Identitätstheoretische Didaktik und das KUKUK-Konzept. Ein Vergleich


Essay, 2019
4 Seiten, Note: 15 Punkte

Leseprobe

KUKUK – Konzept VS. Identitätstheoretische Didaktik

In dieser Arbeit geht es um den Vergleich, mit dem KUKUK – Konzept und der identitätstheoretischen Didaktik. Um dieses vorab wirklich festlegen zu können, ob das KUKUK- Konzept wirklich auf der identitätstheoretischen Didaktik, aufbaut, gilt es vorab zu klären, was Identität wirklich ist und wie die identitätstheoretische Didaktik funktioniert und was das KUKUK- Konzept besagt und bedeutet. Daher wird in diesen folgenden Punkten, die Klärungen der Begriffe erfolgen. Durch diese lassen sich die Vergleiche der wesentlichen Komponente der identitätstheoretischen Didaktik, auf das KUKUK-Konzept vergleichen.

Die Identität, ist das, was ein Individuum unverwechselbar, unterscheidbar und für alle Personen einzigartig macht. Diese unverwechselbaren Daten bestehen aus drei Kombinationen, der Objektiven Identität, die aus dem objektiven, unvoreingenommenen Wissen über eine Person bestehen. Des Weiteren, besteht sie aus der Subjektiven Identität, die aus dem Metabild besteht und sich darin äußert, wie wir uns wahrnehmen, wie wir von anderen Personen wahrgenommen werden wollen oder auch denken wahrgenommen zu werden. Darüber hinaus, besteht die Personalität, als Einzige Kombination, von Geburt an. Sie zeichnet sich durch das Geschlecht, Charakter und Anlagen aus. Die Identität besteht nicht von Geburt an, sie entwickelt sich und wird durch unterschiedliche Einflüsse geprägt1.

Die identitätstheoretische Didaktik, setzt dort an, wo die Identität durch unterschiedliche Einflüsse, geprägt wird und sich dadurch Entwickelt. Dabei ist es das Ziel des modernen Identitätsbegriffes, die Entwicklung der Identität einer Person, positiv zu beeinflussen und somit den Erwartungshorizonten gesetzten, Eigenschaften in seinen Handlungsweisen zu adaptieren (z.B. Pünktlichkeit, Einhaltung von Normen und Werten uvm.)2.

Diese didaktische Theorie, nutzt drei unterschiedliche Ebenen des didaktischen Handelns um die Identität beeinflussend zu prägend und zu fördern. Indem der Lehrer, gezielt die Ebenen des didaktischen Handelns einsetzt (wie Realbegegnungen, Repräsentationen und Reflexionen), kann der Lehrer den Lernenden, mit dem Thema des Lerninhaltes konfrontieren. Durch die didaktischen Handlungsebenen und damit dem Einsetzen von verschiedenen Materialien (Verständigung, Gegenstände, Inhalte und Beziehungen), kann sich der Lernende mit dem Inhalt vergleichen oder in Beziehung setzen (durch Verständigung), aus den entstehenden Sinneseindrücken, zieht der Lernende Schlussfolgerungen (durch Lernmaterialien). Das Ergebnis dessen, setzt sich durch gezieltes Wissen von Symbolen in Interaktion zusammen und fördert des bekannten Wissens der Inhalte zusammen, die dadurch erweitert Reflektiert werden. Durch diesen Erwerb von Wissen von Symbolen in Interaktion in Beobachtung von Verhaltensweisen, setzt sich der Lernende mit dem Lerninhalt in Beziehung und passt sein Verhalten an.3.

Die Realbegegnungen des didaktischen Handels, zeichnen sich dadurch aus, dass der Lernende eine Situation in der Gegenwart erlebt, die ihn zu der Auseinandersetzung des Themas anregt. Diese Realbegegnungen, können durch verschiedene Methoden, geweckt werden, wie: Neugierde (der Lernende kommt mit einem eigenen Wissenswunsch), Kommunikation (durch Beziehung, Kommunikation und Interaktion), Expression (in Form von Selbstausdruck, Ausdrucksweisen, Austausch von Ausdrucksaktion und –Reaktion und Ausdrücke erleben, die meist musischer Natur sind), Untersuchungen (durch Untersuchungen die ohne Vorwissen, vor Ort, in seiner Vielfalt und mit allen Sinnen durchgeführt werden) und durch Experimentieren (die durch mehr oder weniger spontane versuche, mit allen Sinnen ergründen ergründet werden)4.

Durch die Auseinandersetzung, des Themas über die Ebenen des didaktischen Handelns und den didaktischen Handlungsebenen, sammelt der Lernende, unterschiedliche Eindrücke, die er in Form von Konstrukten in seinem Wirklichkeitskonstrukt aufnimmt. Diese werden beispielsweise als Objekt in der Realität, von allen Lernenden gleichgesehen und unterschiedlich wahrgenommen. Durch diese Darstellungen und durch den Austausch von Informationen zu einem gemeinsamen Symbol, kann unter diesen Theoretischen Bezug, ein Austausch von Wissen über eine Bezeichnung von Symbolen erweitert werden5.

Mit dieser Auseinandersetzung durch den Lernenden mit den Lerninhalten, geht die identitätstheoretische Didaktik, davon aus, dass der Lernende im Vorfeld eine kritische Lebensphase durchlebt hat und daher die Biografiezität des Lernenden gegeben ist. In diesem Bezug zum Thema, hatte der Lernende also bereits im Vorfeld durch Identitätsvergewisserung (Reflexion und Interaktionellen Austausch), den Wunsch zur Neuorientierung, durch erweitern seines Wissens. Der Lernende hat so den Wunsch um Dinge lernen zu wollen, was auch anders nicht möglich ist6. Weiter gehen die theoretischen Ansätze, davon aus, dass der Lernende, für sich selbst ein verantwortliches, individuelles Lernen gestaltet7.

Die daraus entstehende Brauchbarkeit, der Lerninhalte, werden in seiner Subjektidentität, durch Reflexion und Interaktion mit anderen Personen im Selbstbild, gestaltet. Also, wie möchte der Lernende, dass erlernte in seinen zukünftigen verhalten adaptieren und somit auf andere wirken. Zu dieser Braubarkeit, zählt es, dass die Lerninhalte, Generative Themen beinhaltet in der sich der Lernende mit den seinen Modernitätskrisen auseinandersetzen kann8.

So funktioniert auch das Kukuk (Konfliktbewältigung – Kooperation) Konzept, das ein Bildungsangebot für Menschen mit Lernschwierigkeiten, einen Beitrag für die Erweiterung der beruflichen Handlungskompetenz darstellt. KUKUK besagt, wie die identitätstheoretische Didaktik, in der Kritischen Lebensphase, einen kritischen Punkt der Biografie und macht ihn daher für die Lernenden brauchbar. In dem KUKUK – Konzept, ist die Zielgruppe, Menschen mit Lernschwierigkeiten benannt, die bereits in integrative Kindergärten und Schulen aufgewachsen sind und daher den Wunsch nach einer beruflichen Zukunft hegen. Dieser Bildungsweg, der Integration endet allerdings für viele, in der WfbM. Da sich die Zielgruppe des KUKUK-Konzeptes, mit dieser Lebenskrise bereits auseinandersetzt, ist diese Grundbasis des identitätstheoretischen Lernens gegeben, da das KUKUK-Konzept auf speziell diesen beruflichen Bildungsweg aufbaut und die Menschen, mit Lernschwierigkeiten, auf den ersten Arbeitsmarkt zu intrigieren beabsichtigt9.

Weiter werden in dem KUKUK- Konzept, Arbeitsassistenzen beschrieben, die auf die Realbegegnungen abzielen, in dem von bereits erfolgreichen Umsetzungen aus den USA in den 80`ziger Jahren berichtet wird, dabei wird beschrieben, dass das Konzept sich auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Lernenden, orientiert sowie des Betriebes für den sich der Lernende Interessiert. So kann das Konzept, beide in die identitätstheoretische Didaktik miteinbeziehen, da beide Parteien, voneinander und miteinander Lernen. Die Realbegegnung, besteht also darin, in dem beide voreinander und miteinander vor realen Schwierigkeiten und Hürden gestellt werden und Unterstützung durch einen Assistenten erhalten. So werden Lernreize die von realen Situationen einer betrieblichen Umgebung mit Dienstleistungsprozessen oder ähnlichem, genutzt. Das KUKUK- Konzept, besagt, dass diese Realbegegnungen nicht zu simulieren und zu ersetzen sind10.

[...]


1 (Vgl. Lange; Unterricht, 24.05.2019)

2 (ebd)

3 (ebd)

4 (ebd)

5 (ebd)

6 (Vgl. Siebert, H. (1996))

7 (Vgl. Lange; Unterricht, 24.05.2019)

8 (ebd)

9 (Vgl. Klüssendorf, Löbel & Thätner (2004); S.6)

10 (ebd)

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Identitätstheoretische Didaktik und das KUKUK-Konzept. Ein Vergleich
Note
15 Punkte
Autor
Jahr
2019
Seiten
4
Katalognummer
V501512
ISBN (eBook)
9783346039798
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Bildung formt unsere Identität und auch umgedreht, in dieser Hausarbeit wird dies mit fachlichen Belegen, Praktisch dargestelt
Schlagworte
Identitätstheoretische Didaktik
Arbeit zitieren
Sissy Dahler (Autor), 2019, Identitätstheoretische Didaktik und das KUKUK-Konzept. Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501512

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