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War Ludwig II. ein König, der seine Sexualität auslebte?

Title: War Ludwig II. ein König,  der seine Sexualität auslebte?

Term Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sabrina Wachter (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Die Arbeit beschäftig sich mit der Sexualität König Ludwig II. von Bayern. Es wird die Frage untersucht, inwiefern Ludwig seine Sexualität auslebte beziehungsweise ausleben wollte. Dabei wird auf mehrere Beziehungen des Königs sowohl zu Frauen als auch zu Männern eingegangen. Es werden nicht nur Aussagen von Zeitzeugen, wie die Autoren Gottfried von Böhm und Ernst von Bomhard, sondern auch das Verhalten des Königs beleuchtet. Eine wichtige Rolle spielen auch seine Briefe, in denen er seine Gefühle ausdrückte, sowie sein Tagebuch, in das er von Dezember 1869 bis Dezember 1885 seine Erlebnisse niederschrieb.

„Ein ewiges Rätsel will ich bleiben mir und anderen.“ Das schrieb der Märchenkönig Ludwig II. von Bayern. Dieser Wunsch betraf auch seine Sexualität, die uns in heutiger Zeit eigentlich genau so wenig etwas angehen dürfte, wie zu Lebzeiten Ludwigs, und doch hat diese eine entscheidende Bedeutung für das Verhalten des Königs. Es gibt verschiedene Begründungen und Theorien, doch Beweise hat man kaum, ebenso wenig wie Gegenbeweise. Ludwigs Anhänger wollen nichts von einer angeblichen Homosexualität hören, ihrer Meinung nach sei er ein unbestreitbar heterosexueller König gewesen, der ab und an Schwierigkeiten hinsichtlich Beziehungen zu Frauen gehabt habe, für Männern habe er nicht mehr als freundschaftliche Gefühle gehabt. Und dennoch gibt es Gerüchte über eine angebliche Homosexualität des Königs von Bayern, die von den unterschiedlichsten Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten stammten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ludwig und die Frauen

2.1 Herzogin Sophie Charlotte von Bayern

2.2 Schauspielerin Lila von Bulyowsky

3. Männerfreundschaften

3.1 Paul von Thurn und Taxis

3.2 Richard Hornig

4. Sexualität des Königs von Bayern

4.1 Zeitzeugen

4.2 Verhalten

4.3 Tagebuch

4.4 Briefe

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Sexualität des bayerischen Königs Ludwig II. und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern er diese im Laufe seines Lebens tatsächlich auslebte oder ausleben wollte. Hierbei werden sowohl seine Beziehungen zu Frauen als auch seine Männerfreundschaften einer kritischen Analyse unterzogen.

  • Analyse der Liebesbeziehung und Verlobung mit Herzogin Sophie Charlotte von Bayern
  • Untersuchung der Zuneigung zu der Schauspielerin Lila von Bulyowsky
  • Betrachtung der emotionalen Bindungen zu Paul von Thurn und Taxis sowie Richard Hornig
  • Auswertung von Zeitzeugnissen, Tagebuchaufzeichnungen und privaten Briefen des Königs

Auszug aus dem Buch

C. Über Männer

Ganz anders war das mit den Männern, deren Nähe er sichtlich genoss. Doch natürlich fanden diese Beziehungen stets heimlich statt, wobei die Öffentlichkeit so gut wie Bescheid wusste und mit vorgehaltener Hand darüber sprach. Im Dezember 1865 wurde es kurzzeitig gefährlich für den König, da Justizminister Eduard von Bomhard den Kabinettssekretär Pfistermeier warnte,

»Es gehe…in Franken und Schwaben das Gerede, Seine Majestät…triebe mit den beiden Reitknechten [Joseph und Ludwig Völk] unzüchtige Handlungen, Seine Majestät sei ein Spinatstecher [damalige Bezeichnung für einen Mann, der gleichgeschlechtlichen Verkehr ausübte] und benütze hiezu [sic] den einen dieser beiden Brüder Völk…es werfe ein schiefes Licht auf den König, daß er so viel und so ausschließlich mit Reitknecht Völk umgehe; es habe sich auch…namentlich in Ober- und Unterfranken das Gerücht verbreitet, der König stehe in unerlaubtem Umgang mit Männern, ja man höre dieses Gerücht sogar schon im Marstalle«76.

Beweise aber gab es für diese Anschuldigungen nicht und so ist es schwer zu sagen, ob etwas Wahres daran ist. Über die Brüder Völk ist nur sehr wenig übermittelt worden, wodurch es nur noch schwerer wird, dieses Gerücht zu bewerten. Sicher sei aber, dass vor allem Joseph Völk sich zweifellos Ludwigs besonderer Gunst und Zuneigung erfreut haben soll. Oberstallmeister Otto von Lerchenfeld jedoch war sich sicher und zeigte die beiden Brüder Völk wegen Notzucht an, doch die Anklage wurde fallen gelassen. Sprach man Ludwig auf die Anschuldigung an, so habe er laut Franz von Pfistermeier stets gelogen, der folglich ebenfalls wenigstens von einem wahren Kern des Gerüchts ausging.77

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Sexualität Ludwigs II. und Darlegung des methodischen Vorgehens anhand von Briefen, Tagebüchern und Zeitzeugenberichten.

2. Ludwig und die Frauen: Untersuchung der gescheiterten Verlobung mit Sophie Charlotte von Bayern sowie des intensiven Verhältnisses zur Schauspielerin Lila von Bulyowsky.

3. Männerfreundschaften: Analyse der prägenden Beziehungen zu Paul von Thurn und Taxis sowie Richard Hornig, die den Kern von Ludwigs homoerotischen Neigungen bilden.

4. Sexualität des Königs von Bayern: Detaillierte Auseinandersetzung mit der sexuellen Orientierung des Königs durch Auswertung von Tagebucheinträgen, Briefen und Berichten von Zeitzeugen.

5. Schluss: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Einbeziehung der inneren Zerrissenheit des Monarchen zwischen persönlichem Begehren und gesellschaftlichen Zwängen.

Schlüsselwörter

Ludwig II., Bayern, Sexualität, Homosexualität, Liebesbeziehungen, Männerfreundschaften, Sophie Charlotte von Bayern, Richard Hornig, Paul von Thurn und Taxis, Tagebuch, Briefe, Märchenkönig, Zeitzeugen, Hofleben, Bi-Sexualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sexuellen Ausrichtung von König Ludwig II. von Bayern und untersucht, wie er mit seiner Veranlagung in seinem privaten und öffentlichen Leben umging.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Ludwigs Umgang mit seinen weiblichen Verehrerinnen, seine tiefen Freundschaften zu Männern sowie die psychologische Belastung durch seine unterdrückte Sexualität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie Ludwig II. seine Sexualität tatsächlich auslebte oder ob er dies aufgrund von Schuldgefühlen oder gesellschaftlichen Normen lediglich im Geheimen bzw. in Gedanken vollzog.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer historischen Quellenanalyse, bei der primäre Quellen wie private Briefe, Tagebuchaufzeichnungen des Königs und Berichte zeitgenössischer Zeitzeugen ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die konkreten Beziehungen zu Frauen und Männern, dokumentiert die verschiedenen Phasen seiner sexuellen Selbstfindung und untersucht, wie er diese in Briefen und im Tagebuch reflektierte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Ludwig II., Homosexualität, Bi-Sexualität, Liebesbriefe, Tagebuch, Männerfreundschaften und die Zerrissenheit des Monarchen.

Warum spielt das Tagebuch eine so wichtige Rolle für die Analyse?

Das Tagebuch dient als unmittelbares Dokument seiner inneren Konflikte, in denen er seine homoerotischen Neigungen einerseits als Sünde verflucht, diese aber andererseits immer wieder thematisiert.

Wie bewertet der Autor die Beziehung zu Richard Hornig?

Die Beziehung zu Hornig wird als eine der bedeutendsten im Leben des Königs dargestellt, die weit über eine rein platonische Freundschaft hinausging und von Ludwig als eine Art „wahre Liebe“ betrachtet wurde.

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Details

Title
War Ludwig II. ein König, der seine Sexualität auslebte?
College
University of Education Weingarten
Course
»Deutsche Frage« des 19. Jahrhunderts
Grade
1,3
Author
Sabrina Wachter (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V501305
ISBN (eBook)
9783346031945
ISBN (Book)
9783346031952
Language
German
Tags
ludwig könig sexualität märchenkönig neuschwanstein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Wachter (Author), 2018, War Ludwig II. ein König, der seine Sexualität auslebte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501305
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