Inhaltsverzeichnis
Einleitung S. 1
I. Rechtsextremismus –Eine begriffliche Annäherung S. 2
1. Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus S. 3
a) Rechtsextremismus S. 3
b) Rechtsradikalismus S. 4
2. Neonationalsozialismus und Neofaschismus S. 5
a) Neonationalsozialismus S. 5
b) Neofaschismus S. 6
II. Rechtsextremistische Tendenzen und Entwicklungen in der DDR S. 7
1. Rechtsextremistische Gewalt in der DDR–Eine unvollständige Chronologie S. 7
2. Generelle Trends der politischen Bewußtseinsentwicklung S. 9
3. Entstehung der „Skin“- Bewegung S. 10
4. Übernahme und Verbreitung des Stils der Skinheads in der DDR S. 11
5. Entwicklungsphasen der Skinhead-Bewegung in der DDR S. 13
III. Zu den Ursachen des Rechtsextremismus und der Fremdenfeindlichkeit in der DDR –Versuch einer Definition S. 17
1. Der institutionell „verordnete Antifaschismus“ S. 17
a) Die Konservierung von Mentalitätsbeständen aus der Zeit vor 1945–Der Autoritarismus als Folge des Antifaschismus S. 19
b) Antifaschismus als Herrschaftsinstrument der SED S. 20
2. Xenophobische Gewalttaten und ihre möglichen Ursachen S. 21
a) Die Situation der Ausländer in der DDR S. 21
b) Zunahme von fremdenfeindlichen Einstellungen S. 23
IV. Rechtsextremimus im Osten –Ein Resultat der DDR-Sozialisation?
(Schlußbetrachtung) S. 24
Literatur
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I. Rechtsextremismus –Eine begriffliche Annäherung
1. Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus
a) Rechtsextremismus
b) Rechtsradikalismus
2. Neonationalsozialismus und Neofaschismus
a) Neonationalsozialismus
b) Neofaschismus
II. Rechtsextremistische Tendenzen und Entwicklungen in der DDR
1. Rechtsextremistische Gewalt in der DDR –Eine unvollständige Chronologie
2. Generelle Trends der politischen Bewußtseinsentwicklung
3. Entstehung der „Skin“- Bewegung
4. Übernahme und Verbreitung des Stils der Skinheads in der DDR
5. Entwicklungsphasen der Skinhead-Bewegung in der DDR
III. Zu den Ursachen des Rechtsextremismus und der Fremdenfeindlichkeit in der DDR –Versuch einer Definition
1. Der institutionell „verordnete Antifaschismus“
a) Die Konservierung von Mentalitätsbeständen aus der Zeit vor 1945 –Der Autoritarismus als Folge des Antifaschismus
b) Antifaschismus als Herrschaftsinstrument der SED
2. Xenophobische Gewalttaten und ihre möglichen Ursachen
a) Die Situation der Ausländer in der DDR
b) Zunahme von fremdenfeindlichen Einstellungen
IV. Rechtsextremimus im Osten –Ein Resultat der DDR-Sozialisation? (Schlußbetrachtung)
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung, Entwicklung und Ursachen der rechtsextremistischen Skinhead-Bewegung in der DDR während der 1980er Jahre. Das primäre Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Jugendliche in der DDR rechtsextremistische Einstellungen entwickelten und warum die staatliche Ideologie des „Antifaschismus“ keine wirksamen Ansätze bot, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
- Historische Analyse der Skinhead-Bewegung in der DDR.
- Rolle des institutionell verordneten Antifaschismus bei der Entstehung rechtsextremer Tendenzen.
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen DDR-Sozialisation und der Zunahme von Fremdenfeindlichkeit.
- Differenzierung zwischen jugendkulturellem Protest und politisch motiviertem Rechtsextremismus.
- Analyse von Ursachen für den Mentalitätswechsel bei DDR-Jugendlichen in den 80er Jahren.
Auszug aus dem Buch
3. Entstehung der „Skin“- Bewegung
Die in den 80er Jahren entstandenen nationalistisch-rassistisch orientierten Skinhead-Gruppen waren die größte rechtsextrem orientierte Strömung in der Geschichte der DDR, dennoch handelte es sich dabei im Verhältnis zur Gesamtheit der DDR-Jugend um den Bruchteil einer Promille-Quote. Der Ursprung dieser anfangs „subkulturellen“ und auch sozialkritischen Jugendbewegung lag in Großbritannien. Ende der 60er Jahre vereinigten sich hier oftmals erwerbslose Jugendliche aus dem Arbeitermilieu zu Cliquen, die sich als bewußte, aber unpolitische Anti-Bewegung zu den langhaarigen Hippies und den mit ihrem Luxus protzenden „Mods“ („Modernists“) aus der etablierten englischen Mittelschicht verstanden.
Als neues Outfit wählte man absichtlich die Arbeitskleidung der Werftarbeiter aus und ließ sich die Haare zu Glatzen scheren. Das Hauptinteresse dieser Skinheads galt überwiegend dem Fußball und der karibischen Musik. Der stetige Bezug zur Arbeiterklasse war wichtiger als die Hautfarbe ihrer Leidensgefährten. Rassistische sowie fremdenfeindliche Parolen fanden zu diesem Zeitpunkt der Bewegung keinen Anklang. Anfang der 70er Jahre versandete diese Bewegung jedoch zunehmend und wurde erst 1977/78 von mehr politisch interessierten britischen Jugendlichen wieder aufgegriffen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit für Rechtsextremismus im vereinigten Deutschland und verortet die DDR-Vergangenheit als unterschätzten Faktor für aktuelle Entwicklungen.
I. Rechtsextremismus –Eine begriffliche Annäherung: Dieses Kapitel klärt die terminologische Problematik und die verschiedenen konkurrierenden Begrifflichkeiten, um das Phänomen des Rechtsextremismus präziser einordnen zu können.
II. Rechtsextremistische Tendenzen und Entwicklungen in der DDR: Das Kapitel zeichnet die Entstehung, Verbreitung und die verschiedenen Phasen der Skinhead-Bewegung in der DDR nach und diskutiert den gewalttätigen Charakter dieser Jugendgruppen.
III. Zu den Ursachen des Rechtsextremismus und der Fremdenfeindlichkeit in der DDR –Versuch einer Definition: Hier werden die Rolle des verordneten Antifaschismus sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Situation von Ausländern in der DDR als Ursachenfaktoren analysiert.
IV. Rechtsextremimus im Osten –Ein Resultat der DDR-Sozialisation? (Schlußbetrachtung): Die Schlussbetrachtung reflektiert die Ursachenforschung und zeigt auf, dass der Rechtsextremismus als Reaktion auf die Instabilität und den Autoritarismus des späten DDR-Systems verstanden werden kann.
Schlüsselwörter
Rechtsextremismus, DDR, Skinhead-Bewegung, Antifaschismus, Fremdenfeindlichkeit, Jugendforschung, Sozialisation, Neonazismus, DDR-Sozialisation, Autoritarismus, Politische Kultur, Gewalt, Rechtsradikalismus, SED, Wende.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der rechtsextremistischen Skinhead-Szene in der DDR während der 1980er Jahre.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zu den Schwerpunkten zählen die Rolle des offiziellen Antifaschismus, die Entwicklung rechtsextremistischer Gewalt und die soziokulturellen Hintergründe der DDR-Jugend.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu ergründen, warum trotz der antifaschistischen Staatsdoktrin rechtsextremistische Einstellungen unter Jugendlichen aufkamen und warum das System diese nicht wirksam verhindern konnte.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine historische Analyse und Annäherung, die auf vorhandener Fachliteratur, empirischen Ergebnissen des ehemaligen Zentralinstituts für Jugendforschung in Leipzig und Gerichtsunterlagen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die begriffliche Klärung des Rechtsextremismus, die Chronologie der rechtsextremen Gewalt in der DDR sowie die detaillierte Untersuchung der Ursachen, insbesondere den Einfluss der DDR-Sozialisation und des Antifaschismus als Herrschaftsinstrument.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind Rechtsextremismus, DDR, Skinhead-Bewegung, Antifaschismus, Fremdenfeindlichkeit, DDR-Sozialisation und Autoritarismus.
Welchen Einfluss hatte der "verordnete Antifaschismus" auf die Entwicklung?
Laut der Arbeit führte der staatlich verordnete Antifaschismus zu einer Instrumentalisierung der Vergangenheitsbewältigung, die tatsächliche demokratische Prozesse verhinderte und den Rechtsextremismus durch Tabuisierung eher begünstigte.
Warum bildete sich die Skinhead-Bewegung gerade in der DDR-Endphase?
Die Bewegung entwickelte sich in der Zeit der zunehmenden gesellschaftlichen Instabilität und Krise des real existierenden Sozialismus als Ausdruck von Protest und Systemablehnung bei einem Teil der Jugend.
- Quote paper
- Ioannis Orfanidis (Author), 2002, Rechtsextremismus und Jugend in der DDR in den 80er Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/50222