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Kommunikation mit Gehörlosigkeit. Soziale Arbeit als Hilfe?

Titel: Kommunikation mit Gehörlosigkeit. Soziale Arbeit als Hilfe?

Hausarbeit , 2019 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alina Kruse (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikation im Allgemeinen und die Unterteilung verschiedener Interaktionsmöglichkeiten von Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung. Unter anderem wird ausführlich auf die Deutsche Gebärdensprache eingegangen. Zudem werden ausführlich Möglichkeiten der Unterstützung von Gehörlosen aufgeführt. Dazu gehört beispielsweise das sogenannte SQAT-Verfahren oder Gehörlosengeld.

In Deutschland leben rund 80.000 gehörlose Menschen. Angaben des Deutschen Schwerhörigenbundes zufolge über sechzehn Millionen, die aufgrund ihrer eingeschränkten Hörfunktion als schwerhörig gelten. Die jeweiligen Ursachen der Hörbeeinträchtigung, die Auswirkungen auf die Verständigung, die mit dieser Beeinträchtigung einhergehenden psychischen Belastungen sowie die Bewältigungsstrategien unterscheiden sich in einem hohen Maße voneinander. Auch wirken sich Fortschritte hinsichtlich der Medizin und Technik für jeden Menschen anders aus, individuelle Faktoren beeinflussen den zu erzielenden Erfolg entwickelter Hilfsmittel.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Definition und Annäherung an den Terminus „Behinderung“

2.1.1 „Behinderung“ aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

2.1.2 „Behinderung“ aus Sicht des Sozialgesetzbuches (SGB IX)

2.2 Grad der Behinderung (GdB)

2.3 Barrierefreiheit

2.4 Rechtliche Grundlagen (Auswahl)

3 Gehörlosigkeit

3.1 Zur Funktion des Hörens

3.2 Definition und Unterleitungen

4 Die Kommunikation von Gehörlosen. Eine Einteilung unterschiedlicher Kommunikationsmöglichkeiten

4.1 Die Deutsche Gebärdensprache (DGS)

5 Unterstützungsmöglichkeiten (der Sozialen Arbeit)

5.1 Gehörlosengeld

5.2 Deutscher Gehörlosen – Bund (DGB)

5.2.1 SQAT – Verfahren (Signing Question and Answer Tool)

5.3 Weitere beispielshafte, jedoch nicht ausführlich ausgeführte Unterstützungsmöglichkeiten

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen gehörloser Menschen in der Kommunikation unter erschwerten Bedingungen und analysiert, wie die Soziale Arbeit durch unterstützende Maßnahmen, rechtliche Rahmenbedingungen und technische Hilfsmittel zur gleichberechtigten Teilhabe beitragen kann.

  • Grundlagen der Behinderung und Barrierefreiheit
  • Medizinische und soziale Aspekte von Gehörlosigkeit
  • Methoden und Formen der Kommunikation für Gehörlose
  • Finanzielle Unterstützung und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Rolle des Deutschen Gehörlosen-Bundes und technische Teilhabe-Tools (SQAT)

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Deutsche Gebärdensprache (DGS)

»Indianer und Cowboys haben bis in den Abend gekämpft und sich dann in die Lager zurückgezogen. Nun werden Unterhändler ausgeschickt, die versuchen, sich mit Zeichensprache zu verständigen. Der Indianer fängt an: Er streckt den Zeigefinger vor, auf den Cowboy gerichtet. Der erwidert, die Hand erhoben, Zeige- und Mittelfinger gespreizt. Darauf lässt der Indianer seine Faust hämmernd durch die Luft fahren. Der Cowboy erwidert, indem er die Hand waagrecht vor sich her zieht [sic!]. Beide kehren in ihre Lager zurück. „Was hat er gesagt?“, fragen die anderen Cowboys. Der Unterhändler: „Er sagte: Wir legen euren Häuptling um (wiederholt den ausgestreckten Zeigefinger). Darauf ich: Dann legen wir zwei von euch um (hebt die Hand mit den zwei gespreizten Fingern). Darauf er: Dann schlagen wir euch die Köpfe ein (hämmert in die Luft), und ich: Dann radieren wir euch aus (waagrechte Handbewegung).“ – Bei den Indianern wiederholt es sich ähnlich, die Interpretation ist allerdings etwas anders: „Ich fragte ihn: Wie heißt du? (streckt den Zeigefinger vor). Darauf er: Ich heiße Ziege (spreizt die Finger). Ich frage: Bergziege? (hämmernde Bewegung), und er: Nee (zieht die Hand durch die Luft), Flussziege.« (Wachsmuth 2013: 101f.)

Diese, von Wachsmuth selbst erfundene Geschichte, verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass beide Seiten die Zeichen bzw. Symbole des jeweils anderen verstehen und richtig deuten, damit es zu keinen Missverständnissen und somit zu einer Fehlkommunikation kommt. Dies gilt nicht nur für diesen beispielhaften Ausnahmefall, sondern auch für die Kommunikation durch Schrift und Wort. Auch im nonverbalen (nichtsprachlichen) Bereich gibt es eine Vielzahl solcher vereinbarter Kommunikationsmöglichkeiten. Zu nennen wäre hier beispielsweise das international vereinbarte Flaggenalphabet, mit dem sich Seefahrer auf hoher See über weite Distanz verständigen können, die Zeichensprache der Taucher sowie die Verständigung über Handzeichen zwischen Bauarbeitern und Kranführern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Hörens für die zwischenmenschliche Kommunikation und führt in die Problematik ein, mit der hörgeschädigte Menschen konfrontiert sind.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Behinderungsbegriff aus verschiedenen Perspektiven (WHO, SGB IX), erläutert den Grad der Behinderung sowie rechtliche Rahmenbedingungen.

3 Gehörlosigkeit: Es wird die Funktion des Hörens sowie die medizinische Definition von Gehörlosigkeit und deren unterschiedliche Ausprägungen dargestellt.

4 Die Kommunikation von Gehörlosen. Eine Einteilung unterschiedlicher Kommunikationsmöglichkeiten: Hier werden Kommunikationsstrategien von Gehörlosen beschrieben, mit einem Fokus auf die Deutsche Gebärdensprache (DGS) sowie unterstützende Kommunikationssysteme.

5 Unterstützungsmöglichkeiten (der Sozialen Arbeit): Dieses Kapitel bietet einen Überblick über finanzielle Leistungen (Gehörlosengeld), die Arbeit des DGB und technische Hilfsmittel wie das SQAT-Verfahren.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Teilhabe und die verschiedenen rechtlichen und praktischen Unterstützungsmöglichkeiten für gehörlose Menschen zusammen.

Schlüsselwörter

Gehörlosigkeit, Soziale Arbeit, Barrierefreiheit, Behinderung, Gebärdensprache, DGS, Kommunikation, Teilhabe, SGB IX, Gehörlosengeld, Deutscher Gehörlosen-Bund, SQAT, Cochlea-Implantat, Inklusion, Schwerbehindertenausweis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit thematisiert die Lebenssituation gehörloser Menschen und beleuchtet, wie Kommunikationsbarrieren abgebaut werden können und welche Unterstützung durch die Soziale Arbeit möglich ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit umfasst die Definition von Behinderung, medizinische Grundlagen der Gehörlosigkeit, unterschiedliche Kommunikationsformen (insb. DGS) und diverse Unterstützungssysteme in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Strategien und Rahmenbedingungen aufzuzeigen, die gehörlosen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung rechtlicher Bestimmungen sowie fachspezifischer Quellen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, medizinische Einordnungen, Kommunikationsmethoden und spezifische Unterstützungsmöglichkeiten wie das Gehörlosengeld und das SQAT-Verfahren.

Was zeichnet die Arbeit aus?

Die Arbeit verknüpft rechtliche Grundlagen (wie das BTHG) mit praktischen Ansätzen der Sozialen Arbeit und der Bedeutung von Gebärdensprache.

Was ist das SQAT-Verfahren?

Das „Signing Question and Answer Tool“ ist ein Schlichtungsverfahren, das gehörlosen Menschen ermöglicht, ihre Anliegen per Video in Gebärdensprache bei einer Schlichtungsstelle einzureichen.

Wie unterscheidet sich das Gehörlosengeld in den Bundesländern?

Die Regelungen für das Gehörlosengeld sind landesrechtlich definiert, wodurch sich sowohl die Anspruchsvoraussetzungen als auch die monatlichen Zahlungsbeträge stark unterscheiden oder in einigen Ländern gar nicht existieren.

Warum ist das "Soziale Modell von Behinderung" relevant?

Es verschiebt den Fokus weg von der medizinischen Defizitsicht hin zu einer gesellschaftlich konstruierten Barriere, was für die Soziale Arbeit den Auftrag impliziert, Barrieren abzubauen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kommunikation mit Gehörlosigkeit. Soziale Arbeit als Hilfe?
Hochschule
Hochschule Emden/Leer
Note
1,3
Autor
Alina Kruse (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
35
Katalognummer
V502995
ISBN (eBook)
9783346077592
ISBN (Buch)
9783346077608
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kommunikation gehörlosigkeit soziale arbeit hilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alina Kruse (Autor:in), 2019, Kommunikation mit Gehörlosigkeit. Soziale Arbeit als Hilfe?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/502995
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Leseprobe aus  35  Seiten
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