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Parteienfinanzierung aus finanztheoretischer Sicht am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland

Title: Parteienfinanzierung aus finanztheoretischer Sicht am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Das Mitwirken politischer Parteien am Regierungsprozess, die Möglichkeit der Wahl von Parteien und die Vertretung unterschiedlicher Interessen durch Parteien gehört ohne Zweifel zu einer der wichtigsten Partizipationsmöglichkeiten der Bürger am politischen Geschehen. Parteien sind als Element des politischen Systems beispielsweise in der Bundesrepublik Deutschland nicht nur im Grundgesetz verankert, sie gehören auch zur politischen Kultur des Landes.
Die Notwendigkeit einer fairen Parteienfinanzierung richtet sich entscheidend nach der Bedeutung von Parteien für den Regierungsprozess.
Die Finanzierung von politischen Parteien muss ihren Funktionen gerecht werden, aber welche öffentlichen Funktionen erfüllen Parteien genau, welche privatwirtschaftlichen Strukturen gibt es daneben bei Parteien und welche Regelungen einer ökonomisch sinnvollen Finanzierung müssten entsprechend greifen?
In dieser Ausarbeitung wird der Frage nachgegangen, in wie weit die Finanzierungspraxis politischer Parteien ökonomischen Prinzipien folgt. Dabei wird der Schwerpunkt auf die finanztheoretische Betrachtung von Parteienfinanzierung anhand eines Paradigmas gelegt und auf die Parteienfinanzierung in Deutschland, als ein Land westlichen Demokratieverständnisses mit einer ausgeprägten Parteienstruktur, adaptiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Einbindung der Parteien in den politischen Prozess und ihre Stellung im politischen System – Grundlage für eine staatliche Parteienfinanzierung

2. Das System der bundesdeutschen Parteienfinanzierung – Regelungen und Probleme

3. Finanztheoretisch geleitete Parteienfinanzierung als ökonomisches Ideal

3.1 Ökonomische Grundprinzipien zur Herleitung einer finanztheoretisch geleiteten Parteienfinanzierung

3.1.1 Private und kollektive Güter

3.1.2 Theorie der Parafiski

3.2 Das Paradigma einer finanztheoretisch geleiteten Parteienfinanzierung

4. Parteienfinanzierung in Deutschland – Ein ökonomisches System?

Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Finanzierungspraxis politischer Parteien in Deutschland unter Anwendung finanztheoretischer Prinzipien. Das zentrale Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit das bestehende Finanzierungssystem ökonomischen Anforderungen gerecht wird und ob eine theoretische Übereinstimmung zwischen dem ökonomischen Ideal und der praktischen Umsetzung existiert.

  • Analyse der Rolle politischer Parteien im Regierungsprozess
  • Finanztheoretische Betrachtung von Parteien als parafiskalische Institutionen
  • Unterscheidung und Zuordnung von allgemeinen Kollektivgütern, Gruppenkollektivgütern und privaten Gütern
  • Überprüfung der Parteienfinanzierung in Deutschland anhand des Prinzips der institutionellen Kongruenz
  • Bewertung der Mischfinanzierung (Staat, Spenden, Mitgliedsbeiträge) als ökonomisches System

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Private und kollektive Güter

Als Akteure auf privaten und öffentlichen Märkten korrespondieren die parteitheoretischen Sichtweisen mit den Eigenschaften, der von den Parteien angebotenen Gütern.

Es handelt sich dabei um allgemeine Kollektivgüter, Gruppenkollektivgüter und um private Güter.

Darunter ist zu verstehen, dass Parteien in einem marktwirtschaftlichen Kontext Güter anbieten, die entweder der gesamten Gesellschaft zukommen (allgemeine Kollektivgüter), bestimmten Gruppen innerhalb der Gesellschaft zukommen (Gruppenkollektivgüter) oder in Konkurrenz zu anderen Anbietern stehen (private Güter).

Gregor van der Beek liefert eine Definition für Güter, die sich in ökonomischer Diktion an die von Parteien bereitgestellten Güter und Leistungen anlehnt. Demnach sind allgemeine Kollektivgüter „Güter, bei denen über alle Mitglieder einer Grundgesamtheit [...] ,Nichtrivalität im Konsum‘ und gleichzeitig ,Nichtgeltung des Ausschlußprinzips‘ vorliegt“.

Gruppenkollektivgüter definiert van der Beek als Kollektivgüter, „die auf bestimmte Gruppenkollektive begrenzt sind“.

Private Güter dagegen zeichnen sich dadurch aus, dass „Rivalität des Konsums vorliegt und das Ausschlussprinzip gilt“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Bedeutung politischer Parteien für den Regierungsprozess und Skizzierung der Forschungsfrage zur ökonomischen Rechtfertigung der Parteienfinanzierung.

1. Die Einbindung der Parteien in den politischen Prozess und ihre Stellung im politischen System – Grundlage für eine staatliche Parteienfinanzierung: Erläuterung der verfassungsrechtlichen Rolle der Parteien in der Bundesrepublik Deutschland und Begründung ihres Anspruchs auf staatliche Mittel.

2. Das System der bundesdeutschen Parteienfinanzierung – Regelungen und Probleme: Darstellung der aktuellen Finanzierungsquellen, der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der kritischen Punkte im bestehenden System.

3. Finanztheoretisch geleitete Parteienfinanzierung als ökonomisches Ideal: Herleitung eines normativen ökonomischen Modells unter Verwendung von Güterklassifikationen und der Theorie der Parafiski.

4. Parteienfinanzierung in Deutschland – Ein ökonomisches System?: Zusammenfassende Evaluation der tatsächlichen deutschen Finanzierungspraxis anhand des zuvor entwickelten ökonomischen Ideals.

Schlüsselwörter

Parteienfinanzierung, Politische Parteien, Finanztheorie, Kollektivgüter, Private Güter, Parafiski, Demokratie, Regierungsbildung, Institutionelle Kongruenz, Mischfinanzierung, Staatliche Teilfinanzierung, Politische Willensbildung, Parteienrecht, Ökonomische Prinzipien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomische Sinnhaftigkeit der Finanzierung politischer Parteien in Deutschland unter Einbeziehung finanztheoretischer Modelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verfassungsrolle der Parteien, die Einordnung der von Parteien angebotenen Leistungen als ökonomische Güter sowie die Kritik und Legitimation staatlicher Parteienfinanzierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Prüfung, ob das derzeitige deutsche Parteienfinanzierungssystem ökonomisch fundierten Idealen entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine finanztheoretische Analyse, basierend auf dem Modell der institutionellen Kongruenz nach Gregor van der Beek.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Güterarten (allgemeine Kollektiv-, Gruppenkollektiv- und private Güter) und wendet diese Klassifikation auf die praktische Finanzierungspraxis in Deutschland an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Parteienfinanzierung, Kollektivgüter, Parafiski und institutionelle Kongruenz.

Welche Rolle spielt die Theorie der Parafiski?

Die Theorie der Parafiski rechtfertigt die Erhebung steuerähnlicher Abgaben durch Institutionen, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen, was auf politische Parteien angewendet wird.

Was ist das Ergebnis der Analyse der deutschen Finanzierungspraxis?

Die Autorin kommt zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass die deutsche Mischfinanzierung aus Staat, Spenden und Beiträgen den ökonomischen Idealvorgaben erstaunlich nahekommt.

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Details

Title
Parteienfinanzierung aus finanztheoretischer Sicht am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Sozialwissenschaftliches Institut)
Course
Parteienfinanzierung
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V50103
ISBN (eBook)
9783638463980
ISBN (Book)
9783640492114
Language
German
Tags
Parteienfinanzierung Sicht Beispiel Bundesrepublik Deutschland Parteienfinanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, Parteienfinanzierung aus finanztheoretischer Sicht am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50103
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