Diese Arbeit erarbeitet die völkerrechtliche Legitimität des Irakkriegs. Hierfür soll zunächst eine Verständnisgrundlage für die theoretischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, indem das völkerrechtliche Gewaltverbot sowie die damit korrelierenden Ausnahmeregelungen näher erläutert werden.
Daraufhin werden die verschiedenen Argumentationslinien, welche die US-Regierung zur Justifikation ihres militärischen Angriffs auf den Irak erbracht haben, im Detail reproduziert. Im Anschluss an die fokale Ausarbeitung der völkerrechtlichen Theorie sowie der Erörterung der Umstände aus US-amerikanischer Sicht folgt abschließend die kulminierende, kritische Analyse der dargelegten Problematik in Form einer völkerrechtlichen Bewertung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das völkerrechtliche Gewaltverbot
- Historische Entwicklung des Gewaltverbots
- Das Gewaltverbot und seine Ausnahmeregelungen
- Argumentationslinien für die Legalität der irakischen Intervention
- Völkerrechtliche Bewertung der Intervention im Irak
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die völkerrechtliche Legitimation der westlichen Intervention im Irak nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Sie befasst sich mit der Frage, ob der Krieg gegen den Irak im Jahr 2003 aus völkerrechtlicher Sicht als rechtmäßig anzusehen ist.
- Das völkerrechtliche Gewaltverbot und seine historische Entwicklung
- Die Argumentationslinien der US-Regierung zur Rechtfertigung der Invasion des Irak
- Die völkerrechtliche Bewertung der Intervention
- Die Bedeutung des 11. Septembers für die Sicherheitspolitik der USA
- Die Rolle von Massenvernichtungswaffen in der Debatte um die Legitimität des Irakkriegs
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln des völkerrechtlichen Gewaltverbots und seine Entwicklung bis hin zur UN-Charta. Kapitel zwei beschäftigt sich mit den verschiedenen Argumenten der US-Regierung zur Legitimierung des Irakkrieges. Im Fokus stehen die Behauptungen der US-Regierung, Saddam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen und unterstütze den Terrorismus.
Das dritte Kapitel widmet sich einer kritischen Analyse der völkerrechtlichen Bewertung der Intervention im Irak unter Berücksichtigung der geltenden Rechtsnormen. Die Arbeit untersucht, ob die US-amerikanischen Argumentationslinien im Lichte des Völkerrechts standhalten.
Schlüsselwörter
Völkerrechtliches Gewaltverbot, Irak-Krieg, 11. September, Massenvernichtungswaffen, Terrorismus, Legitimität, UN-Charta, George W. Bush, Operation Enduring Freedom, Internationale Sicherheit.
Häufig gestellte Fragen
War der Irakkrieg 2003 völkerrechtlich legitim?
Die Arbeit untersucht diese kritische Frage durch eine Analyse des völkerrechtlichen Gewaltverbots und der Argumente der US-Regierung.
Wie rechtfertigte die US-Regierung die Invasion?
Die Hauptargumente waren der angebliche Besitz von Massenvernichtungswaffen durch Saddam Hussein und die angebliche Unterstützung des internationalen Terrorismus nach 9/11.
Was besagt das völkerrechtliche Gewaltverbot?
Es ist in der UN-Charta verankert und verbietet Staaten die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines anderen Staates.
Welche Ausnahmen gibt es vom Gewaltverbot?
Die wichtigsten Ausnahmen sind das Recht auf Selbstverteidigung (Art. 51 UN-Charta) und militärische Zwangsmaßnahmen, die durch den UN-Sicherheitsrat autorisiert wurden.
Welche Rolle spielten die Terroranschläge vom 11. September?
Sie führten zu einer Neuausrichtung der US-Sicherheitspolitik (Bush-Doktrin), die unter anderem das Konzept des Präventivschlags gegen potenzielle Bedrohungen beinhaltete.
- Citar trabajo
- Alexander Rosarius (Autor), 2019, Die völkerrechtliche Legitimation des Irakkriegs nach 9/11. Ein illegaler Krieg?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501736