Die bayerische Kirchenpolitik in der Epoche der Aufklärung. Hat der Amtsantritt Maximilian von Montgelas' eine neue Ära eingeleitet?


Seminararbeit, 2016

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kirchenpolitische Maßnahmen unter Max III. Joseph und Karl Theodor
2.1 Die Dezimation unter Max III. Joseph
2.1.1 Dezimation als Maßnahme gegen die Staatsüberschuldung
2.1.2 Die Dezimation als Vorbereitung des Staatskirchentums
2.2 Die Nuntiaturerrichtung unter Karl Theodor
2.2.1 Das „Zweckbündnis“ mit dem Papst
2.2.2 Die Nuntiatur als Vorbereitung des Staatskirchentums

3. Schluss

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Amtsantritt Montgelas' wird oftmals als Zäsur gesehen, die – vor allem im Hinblick auf die Kirchenpolitik - ein vollkommen neues Zeitalter einleitete, in dem das Bayern der Gegenwart seinen Ursprung habe.1 Die folgenden Ausführungen wollen diese Thesen hinterfragen, in Bezug auf die Kirchenpolitik konkrete Kontinuitäten zu den Kurfürsten Max III. Joseph und Karl Theodor herausarbeiten und die Frage beantworten, ob diese das Staatskirchentum des 19. Jahrhunderts mit vorbereitet haben.

Was die Quellenlage zu diesem Thema betrifft, so sind die meisten aufklärerischen, kirchenpolitischen und Flugschriften gut erhalten, wie diejenigen Peter von Osterwalds2 und Nikolaus von Hontheims3. Auch die kirchenpolitischen Maßnahmen und Verordnungen sind größtenteils erhalten.4 Das fast ausschließlich in den Archiven vorliegende Verwaltungsschriftgut wurde für die Zeit vor und unmittelbar nach dem Salzburger Kongress von Georg Pfeilschifter-Baumeister5 ausführlich ausgewertet. Das spätere – vor allem auf die Nuntiaturerrichtung bezogene – Schriftgut hat Bernhard Zittel analysiert.6 Im Zusammenhang mit der Nuntiatur gibt es außerdem publizierte kirchliche Quellen, wie beispielsweise die „Emser Punktation“.7

Die Forschung umfasst neben der allgemeinen Literatur zum Thema bayerische Kirchenpolitik zur Zeit der Aufklärung8 die Spezialliteratur wie die genannten Werke von Pfeilschifter-Baumeister und Zittel, aber auch der Aufsatz von Andreas Kraus über ein eventuelles aufklärerisches „System“9 in Bayern oder die Darstellung Richard Bauers über die Geschichte des Geistlichen Rats10 zu nennen.

Eine nach wie vor aktuelle Forschungsfrage ist es, nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten zwischen den Regierungszeiten der einzelnen Herrscher zu fragen. Auch im Folgenden soll diese Frage – in Bezug auf das Staatskirchentum – beantwortet werden. Konkret soll anhand von zwei ausgewählten kirchenpolitischen Maßnahmen, der Dezimation und der Nuntiaturerrichtung, das Ausmaß der Vorbereitung des Staatskirchentums des 19. Jahrhunderts durch diese Maßnahmen festgestellt werden. Dezimation und Nuntiaturerrichtung decken sowohl die Kirchenpolitik Max III. Josephs als auch Karl Theodors ab, sodass nach Kontinuitäten gefragt werden kann. Des Weiteren werden anhand dieser beiden Maßnahmen die maßgeblichen Akteure der kirchenpolitischen Konflikte dieser Zeit – Kurfürst, Kirche11 und Kurie – deutlich, sodass abschließend beurteilt werden kann, inwiefern die vorangegangenen Generationen das Staatskirchentum des 19. Jahrhunderts vorbereitet haben und ob Montgelas' Regierungsantritt tatsächlich als Beginn einer neuen Ära gesehen werden kann.

Bevor jedoch mit der Untersuchung begonnen wird, folgt die hier zugrundeliegende Definition des Begriffs „Staatskirchentum“.12 Nach Solte hat ein Staat im Staatskirchentum „Hoheitsrechte“ gegenüber den Religionsgemeinschaften inne.13 Bereits im 15. Jahrhundert hatten einige Landesherrn die Kontrollen gegenüber der Kirche in ihren Territorien verstärkt.14 Mit der Reformation übernahmen die protestantischen Landesherrn schließlich die vollkommene Kirchenhoheit, während in den katholischen Gebieten das Salzburger Konkordat von 1583 das Verhältnis zwischen Kirche und Staat regelte.15 Es gewährte den Landesherrn Jurisdiktionsgewalt, Besteuerung von Kirchengut16 und die Aufsicht über die kirchliche Vermögensverwaltung.17 Demzufolge war der Landesherr nicht wie in den protestantischen Gebieten das Oberhaupt der Kirche, sondern hatte allein aufgrund seiner Souveränität Einfluss auf sie – denn die katholische Kirche sah ihr Oberhaupt im Papst, die Hierarchie reichte also über die Landesgrenzen hinaus.18

Diese Konstellation führte immer wieder zu Konflikten, zumal jede Partei die eigene Macht auszudehnen bestrebt war, worauf unten näher eingegangen wird. Im sogenannten „Religionsedikt“ von 1809/18 wurde schließlich das Staatskirchentum des 19. Jahrhunderts festgeschrieben. Die Religionsgemeinschaften sollten „unter der obersten Staats-Aufsicht“ stehen, aber ihre „innern Kirchen-Angelegenheiten“ selbstständig verwalten.19

2. Kirchenpolitische Maßnahmen unter Max III. Joseph und Karl Theodor

2.1 Die Dezimation unter Max III. Joseph

2.1.1 Dezimation als Maßnahme gegen die Staatsüberschuldung

Die Neustrukturierung des Geistlichen Rats 1768, bei der ein weltlicher erster Direktor anstatt eines geistlichen eingeführt wurde, stellt eine bedeutende Maßnahme der neuen bayerischen

Kirchenpolitik während der Aufklärung dar, jedoch keinesfalls ihren Anfang.20 Denn die neue Kirchenpolitik hatte bereits 1763 begonnen, als Max III. Joseph eine Kommission einberufen ließ, die die Möglichkeiten dauerhafter Besteuerung von Kirchengütern ohne Bewilligung des Papstes ausloten sollte.21

Zuvor hatte Papst Benedikt XIV. 1757 eine Besteuerung von zehn Prozent über fünf Jahre und Papst Clemens XIII. 1762 und 1765 jeweils eine Besteuerung von 5 Prozent über drei Jahre genehmigt.22 Dieses Geld reichte jedoch nicht aus, um den Schuldenberg, der durch den Siebenjährigen Krieg noch größer wurde, zu tilgen.23 Nach Ende des Krieges gestaltete es sich außerdem immer schwieriger, einen Beweis zu erbringen, dass der Staat die Hilfe der Kirche benötigte, was laut Salzburger Konkordat die Voraussetzung für eine Genehmigung war.24

Die genaue Tätigkeit und eventuelle Beschlüsse der genannten Kommission sind nicht überliefert25 – die Schrift „Gründe sowohl für als wider die geistliche Immunität in zeitlichen Dingen“ aus der Hand des Vorsitzenden Peter von Osterwald26 ausgenommen. In dieser Schrift erörtert Osterwald dialektisch die Legitimität einer Steuerbefreiung für Kirchengüter, die nur durch den Papst aufgehoben werden konnte.27 Die Argumente für eine Besteuerung überwiegen deutlich.

Osterwald erachtet die Befreiung der Kirche von Steuern als „ein blosses Privilegium“ und folgert daraus, dass „die Befreyung von Steuern zur gemeinen Landsnothdurft zu Recht niemal bestehen kann“.28 Dieser Satz verdeutlicht die Intention Osterwalds, der Kommission und letztlich der gesamten bayerischen Kirchenpolitik unter Max III. Joseph. Die Schrift war nämlich keineswegs aufklärerisch motiviert,29 sondern ihr Zweck war es, die Kirche für die eigenen finanziellen Ziele („zur gemeinen Landsnothdurft“30 ) heranzuziehen.

Während die katholische Geistlichkeit Osterwalds Schrift sofort indizierte,31 unterstützte der Kurfürst sie, indem er jegliche kritische Äußerung darüber untersagte.32 Das heißt, zu dieser Zeit gab es nur zwei Konfliktparteien: den Staat, bestehend aus dem Kurfürsten und seinem Verwaltungsapparat, und die Kirche inklusive Kurie. Diese Konstellation veränderte sich schon wenige Jahre später.

Denn 1768 beschloss Max III. Joseph eine Dezimation, ohne die Genehmigung des Papstes zu beantragen33 – sie scheiterte jedoch am Widerstand des Klerus, die Steuern zu bezahlen.34 Besonders dürfte den Kurfürsten die plötzliche Einigkeit des Episkopats überrascht haben.35 Diese äußerte sich 1770 auf dem Salzburger Kongress, der Antwort der Bischöfe auf die weitreichenden Eingriffe des Kurfürsten.36 Deshalb ersuchte Max III. Joseph ab 1771 wieder die päpstliche Zustimmung für Dezimationen.37 Dieser Schritt leitete die enge Zusammenarbeit der folgenden Jahrzehnte zwischen Kurfürst und Kurie ein, die sich auf die Entstehung des Staatskirchentums des 19. Jahrhunderts folgendermaßen auswirkte.

2.1.2 Die Dezimation als Vorbereitung des Staatskirchentums

Aus den oben geschilderten Ereignissen lässt sich schließen, dass nach 1771 nicht mehr nur Kirche und Kurfürst im Konflikt standen, sondern als dritter Akteur die Kurie auftrat, die vorher der Konfliktpartei der Kirche angehört hatte. Denn der Papst sah sich angesichts der nationalkirchlichen Bestrebungen der Bischöfe zum Handeln gezwungen.38 Es war dem Papst folglich dienlich, wenn Max III. Joseph die Rechte der Bischöfe einschränkte, um seinerseits die Staatseinnahmen zu erhöhen. Ein Staatskirchentum, in dem der Kurfürst der Kirche rechtlich übergeordnet war, intendierte demnach weder der Papst noch der Kurfürst explizit. Es resultierte aber daraus, dass die Dezimation von Kirchengütern eine so wichtige Rolle spielte, wie im Folgenden gezeigt wird.

[...]


1 So zum Beispiel Rolle, Theodor: Fürstbischof Clemens Wenzeslaus und Kurfürst Max IV./König Max I. Joseph von Bayern. Zu den Auseinandersetzungen über das Verhältnis von Kirche und Staat in Bayern in den Jahren 1802-1806, in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte e.V. 25 (1991), S. 109-142, S. 109f.: Als Vorgeschichte des Friedens von Lunéville und des Reichsdeputationshauptschlusses wird einzig Montgelas' Ausspruch aus dem Jahr 1789 angeführt, dass die Kirche Teil des Staates sei und nicht umgekehrt, was er dann während seiner Amtszeit umgesetzt habe; siehe außerdem Hausberger, Karl/Hubensteiner, Benno: Bayerische Kirchengeschichte, München 1985, S. 280: Hier werden gewisse Vorbereitungen eingeräumt, der Regierungswechsel nach dem Tod Karl Theodors jedoch als „die entscheidende Wende“ (ebd.) bezeichnet.

2 Lochstein, Veremund von [= Osterwald, Peter von]: Gründe sowohl für als wider die geistliche Immunität in zeitlichen Dingen, Straßburg 1766.

3 Febronius, Justinus [=Hontheim, Nikolaus von]: De statu ecclesiae et legitima potestate Romani Pontificis, 5 Bde., Frankfurt/Leipzig 1763-1773.

4 Digitalisiert liegen zum Thema Kirchenpolitik vor allem Dokumente aus dem 19. Jahrhundert vor, wie beispielsweise das Religionsedikt von 1809/18 (Edict über die äußern Rechts-Verhältnisse der Einwohner des Königreichs Bayern, in Beziehung auf Religion und kirchliche Gesellschaften, München 1818 [= Zweyte Beylage zur Verfassungs-Urkunde des Königreichs Baiern]) oder das Konkordat von 1817 (Das, die innern Kirchen-Angelegenheiten im Königrieche ordnende Konkordat, München 1818 [=Anhang I. zu dem § 103 des Edikts über die äußern Rechtsverhältnisse der Einwohner des Königreichs Baiern in Beziehung auf Religion und Kirchliche Gesellschaften in der Beylage II. zu dem Tit. IV § 9 der Verfassungs-Urkunde des Königreichs Baiern]).

5 Pfeilschifter-Baumeister, Georg: Der Salzburger Kongreß und seine Auswirkung 1770-1777, Paderborn 1929.

6 Zittel, Bernhard: Die Vertretung des Hl. Stuhles in München 1785-1934, in: Wendel, Joseph (Hrsg.): Der Mönch im Wappen. Aus Geschichte und Gegenwart des katholischen München, München/Zürich 1960, S. 419-494.

7 Resultat des Emser Kongresses von den vier deutschen Erzbischöffen unterzeichnet samt genehmigender Antwort Sr. Kaiserl. Majestät, in ächten Aktenstücken, Frankfurt/Leipzig 1787.

8 Hier sei vor allem Band 2 des Handbuchs der bayerischen Geschichte angeführt (Spindler, Max [Hrsg]: Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. 2, München 21988 [2., überarb. Aufl.], S. 1269-1284) sowie das Handbuch der bayerischen Kirchengeschichte (Brandmüller, Walter [Hrsg.]: Handbuch der bayerischen Kirchengeschichte, Bd. 3, St. Ottilien 1991) und der Sammelband von Harm Klueting über die katholische Aufklärung (Klueting, Harm [Hrsg.]: Katholische Aufklärung – Aufklärung im katholischen Deutschland, Hamburg 1993 [=Studien zum achtzehnten Jahrhundert, Bd. 15]).

9 Kraus, Andreas: Probleme der bayerischen Staatskirchenpolitik 1750-1800, in: Klueting, Harm (Hrsg.): Katholische Aufklärung – Aufklärung im katholischen Deutschland, Hamburg 1993 (=Studien zum achtzehnten Jahrhundert, Bd. 15), S. 119-141 (Zitat ebd.).

10 Bauer, Richard: Der kurfürstliche geistliche Rat und die bayerische Kirchenpolitik 1768-1802, München 1971 (=Miscellanea Bavarica Monacensia, Bd. 32).

11 Der Begriff „Kirche“ wird hierbei durchaus als vielschichtig verstanden, der sich aus mehreren oft eigenständig handelnden Personen und Gruppen zusammensetzt. Es wird folglich berücksichtigt, dass die Mitglieder der Konfliktpartei „Kirche“, wie beispielsweise Erzbischöfe, Bischöfe, Prälaten, Klöster etc. nicht als geschlossene Gruppe auftraten und teilweise auch konkurrierende Interessen hatten.

12 Eine Überblicksdarstellung über das Verhältnis von Kirche und Staat von der Antike bis zur Gegenwart findet sich beispielsweise in Campenhausen, Axel von: Staatskirchenrecht. Ein Studienbuch, München 31996 (überarb. u. erg. Aufl.), S. 1-48. Im Folgenden soll sich jedoch auf das 18. und 19. Jahrhundert konzentriert werden.

13 Solte, Ernst-Lüder: Staatskirchenhoheit, in: Campenhausen, Axel von/Riedel-Spangenberger, Ilona/Sebott, Reinhold (Hrsg.): Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 3, Paderborn u.a. 2004, S. 583-585, S.585 (Zitat, S. 583).

14 Siehe hierzu Böttcher, Hartmut/Sepp, Florian: Staatskirchenhoheit (19./20. Jahrhundert), in: Historisches Lexikon Bayerns (URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Staatskirchenhoheit (19./20. Jahrhundert); Stand: 31.05.2016).

15 Vgl. ebd.; Einen ausführlichen Bericht über das Konkordat liefert Unterburger, Klaus: Das Bayerische Konkordat von 1583. Die Neuorientierung der päpstlichen Deutschlandpolitik nach dem Konzil von Trient und deren Konsequenzen für das Verhältnis von weltlicher und geistlicher Gewalt, Stuttgart 2006 (= Münchener Kirchenhistorische Studien, Bd. 11).

16 Besteuerung von Kirchengut war jedoch nur möglich, wenn der Staat in Not war und der Papst die erforderliche Genehmigung erteilte (vgl. Hammermayer, Landesherr und Kirche,S. 1269) – hierauf soll unter 2.1 näher eingegangen werden.

17 Vgl. Zittel, Vertretung, S. 422.

18 Siehe hierzu Solte, Ernst-Lüder: Staatskirchentum, in: Campenhausen, Axel von/Riedel-Spangenberger, Ilona/Sebott, Reinhold (Hrsg.): Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 3, Paderborn u.a. 2004, S. 588-590, S. 589.

19 Vgl. §38, Religionsedikt; Zitate ebd.

20 Beispielsweise sieht Kraus diese Neustrukturierung fälschlicherweise als Beginn der neuen Kirchenpolitik an (vgl. Kraus, Andreas: Die Aufklärung in Bayern, in: Ders. (Hrsg.): Geschichte Bayerns. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 42013 (aktualisierte Aufl.), S. 330-341, S. 337).

21 Vgl. Hammermayer, Landesherr und Kirche, S. 1270f.

22 Vgl. ebd., S. 1270.

23 Vgl. ebd., S. 1270f.

24 Vgl. Schmid, Alois: Vom Welstfälischen Frieden bis zum Reichsdeputationshauptschluss. Altbayern 1648- 1803. Grundlagen, in: Brandmüller, Walter (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Kirchengeschichte, Bd. 2, St. Ottilien 1993, S. 293-356, S. 333.

25 Vgl. Bauer, Geistlicher Rat, S. 39.

26 Zu seiner Biographie siehe Weitlauff, Manfred: Osterwald, Peter von, in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 622f. [Onlinefassung] (URL: https://www.deutsche- biographie.de/gnd100220851.html#ndbcontent; Stand: 26.05.2016).

27 Siehe Hammermayer, Landesherr und Kirche, S. 1269.

28 Vgl. Lochstein, Gründe, S. 287 (Zitate ebd.).

29 Deshalb habe es, so Kraus zu Recht, in Bayern kein aufklärerisches System wie etwa im Österreich Josephs II. gegeben, da neben der Aufklärung andere, vor allem finanzielle, Ziele im Vordergrund standen (vgl. Kraus, Probleme, S. 127).

30 Ebd.

31 Vgl. Bauer, Geistlicher Rat, S. 50f.

32 Vgl. Kraus, Probleme, S. 126.

33 Dies war nicht das erste Mal, dass ein Kurfürst Kirchengüter ohne päpstliche Erlaubnis besteuerte: Max Emanuel hatte durch eine unerlaubte Dezimation seine Kriegführung finanziert, jedoch erteilte ihm der Papst nachträglich wegen der Bedrohung durch die Türken seine Zustimmung (vgl. Schmid, Grundlagen, S. 332).

34 Vgl. Bauer, Geistlicher Rat, S. 71.

35 Vgl. Hammermayer, Landesherr und Kirche, S. 1273.

36 Siehe hierzu Pfeilschifter-Baumeister, Salzburger Kongress, S. 1.

37 Vgl. Hammermayer, Landesherr und Kirche, S. 1273.

38 Vgl. Hammermayer, Landesherr und Kirche, S. 1273; Ein Meinungsführer des Episkopats war zum Beispiel Johann Nikolaus von Hontheim, der in seiner Schrift De statu ecclesiae et legitima potestate Romani Pontificis eine stärkere und unabhängigere Stellung der Bischöfe gegenüber dem Papst forderte (siehe hierzu beispielsweise Zittel, Vertretung, S. 421).

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Details

Titel
Die bayerische Kirchenpolitik in der Epoche der Aufklärung. Hat der Amtsantritt Maximilian von Montgelas' eine neue Ära eingeleitet?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Geschichts- und Kunstwissenschaften)
Veranstaltung
Basiskurs: Aufklärung in Bayern
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
16
Katalognummer
V502914
ISBN (eBook)
9783346042125
ISBN (Buch)
9783346042132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aufklärung, Bayern, Kirchenpolitik, Kirche, Max III. Joseph, Karl Theodor, Staatskirchentum, Nuntiatur
Arbeit zitieren
Tanja Otto (Autor), 2016, Die bayerische Kirchenpolitik in der Epoche der Aufklärung. Hat der Amtsantritt Maximilian von Montgelas' eine neue Ära eingeleitet?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502914

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