Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Zwei rivalisierende Erben. Octavian und Antonius

Mai 44 v.Chr. bis Ende Juli 44 v.Chr.

Title: Zwei rivalisierende Erben. Octavian und Antonius

Term Paper , 2018 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Philipp Müller (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ende Juli 44 v.Chr. am heiligsten Ort Roms, dem Tempel des Jupiter Optimus Maximus. Zwei Männer feiern in einer festlichen Zeremonie ihre Eintracht und demonstrieren allen Bürgern Roms Geschlossenheit und Einigkeit. Der Eine ist Marcus Antonius, Ende 30, begleitet als Konsul das höchste Amt im römischen Staat, kann bereits einige militärische Erfolge vorweisen, ist von nobelster Abstammung, kurz: ein politisches Schwergewicht. Der Andere wird Gaius Julius Caesar genannt – benannt nach seinem gleichnamigen Adoptivvater, aber aufgewachsen als Gaius Octavius – ein gerade mal 18 Jahre alter Jüngling ohne jegliches Amt oder Militär, geschweige denn besonders hoher Abstammung, lediglich mit einem großen Namen ausgestattet und einer Menge Geld. Dieses politische Leichtgewicht hat es innerhalb von drei Monaten geschafft sich von einem Außenseiter zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten im Kampf um die Nachfolge des großen Caesars zu mausern. Nach dieser Zeremonie war Octavian in aller Öffentlichkeit eine gleichberechtigte, beliebte und anerkannte Persönlichkeit neben dem ersten Mann im Staate. Eine Entwicklung, die keineswegs von Antonius beabsichtigt worden sein konnte und für die einiges an politischem Geschick, Kalkül und auch Zufall vonnöten war. In dieser Arbeit wird untersucht, welche Medien Octavian für sich nutzen konnte, um sich in diese Position zu bringen. Was waren Schlüsselmomente, die ihm beim Volk so beliebt machten und warum besaß Antonius so einen Groll gegen ihn, dass sie sich öffentlich aussöhnen mussten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Allgemeine politische Situation in Rom Anfang Mai 44

Politische Position Octavians Anfang Mai

Politische Position des Marcus Antonius Anfang Mai

Der Streit um das Erbe Caesars

Der Wendepunkt: Die Ludi Victoriae Caesaris

Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den politischen Aufstieg Octavians zum gleichberechtigten Konkurrenten von Marcus Antonius in der kritischen Zeitspanne zwischen Mai und Ende Juli 44 v. Chr. im Kontext des Machtvakuums nach der Ermordung Caesars.

  • Die politische Ausgangslage in Rom nach den Iden des März.
  • Der Prozess der Testamentsannahme und die Etablierung Octavians als Sohn Caesars.
  • Die Rolle der finanziellen Mittel und der Klientel bei der politischen Selbstinszenierung.
  • Der Konflikt zwischen Octavian und Antonius um das Erbe und die symbolische Wirkung der Ludi Victoriae Caesaris.
  • Die politische Instrumentalisierung von Erinnerungskultur und Divinisierung.

Auszug aus dem Buch

Der Wendepunkt: Die Ludi Victoriae Caesaris

Octavians Hauptziel war es also sich als legitimer Sohn Caesars zu inszenieren, was konnte ihm da gelegener kommen als Festspiele zu Ehren der Stammmutter der Julier, der Venus Genetrix. Caesar hatte diese Spiele bereits 4740 ihr zu Ehren durchführen wollen, war aber an den für die Spiele zuständigen Priestern gescheitert, die diese nicht ausrichten wollten. Octavian nahm diese Idee wohlwollend wieder auf, um so die Erinnerung an Caesar aufrechtzuerhalten und sich selbst nicht nur als Teil der Julier-Dynastie zu inszenieren, sondern sogar als legitimes Oberhaupt des Familienstammes.

Auch wenn dies lediglich einen Symbolcharakter besaß, konnte Antonius es nicht akzeptieren, dass ein anderer dermaßen vom Erbe Caesars profitiert. Die Spiele wurden vom 20.-30. Juli 44 durchgeführt und Octavian kündigte bereits im Mai an, dass er dieses Fest organisieren will. Seitdem versuchte Antonius alles, sie zu unterbinden, seine größte Chance sah er in der Entziehung der finanziellen Grundlage Octavians. Deshalb bat er eine Senatskommission Caesars Vermögen nach öffentlichen und privaten Besitztümern zu überprüfen und ermunterte politische Gegner Caesars, Schadensersatzansprüche an Octavian zu stellen.

Dadurch sollten nicht nur die Spiele nicht durchführbar werden, sondern auch die Auszahlung der Legate an die Plebs, zudem wollte Antonius durch diese Prozesse auf Zeit spielen. An dieser Stelle kommt wieder einmal das vererbte Klientel Octavians ins Spiel. Seine erfahrenen Berater und finanziellen Unterstützer schafften es diese Forderungen abzuweisen, sodass Antonius bei der Selbstinszenierung Octavians nur zuschauen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Situation kurz nach Caesars Tod ein und definiert die Fragestellung der Arbeit bezüglich des Aufstiegs Octavians.

Allgemeine politische Situation in Rom Anfang Mai 44: Das Kapitel beschreibt das Machtvakuum nach dem Attentat und die Konkurrenzlage zwischen den Caesarianern um die politische Nachfolge.

Politische Position Octavians Anfang Mai: Hier wird analysiert, wie Octavian trotz seines jungen Alters und fehlender Ämter durch seine Adoption und den Namen Caesar politisches Kapital gewann.

Politische Position des Marcus Antonius Anfang Mai: Dieses Kapitel beleuchtet die Machtbasis des Konsuls Antonius, sein militärisches Renommee und sein problematisches Verhältnis zu Octavian.

Der Streit um das Erbe Caesars: Der Text behandelt die ersten politischen Schritte Octavians in Rom, insbesondere die Annahme der Erbschaft und die juristischen Hürden.

Der Wendepunkt: Die Ludi Victoriae Caesaris: Dieses Kapitel erläutert die Festspiele als Instrument der Selbstinszenierung Octavians und als Auslöser für die erzwungene öffentliche Aussöhnung.

Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert die Etablierung Octavians als konkurrenzfähige politische Figur und das Erreichen der kurzfristigen Ziele des Antonius.

Schlüsselwörter

Octavian, Marcus Antonius, Caesar, Erbstreit, Ludi Victoriae Caesaris, Römische Republik, Iden des März, Adoption, Politische Inszenierung, Divinisierung, Machtkampf, Testament, Caesarianer, Veteranen, Machtvakuum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den politischen Machtkampf zwischen dem jungen Octavian und dem Konsul Marcus Antonius in den Monaten Mai bis Juli des Jahres 44 v. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Methoden der politischen Selbstinszenierung, der Umgang mit Caesars Erbe, die Bedeutung von Klientelsystemen und die Dynamik zwischen den Caesarianern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, mit welchen Mitteln Octavian es innerhalb von drei Monaten schaffte, sich trotz fehlender politischer Erfahrung als ebenbürtiger Konkurrent neben Antonius zu positionieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine quellenkritische Analyse, die primär auf Ciceros Briefe sowie Berichte von antiken Historikern wie Nikolaos von Damaskus, Cassius Dio und Sueton zurückgreift, unter Einbeziehung moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, die Analyse der Ausgangspositionen von Octavian und Antonius, den Streit um das testamentarische Erbe und die Rolle der Ludi Victoriae Caesaris als Wendepunkt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Octavian, Marcus Antonius, Caesar, Erbschaftsstreit, Ludi Victoriae Caesaris, politische Macht, Klientelwesen und divinisierte Erinnerungskultur.

Warum war die Auszahlung der Legate an die Bürger für Octavian so bedeutend?

Die Auszahlung diente dazu, die Gunst der Bevölkerung zu gewinnen und sich öffentlichkeitswirksam als legitimer und großzügiger Erbe des Diktators zu inszenieren, während er Antonius damit unter Zugzwang setzte.

Welche Rolle spielten die "Ludi Victoriae Caesaris" für das Kräfteverhältnis?

Die Spiele funktionierten als Bühne für Octavians Legitimation; obwohl Antonius versuchte, sie zu verhindern, führte der Erfolg der Spiele und der symbolische Auftritt dazu, dass Antonius gezwungen war, Octavian öffentlich anzuerkennen.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Zwei rivalisierende Erben. Octavian und Antonius
Subtitle
Mai 44 v.Chr. bis Ende Juli 44 v.Chr.
College
University of Cologne  (Historisches Institut)
Course
(Adoptiv)vater und Sohn - Gaius Iulius Caesar und Augustus
Grade
1,0
Author
Philipp Müller (Author)
Publication Year
2018
Pages
17
Catalog Number
V502619
ISBN (eBook)
9783346033291
ISBN (Book)
9783346033307
Language
German
Tags
Augustus Octavian Antonius Caesar Iden des März 44 v.Chr. Caesars Erbe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Müller (Author), 2018, Zwei rivalisierende Erben. Octavian und Antonius, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502619
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint