In der Facharbeit soll näher darauf eingegangen werden, ob die sogenannte Work-Life-Balance ein Klischee ist. Sie soll beleuchten, ob diese Annahme irreführend ist oder nicht viel mehr das Umfeld und die Gestaltung der eigenen Arbeit zu einer positiven Herausforderung werden kann und Belastungen entgegenwirkt. Ist es eventuell nur eine Frage des richtigen Managements aller Komponenten, die zur Zufriedenheit führen können? Am Beispiel der Intensiv- und Palliativzentrum AKUT GmbH wird aufgezeigt, dass diese Frage mit einem deutlichen JA beantwortet werden kann.
Eingangs findet eine Annäherung an den Begriff der Work-Life-Balance statt. Hierzu werden die Begriffe Work, Life und Balance getrennt voneinander charakterisiert und einzeln beschrieben. Es wird dargelegt, welche Bedeutung den einzelnen Begriffen innewohnt, wie sie gesellschaftlich anerkannt sind und welchen Wert sie haben.
Der Hauptteil stellt das Unternehmen Intensiv- und Palliativzentrum AUKT GmbH vor, ein noch junges Unternehmen, welches sich von höchster Unterstrukturierung zu einem wohl strukturierten Arbeitsumfeld entwickelt hat. Anschließend wird aufgezeigt, welche Werte und Ziele dem Unternehmen zugrunde liegen. Anhand der Begriffe Aufbau- und Ablauforganisation wird der Prozess der Strukturierung dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Annäherung
2.1 Work
2.2 Life
2.3 Balance
2.4 Work- Life- Balance
3. Die Intensiv- und Palliativzentrum Akut GmbH
3.1 Wohngemeinschaften nach WTPG
3.2 Aufbauorganisation
3.1.1 Stellenbildung
3.3 Ablauforganisation
4. Motivationstheoretische Ansätze
4.1 Die Zwei - Faktoren - Theorie nach Herzberg
4.2 Anreiz- Beitragstheorie nach March/ Simon
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht, ob das Konzept der „Work-Life-Balance“ ein irreführendes Klischee darstellt oder ob durch eine professionelle Gestaltung der Arbeitsumgebung und des Managements eine positive Integration von Beruf und Privatleben erreicht werden kann. Am Beispiel des Intensiv- und Palliativzentrums AKUT GmbH wird aufgezeigt, wie Unternehmenskultur und motivierende Rahmenbedingungen die Zufriedenheit der Mitarbeitenden nachhaltig steigern können.
- Analyse der Begriffsdefinitionen von "Work", "Life" und "Balance"
- Untersuchung von Organisationsstrukturen in der Pflege
- Anwendung motivationstheoretischer Ansätze in der Praxis
- Bedeutung der Unternehmenskultur und Mitarbeiterführung
- Beispielhafte Vorstellung eines modernen Pflegeunternehmens
Auszug aus dem Buch
2.1 Work
Das Wort „Work“ stammt aus dem Englischen und beutete „Arbeit“. Im Deutschen ist das Wort Arbeit definiert als „Tätigkeit mit einzelnen Verrichtungen, Ausführung…“, „das Arbeiten, Schaffen, Tätigsein…“, „Mühe, Anstrengung; Beschwerlichkeit, Plage“.1
Thomas Vasek beschreibt in seinem Buch „Work Life Bullshit, warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt“ weitere Herleitungen wie etwa aus dem Germanischen. Hier bedeutet das gemanische arebeit „schwere körperliche Anstrengung“ und „Strapazen“.2 Aus dem slawischen übersetzt steht das Wort robota für „Frondienst“ oder „Zwangsarbeit“, so ist der „Roboter“ eigentlich der „schwer arbeitende Mensch“. Die Verwendung des Wortes „roboten“ findet bis heute Anwendung. Hier soll zum Ausdruck gebracht werden, dass wir richtig schuften müssen.
Physikalisch betrachtet ist „Arbeit gleich der Kraft, die aufgewandt werden muss, um eine bestimmte Masse in einem definierten Zeitraum über eine festgelegte Streckte fortzubewegen“. 3 In der Volkswirtschaft versteht man die Arbeit hingegen als Produktionsfaktor, wie Boden und Kapital. Eine solche Definition vernachlässigt jedoch den Menschen, der untrennbar mit der Arbeit verbunden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung hinterfragt kritisch das Konzept der Work-Life-Balance als Klischee und stellt die These auf, dass eine sinnvolle Gestaltung des Arbeitsumfelds der Schlüssel zur Mitarbeiterzufriedenheit ist.
2. Annäherung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Arbeit, Leben und Balance einzeln, um ein tieferes Verständnis für die Komponenten des Work-Life-Balance-Modells zu schaffen.
3. Die Intensiv- und Palliativzentrum Akut GmbH: Hier wird das Unternehmen als Praxisbeispiel vorgestellt, wobei die Unternehmenskultur sowie die Aufbau- und Ablauforganisation detailliert beleuchtet werden.
4. Motivationstheoretische Ansätze: Das Kapitel vergleicht die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg und die Anreiz-Beitragstheorie nach March/Simon hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit im Arbeitsalltag des Pflegeunternehmens.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine strikte Work-Life-Balance oft nicht notwendig ist, wenn die Arbeit als sinnstiftend empfunden wird und das Umfeld auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt ist.
Schlüsselwörter
Work-Life-Balance, Pflegemanagement, Unternehmenskultur, Motivationstheorie, Arbeitsgestaltung, Aufbauorganisation, Ablauforganisation, Mitarbeiterzufriedenheit, Personalmanagement, Selbstverwirklichung, Pflegequalität, Intensivpflege, Anreiz-Beitragstheorie, Herzberg, Professionalität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit hinterfragt, ob die „Work-Life-Balance“ lediglich ein Klischee ist oder ob durch professionelles Management eine harmonische Integration von Berufs- und Privatleben möglich ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Work, Life und Balance, Organisationsformen im Pflegebereich sowie die praktische Anwendung von Motivationstheorien in einem Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass durch eine werteorientierte Unternehmenskultur und gut gestaltete Arbeitsabläufe die Zufriedenheit der Mitarbeitenden so gefördert werden kann, dass eine strikte Trennung zwischen Arbeit und Leben an Bedeutung verliert.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden Literaturanalysen, die Auswertung interner Unternehmensbefragungen und der Vergleich theoretischer Motivationsmodelle mit der gelebten Praxis im Unternehmen genutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Unternehmen „Intensiv- und Palliativzentrum AKUT GmbH“, seine Organisationsstrukturen und die Anwendung von Motivationstheorien wie der von Herzberg oder March/Simon beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Work-Life-Balance, Organisationsentwicklung, Mitarbeitermotivation, Unternehmenskultur und Pflegemanagement charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die "anbietergestützte" von der "vollständig selbstverantworteten" Wohngemeinschaft?
Der Unterschied liegt im Verantwortungsbereich: Bei der selbstverantworteten WG organisieren die Bewohner den Alltag eigenständig, während beim anbietergestützten Modell der Träger die Verantwortung und die Präsenzkräfte stellt.
Warum hält die Autorin die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg für das Unternehmen nur bedingt nützlich?
Weil Herzbergs Faktoren primär nur Zufriedenheit oder Unzufriedenheit (durch Hygienefaktoren) erzeugen, aber keine langfristige, intrinsische Motivation für die strategischen Unternehmensziele garantieren.
- Citar trabajo
- Nicole Plass (Autor), 2019, Work-Life-Balance. Irreführendes Klischee oder notwendiges Instrument?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502781