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Lernaktivitäten in der Freiarbeit. Evaluation in einer Montessori-Schule

Title: Lernaktivitäten in der Freiarbeit. Evaluation in einer Montessori-Schule

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 66 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eduard Schlaffer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit dient der Evaluierung der Lernaktivitäten in der Phase des freien Lernens (Freiarbeit) in einer privaten Volksschule, die sich explizit der Montessori-Methode verschrieben hat. Die Arbeit dient einerseits dem Auftrag, als Leiter einer Schule die Qualität des Unterrichts zu garantieren und dem Schulbetreiber eine Grundlage für die Berichtserstattung zu geben. In der Arbeit werden die Beobachtungen einiger Schüler während der Freiarbeit beschrieben und sowohl mit den Aufzeichnungen der Lehrkräfte wie auch mit den Theorien zur Montessori-Pädagogik, der Freiarbeit und mit den Anforderungen des Volksschullehrplanes („Glocksee- und Differenz-Lehrplan 2007“) verglichen.

Die "Freiarbeit" nach Montessori ist als Selbstverantwortung der Schüler ein wesentlicher Teil des Schulalltages. Ebenso trägt der Lehrer Verantwortung dafür, dass er den entsprechenden Rahmen für dieses selbstverantwortete Lernen des Schülers – die "vorbereitete Umgebung" nach Montessori – schafft.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil

2.1 Das pädagogische Setting

2.2 Problemstellung

2.3 Qualitätssicherung gegen eine Beliebigkeit von Unterricht

2.4 Begriffsklärung

2.4.1 Freiarbeit

2.4.2 Selbstgesteuertes Lernen bzw. selbstreguliertes Lernen

2.4.3 Die „vorbereitete Umgebung“ nach Montessori

2.5 Stand der Forschung zur Montessori-Pädagogik und zur Freiarbeit nach Montessori

2.5.1 Die Grundzüge der Montessori-Pädagogik

2.5.2 Forschung zur Freiarbeit nach Montessori

3 Empirischer Teil

3.1 Das Forschungsdesign

3.1.1 Zielsetzung

3.1.2 Fragestellung

3.1.3 Das methodische Vorgehen

3.1.4 Beschreibung der Erhebungsinstrumente

3.1.5 Die Stichprobe

3.1.6 Datensammlung und -analyse

3.2 Beschreibung der Lehr- und Lernstruktur (Tagesstruktur)

3.3 Beschreibung der Beobachtungen in der Freiarbeit an vier Schultagen

3.3.1 Systematische Beobachtung am 23. November 2015

3.3.2 Systematische Beobachtung am 24. November 2015

3.3.3 Systematische Beobachtung am 30. November 2015

3.3.4 Systematische Beobachtung am 1. Dezember 2015

3.3.5 Zusammenfassung der Beobachtungen an den vier Tagen

3.4 Aufzeichnungen der Lehrer über die Lernaktivitäten der beobachteten Schüler (exemplarisch)

3.4.1 Fachbereich „Sprache“ (Deutsch – Lesen – Schreiben)

3.4.2 Fachbereich „Mathematik“

3.4.3 Fachbereich „Kosmische Erziehung“ (entspricht dem Sachunterricht)

3.4.4 Fachbereich „Kreatives – Bewegung – Spiel – Religion/Ethik“

4 Grundlegende Überlegungen zur Verbesserung der Unterrichts- und Schulqualität

5 Zusammenfassung

5.1 Kritik zur Evaluation

5.2 Kritische Zusammenfassung und Konsequenz aus den Ergebnissen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit evaluiert die Lernaktivitäten in der Freiarbeitsphase einer privaten Montessori-Volksschule, um die Unterrichtsqualität zu überprüfen, den Schulbetreibern eine Grundlage für die Berichterstattung zu liefern und fundierte Entscheidungen zur weiteren Schulentwicklung zu ermöglichen.

  • Grundlagen der Montessori-Pädagogik, Freiarbeit und vorbereiteter Umgebung
  • Qualitative Evaluation der tatsächlichen Schülertätigkeiten mittels teilnehmender Beobachtung
  • Analyse der Lerndokumentationen der Lehrkräfte im Vergleich zu Lehrplanvorgaben
  • Aufdeckung von Qualitätsmängeln und Defiziten in der Umsetzung des pädagogischen Konzepts
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichts- und Schulqualität

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Systematische Beobachtung am 23. November 2015

Am diesem Tag beobachte ich während der Freiarbeit die zwei mehr oder weniger zufällig ausgewählten Schüler Sega (9 Jahre; 3 Monate) und Wepo (8 Jahre; 6 Monate). Beide Kinder wurden als normal begabt eingestuft, zeigten keinerlei Auffälligkeiten im Unterricht und besuchten zu dieser Zeit die 3. Schulstufe der Volksschule. Wie bereits erwähnt galt Sega als guter Leser (Prozentrang 92 nach dem Salzburger Lesescreening), Wepo dagegen erreichte nur den Prozentrang 16 und galt damit als schlechter Leser.

Im Morgenkreis (Raum 4) legen sich Sega und Wepo ohne Absprache mit den Lehrkräften darin fest, ein Referat vorzubereiten. Sie nehmen Federpennal und gehen damit in den Sprachraum (2), der am äußeren Rand der Schule liegt. Dann gehen sie mehrmals vom Sprachraum in den Raum für Kosmische Erziehung (3) und zurück. Sie legen weitere Wege zwischen Sprachraum und Essraum (8) zurück. Es dauert ca. fünf Minuten bis sie sich auf ein Quiz über Spinnen verständigen. Sie unterhalten sich über Spinnen und suchen in mehreren Räumen (Räume 3, 4 und 5) nach Materialien darüber.

Die beiden Schüler kommen nach zehn Minuten mit einigen Büchern von Raum 3 zurück und legen sie im Sprachraum (2) auf den Arbeitstisch. Sie blödeln herum und stellen fest, dass sie in dem vorliegenden Buch nichts über Spinnen finden können. Schließlich gehen sie in den Nebenraum (3) und nehmen aus einem Bücherregal aus einer Sammlung von 50 Bänden einer Reihe beliebig Bücher heraus, legen sie auf den Boden und suchen nach ihrem gewählten Thema. Während des Suchens erwähnt einer von ihnen die Tarantel. Während des unsystematischen Suchens schlägt einer von beiden das Thema „Bär“ vor, „weil es über Taranteln nichts gibt“ (Sega). Sega geht aus dem Raum und kommt von Raum 4 mit einem leeren Plakat (A2) zurück, während Wepo noch weiter in den Büchern sucht. Sega beginnt schließlich mit dem Abpausen eines Bären aus einem Buch, Wepo geht aus dem Raum und kommt von Raum 4 zurück, das wiederholt sich mehrmals. Um 9.46 Uhr hat Sega die Umrisse des Bären gezeichnet. Wepo sucht nach den „wichtigsten Informationen“. Als um 10 Uhr die Überschrift „DER BÄR“ von Sega auf das Plakat geschrieben steht und Wepo damit begonnen hat einen Text aus dem Buch auf ein Blatt zu schreiben („Bären werden zwar …“), ertönt der Gong zur großen Pause. Die beiden legen den Stift sofort nieder ohne den Satz fertig geschrieben zu haben und gehen zur Pause in den Raum 4.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema Freiarbeit nach Montessori, Darstellung der Untersuchungssituation und Zielsetzung der Evaluation.

2 Theoretischer Teil: Klärung der Kernbegriffe (Freiarbeit, selbstgesteuertes Lernen, vorbereitete Umgebung) und Einordnung in den aktuellen Forschungsstand zur Montessori-Pädagogik.

3 Empirischer Teil: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, der Beobachtungen an vier Schultagen sowie Analyse der Lerndokumentationen im Vergleich zu Lehrplanzielen.

4 Grundlegende Überlegungen zur Verbesserung der Unterrichts- und Schulqualität: Auflistung konkreter Maßnahmenvorschläge für die Meso- und Mikroebene zur Qualitätssteigerung der Schule.

5 Zusammenfassung: Kritische Reflexion der durchgeführten Evaluation sowie Darstellung der daraus resultierenden Konsequenzen für die Leitung und den weiteren Fortgang der Schule.

Schlüsselwörter

Montessori-Pädagogik, Freiarbeit, vorbereitete Umgebung, Evaluationsstudie, Unterrichtsqualität, selbstgesteuertes Lernen, Lerndokumentation, Schulqualität, Lehrplan, Unterrichtsbeobachtung, individuelle Förderung, Lernaktivitäten, Volksschule, Schulentwicklung, Leistungsbeurteilung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt eine Evaluationsstudie in einer privaten Montessori-Schule dar, die die tatsächliche Umsetzung der Prinzipien wie "Freiarbeit" und "vorbereitete Umgebung" im Schulalltag untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse der Unterrichtsqualität, die Wirksamkeit der Freiarbeit im Hinblick auf den Lehrplan, die Rolle der Lehrkraft sowie die Dokumentation und Förderung individueller Lernfortschritte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, welchen Lernaktivitäten Schüler in der Freiarbeit tatsächlich nachgehen, wie selbstständig sie dabei arbeiten und ob die Dokumentation der Lehrkräfte mit der Beobachtung übereinstimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, bestehend aus teilnehmender Beobachtung der Schüler im Unterricht und einer begleitenden Dokumentanalyse der Lerndokumentationen der Lehrkräfte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil dokumentiert systematische Beobachtungen an vier Schultagen und analysiert exemplarisch Lerndokumentationen der Fachbereiche Sprache, Mathematik, Kosmische Erziehung und Kreatives/Spiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Montessori-Pädagogik, Freiarbeit, Unterrichtsqualität, Evaluationsstudie, Schulentwicklung und individuelle Lernaktivitäten.

Welche spezifischen Ergebnisse zeigt die Studie in Bezug auf die Freiarbeit?

Die Studie zeigt auf, dass die Freiarbeit in der untersuchten Schule weitgehend planlos und unsystematisch ablief, kaum Montessori-Materialien eingesetzt wurden und die Schüler oft orientierungslos waren.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor?

Der Autor schlussfolgert, dass die pädagogischen Prinzipien sträflich vernachlässigt wurden, keine effektive Lernbegleitung durch die Lehrkräfte stattfand und die Arbeit der Schule unzulänglich war, was zur Kündigung seiner Schulleiterfunktion führte.

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Details

Title
Lernaktivitäten in der Freiarbeit. Evaluation in einer Montessori-Schule
College
Klagenfurt University  (Institut für „Unterricht und Schulentwicklung“)
Course
Masterstudium "Professionalisierung im Lehrberuf"
Grade
1,0
Author
Eduard Schlaffer (Author)
Publication Year
2019
Pages
66
Catalog Number
V502458
ISBN (eBook)
9783346041135
ISBN (Book)
9783346041142
Language
German
Tags
Freiarbeit Montessori Lernaktivitäten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eduard Schlaffer (Author), 2019, Lernaktivitäten in der Freiarbeit. Evaluation in einer Montessori-Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502458
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