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Narrative des Rechtspopulismus und der Klimawandel

Título: Narrative des Rechtspopulismus und der Klimawandel

Trabajo Escrito , 2019 , 35 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Philipp Höffken (Autor)

Ciencias ambientales
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Was bedeuten die Begriffe Populismus und Klimaskeptizismus eigentlich und wie schlägt sich das in der Argumentation populistischer Politiker nieder? Diese Arbeit unternimmt den Versuch, am Beispiel von Positionen der AfD populistische Narrationsstrukturen im Hinblick auf das Thema "Klimawandel" herauszuarbeiten. Dies geschieht anhand diskurs- sowie narrationsanalytischer Ansätze, mittels derer versucht wird, die Geschichten und Erzählungen, die hinter der Diskussion stehen, zu analysieren und die Strukturen herauszuarbeiten, um das Phänomen Populismus auf kommunikativer Ebene exemplarisch greifbarer und verstehbarer zu machen.

In einer zusehends unübersichtlichen, globalisierten Welt, scheint ein Bedürfnis nach einfachen Antworten auf grundsätzlich komplexe Fragen zu bestehen. Donald Trump, der Brexit sowie nationalistische und populistische Bewegungen in Europa stehen beispielhaft für eine Weise, jenes Bedürfnis zu bedienen, das unter dem Schlagwort "Populismus" subsumiert wird. Populisten bedienen sich einer bestimmten argumentativen Palette, die sich insbesondere aus einem proklamierten Gegensatz zwischen "Volk" und "Elite" oder dem "Eigenen" und dem "Fremden" speist sowie eine starke Emotionalisierung der Politik, insbesondere über sprachliche Mittel, betreibt.

Auch der Klimawandel ist hier zum Feld populistischer Versuche Diskurse mitzubestimmen geworden, die mit vorwiegend "klimaskeptischen" Positionen aufwarten. In Deutschland geschieht dies leiser und bislang weniger wirkmächtig als etwa in den USA, wo mit Trump ein Präsident regiert, der den Klimawandel als ein wirtschaftspolitisches Kampfinstrument der Chinesen bezeichnete. Doch auch hierzulande werden ähnliche Stimmen lauter. Die Weltordnung westlicher Prägung, so scheint es, gerät zusehends von innen unter Druck.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klimaskeptizismus – Definition und Abgrenzung

2.1 Kategorien des Klimaskeptizismus

2.2 Argumentationslinien

2.3 Klimaskeptizismus in der deutschen Politik

2.4 Hintergrund der deutschen Klimawandelleugner-Szene

3. Typologie des Populismus

4. Narrative Diskursanalyse am Beispiel des Klimawandels

4.1 Der Diskursbegriff

4.2 Was sind Narrative?

4.3 Populistische Narrationen des Klimawandels am Beispiel der AfD

5. Diskursanalytische Betrachtung ausgewählter Bundestagsbeiträge

5.1 Der argumentative Kern

5.2 Die Blaupause rechtspopulistischer Narrationen

5.3 Beliebigkeit der Inhalte

6. Fazit & Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie rechtspopulistische Akteure – konkret am Beispiel der AfD – das Thema Klimawandel nutzen, um populistische Erzählstrukturen zu etablieren, und welche Funktionen diese Narrationsmuster im politischen Diskurs erfüllen.

  • Analyse populistischer Argumentationsmuster im Kontext des Klimawandels
  • Definition und Kategorisierung von Klimaskeptizismus
  • Untersuchung der narrativen Diskursanalyse als Methode zur Identifikation von Welt- und Wertemodellen
  • Inhaltsanalyse von Bundestagsreden zur Aufdeckung populistischer Narrative
  • Überprüfung der Wirkmächtigkeit und Beliebigkeit populistischer Erzählformen

Auszug aus dem Buch

Narrative Diskursanalyse am Beispiel des Klimawandels

Zur Analyse der Fallbeispiele werde ich Methoden heranziehen, die sich auf den Diskursbegriff stützen und allgemein als Diskursanalysen - und daran anknüpfende Narrationsanalysen - geläufig sind. Dazu grenze ich zunächst die Begriffe Diskurs und Narration ein, um darauffolgend Beispiele aus Wahlprogrammen der AfD und Redebeiträgen von AfD-Politikern vorzustellen, die die zuvor eingeführten Merkmale und Kriterien von Klimaskeptizismus sowie Populismus erfüllen und dabei eine narrative Struktur aufweisen.

Der Sozialwissenschaftler Nico Grasselt (2016, S. 36 ff) sieht den heute gängigen Diskursbegriff aufgrund der sich ausdifferenzierenden sozialwissenschaftlichen Teildisziplinen und der schwierigen interdisziplinären Zusammenführung verschiedener Theorien nicht als einheitliches Theoriekonstrukt. Allerdings „erfreuen sich Studien mit diskurstheoretischen Zugängen dennoch zunehmender Beliebtheit“, weil im Grunde Konsens darüber besteht, dass kollektiv geformte „symbolische Sinnsysteme oder Wissensordnungen“ die Beziehungen der Menschen zur Welt vermitteln und Diskurse dabei Versuche - also intentionale Bedeutungszuschreibungen eines Akteurs – sind, diese zu stabilisieren und/oder zu beeinflussen mit dem Ziel eine „kollektiv verbindliche Wissensordnung in einem sozialen Ensemble zu institutionalisieren.“

Dabei unterscheidet er nach der Reichweite der Bedeutungszuschreibungen drei Diskurstypen (S. 37):

• „Typ eins bezieht sich auf einen „interaktiven“ verbalen Austausch und somit auf „dialogische“ Handlungen zwischen zwei Menschen.

• Typ zwei beschreibt einen Wissensaustausch, der sich auf eine bestimmte Summe an Informationen oder Texten zu einem bestimmten Problem oder einem Thema bezieht, aber nicht direkt zwischen einzelnen Individuen stattfinden muss.

• Typ drei beschreibt einen weiter gefassten Diskursbegriff, der die öffentlich ausgetragene Auseinandersetzung über gesellschaftlich relevante Metathemen beinhaltet. Dies entspricht der gängigen Vorstellung eines politischen Diskurses.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Klimawandels als Feld populistischer Argumentation ein und skizziert das Forschungsziel, populistische Narrationsstrukturen am Beispiel der AfD zu analysieren.

2. Klimaskeptizismus – Definition und Abgrenzung: Das Kapitel definiert Klimaskeptizismus und kategorisiert verschiedene Ausprägungen, von der Leugnung des menschengemachten Klimawandels bis hin zur Kritik an klimapolitischen Instrumenten.

3. Typologie des Populismus: Hier werden zentrale Konzepte und Merkmale des Populismus dargelegt, insbesondere das antagonistische Verhältnis zwischen "Volk" und "Elite" sowie der Populismus als Diskurspraxis.

4. Narrative Diskursanalyse am Beispiel des Klimawandels: Dieses Kapitel führt die methodischen Grundlagen der narrativen Diskursanalyse ein und erläutert, wie Narrative als ordnende Erzählmuster funktionieren.

5. Diskursanalytische Betrachtung ausgewählter Bundestagsbeiträge: Es erfolgt die inhaltliche Analyse von AfD-Redebeiträgen, wobei der argumentative Kern, die populistische Blaupause und die inhaltliche Beliebigkeit der Narrative untersucht werden.

6. Fazit & Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Wirkungsweise der untersuchten Narrative auf den politischen Gesamtdiskurs kritisch reflektiert.

Schlüsselwörter

Populismus, Klimaskeptizismus, Diskursanalyse, Narrative, AfD, Klimawandel, Bundestagsdebatten, Identitätspolitik, Rechtspopulismus, Meta-Narrative, Energiewende, Wissenschaftskritik, Narrationsanalyse, Diskurs, politische Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die sprachlichen Strategien rechtspopulistischer Akteure, insbesondere der AfD, bei der Thematisierung des Klimawandels.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Klimaskeptizismus in der deutschen Politik, die Definition des Populismus und die Identifikation narrativer Strukturen in parlamentarischen Reden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, wie populistische Narrative durch die Emotionalisierung des Diskurses und die Polarisierung zwischen "Volk" und "Elite" konstruiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt die semiotisch-narrative Medienanalyse in Kombination mit der argumentativen Diskursanalyse.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden konkrete Redebeiträge von AfD-Abgeordneten diskursanalytisch untersucht, um die Übereinstimmung mit populistischen Mustern zu belegen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Populismus, Klimawandelleugnung, Diskursverschiebung, Narrative und Identitätskonstruktion.

Wie bewertet die Arbeit die Wirksamkeit der untersuchten Narrative?

Die Arbeit stellt fest, dass die Narrative vor allem der internen Mobilisierung dienen und darauf abzielen, die Grenzen des politischen Diskurses zu verschieben, auch wenn sie in der Breite der Öffentlichkeit bisher auf begrenzte Resonanz stoßen.

Warum wird der Klimawandel als "emblematisches Thema" bezeichnet?

Der Klimawandel dient laut Arbeit als Sinnbild, an dem sich ein nationales Identitätskonstrukt gegen eine globalisierte Welt abarbeiten kann.

Welche Rolle spielt die Wissenschaftskritik in den untersuchten Reden?

Die Wissenschaft wird in den untersuchten Texten häufig als korrupter Erfüllungsgehilfe einer politischen Elite dargestellt, um alternative "faktenfreie" Narrative zu legitimieren.

Was ist das Fazit der Arbeit bezüglich der "Beliebigkeit der Inhalte"?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die inhaltlichen Themen austauschbar sind; ausschlaggebend ist allein die Funktion, die diese Inhalte innerhalb einer rechtspopulistischen Narrationsstruktur erfüllen.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Narrative des Rechtspopulismus und der Klimawandel
Universidad
University of Hagen
Calificación
1,0
Autor
Philipp Höffken (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
35
No. de catálogo
V501667
ISBN (Ebook)
9783346040046
ISBN (Libro)
9783346040053
Idioma
Alemán
Etiqueta
Diskurs Rechtspopulismus Klimawandel Klimaskeptizismus Neue Rechte Umweltpolitik Umweltwissenschaft Diskursanalyse Populismus Narrativ Narration narrative Diskursanalyse AfD
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philipp Höffken (Autor), 2019, Narrative des Rechtspopulismus und der Klimawandel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501667
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