Meine eigenen positiven Erfahrungen mit Tieren waren für mich Anlass, Unterrichtsmaterial zum Umgang mit Wüstenrennmäusen in der Schule in Form dieser Examensarbeit zu entwickeln. Neben dem Bauernhof meiner Großeltern aufgewachsen, wurde ich selbst von klein auf an das Leben und den Umgang mit Tieren gewöhnt. Auch im Schulalltag, auf einer Gesamtschule, wurden Tiere (zum größten Teil Mongolische Wüstenrennmäuse) in den Alltagsablauf einbezogen. Schließlich kam ich an die Universität und konnte mit Freude feststellen, dass auch hier, in Form einer Arbeitsgemeinschaft eines Tierhaltungsraumes, der Umgang mit und die Pflege von unterschiedlichen Tieren als wichtig empfunden und praktiziert werden. Die einzelnen Stationen meines bisherigen Lebens wurden also ständig von Tieren begleitet. Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich in meinem nächsten Lebensabschnitt, dem Unterrichten, von Tieren begleitet und sogar unterstützt werden möchte. Der Umgang mit ihnen ist für mich selbstverständlich und ich sehe meine Verpflichtung darin, Tiere und Kinder zusammenzubringen. Ich möchte Schülern1den Umgang mit Tieren ermöglichen, so wie er mir ermöglicht wurde. Sie sollen lernen Tieren Respekt und Verantwortung entgegenzubringen. Mein besonderer Dank richtet sich an die Betreuerinnen der Tierpflege der Kooperativen Gesamtschule in Elmshorn und die Schüler der gebundenen Freizeitkurse, die das Material erprobten und sich damit kritisch auseinander setzten.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Einleitung
2. Ziele
3. Sachinformation
3. 1 Entdeckungsgeschichte
3. 2 Taxonomie der Mongolischen Rennmaus
3. 3 Körperbau und Aussehen
3. 4 Haltung und Versorgung
3. 4. 1 Käfigeinrichtung
3. 4. 2 Futter
3. 4. 3 Wasser
3. 4. 4 Gruppengröße und –konstellation
3. 3 Sinnesleistungen
3. 3. 1 Tasten/ Orientieren
3. 3. 2 Riechen
3. 3. 3 Hören
3. 3. 4 Schmecken
3. 3. 5 Sehen
3. 4 Ethologie
3. 4. 1 Kommunikation
3. 4. 2 Nagen
3. 4. 3 Wühlen
3. 4. 4 Körperpflege
3. 4. 5 Markieren
3. 4. 6 Klettern
3. 4. 7 Springen
3. 4. 8 Sozialverhalten
3. 4. 9 Paarungsverhalten
3. 5 Krankheiten
4. Didaktische und methodische Überlegungen
4. 1 Begründung des Einsatzes von lebenden Tieren im Unterricht
4. 2 Begründung des Einsatzes von Wüstenrennmäusen in der Schule
4. 3 Methodische Umsetzung in Form von Stationslernen
4. 4 Einbettung in den Lehrplan
5. Gesetzliche Regelung von Tierhaltung in Deutschland
5. 1 Tierschutzgesetz
5. 2 Bundes-Seuchengesetz
6. Vorstellung der Unterrichtseinheit
6. 1 Tabellarischer Überblick
6. 2 Vorstellung der einzelnen Arbeitsstationen
7. Vorstellung der Schülergruppe und Vorbereitung der Umgebung
8. Begründung der Untersuchungsmethoden
9. Darstellung der Ergebnisse
9. 1 Vorwissen
9. 2. Auswertung der Stationen
9. 2. 1 Wie frisst eine Wüstenrennmaus?
9. 2. 2 Was fressen Wüstenrennmäuse?
9. 2. 3 Fressen alle Rennmäuse das Gleiche?
9. 2. 4 Kletterverhalten
9. 2. 5 Putzverhalten
9. 2. 6 Verhalten von Rennmäusen in neuer Umgebung
9. 2. 7 Aussehen von Rennmäusen
9. 3 Überprüfung der Inhalte
10. Diskussion
11. Fazit
12. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Einsatzes von Mongolischen Wüstenrennmäusen als lebende Unterrichtsobjekte, um die Schülermotivation zu steigern und einen handlungsorientierten Biologieunterricht zu fördern. Dabei wird evaluiert, ob das Lernen an Stationen zu einem messbaren Lernerfolg führt.
- Entwicklung und Erprobung von stationsbasierten Unterrichtsmaterialien.
- Analyse des artgerechten Umgangs und der Pflege von Wüstenrennmäusen.
- Vergleich des Wissensstandes von Schülern vor und nach der Unterrichtseinheit.
- Didaktische Einbettung in den Lehrplan der Sekundarstufe I.
- Reflektion über die Rolle lebender Tiere als Subjekte im Unterricht.
Auszug aus dem Buch
3. 3 Körperbau und Aussehen
Ausgewachsene Mongolische Rennmäuse werden insgesamt etwa 23 Zentimeter lang. Der Schwanz ist dabei ungefähr genauso lang, wie der Rest des Körpers. Männchen erreichen ein Gewicht von etwa 80 Gramm, Weibchen sind im Schnitt zirka 15 Gramm leichter.
Die ursprüngliche Fellfarbe ist beige/sandfarben. Dies dient zur Tarnung vor Feinden auf dem hellen Sand in Steppen. Außerdem ist die Reflektion der Sonnenstrahlen und somit die Transpiration in den Sommermonaten durch die helle Färbung geringer.
Mittlerweile gibt es unterschiedlichste Farbvariationen, die durch gezieltes Züchten der Rennmäuse entstanden sind. Der Körper ist gedrungen und wirkt kräftig und kompakt. Die Ohren wirken neben den großen schwarzen Augen eher klein.
Zusammenfassung der Kapitel
3. Sachinformation: Dieses Kapitel vermittelt fundiertes biologisches Wissen über die Herkunft, den Körperbau, die Haltung sowie die ethologischen Merkmale der Mongolischen Rennmaus.
4. Didaktische und methodische Überlegungen: Hier wird die pädagogische Relevanz des Einsatzes von lebenden Tieren beleuchtet und das Stationslernen als motivierende Unterrichtsform für die Klassenstufe 5 begründet.
5. Gesetzliche Regelung von Tierhaltung in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Tierschutzgesetz, die beim Umgang mit Schultieren zwingend zu beachten sind.
6. Vorstellung der Unterrichtseinheit: Eine detaillierte Aufarbeitung der Lerninhalte und der Strukturierung der einzelnen Arbeitsstationen wird hier dargelegt.
9. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel wertet die erhobenen Daten der Schülerbefragung aus und dokumentiert sowohl das Vorwissen als auch den Lernerfolg nach Abschluss der Unterrichtseinheit.
Schlüsselwörter
Wüstenrennmaus, Mongolische Rennmaus, Biologieunterricht, Stationslernen, Handlungsorientierung, Tierschutzgesetz, Schulbiologie, Verhaltensbiologie, Tierhaltung, Schultiere, Lernerfolg, Kind-Tier-Beziehung, Naturbegegnung, Didaktik, Labortier.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Erprobung von Unterrichtsmaterialien, die den Einsatz von Mongolischen Wüstenrennmäusen als lebende Tiere in der Schule ermöglichen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Sachinformation über die Tiere, den didaktischen Begründungen für den Einsatz im Unterricht, rechtlichen Aspekten der Tierhaltung und der praktischen Anwendung des Stationenlernens.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die Einbeziehung lebender Tiere die Motivation von Schülern steigert und ob durch eigenständiges Lernen an Stationen ein nachweisbarer Lernerfolg erzielt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Fragebogenstrategie zur empirischen Datenerhebung, um das Vorwissen sowie den Lernerfolg und die Einschätzung der Stationen durch die Schüler zu erfassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Sachanalyse der Tierart, didaktische Überlegungen zur Schulhaltung sowie die detaillierte Vorstellung und Auswertung der erprobten Unterrichtseinheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wüstenrennmaus, Stationslernen, Tierschutzgesetz, handlungsorientierter Biologieunterricht und Schultiere.
Warum wurden gerade Wüstenrennmäuse für den Unterricht gewählt?
Die Tiere gelten als robust, pflegeleicht, tagaktiv (polyphasisch) und übertragen keine bekannten Zoonosen auf den Menschen, was sie besonders geeignet für den Kontakt mit Schülern macht.
Welche Rolle spielt das Tierschutzgesetz bei der Untersuchung?
Das Gesetz dient als Grundlage für die ethische Verantwortung der Schule, sicherzustellen, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und ihnen kein unnötiger Stress oder Leiden zugefügt wird.
Warum wird das Stationenlernen gegenüber Frontalunterricht bevorzugt?
Das Stationenlernen fördert die Selbstständigkeit der Schüler und ermöglicht ein individuelles Arbeitstempo, was nach Meinung der Autorin zu einer höheren Motivation und einem tieferen Verständnis führt.
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- Miriam Hamke (Autor), 2005, Die Entwicklung und Erprobung von Unterrichtsmaterialien zum Umgang mit Wüstenrennmäusen in der Schule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50219