Die vorliegende Studienarbeit analysiert die Teamentwicklung als Methode der Personalentwicklung und nimmt dabei praktischen Bezug auf den Ablauf einer Teamentwicklungsmaßnahme im Arbeitsalltag und Unternehmensumfeld. Bei auftretenden Problemen muss eine Organisation schnell und flexibel handeln können, um mit einem ständigen Wandel Schritt halten zu können. Daraus kann man rückschlüssig sagen, dass sich ein Unternehmen kontinuierlich verändern solltem um auf dem Markt zu überleben. Die Grundlage für erfolgreiche Veränderungsprozesse stellt die Teamentwicklung dar. Private und Öffentliche Unternehmen setzen Teamfähigkeit sowie Teamarbeit als Grundsatz bei ihren Mitarbeitern voraus. Außerdem etabliert sich die Projektarbeit als Methode im Alltag zunehmend und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Teamarbeit ist also ein bedeutendes Instrument, um Aufgaben und Ziele effektiv und effizient zu erreichen.
Die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit sind in einem Team stärker ausgeprägt als bei einem einzelnen Individuum. Des Weiteren sind Mitarbeiter die Quelle von Gewinn und Umsatz sowie dem daraus resultierenden Wachstum. Der Erfolg eines Unternehmens beziehungsweise einer Organisation wird zunehmend durch dieses menschliche Kapital bestimmt. Da sich Rahmenbedingungen, Prozesse und Strukturen von Unternehmen ständig verändern, müssen auch die Mitglieder einer Organisation die Chance bekommen sich an diese Bedingungen anzupassen.
Inhaltsverzeichnis
- I. Inhaltsverzeichnis
- II. Abbildungsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Begriffsabgrenzung und Definitionen
- 2.1. Team vs. Gruppe
- 2.2. Teamentwicklung vs. Personalentwicklung
- 3. Ziele und Instrument der Teamentwicklung
- 3.1. Ziele der Teamentwicklung
- 3.2. Moderation als Technik der Teamentwicklung
- 3.3. Relevanz der Teamentwicklung im Rahmen der Personalentwicklung
- 4. Ablauf und Phasen einer Teamentwicklung
- 4.1. Phasenmodell nach Tuckman
- 4.2. Phasen der Teamentwicklung nach Stumpf und Thomas
- 4.3. Teamrollen nach Belbin
- 5. Praktischer Teil
- 5.1. Falldarstellung
- 5.2. Tuckmans Phasenmodell im praktischen Bezug
- 5.3. Der Moderationszyklus im praktischen Bezug
- 5.4. Teamentwicklung von Stumpf und Thomas im praktischen Bezug
- 5.5. Belbins Teamrollen im praktischen Bezug
- 6. Zusammenfassung
- 7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit untersucht Teamentwicklung als essenzielle Methode der Personalentwicklung. Das Hauptziel ist es, den praktischen Ablauf einer Teamentwicklungsmaßnahme im Arbeitsalltag und Unternehmensumfeld zu beleuchten und dabei theoretische Modelle auf ihre Realitätsnähe und Anwendbarkeit zu prüfen.
- Abgrenzung von Team, Gruppe, Teamentwicklung und Personalentwicklung
- Ziele und Instrumente der Teamentwicklung, insbesondere Moderation
- Phasenmodelle der Teamentwicklung nach Tuckman sowie Stumpf und Thomas
- Analyse von Teamrollen nach Belbin
- Praktische Anwendung und Überprüfung der Theorien anhand einer Fallstudie
- Die Relevanz der Teamentwicklung für den Unternehmenserfolg
Auszug aus dem Buch
4.1. Phasenmodell nach Tuckman
Die Teamentwicklung ist ein zeitlicher Prozess, welcher aus unterschiedlichen Phasen besteht. Menschen in Teams brauchen eine gewisse Zeit, bis sie zu anderen Teammitgliedern eine Beziehung aufbauen und mit ihnen arbeiten beziehungsweise interagieren können. Dazu hat Bruce Tuckman im Jahr 1965 das Modell der sogenannten Teamuhr entwickelt. Zu Anfangszeiten hatte das Modell von Tuckman vier verschiedene Phasen. Ab dem Jahre 1970 wurde das Modell allerdings um eine fünfte Phase erweitert, welche als Adjourning-Phase bezeichnet wird (vgl. Tscheuschner & Wagner, 2008).
In der ersten Phase, der Orientierungsphase, lernen sich die Teammitglieder zum ersten Mal kennen. Dabei handelt es sich zu Anfang um eine Gruppe aus Menschen, die erst im Durchlaufen der weiteren Phasen zu einem Team wird. In dieser Phase bringt das Kennenlernen viel Unsicherheit mit sich. Dies bedeutet, dass sich jedes Teammitglied zurückhaltend verhält und versucht auf eine höfliche, aber unpersönliche Art und Weise die anderen Mitglieder kennenzulernen. Hierbei stehen nicht die Aufgaben und Ziele des Teams im Fokus, sondern vielmehr die eigene Rollenfindung als auch das Zusammenwachsen des Teams. Während die Teammitglieder ihre Grenzen und Regelüberschreitungen austesten, achtet jeder Einzelne auf den Teamleiter. Sein Verhalten ist in dieser Phase maßgeblich und richtungsweisend (vgl. van Dick & West, 2013). Die Führungskraft kann den Prozess der Teamentwicklung durch die Planung von ausreichend Zeit, das Festlegen von ersten Zielen sowie der Entwicklung von Spielregeln unterstützen und vorantreiben (vgl. Landes & Steiner, 2013).
Der Forming-Phase folgt die unruhige Konfliktphase (Phase 2). Hierbei entstehen erste Probleme der Zusammenarbeit und es kommt zu inneren Anspannungen der Mitglieder sowie äußeren Spannungen im Team. Die Teammitglieder versuchen anhand von Aufgabenkonflikten und Rollenkonflikten ihren Tätigkeitsbereich abzustecken. Das Team lehnt in dieser Phase die Kontrolle ab und arbeitet deutlich gegen die Teamleitung. Jedoch muss auch hier der Teamleiter das Team unterstützen, weil es sonst passieren könnte, dass das Team in dieser Phase stecken bleibt oder sogar zerfällt. Am besten agiert der Teamleiter als Moderator und versucht dabei, die Konfliktlösung voranzutreiben, konkrete Ziele zu definieren sowie die Aufmerksamkeit der Teammitglieder auf diese Ziele zu lenken. Resultierend sollte also in der Storming-Phase die Basis für die zukünftige Zusammenarbeit geschaffen werden (vgl. Landes & Steiner, 2013; van Dick & West, 2013).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Führt in die Relevanz von Zusammenarbeit und Teamentwicklung für den Unternehmenserfolg und die Anpassung an stetigen Wandel ein.
2. Begriffsabgrenzung und Definitionen: Differenziert die Konzepte von Team und Gruppe sowie Teamentwicklung und Personalentwicklung voneinander.
3. Ziele und Instrument der Teamentwicklung: Erläutert die spezifischen Ziele der Teamentwicklung auf verschiedenen Ebenen und stellt Moderation als wichtiges Instrument vor.
4. Ablauf und Phasen einer Teamentwicklung: Beschreibt verschiedene Phasenmodelle der Teamentwicklung, insbesondere nach Tuckman sowie Stumpf und Thomas, und geht auf Belbins Teamrollen ein.
5. Praktischer Teil: Analysiert eine reale Teamentwicklungsmaßnahme im Kontext einer Studienarbeit und vergleicht die praktischen Erfahrungen mit den zuvor erläuterten theoretischen Modellen.
6. Zusammenfassung: Fasst die Erkenntnisse der Studienarbeit zusammen, betont die Bedeutung kontinuierlicher Teamentwicklung und die Anwendbarkeit der Modelle in der Praxis.
7. Literaturverzeichnis: Listet alle in der Arbeit verwendeten Quellen und Referenzen auf.
Schlüsselwörter
Teamentwicklung, Personalentwicklung, Teamarbeit, Moderation, Phasenmodell, Tuckman, Belbin, Gruppenprozesse, Organisationsentwicklung, Konfliktlösung, Führung, Soft Skills, Leistungssteigerung, Unternehmensumfeld.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit befasst sich mit Teamentwicklung als Methode der Personalentwicklung, insbesondere mit praktischem Bezug auf den Ablauf von Teamentwicklungsmaßnahmen im Arbeitsalltag und Unternehmensumfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themenfelder sind die Abgrenzung von Team und Gruppe, die Ziele und Instrumente der Teamentwicklung (wie Moderation), verschiedene Phasenmodelle der Teamentwicklung und die Analyse von Teamrollen nach Belbin.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Teamentwicklung als Methode der Personalentwicklung zu untersuchen und die Anwendbarkeit theoretischer Modelle (z.B. nach Tuckman) in der Praxis zu überprüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine qualitative, angewandte Methode, indem sie theoretische Modelle der Teamentwicklung auf eine konkrete Falldarstellung einer Teamentwicklungsmaßnahme anwendet und analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Teamentwicklung, inklusive Begriffsdefinitionen, Zielen, Instrumenten (Moderation) und verschiedenen Phasenmodellen (Tuckman, Stumpf & Thomas, Belbin-Rollen).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Teamentwicklung, Personalentwicklung, Teamarbeit, Moderation, Phasenmodell, Tuckman und Belbin charakterisiert.
Wie unterscheidet sich ein Team von einer Gruppe gemäß der Arbeit?
Laut der Arbeit ist jede Gruppe ein Team, aber nicht jedes Team eine Gruppe. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Teams sich auf eine oder mehrere Aufgaben und gemeinsame Ziele fokussieren, wobei individuelle Interessen in den Hintergrund treten.
Welche Rolle spielt die Moderation im Kontext der Teamentwicklung?
Die Moderation dient als wichtiges Instrument, um Kommunikations- und Gruppenprozesse zielgerichtet zu steuern, Konflikte zu lösen, Entscheidungen zu fördern und die Leistung eines Teams zu steigern.
Wie wird Tuckmans Phasenmodell in der Praxis angewendet?
Tuckmans Phasenmodell beschreibt die zeitliche Entwicklung eines Teams durch Phasen wie Forming, Storming, Norming, Performing und Adjourning, welche in der Fallstudie auf reale Gruppenprozesse angewendet werden, um deren Verhalten zu analysieren.
Warum ist Teamentwicklung für die Personalentwicklung relevant?
Teamentwicklung ist ein Teilgebiet der Personalentwicklung, da sie die Handlungskompetenzen der Mitarbeiter fördert, die Zusammenarbeit verbessert und somit maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt.
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- Max Kremnitz (Autor), 2019, Teamentwicklung als Methode der Personalentwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/501763