Die Bedeutung von elektronischem Geld im Alltag


Hausarbeit, 2018
89 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 Elektronisches Geld

3 Qualitative Forschung
3.1 Forschungsinteresse
3.2 Forschungsdesign
3.2.1. Forschungsfrage
3.2.2. Stichprobenauswahl
3.2.3. Forschungsmethode
3.3 Datenerhebung
3.3.1. Narratives Interview
3.3.2. Gesprächsaufbau
3.3.3. Transkription
3.4 Datenauswertung - Kodierung

4 Forschungsergebnisse
4.1 Interview 1 - LL
4.2 Interview 2 - FS
4.3 Interview 3 - FF
4.4 Interview 4 - PS
4.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4.6 Hypothesenbildung

5 Fazit und Handlungsempfehlung

Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ablaufmodell des narrativen Interviews

Abbildung 2: Karikatur für den Intervieweinstieg

Abbildung 3: Leitfaden für das Gespräch

Abbildung 4: Ablaufplan der qualitativen Inhaltsanalyse

Abbildung 5: Präferenzprofil LL (Modernes E-Geld)

Abbildung 6: Präferenzprofil FS (Modernes E-Geld)

Abbildung 7: Präferenzprofil FF (Modernes E-Geld)

Abbildung 8: Präferenzprofil PS (Modernes E-Geld)

Abbildung 9: Hypothesenbildung anhand der Kategorien

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Stichprobenübersicht

Tabelle 2: Ausschnitt des Transkriptes

Tabelle 3: Heatmap: Anzahl Nennungen gesamt und Positiv-Anteil

Tabelle 4: Hypothesenbildung anhand der Kategorien

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Heutzutage ist alles mit allem und jeder mit jedem vernetzt. Die Welt entwickelt sich rasant. Globalisierung und Digitalisierung sind die treibenden Kräfte dieser Entwick­lung. Und genau diese zwei Faktoren beeinflussen den Alltag in vielerlei Hinsicht. Dazu gehört auch der Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Elektronisches Geld (E- Geld) spielt eine immer größere Rolle im Alltag. Alleine die Anzahl an bargeldlosen Transaktionen ist innerhalb der EU von 2013 bis 2017 um etwa 30% gestiegen.[1]

1.1 Problemstellung

Schaut man sich die Pro-Kopf-Transaktionen im bargeldlosen Zahlungsverkehr 2017 an, stellt man fest, dass sich Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld be­wegt.[2] Obwohl E-Geld also insgesamt an Bedeutung und immer größerer Nutzung ge­winnt, scheint der Trend bei den Deutschen nicht sehr ausgeprägt zu sein. So sind bei­spielsweise die skandinavischen Länder Vorreiter auf dem Gebiet. Bargeld ist dort eine Rarität. Blickt man wiederrum auf Deutschland, sieht es ganz anders aus. Hierzulande kann man nämlich behaupten, Vorreiter des Bargeldes zu sein, denn im europäischen Vergleich hat kein anderes Land durchschnittlich so viel Bargeld im Portemonnaie.[3]

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit begutachtet die Bedeutung des elektronischen Geldes in Deutschland. Es soll aufgezeigt werden, inwiefern die Verwendung beeinflusst wird und wie die verschiedenen Arten von E-Geld bei den Deutschen angesehen werden. Dazu wird für den Leser zunächst einmal im zweiten Kapitel ein Grundwissen zum Thema E-Geld geschaffen. Auf dieser Basis erfolgt dann der hier gewählte qualitative Forschungsansatz. Dieser wird im dritten Kapitel detailliert erläutert, indem der Aufbau, Inhalt und die Durchführung der Forschung illustriert werden. Daraus resultierende Er­gebnisse und dessen Interpretation erfolgen im vierten Kapitel. Das letzte Kapitel be­fasst sich mit einem zusammenfassenden Blick auf das Forschungsprojekt und erarbei­tet daraus eine Handlungsempfehlung.

2 Elektronisches Geld

Geld stellt zunächst Vermögen wertmäßig dar und dient im weiteren Sinne zur Zahlung im Austausch gegen Güter oder Dienstleistungen. Vereinfacht könnte man auch sagen, dass Geld dem kommerziellen Zweck dient. Betrachtet man unsere Märkte, die kom­merziell orientiert sind und wo es in hohem Maße einen Austausch gibt, erkennt man, dass Geld ebenfalls in hohem Maße zirkuliert.[4] Die einzige Bedingung, die Geld mit sich bringt, ist die der Verständlichkeit. Das Objekt „Geld“ soll keine eigene Bedeutung haben; es stellt schlicht ein Medium dar.[5] Daher resultieren auch die heutigen Münzen und Geldscheine, die an sich keinen hohen materiellen Wert aufweisen. Aber neben dem bekannten Bargeld gibt es auch andere Medien, die das Vermögen wertmäßig dar­stellen und als Zahlungsmittel fungieren: Elektronisches Geld.

Elektronisches Geld findet seinen Ursprung in den 1980er Jahren. Damals gab es schon Buchgeld, also Forderungen auf Bargeld. Damit transferierte man auf dem Papier grö­ßere Summen ohne mit Bargeld in Berührung zu kommen. Die Bewegungen fanden in den Büchern der Banken statt. Das Einführen von Überweisungen, Lastschriften, Schecks und vor allem der Kartenzahlungen führte schließlich zur Elektronifizierung des Buchgeldes. E-Geld wurde massentauglich und diese Transaktionsarten sind heute noch sehr verbreitet.[6]

Mit den Jahren kamen immer mehr Arten von elektronischem Geld hinzu. Das Ende der 1990er gegründete Unternehmen PayPal ist einer der Vorreiter von Online­Bezahldiensten. Es interagiert zwischen Unternehmen und Kunden als Intermediär; heißt, es transferiert Geld zwischen den beiden Parteien. Genauso wurden auch Bankge­schäfte immer mehr online ausgelagert. Durch Electronic Banking (E-Banking), auch bekannt als Online-Banking, können Bankkunden ihre Geschäfte am Computer oder am Smartphone erledigen und müssen so keine Bankfiliale mehr betreten. Beide, sowohl E- Banking als auch Dienstleister wie PayPal, sind nicht nur im Business-to-Customer- Geschäft tätig, sondern auch im Peer-to-Peer-Geschäft (P2P-Geschäft). Sie ermöglichen direkte Zahlungen unter Menschen, welche, im Gegensatz zu klassischen Überweisun­gen, in Echtzeit erfolgen. Aber auch Überweisungen wandeln sich zurzeit. Durch die Instant Payments-Methode, die das Single Euro Payments Area (SEPA) -Verfahren er- setzen soll, werden künftig auch Standardüberweisungen in Echtzeit durchgeführt.[7]

Hinzu gesellen sich Mobile Payments (MP), welche dem Nutzer ermöglichen sollen Zahlungen im stationären Handel über das Smartphone durchzuführen. Dadurch werden mitgeführte Karten und Bargeld überflüssig. Für Händler attraktiv sind die geringeren Transaktionskosten gegenüber der Abwicklung von Kartenzahlungen (vor allem Kre­ditkarten).[8] Nennenswerte Dienstleister hierbei sind Apple Pay und Google Pay.

Banken arbeiten, abgesehen von neuen Verfahren wie dem SEPA-Ersatz Instant Pay­ments, auch an weiteren Technologien, die dem Endnutzer den Alltag vereinfachen sol­len. Hierzu zählt das kontaktlose Bezahlen. Das erfolgt über die EC-Karte, indem diese kurz auf das Gerät gelegt wird, ohne Eingabe des PINs. Das nicht mehr notwendige Einstecken der EC-Karte resultiert somit in Bequemlichkeit und Schnelligkeit.[9]

Erwähnenswerte Technologien sind außerdem noch die Kryptowährungen. Diese wer­den nicht, wie bei anderen Währungen üblich, von Staaten bzw. Banken ausgegeben. Stattdessen werden über die sogenannte Blockchain Währungseinheiten, bspw. Bitcoin, generiert und in Umlauf gebracht. Dies geschieht auf direkte Weise unter den Nutzern über den eigenen Computer oder das eigene Smartphone. Somit handelt es sich um eine vollkommen digitale Währung.[10]

3 Qualitative Forschung

In diesem Kapitel wird, wie in Kapitel 1.2 erwähnt, der Aufbau, der Inhalt und die Durchführung des hier angewandten qualitativen Forschungsansatzes beschrieben.

3.1 Forschungsinteresse

Die qualitative Forschung soll auf die Bedeutung des E-Geldes im Alltag schließen. Ziel ist es, herauszufinden welche Bedeutung den verschiedenen Arten von E-Geld zu­kommt. Es wird kein konkretes Unternehmen oder eine konkrete soziale Gruppe be­trachtet, um so einen möglichst tiefen Einblick in die Gesellschaft zu erlangen.

3.2 Forschungsdesign

Nachfolgend werden die im Forschungsprojekt eingesetzten Methoden erläutert. Dabei ist die Forschung an den von Philipp Mayring entworfenen Postulaten der qualitativen Forschung angelehnt. Diese werden im weiteren Verlauf benannt und dessen Beachtung dargestellt.

3.2.1. Forschungsfrage

Die vorher definierte Forschungsfrage soll den Kern einer qualitativen Forschung bil­den. Das erste Postulat richtet den Fokus auf den Menschen selbst. Es gilt vordergrün­dig die individuellen Sichtweisen abzubilden.[11] usgangsfrage hier ist die Bedeutung des E-Geldes im Alltag. Da das Ziel einen möglichst tiefen Einblick in die Gesellschaft zu erlangen ist, in der einzelne Sichtweisen eine Rolle spielen, wird das erste Postulat berücksichtigt. Auf die Stichprobenauswahl, also die Forschungssubjekte, wird im nächsten Kapitel näher eingegangen.

3.2.2. Stichprobenauswahl

Um dem zweiten Postulat Mayrings gerecht zu werden, muss neben den bereits erklär­ten Hintergründen der Forschungsfrage, auch eine Analyse und eine Deskription des Gegenstandsbereiches erfolgen.[12] Die Stichproben wurden im Vorfeld zur Forschung bereits festgelegt und entsprechen somit dem Theoretical Sampling aus der Grounded Theory.[13] Auf die Grounded Theory als Forschungsmethode wird im nächsten Kapitel detaillierter eingegangen.

Um ein möglichst breites Bild der Gesellschaft zu erlangen, wurden die Stichproben möglichst heterogen gewählt. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Geschlechter gleichermaßen vertreten sind. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl war das Alter. Es wurde beabsichtigt ein Alter zu treffen, das zwischen der Generation Y und der Genera­tion Z liegt, da diese Altersgruppe zu beiden Generationen Bezugspunkte aufweist. Au­ßerdem wurde danach gewählt wie viel Kontakt zu Mitmenschen und zu elektronischem Geld vorhanden ist.

Die nachfolgende Tabelle stellt den Stichprobenplan mit den dazugehörigen Kriterien dar, wobei die Stichproben anonymisiert sind:

Tabelle 1: Stichprobenübersicht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

3.2.3. Forschungsmethode

Ein Forschungsprojekt sollte die Gütekriterien Validität, Reliabilität und Objektivität beinhalten. Die qualitative Forschung hat jedoch einen subjektiven Ansatz und versucht auf induktivem Wege Hypothesen zu spezifizieren. Außerdem besagt das dritte Postulat nach Mayring, dass qualitative Forschung nicht offen sei und eine Interpretation erfor­dert.[14] Um diesen entgegenstehenden Anforderungen gerecht zu werden, wurde als Forschungsmethode die Grounded Theory, auch als gegenstandbezogene Theoriebil­dung bekannt, gewählt. „[Die] gegenstandsbezogene Theoriebildung geht davon aus, dass der Forscher während der Datensammlung theoretische Konzepte, Konstrukte, Hy­pothese entwickelt, verfeinert und verknüpft, sodass Erhebung und Auswertung sich überschneiden”[15]

3.3 Datenerhebung

Die Datenerhebung ist ein zentrales Element innerhalb der qualitativen Forschung. Da die Bedeutung von E-Geld auf die Gesellschaft bezogen werden soll und Beobachtun­gen in diesem Sinne sehr zeitintensiv wären, wurde als Datenerhebungsmethode das Interview gewählt. Darauf wird im nächsten Kapitel näher eingegangen. Ebenfalls wird in den weiteren Unterkapiteln der Gesprächsaufbau bzw. -verlauf, sowie das Festhalten der Interviews, die Transkription, näher erklärt.

3.3.1. Narratives Interview

Es wurde als Datenerhebungsmethode das narrative Interview gewählt, da dies keine standardisierte Variante darstellt und so der freie Redefluss gefördert wird. Ein systema­tisches Abfragen zum Thema wird somit vermieden. Aus den Erzählungen sollen so übergreifende Zusammenhänge sichtbar gemacht werden, wobei das Interview so auf­gebaut wird, dass der Interviewer selbst kaum interveniert, sondern viel mehr als Stütze fungiert. Einen grundsätzlichen Ablauf gibt es somit nicht.[16] Vielmehr wurde ein Leit­faden erarbeitet, welcher dem Ablaufmodell des narrativen Interviews gerecht werden soll:

Abbildung 1: Ablaufmodell des narrativen Interviews

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an May ring, P., Sozialforschung, 2016, S. 75

Dabei wird im Gespräch lediglich die Erzählung angeregt und mittels gezielter, offen gestellter Fragen, der roten Faden eingehalten. Ist die Intention des Interviewenden nicht klar ersichtlich, wurde nach der subjektiven Bewertung des Erzählten gefragt. So wird sichergestellt, dass schwer abfragbare subjektive Sinnesstrukturen dem Forscher nicht enthalten bleiben.[17] Auf den, diesem Forschungsprojekt zugeschnittenen, Leitfa­den wird im nächsten Kapitel intensiver eingegangen.

3.3.2. Gesprächsaufbau

Beim Interview selbst kommt der Wahl des Ortes eine wichtige Rolle zu. Nach dem vierten Postulat nach Mayring sind humanwissenschaftliche Forschungsobjekte immer innerhalb eines natürlichen und alltäglichen Umfeldes zu untersuchen. Deshalb wur- den die Forschungssubjekte an einem ihnen bekannten und vertrauten Ort untersucht.[18] Dabei wurde kein berufliches Umfeld gewählt, um so zu vermeiden, dass die For­schungsfrage überwiegend auf die eigene Person und dem Berufsbild bezogen wird. Im Vordergrund stand nämlich der Bezug zu den Mitmenschen und somit ein gesamthafter Blick auf die Gesellschaft.

[...]


[1] Siehe Anhang I

[2] Siehe Anhang II

[3] Vgl. Tyborski, R., Bargeldloses Schweden, 2018

[4] Vgl. Peters, S., Geld, 2017, S. 57

[5] Vgl. ebd, S. 56

[6] Vgl. Judt, E. Dematerialisierung von Geld, 2018, S. 29

[7] Vgl. Holtmann, M., Sekundenschnelle Verarbeitung, 2018, S. 18f

[8] Vgl. Hierl, L., Mobile Payment, 2017, S. 45f

[9] Vgl. Judt, E., Dematerialisierung von Geld, 2018, S. 31

[10] Vgl. Rosenberger, P., Bitcoin und Blockchain, 2018, S. 1f

[11] Vgl. Mayring, P., Sozialforschung, 2016, S. 20

[12] Vgl. Ebd., S. 21

[13] Vgl. Baur, N., Blasius, J., Handbuch Sozialforschung, 2014, S. 49

[14] Vgl. Mayring, P., Sozialforschung, 2016, S. 22

[15] Ebd., S. 103

[16] Vgl. Mayring, P., Sozialforschung, 2016, S. 72f

[17] Vgl. ebd., S. 74

[18] Vgl. Mayring, P., Sozialforschung, 2016, S. 22

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung von elektronischem Geld im Alltag
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
89
Katalognummer
V501356
ISBN (eBook)
9783346050236
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung, geld, alltag
Arbeit zitieren
Fabio Scali (Autor), 2018, Die Bedeutung von elektronischem Geld im Alltag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501356

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