Diese Arbeit beschäftigt sich mit den gegenwärtigen Chancen und Risiken, die mit dem E-Bike Trend im Allgemeinen einhergehen. Des Weiteren wird mittels Online-Umfrage die Situation eines Fahrradhändlers genauer analysiert.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand der Chancen und Risiken des E-Bike Trends zusammenzufassen, und durch die Online-Umfrage neue Erkenntnisse zu liefern. Anhand einer quantitativen Umfrage sollen die E-Bike-Kunden genauer analysiert werden, um Korrelationen und/oder Unabhängigkeiten mit den allgemeinen Chancen und Risiken des E-Bike Trends aufzuzeigen.
Der Aufbau dieser Arbeit sieht dabei folgendermaßen aus: Kapitel 2 bringt die theoretischen Grundlagen der E-Bikes näher, um dem Leser eine allgemeine Verständlichkeit über das Forschungsobjekt zu verschaffen. In Kapitel 3 soll durch Analyse des E-Bike-Marktes, sowie dem Käuferprofil und den Kaufgründen eine Übersicht über die Verbreitung und Relevanz der E-Bikes gegeben werden. Kapitel 4 und 5 verdeutlichen auf dieser Grundlage die Risiken und Chancen des Trends, denen der E-Bike-Markt und -Fahrer ausgesetzt sind. In Kapitel 6 wird das Vorgehen der empirischen Umfrage, sowie deren Ergebnisse erläutert, bevor in Kapitel 7 eine Zusammenfassung der Ergebnisse, inklusive Ausblick, erfolgt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen von E-Bikes
3 Daten & Fakten & Zahlen
3.1 E-Bike Markt allgemein
3.2 Käuferprofil von E-Bikes
3.3 Gründe für den Trend
4 Risiken des E-Bike Trends
4.1 Verkehrssicherheit
4.2 Tuning
5 Chancen des E-Bike Trends
5.1 Umweltentlastungspotenzial
5.2 Dienstfahrrad-Leasing
5.3 Gesundheitliche Effekte
5.4 Demographischer Wandel
6 Empirische Umfrage
6.1 Forschungsfrage
6.2 Untersuchungsdesign
6.3 Untersuchungsmethodik & Datenerhebung
6.4 Umfrageergebnisse
7 Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zu Chancen und Risiken des E-Bike-Trends zusammenzufassen und durch eine quantitative Online-Umfrage unter Kunden eines spezifischen Zweiradbetriebs neue Erkenntnisse über deren Zufriedenheit und Nutzungsverhalten sowie Substitutionspotenziale im Vergleich zum Auto oder ÖPNV zu gewinnen.
- Analyse des E-Bike-Marktes und aktueller Käuferprofile
- Untersuchung sicherheitsrelevanter Risiken, insbesondere durch E-Bike-Tuning
- Bewertung ökologischer und gesundheitlicher Potenziale des E-Bike-Einsatzes
- Betrachtung förderlicher Rahmenbedingungen wie Dienstfahrrad-Leasing
- Empirische Validierung von Kundenmeinungen und Markttrends
Auszug aus dem Buch
4.2 Tuning
Aufgrund der gesetzlichen Geschwindigkeitsbegrenzung von Pedelecs auf 25km/h neigen Pedelec-Besitzer häufig dazu, ihr Pedelec mit illegalen Hilfsmitteln zu manipulieren um höhere Spitzengeschwindigkeiten zu erreichen. Um diesem Ziel nachzukommen bedienen sich Pedelec-Besitzer verschiedenen Methoden, die grundsätzlich in 2 Bereiche eingeteilt werden können:
1. Einbau zusätzlicher Hardware:
Bei der gängigsten Variante der Pedelec-Manipulation durch Hardwaremodifikationen, wird das Tachosignal mittels spezieller USB-Sticks oder Platinen, die in den Kabelbaum oder die Elektronik gesetzt werden halbiert, wodurch die Begrenzung auf 25km/h umgangen wird.
2. Manipulation der Software:
Mittels Softwareeingriff, der dauerhaft oder mit dem Smartphone erfolgt, können Tretunterstützungen bis zu 75km/h freigeschaltet werden (vgl. ZWEIRADMECHANIKER-HANDWERK, 2017).
Anbieter der Tuning-Kits sichern sich dabei auf den Bestellwebseiten rechtlich mit Bemerkungen wie „"Die Tuning-Box darf nicht im Straßenverkehr oder im Wirkungsbereich der StVO betrieben werden" oder: "Die Verwendung ist nur auf Privatgelände zulässig." rechtlich ab (vgl. Weißenborn, 2019).
Das Tuning führt zu einem deutlich erhöhten Unfall- und Verletzungsrisiko, des Weiteren sind die negativen Folgen von materialschädigender Natur. Allgemein gilt, dass die Lebensdauer der Komponenten reduziert wird, was besonders den Elektromotor, sowie den Akku betrifft. Durch den höheren Stromverbrauch kommt es folglich auch zu einem kritischen Anstieg der Betriebstemperatur, worauf die Bauteile nicht ausgelegt sind. Darüber hinaus treten durch die höheren Fahrgeschwindigkeiten Kräfte auf das Pedelec, die in der Konstruktion nicht berücksichtigt wurden. Antriebselemente sind somit einem höheren Verschleiß ausgesetzt und Zahnbrüche an Zahnkränzen oder Kettenblättern können beispielsweise auftreten. Rahmenbrüche an Schweißnähten oder Vorderradgabel- Lenkerbrüche werden ebenfalls provoziert. Besonders preisgünstige Pedelecs, mit geringeren Sicherheitsreserven, sind hier risikobehaftet (vgl. ZWEIRADMECHANIKER-HANDWERK, 2017, pp. 1, 2).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Boom des E-Bike-Marktes ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, Chancen und Risiken durch Literaturanalyse und eine Kundenumfrage zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen von E-Bikes: Hier werden Definitionen sowie technische Grundlagen der verschiedenen E-Bike-Kategorien, wie Pedelec und S-Pedelec, erläutert.
3 Daten & Fakten & Zahlen: Dieses Kapitel liefert eine Marktübersicht, analysiert Käuferprofile und beleuchtet die primären Gründe für den E-Bike-Trend.
4 Risiken des E-Bike Trends: Es werden Sicherheitsaspekte im Verkehr sowie die gravierenden Gefahren und rechtlichen Konsequenzen von E-Bike-Tuning thematisiert.
5 Chancen des E-Bike Trends: Die ökologischen Vorteile, Gesundheitsaspekte, das Potenzial des Dienstfahrrad-Leasings und die Bedeutung des demographischen Wandels werden hier analysiert.
6 Empirische Umfrage: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Online-Umfrage, die Forschungsfrage und präsentiert die detaillierten Ergebnisse der Befragung.
7 Fazit & Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich E-Bike, Tuning und Infrastruktur.
Schlüsselwörter
E-Bike, Pedelec, S-Pedelec, Verkehrssicherheit, E-Bike-Tuning, Dienstfahrrad-Leasing, Umweltentlastung, Klimabilanz, Gesundheit, Demographischer Wandel, Marktanteil, Elektromobilität, Kundenumfrage, Substitutionspotenzial, Zweiradbranche
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem aktuellen E-Bike-Boom und untersucht dabei kritisch die damit einhergehenden Chancen und Risiken für Nutzer, Umwelt und den Handel.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen Marktstatistiken, technologische Grundlagen, verkehrsrechtliche und sicherheitstechnische Risiken (insb. Tuning), ökologische sowie gesundheitliche Vorteile und die empirische Untersuchung von Kundenzufriedenheit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Forschungsstand zu Chancen und Risiken zusammenzufassen und durch eine eigene Online-Umfrage zu validieren, ob Kunden eines spezifischen Zweiradbetriebs ähnlich zufrieden sind wie im gesamtmarktlichen Kontext.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine quantitative Online-Umfrage zur empirischen Datenerhebung bei Kunden eines Zweiradbetriebs.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Marktanalyse, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Risiken wie Tuning, eine Darstellung ökologischer und gesundheitlicher Potenziale sowie die methodische Durchführung und Auswertung der empirischen Umfrage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind E-Bike, Pedelec, Verkehrssicherheit, E-Bike-Tuning, Klimabilanz, Dienstfahrrad-Leasing und Kundenzufriedenheit.
Welche Folgen hat E-Bike-Tuning laut dieser Arbeit?
Tuning führt zu erheblichen Sicherheitsrisiken, schnellerem Verschleiß der Komponenten, Verlust von Herstellergarantien und kann rechtlich als Straftat oder Ordnungswidrigkeit eingestuft werden, was sogar den Verlust der Gewerbeerlaubnis für Betriebe nach sich ziehen kann.
Wie korrelieren die Umfrageergebnisse mit dem allgemeinen Markt?
Die Ergebnisse zeigen eine hohe Übereinstimmung mit der allgemeinen Marktsituation, sowohl bei der Geschlechter- und Altersstruktur der Käufer als auch bei der Beliebtheit der Modellgruppen wie City- und Trekkingbikes.
Welches Substitutionspotenzial bieten E-Bikes gegenüber dem Auto?
Die Umfrage ergab, dass über zwei Drittel der Befragten das E-Bike nutzen, um seltener auf das Auto zurückzugreifen, was ein hohes Substitutionspotenzial im Sinne einer emissionsarmen Mobilität bestätigt.
- Arbeit zitieren
- Maximilian Haverbeck (Autor:in), 2019, Chancen und Risiken des E-Bike Trends, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501651