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Umweltsoziologie, strukturelle Überforderung, Diskrepanz, Klimawandel, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Diskurs geprägt.

Was versteht man unter dem Begriff "strukturelle Überforderung"?

Dies ist ein von Grunwald geprägter Sammelbegriff für Probleme wie das Wissens-, Bewertungs- und Mobilisierungsproblem, die es Individuen erschweren, konsequent ökologisch zu handeln.

Welche Rolle spielen die Massenmedien bei Umweltfragen?

Medien fungieren als Akteure, die Umweltprobleme definieren, Szenarien überspitzen und dadurch die Verunsicherung in der Bevölkerung lenken sowie Verantwortung auf verschiedene Akteure verteilen.

Warum ist das "Umweltgerechtigkeits"-Konzept für die Arbeit relevant?

Es verdeutlicht, dass Umweltbelastungen sozial ungleich verteilt sind und besonders einkommensschwache Bevölkerungsschichten unter den Konsequenzen menschgemachter Umweltschäden leiden.

Wie verändert sich die Definition von "Umwelthandeln" im letzten Teil der Arbeit?

Umwelthandeln wird weg vom individuellen Verzicht hin zu einer Reflexion der Funktionsbedingungen von Teilsystemen definiert, um Druck auf Institutionen auszuüben und ökologische Handlungsmuster zu erzwingen.

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Résumé des informations

Titre
Umweltbewusstsein versus Umweltverhalten
Sous-titre
Akteure und deren Einfluss im Umweltdiskurs
Université
LMU Munich  (Soziologie)
Cours
Umweltsoziologie „Ökologische Kommunikation“
Note
1,8
Auteur
Andrada Davisca (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
19
N° de catalogue
V500577
ISBN (ebook)
9783346039996
ISBN (Livre)
9783346040008
Langue
allemand
mots-clé
Umwelt Umweltbewusstsein Umweltdiskurs Umweltsoziologie Klimawandel Umweltschutz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andrada Davisca (Auteur), 2017, Umweltbewusstsein versus Umweltverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/500577
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Extrait de  19  pages
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