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Jugend im Nationalsozialismus. Manifestationen des NS-Erziehungsideals in Schulbüchern

Title: Jugend im Nationalsozialismus. Manifestationen des NS-Erziehungsideals in Schulbüchern

Lesson Plan , 2018 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: John Schulze (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Die Indoktrination, Vereinnahmung und Instrumentalisierung der Jugend war eine wichtige Komponente der nationalsozialistischen Ideologie. Politische Zielsetzung des Regimes war dabei die "Erziehung zur Volksgemeinschaft, Aufopferungsbereitschaft, Wehrhaftigkeit und Vorrang von körperlicher Ertüchtigung gegenüber geistiger Bildung" (Struck 2015). Hitler hatte diese bildungspolitische Ausrichtung schon in seiner Propagandaschrift "Mein Kampf" an verschiedenen Stellen dargelegt.

Hitlers Ausführungen und Absichten wurden in Schulbüchern, wie auch populärkulturellen Gütern wie Filmen oder Spielzeug integriert, um Kinder und Jugendliche zu beeinflussen und sie zu Konformität zum NS-Regime zu erziehen. Zielsetzung der nationalsozialistischen Propaganda war dabei unter anderem, durch umfassende Durchdringung des Alltags von Kinder und Jugendlichen in Schule und Hitlerjugend auch etwaige gegenläufige Erziehungsideale des Elternhauses oder anderer Einflussfaktoren zu korrumpieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Formale Angaben

2. Lerngruppenbeschreibung

3. Reihenstruktur

4. Sachanalyse

5. Didaktische Begründung der Reihe

6. Lernziele / Leitfragen / Konkretisierung der Standards

7. Tabellarischer Planungsaufriss

8. Begründung der Grundlegenden methodischen Entscheidungen

9. Antizipierte Schwierigkeiten und Handlungsalternativen

10. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit entwickelt einen geschichtsdidaktischen Unterrichtsentwurf, der untersucht, wie das NS-Regime durch Schulbücher und gezielte Indoktrination versuchte, die Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu instrumentalisieren. Ziel ist es, bei Schülern ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein sowie die Fähigkeit zur kritischen Analyse manipulativer Mechanismen zu fördern.

  • Analyse der nationalsozialistischen Erziehungsideale
  • Untersuchung von Indoktrinationsmechanismen in historischen Schulbüchern
  • Förderung multiperspektivischen Denkens und kritischer Urteilsfähigkeit
  • Transfer globalgeschichtlicher Ansätze auf nationale Diktaturvergleiche
  • Entwicklung von Kompetenzen zur Quellenkritik und Dekonstruktion von Propaganda

Auszug aus dem Buch

4. Sachanalyse

Die Indoktrination, Vereinnahmung und Instrumentalisierung der Jugend war eine wichtige Komponente der nationalsozialistischen Ideologie. Politische Zielsetzung des Regimes war dabei die "Erziehung zur Volksgemeinschaft, Aufopferungsbereitschaft, Wehrhaftigkeit und Vorrang von körperlicher Ertüchtigung gegenüber geistiger Bildung (Struck 2015)." Hitler hatte diese bildungspolitische Ausrichtung schon in seiner Propagandaschrift Mein Kampf an verschiedenen Stellen dargelegt, beispielweise im 2. Kapitel des 2. Bandes "Der Staat":

Gerade unser deutsches Volk, das heute zusammengebrochen den Fußtritten der anderen Welt preisgegeben daliegt, braucht jene suggestive Kraft, die im Selbstvertrauen liegt. Dieses Selbstvertrauen aber muß schon von Kindheit auf dem jungen Volksgenossen anerzogen werden. Seine gesamte Erziehung und Ausbildung muß darauf angelegt werden, ihm die Überzeugung zu geben, anderen unbedingt überlegen zu sein. Er muß in seiner körperlichen Kraft und Gewandtheit den Glauben an die Unbesiegbarkeit seines ganzen Volkstums wiedergewinnen (Hitler 1943, S. 456).

Dezidierte Vorstellungen hatte Hitler auch zur Erziehung von Mädchen, wenn auch zu einem abweichenden Zweck:

Analog der Erziehung des Knaben kann der völkische Staat auch die Erziehung des Mädchens von den gleichen Gesichtspunkten aus leiten. Auch dort ist das Hauptgewicht vor allem auf die körperliche Ausbildung zu legen, erst dann auf die Förderung der seelischen und zuletzt der geistigen Werte. Das Ziel der weiblichen Erziehung hat unverrückbar die kommende Mutter zu sein(Hitler 1943, S. 459–460).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Formale Angaben: Festlegung der Rahmenbedingungen für den Unterrichtsentwurf, inklusive Klassenstufe, Zeitumfang und das konkrete Stundenthema.

2. Lerngruppenbeschreibung: Analyse der Zusammensetzung und des Leistungsniveaus des Grundkurses Geschichte der 12. Klasse sowie deren methodischer Vorkenntnisse.

3. Reihenstruktur: Detaillierte tabellarische Übersicht der zehn Unterrichtseinheiten mit den jeweiligen Stundenthemen und zu erreichenden Kompetenzen.

4. Sachanalyse: Wissenschaftliche Untersuchung der nationalsozialistischen Indoktrinationsziele unter Einbezug von Primärquellen wie Hitlers Mein Kampf.

5. Didaktische Begründung der Reihe: Einordnung der Unterrichtsreihe in den Rahmenlehrplan sowie Erläuterung der Zielsetzungen bezüglich Multiperspektivität und Geschichtsbewusstsein.

6. Lernziele / Leitfragen / Konkretisierung der Standards: Definition der zentralen Fragestellung sowie Konkretisierung der angestrebten Lernstandards im Sinne des Rahmenlehrplans.

7. Tabellarischer Planungsaufriss: Zeitlich gegliederte Übersicht der geplanten Lehrer- und Schüleraktivitäten sowie deren fachdidaktische Begründung.

8. Begründung der Grundlegenden methodischen Entscheidungen: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, insbesondere der Arbeit mit Originalquellen statt reiner Darstellung.

9. Antizipierte Schwierigkeiten und Handlungsalternativen: Reflexion möglicher Probleme, wie der vorschnellen Bewertung von NS-Propaganda als „unglaubwürdig“, und Strategien zur Differenzierung.

10. Anhang: Arbeitsblatt für die Schüler zur quellenkritischen Analyse im Unterricht.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Indoktrination, NS-Erziehung, Schulbücher, Geschichtsunterricht, Propaganda, Volksgemeinschaft, Quellenanalyse, Multiperspektivität, Zeitzeugenberichte, Medienkompetenz, NS-Ideologie, Hitlerjugend, Geschichtskultur, Diktatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem Unterrichtsentwurf für die 12. Klasse, der aufzeigt, wie das NS-Regime durch die gezielte Indoktrination mittels Schulbüchern versuchte, Kinder und Jugendliche für seine Ideologie zu instrumentalisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Analyse nationalsozialistischer Bildungsvorstellungen, die Rolle von Schulbüchern als Propagandamedien und die Förderung kritischer Kompetenzen bei Schülern im Umgang mit historischen Quellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, Schülern durch die Dekonstruktion von NS-Propaganda in Schulbüchern zu verdeutlichen, wie totalitäre Regime das Denken beeinflussen, und damit ihre demokratische Urteilsfähigkeit zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein quellenkritischer Ansatz verfolgt, bei dem die Analyse von historischen Primärquellen (Schulbücher, Hitler-Texte) im Vordergrund steht, ergänzt durch multiperspektivische Diskussionen im Plenum.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der NS-Ideologie, eine didaktische Begründung der Unterrichtsreihe, eine tabellarische Verlaufsplanung sowie eine Reflexion über methodische Entscheidungen und mögliche Schwierigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Indoktrination, NS-Erziehungsideale, Quellenkritik, Geschichtsbewusstsein und Manipulation charakterisiert.

Warum wird im Entwurf besonders auf das Buch "Mein Kampf" eingegangen?

Hitlers Schrift dient als theoretische Grundlage, um die bildungspolitischen Leitlinien der Nationalsozialisten und deren später manifestierte Umsetzung in Schulbüchern direkt nachvollziehen zu können.

Welchen Stellenwert nimmt der "Tabellarische Planungsaufriss" ein?

Er dient als operative Umsetzungshilfe, die zeitlich strukturiert darlegt, welche didaktische Funktion die einzelnen Arbeitsschritte der Stunde vom Einstieg bis zur Sicherung haben.

Wie soll mit der Gefahr umgegangen werden, dass Schüler NS-Propaganda als "platt" oder "unglaubwürdig" abtun?

Der Autor schlägt vor, die Lebenswelt der damaligen Jugendlichen zu thematisieren, um ein tieferes Verständnis für die Wirkmacht der Indoktrination und die Zwangslagen der historischen Akteure zu entwickeln.

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Details

Title
Jugend im Nationalsozialismus. Manifestationen des NS-Erziehungsideals in Schulbüchern
College
Free University of Berlin  (Fachbereich Didaktik der Geschichte)
Grade
1,3
Author
John Schulze (Author)
Publication Year
2018
Pages
11
Catalog Number
V501021
ISBN (eBook)
9783346050052
ISBN (Book)
9783346050069
Language
German
Tags
jugend nationalsozialismus manifestationen ns-erziehungsideals schulbüchern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
John Schulze (Author), 2018, Jugend im Nationalsozialismus. Manifestationen des NS-Erziehungsideals in Schulbüchern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501021
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