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Wirtschaftsförderungsstrategien. Ein Vergleich zwischen Leipzig und Dresden

Titel: Wirtschaftsförderungsstrategien. Ein Vergleich zwischen Leipzig und Dresden

Akademische Arbeit , 2008 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Raimo Riedel (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Während sie in demographischer Dimension ähnlich sind, könnten Leipzig und Dresden in punkto Stadtcharakter und (Wirtschafts-)Geschichte nicht unterschiedlicher sein. Ein Kapitel wird erklärend die verschiedenartigen historischen Ausgangsbedingungen der Städte beleuchten, die bis in die ökonomische Gegenwart hineinwirken. Gibt es daraus folgend Pfadunterschiede in der heutigen Wirtschaftsförderung? Nehmen die Städte die Wirtschaftsförderpolitik anders wahr, beispielsweise indem sie andere Instrumente einsetzen? Haben beide Städte jeweils unterschiedliche Schwerpunkte als zukünftige Kompetenzfelder ausgewiesen, die auf historischen, während der Zeit der Planwirtschaft aber teilweise verschütteten ökonomischen und funktionalen Vorprägungen basieren?

Die These müsste lauten, dass die Residenzstadt Dresden nach 1989 andere wirtschaftliche Entwicklungspfade gehabt haben müsste als die Handels- und Messestadt Leipzig. Da zwischen der Ausweisung eines auf einem Entwicklungspfad beruhenden Kompetenzfeldes und einem tatsächlichen Erfolg auf jenem Gebiet oftmals eine Diskrepanz besteht, ist deshalb in der Arbeit auch zu untersuchen, welche Stadt ihren Zielen bisher näher kam und in der Zukunft größere Aussichten hat, die wirtschaftlich potenteste Großstadt Sachsens und damit Ostdeutschlands zu werden.

Wo sind die wirtschaftlichen Eckdaten momentan günstiger und lassen auf bessere Perspektiven schließen? Welche Stadt konnte wichtigere und arbeitsplatzwirksamere Steuerungsfunktionen auf sich ziehen?
Der Vergleich wird die beiden Städte und ihre Entwicklungen nicht eins zu eins abarbeiten, sondern je nach Kompetenzen mal die eine, mal die andere Stadt etwas mehr beleuchten, so dass am Ende eine aussagekräftige Bearbeitung der Fragestellungen entsteht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ein kurzer Abriss historischer Vorbedingungen

2.1 Gesellschaftlicher Charakter und kurze Wirtschaftsgeschichte

2.1.1 Leipzig

2.1.2 Dresden

2.2 Demographie

3 Die Entwicklung beider Städte nach 1989

3.1 Offiziell ausgewiesene Kompetenzfelder

3.2 Wissenschaft und Flughafen als infrastrukturelle Grundlagen für Wirtschaft

3.2.1 Wissenschaft als Katalysator für wirtschaftliche Entwicklung

3.2.1.1 Universitäten und Hochschulen

3.2.1.2 Außeruniversitäre Forschung

3.2.2 Flugverkehr und Logistik als Komponente der Ökonomie beider Städte

3.3 Der Sekundäre Sektor

3.3.1 Ein Dresdner Beispiel erfolgreicher Wirtschaftspolitik

3.3.2 Der Automobilsektor als Arena des Wettbewerbs zwischen beiden sächsischen Städten

3.4 Der tertiäre Sektor

3.4.1 Verlagswesen und Medien als Beispiele verlorener oder neugewonnener Kompetenz Leipzigs

3.4.2 Messe- und Kongresswesen

3.4.3 Banken und Handelsvertretungen

3.5 Die Vermarktung der Städte als Instrument der Wirtschaftsförderung

3.5.1 Kultur als Imageträger und Wirtschaftsfaktor

3.5.2 Institutionen und Maßnahmen des Stadtmarketing

3.5.3 Sport als Kompetenzfeld

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit vergleicht die wirtschaftliche Entwicklung der sächsischen Großstädte Leipzig und Dresden nach 1989. Ziel ist es, trotz ähnlicher demographischer Ausgangsbedingungen die signifikanten Unterschiede in der wirtschaftlichen Spezialisierung, den strategischen Kompetenzfeldern sowie den Vermarktungsansätzen herauszuarbeiten und zu analysieren, welche Stadt ihren Zielen bisher näher kam.

  • Historische Pfadabhängigkeiten und ihre Auswirkungen auf die moderne Stadtstruktur.
  • Wissenschafts- und Forschungslandschaft als Katalysatoren wirtschaftlicher Entwicklung.
  • Wettbewerb im Sekundären Sektor (Industrie, Halbleiter, Automobilsektor).
  • Vermarktungsstrategien im Dienstleistungs-, Messe- und Sportsektor.

Auszug aus dem Buch

3.3 Der Sekundäre Sektor

Obwohl viele Städte ihre Zukunft eher in der Entwicklung zu einem Zentrum der Dienstleistungen sehen, haben die meisten wirtschaftlich erfolgreichen Städte eine starke industrielle Basis. Vor allem bei Dresden und Leipzig als traditionsreiche Industriestädte macht eine Thematisierung dieses Sektors Sinn.

3.3.1 Ein Dresdner Beispiel erfolgreicher Wirtschaftspolitik

Vor allem im industriellen Sektor besteht ein großes Ungleichgewicht zwischen beiden Städten und ihrer Entwicklung, was sich noch heute im deutlich größeren Bruttoinlandsprodukt Dresdens niederschlägt. (Vgl. Anhang, Kennziffern, S.25) Deshalb machen Erläuterungen Sinn, die Erklärungen aufzeigen für das bei gleicher Einwohnerzahl deutlich höhere BIP der Stadt Dresden. Vor allem im Sekundären Sektor liegen die Erklärungen hierfür.

Im für die weitere industrielle Entwicklung wichtigen Zeitraum zwischen 1995 und 2001 wuchs die Dresdner Industrieproduktion um 23 %, während sie in Leipzig um 23 % schrumpfte. (Vgl. Oswalt, 2004, S.47)

Legt man beispielsweise den Umsatz der Leipziger Industrieproduktion 1991 bei 1,572 Milliarden Euro an, so ist sie bis 2001 mit 1,576 Milliarden Euro nur um 0,3 % gestiegen. (Vgl. Heinker, 2001, S.35) Dieses Jahrzehnt ohne industrielle Leistungssteigerung wirkt noch heute nach.

Dabei ist fatal, dass in den Jahren des damals oft in Ostdeutschland zu verzeichnenden Aufholprozesses zwischen 1993 und 1997 nach Meinung von Wirtschaftsforschern die Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit der Industrien beider Städte gelegt wurden. Hier allerdings in Dresden deutlich stärker als im damals industriell schrumpfenden Leipzig. Bei gewerblichen Projekten mit einem Mindestinvestitionsvolumen von 100 Millionen DM beantragte Dresden in jenen Jahren eine um das 49fache höhere Investitionssumme zur Förderung und bekam das 112fache dann tatsächlich bezuschusst. Dresden war damit sowohl aktiver als auch erfolgreicher, was sich nach Meinung von Wissenschaftlern auch in der Zukunft bemerkbar machen wird. (Vgl. Heinker, 2001, S.25)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zum wirtschaftlichen Vergleich der beiden ostdeutschen Halbmillionenstädte Leipzig und Dresden nach 1989.

2 Ein kurzer Abriss historischer Vorbedingungen: Analyse der stadtgeschichtlichen Entwicklungen und Mentalitäten, die als Basis für die heutige wirtschaftliche Ausrichtung dienen.

3 Die Entwicklung beider Städte nach 1989: Detaillierter Vergleich der Kompetenzfelder, wissenschaftlichen Infrastruktur, industriellen Basis, des Dienstleistungssektors und der Stadtvermarktung.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass wirtschaftliche Indikatoren stärker für Dresden sprechen, während Leipzig bei den Kontroll- und Steuerungsfunktionen punktet.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsentwicklung, Leipzig, Dresden, Standortwettbewerb, Industrie, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, Mikroelektronik, Logistik, Kultur, Fachhochschulen, Forschung, Infrastruktur, Dienstleistungssektor, Automobilindustrie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung und die Standortkonkurrenz der beiden sächsischen Metropolen Leipzig und Dresden seit der deutschen Wiedervereinigung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die industrielle Basis, die Rolle von Wissenschaft und Forschung, infrastrukturelle Standortfaktoren sowie die verschiedenen Strategien im Bereich Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der Ausweisung bestimmter Kompetenzfelder und dem tatsächlichen wirtschaftlichen Erfolg der beiden Städte aufzuzeigen und zu ermitteln, welche Kommune ihre Ziele effektiver verfolgt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die historische Ausgangsbedingungen, aktuelle wirtschaftliche Daten (BIP, Arbeitslosenquote) und qualitative Faktoren der Stadtentwicklung gegenüberstellt.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden neben dem Sekundären Sektor (Industrie) insbesondere der tertiäre Sektor (Medien, Banken, Messewesen) und der Einfluss von Kultur und Sport auf das Stadtimage analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Standortwettbewerb, wirtschaftliche Transformation, Kompetenzfeldentwicklung, Industrieansiedlung und die unterschiedliche strategische Positionierung der beiden Städte.

Warum spielt der Automobilsektor eine so wichtige Rolle im Vergleich?

Dieser Sektor dient als Beispiel für einen gezielten wirtschaftspolitischen Wettbewerb, in dem sich beide Städte durch Ansiedlungen wie VW in Dresden sowie Porsche und BMW in Leipzig neue, zukunftsfähige Kompetenzen erarbeitet haben.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der "Gewinner" des Vergleichs?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es keine eindeutige Antwort gibt: Während Dresden bei wirtschaftlichen Kennziffern und Innovationskraft besser abschneidet, behauptet sich Leipzig stärker als Zentrum für Dienstleistungen und überregionale Kontrollfunktionen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wirtschaftsförderungsstrategien. Ein Vergleich zwischen Leipzig und Dresden
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
2,0
Autor
Raimo Riedel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
27
Katalognummer
V503033
ISBN (eBook)
9783346044891
ISBN (Buch)
9783346044907
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wirtschaftsförderungsstrategien vergleich leipzig dresden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Raimo Riedel (Autor:in), 2008, Wirtschaftsförderungsstrategien. Ein Vergleich zwischen Leipzig und Dresden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503033
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Leseprobe aus  27  Seiten
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