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Klaus Hurrelmanns Sozialisation durch produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität

Zwischen Individuation und Vergesellschaftung. Theoretische Perspektiven auf (Medien-)Sozialisationsprozesse

Title: Klaus Hurrelmanns Sozialisation durch produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität

Essay , 2016 , 9 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alke Eva Caris (Author)

Communications - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Wie lässt sich Hurrelmanns Sozialisationstheorie mit anderen psychologischen und soziologischen Theoretikern vergleichen? Welche zentralen Aspekte und Erklärungsansätze der jeweiligen Theorie/des Theoretikers findet sich in Hurrelmanns
"Modell der produktiven Realitätsverarbeitung" und in seiner Perspektive auf Persönlichkeits-/Identitätsentwicklung wieder? Ausgehend von diesen Fragen wird in dem vorliegenden Essay Hurrelmanns Denken analysiert.

Globalisierung, Digitalisierung, Ökonomisierung und Medialisierung sind Phänomene einer sich immer schneller wandelnden Gesellschaft, in der sich Sozialisanten zurecht finden müssen, was aufgrund der zunehmenden Anforderungen herausforderungsreicher zu werden scheint. Die folgenden, aufeinander aufbauenden Essays zeigen Elemente von
Sozialisationsprozessen diskursiv auf und verdeutlichen die Positionierung des Menschen im Sozialisationsprozess zwischen innerer und äußerer Realität, zwischen individueller Entwicklung und gesellschaftlicher Anpassung sowie deren wechselseitige Beeinflussung. Die Auseinandersetzungen mit Aspekten von allgemeinen Sozialisationstheorien führen
aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung und der daraus resultierenden Relevanz zum Betrachten der spezifischen Mediensozialisation.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hurrelmanns Sozialisationstheorie im Vergleich

3 Hurrelmanns Theorie als Ergänzung und Verbindung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Klaus Hurrelmanns „Modell der produktiven Realitätsverarbeitung“ kritisch mit anderen psychologischen und soziologischen Sozialisationstheorien zu vergleichen, um deren jeweilige Stärken und Schwächen im Hinblick auf die Identitätsentwicklung herauszuarbeiten und die Eignung des Modells als verbindende Synthese zu prüfen.

  • Vergleich von Hurrelmanns Sozialisationstheorie mit Ansätzen von Erikson, Piaget, Bourdieu und Mead
  • Analyse der wechselseitigen Beeinflussung von innerer und äußerer Realität bei der Identitätsbildung
  • Diskussion der Handlungsfähigkeit und der Bedeutung von Handlungskompetenzen
  • Untersuchung der Theorie als Brückenschlag zwischen psychologischen und soziologischen Perspektiven
  • Reflektion über aktuelle gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Individualisierungsprozesse

Auszug aus dem Buch

2 HURRELMANNS SOZIALISATIONSTHEORIE IM VERGLEICH

Klaus Hurrelmann spricht in seinen Ausführungen über „Sozialisation als produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität“ die Konzeptionen der psychologisch orientierten und soziologisch orientierten Theorien an. Sie unterscheiden sich in ihren Ansätzen dahingehend, dass psychologisch orientierte Modelle analytisch die Wechselwirkungen zwischen innerer Realität und Persönlichkeitsentwicklung im Besonderen verfolgen, währenddessen Modelle in soziologischer Tradition die Beziehung zwischen äußerer Realität und Persönlichkeitsentwicklung besonders hervorheben. Hurrelmann versucht, diese beiden Ansätze in seinem „Modell der produktiven Selbstverarbeitung“ miteinander in veränderter Form zu verbinden. Es soll somit als Ausgangspunkt zur Orientierung und Stimulierung von Theoriebildung dienen.

In Hurrelmanns Modell finden sich zentrale Aspekte der psychoanalytischen Theorie von Erik H. Erikson wieder. In beiden Modellen wird Identität beschrieben als ein Prozess, welcher sich in Form von Stufen vollzieht, die sich nach typischen, dem Alter entsprechenden Fertigkeiten und Fähigkeiten beziehen. Erst mit dem Erreichen des Jugendalters ist demnach eine Qualität der Verarbeitung der inneren und äußeren Realität gegeben, dass eine Identitätsentwicklung erfolgen kann. Identität wird bei beiden Theoretikern beschrieben als eine Synthese zwischen innerer und äußerer Realität, bzw. zwischen den Bedürfnissen des Individuums und den Anforderungen der Umwelt. Der Erklärungsansatz von Erikson, dass ein Individuum mehrere aufeinander aufbauende Phasen durchlaufen muss, um seine Persönlichkeit zu entwickeln, findet sich auch bei Hurrelmann wieder. In seinem Modell sind es jedoch nicht die Konflikte, welche durch Verarbeitung die Persönlichkeit herausbilden, sondern Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche sich in Prozessen bilden und entwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Einbettung der Arbeit in ein Seminar am Institut für Kommunikationswissenschaft sowie Formulierung der zentralen Forschungsfragen zum Vergleich der Sozialisationstheorien.

2 Hurrelmanns Sozialisationstheorie im Vergleich: Gegenüberstellung von Hurrelmanns Modell mit den Theorien von Erikson, Piaget, Bourdieu und Mead zur Identitätsentwicklung und Handlungsfähigkeit.

3 Hurrelmanns Theorie als Ergänzung und Verbindung: Bewertung der Integrationskraft von Hurrelmanns Modell im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Wandlungsprozesse und die Verknüpfung psychologischer und soziologischer Aspekte.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Hurrelmann, Identitätsentwicklung, Realitätsverarbeitung, Individuation, Vergesellschaftung, Persönlichkeitsbildung, Handlungskompetenzen, Sozialstruktur, Erikson, Piaget, Bourdieu, Mead, Modell der produktiven Realitätsverarbeitung, Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Klaus Hurrelmanns Sozialisationstheorie und setzt diese in den Kontext anderer maßgeblicher psychologischer und soziologischer Theorien der Identitätsbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die produktive Realitätsverarbeitung, der Prozess der Identitätskonstruktion, das Spannungsfeld zwischen Individuation und Vergesellschaftung sowie der Erwerb von Handlungskompetenzen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, inwieweit Hurrelmanns Modell eine sinnvolle Ergänzung und Verbindung bestehender psychologischer und soziologischer Theorien darstellt und wo die spezifischen Stärken oder Vernachlässigungen im Vergleich zu anderen Ansätzen liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische vergleichende Analyse im Rahmen eines Essays, bei der Hurrelmanns Modell mit den Ansätzen von Erikson, Piaget, Bourdieu und Mead kontrastiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Hurrelmanns Konzepte der Persönlichkeitsentwicklung in den Dialog mit anderen Theoretikern gestellt, wobei Gemeinsamkeiten und theoretische Differenzen in der Beschreibung des Sozialisationsprozesses aufgezeigt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Individuation, Vergesellschaftung, Identitätsentwicklung, Handlungskompetenz sowie die genannten Theoretiker Hurrelmann, Piaget, Bourdieu und Mead.

Wie bewertet die Autorin Hurrelmanns Modell gegenüber Erikson?

Die Arbeit sieht in Hurrelmanns Modell eine Überlegenheit gegenüber Erikson, da es den Vorgang der Sozialisation komplexer beschreibt, indem es Strukturen und Prozesse der Handlungskompetenzen anstelle von reinen Krisenkonflikten in den Fokus rückt.

In welchem Punkt sieht die Arbeit eine Schwäche bei Hurrelmann im Vergleich zu Piaget?

Eine Schwäche wird darin gesehen, dass Hurrelmann den Erwerb der kognitiven Fähigkeiten, wie sie Piaget detailliert beschreibt, in seinem eigenen Modell vernachlässigt und hier eine Ergänzung durch Piagets Entwicklungsmodell notwendig ist.

Warum wird Hurrelmanns Theorie als Verbindung zwischen Psychologie und Soziologie hervorgehoben?

Sie gilt als sinnvoll verbindend, da Hurrelmann bestehende Konzepte aufgreift, Bezüge offenlegt und aktuelle gesellschaftliche Wandlungen wie Individualisierung sowie Entinstitutionalisierung in seine theoretischen Überlegungen integriert.

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Details

Title
Klaus Hurrelmanns Sozialisation durch produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität
Subtitle
Zwischen Individuation und Vergesellschaftung. Theoretische Perspektiven auf (Medien-)Sozialisationsprozesse
College
University of Münster  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Grade
1,3
Author
Alke Eva Caris (Author)
Publication Year
2016
Pages
9
Catalog Number
V502822
ISBN (eBook)
9783346048479
ISBN (Book)
9783346048486
Language
German
Tags
WWU Münster WWU IfK Eva Baumann Alke Eva Caris Münster Öffentlichkeit Kultur Gesellschaft Individuation Vergesellschaftung Kommunikation Kommunikationswissenschaft öffentliche Kommunikation Sozialisation Mediensoziologie Soziologie innere und äußere Realität Klaus Hurrelmann Hurrelmann Bourdieu Habermas Durkheim Parsons Süss Niesyto Mead Sozialisationstheorie
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Alke Eva Caris (Author), 2016, Klaus Hurrelmanns Sozialisation durch produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502822
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