Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Gottes Bund mit Noach und somit dem Ende der Flutgeschichte im 1. Buch Mose. Dabei habe ich den Text, wie bereits erwähnt, als Abschluss der Flutgeschichte betrachtet und mir die Frage gestellt, welches Verständnis der Schöpfung hier deutlich gemacht wird.
Als Vergleichstexte habe ich zum einen die Einheitsübersetzung und zum anderen die Übersetzung der Züricher Bibel verwendet. Weiterhin habe ich mich mit dem Biblischen Kommentar zum Alten Testament, dem Kommentar "Vor uns die Sintflut" von Erich Bosshard-Nepustil und einem Zürcher Bibelkommentar beschäftigt.
An erster Stelle werde ich meinen Ersteindruck zu dem Text aus der Einheitsübersetzung stellen und daraufhin werde ich die Einheitsübersetzung mit der Übersetzung der Zürcher Bibel vergleichen und eine Übersetzungskritik formulieren.
Dann werde ich eine Analyse des Textes mit der Gliederung bzw. dem Aufbau des Textes, textanalytischen Beobachtungen und einer sprachlichen Analyse durchführen, darauffolgenden die Interpretation des Textes. Und zum Schluss werde ich ein Fazit ziehen.
Bei der eigentlichen Exegese von Genesis 9, 1-17 sowie bei meinem Ersteindruck und der Übersetzungskritik werde ich mich ausschließlich auf die Einheitsübersetzung beziehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Text
2.1 Ersteindruck
2.2 Übersetzung des Textes/Textvorstellung
2.2.1 Einheitsübersetzung
2.2.2 Zürcher Bibel
2.3 Übersetzungsvergleich
2.4 Literarischer Zusammenhang
3 Zur Analyse des Textes
3.1 Gliederung und Aufbau des Textes
3.2 Textanalytische Beobachtungen
3.3 Sprachliche Analyse
4 Gesamtinterpretation des Textes
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine exegetische Analyse von Genesis 9, 1-17 durchzuführen, um das dort vermittelte Verständnis der Schöpfung nach der Flutgeschichte zu ergründen. Dabei wird untersucht, wie Gott durch den Bund mit Noach eine neue Ordnung etabliert und welche Bedeutung dem Menschen in diesem Kontext zukommt.
- Exegetische Untersuchung von Genesis 9, 1-17
- Vergleichende Analyse der Einheitsübersetzung und Zürcher Bibel
- Der Bundesschluss als Neuanfang der Schöpfungsordnung
- Die ethische Dimension des Schutzes menschlichen und tierischen Lebens
- Die Rolle des Regenbogens als Zeichen des ewigen Bundes
Auszug aus dem Buch
3.2 Textanalytische Beobachtungen
Das bedeutendste Motiv in Gen. 9, 1-17 ist der Bogen mit den Wolken, der als Zeichen des Bundes zwischen Gott und allen Lebewesen am Himmel erscheint. (vgl. Gen. 9, 12 „Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen.“, Gen. 9, 13-16).
Gott ist in diesem Abschnitt der einzige, der etwas sagt, aber nicht die einzige Person die eine Rolle spielt. Außerdem spielt auch Noach eine Rolle. Er hatte von Gott den Auftrag erhalten auf der Arche, die er bauen sollte, von jedem Tier ein Männchen und ein Weibchen vor der Flut zu retten. In Gen. 9, 1-17 hatte er diesen Auftrag erfolgreich ausgeführt und bekam nun noch Anweisungen von Gott. Zu dem ist Noach der Mensch, welcher als Stellvertreter aller Menschen, mit Gott den Bund eingeht und besiegelt. In Gen. 9, 1 und Gen. 9, 8 werden in jeweils einem Nebensatz auch Noachs Söhne erwähnt, diese spielen aber für die eigentliche Handlung keine Rolle.
Bei der Erzählung liegt eine Zeitdeckung vor. Dies bedeutet, dass die Erzählzeit1 und die erzählte Zeit2 gleich sind. Um den Text zu lesen benötigt man lediglich einige Minuten, genauso lange wie Gott benötigt, um dieses Gespräch mit Noach zu führen.
Es liegt zu dem eine Externe Fokalisierung vor. Das bedeutet, das der Erzähler nur das beschreibt, was er sieht. Er weiß demnach nicht, was die einzelnen Personen denken und hat einen beschränkten Wissenshorizont. Dies gleicht dem neutralen Erzähler.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Rahmen der Exegese im Kontext der Vorlesung Einführung in das Alte Testament und legt die methodische Vorgehensweise sowie die verwendeten Vergleichstexte dar.
2 Der Text: Dieses Kapitel enthält den Ersteindruck, die verschiedenen Bibelübersetzungen sowie einen detaillierten Übersetzungsvergleich und den literarischen Zusammenhang des Abschnitts.
3 Zur Analyse des Textes: Hier werden die Gliederung, der Aufbau, textanalytische Beobachtungen sowie eine sprachliche Analyse des untersuchten Bibelabschnitts vorgenommen.
4 Gesamtinterpretation des Textes: Dieses Kapitel interpretiert die Bedeutung des Schöpfungssegens, der neuen Gebote und des ewigen Bundes Gottes mit der Menschheit.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass sich Gott trotz der Sündhaftigkeit der Welt explizit zu seiner Schöpfung bekennt und einen ewigen Bund mit den Menschen geschlossen hat.
Schlüsselwörter
Genesis 9, Exegese, Bund Gottes, Noach, Flutgeschichte, Schöpfung, Schöpfungssegen, Urgeschichte, Einheitsübersetzung, Zürcher Bibel, Bundeszeichen, Regenbogen, Ebenbildlichkeit, Lebensschutz, Gnadenverfügung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Hausarbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der biblischen Passage Genesis 9, 1-17, die den Bund Gottes mit Noach nach der Sintflut thematisiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind der Bundesschluss, die Wiederherstellung der Schöpfungsordnung nach der Flut, die ethischen Gebote zum Schutz des Lebens sowie das Verhältnis zwischen Gott, Mensch und Tier.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Exegese des Textes zu klären, welches Verständnis der Schöpfung und des Bundes nach dem Zusammenbruch der alten Weltordnung hier expliziert wird.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Verfasserin nutzt eine textanalytische Methode, die einen Vergleich zwischen der Einheitsübersetzung und der Zürcher Bibel beinhaltet, sowie eine Untersuchung der literarischen Struktur und sprachlicher Besonderheiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Textanalyse (Gliederung, sprachliche Analyse) und eine tiefergehende Gesamtinterpretation des Textes im Kontext der Urgeschichte.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Bundesschluss, Schöpfung, Ebenbildlichkeit, Lebensschutz, Gnadenverfügung und das Zeichen des Bogens.
Warum wird im Text so viel Wert auf den Vergleich der Übersetzungen gelegt?
Der Vergleich verdeutlicht durch unterschiedliche Wortwahlen (z.B. bevölkern vs. füllen oder ballen vs. heraufziehen), wie verschiedene Nuancen in der Übersetzung das Verständnis des göttlichen Willens beeinflussen können.
Welche Rolle spielt der Regenbogen in der Interpretation der Autorin?
Der Bogen fungiert als sichtbares Zeichen des ewigen Bundes, das sowohl den Menschen als auch Gott selbst an das Friedensversprechen und die Grenzsetzung der Schöpfungsordnung erinnert.
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- Sarah Tresselt (Autor:in), 2017, Exegese von Genesis 9, 1-17. Der Bund Gottes mit Noah, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501309