Das Ziel dieser Hausarbeit ist die Analyse der Konzepte zur Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit aus Sicht der Neoklassik und des Keynesianismus. Dabei wird der Fokus auf die volkswirtschaftlichen Theorien gelegt.
Eines der Hauptziele der Politiker in Sachen Wirtschaftspolitik in entwickelten Volkswirtschaft ist es, die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren. Dabei umfasst die Jugendarbeitslosigkeit alle Erwerbslosen im Alter von 15 bis 24 Jahren.
Aus Sicht des Keynesianismus tendiert der Arbeitsmarkt nicht durch die Automatismen des Marktes zu einem Gleichgewicht und ist somit nicht effizient, dementsprechend kommt es nicht zur perfekten Allokation der Ressourcen. Um dem entgegenzuwirken, argumentiert der Keynesianismus mit einer Erhöhung der effektiven Nachfrage durch den Staat, da die zu geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage der zentrale Punkt bei der Entstehung von Arbeitslosigkeit ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konzepte des Keynesianismus
3. Konzepte der Neoklassik
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene wirtschaftspolitische Ansätze zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen den theoretischen Modellen der Neoklassik und des Keynesianismus liegt. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, welche spezifischen Konzepte diese Paradigmen zur Reduzierung der Arbeitslosenzahlen unter Jugendlichen vorschlagen und wie sie sich in ihrer ökonomischen Argumentation unterscheiden.
- Analyse der nachfrageorientierten Politikansätze nach Keynes
- Untersuchung angebotsorientierter Maßnahmen der Neoklassik
- Bedeutung von Humankapital und Arbeitsmarkteffizienz
- Rolle von Mindestlöhnen und Marktversagen durch asymmetrische Informationen
- Vergleich der staatlichen Interventionsmöglichkeiten
Auszug aus dem Buch
Konzepte des Keynesianismus
Aus Sicht des Keynesianismus tendiert der Arbeitsmarkt nicht durch die Automatismen des Marktes zu einem Gleichgewicht und ist somit nicht effizient, dementsprechend kommt es nicht zur perfekten Allokation der Ressourcen. Um dem entgegenzuwirken argumentiert der Keynesianismus mit einer Erhöhung der effektiven Nachfrage durch den Staat, da die zu geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage der zentrale Punkt bei der Entstehung von Arbeitslosigkeit ist. Die effektive/ gesamtwirtschaftliche Nachfrage setzt sich aus den Komponenten Konsum, Investitionen, Staatsausgaben und dem Außenbeitrag zusammen, wobei lediglich die Staatsausgaben direkt durch den Staat beeinflusst werden können. Somit wäre ein Konzept zur Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit des Keynesianismus, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu erhöhen.
Dies kann entweder direkt über eine expansive Fiskalpolitik erfolgen, oder durch Anreize, z.B. in Form von Steuersenkungen für Unternehmen und private Haushalte, wobei die multiplikative Wirkung der Staatsausgaben effektiver und damit höher ausfällt als die der Steuern. Jedoch würde sich dies nicht zwingend in einer Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit niederschlagen, sondern lediglich die gesamte Arbeitslosigkeit würde dadurch zurückgehen. Nachfolgend werden die konkreten Konzepte zur Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit aufgeführt und erläutert.
Ein Konzept des Keynesianismus zur Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit in diesem Zusammenhang wären subventionierte Arbeitsplätze und/ oder Ausbildungsplätze. Der Staat würde demnach Unternehmen zusätzlich liquide Mittel zur Verfügung stellen, damit diese vermehrt Jugendliche einstellen. Unternehmen würden es sonst eher vermeiden jungen Leuten einen Arbeitsplatz zu stellen, da die Arbeitserfahrung und das damit verbundene Know-how noch nicht akkumuliert werden konnte, was sich negativ in ihrer Produktivität niederschlägt. Dadurch erweitert der Staat den finanziellen Spielraum der Unternehmen, was sich in einer Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit widerspiegelt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Jugendarbeitslosigkeit und führt anhand einer statistischen Übersicht über europäische Länder in die Problematik ein, um das Ziel der Arbeit abzustecken.
2. Konzepte des Keynesianismus: Der Fokus liegt hier auf der Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage sowie staatlichen Förderprogrammen wie Subventionen und Bildungsangeboten zur Steigerung des Humankapitals.
3. Konzepte der Neoklassik: Dieses Kapitel beleuchtet marktkonforme Ansätze, kritisiert Lohnstarrheiten durch Mindestlöhne und thematisiert die Bedeutung der Grenzproduktivität sowie den Umgang mit asymmetrischen Informationen.
4. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung stellt die Gegensätze zwischen nachfrageorientierten und angebotsorientierten Maßnahmen gegenüber und bewertet deren Anwendung bei Marktimperfektionen.
Schlüsselwörter
Jugendarbeitslosigkeit, Keynesianismus, Neoklassik, Fiskalpolitik, Arbeitsmarkt, Grenzproduktivität, Nachfragesteuerung, Humankapital, Mindestlohn, Marktversagen, Beschäftigungspolitik, Markteffizienz, asymmetrische Informationen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt theoretische wirtschaftspolitische Konzepte zur Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit aus zwei gegensätzlichen wissenschaftlichen Perspektiven.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themenfelder umfassen die staatliche Eingriffsmöglichkeit, die Mechanismen des Arbeitsmarktes, das Konzept der Humankapitalbildung und die Auswirkungen von Lohnanpassungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, zu analysieren, wie der Keynesianismus und die Neoklassik Jugendarbeitslosigkeit erklären und welche jeweiligen wirtschaftspolitischen Gegenmaßnahmen sie vorschlagen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um die wirtschaftspolitischen Paradigmen und deren Konzepte zur Lösung der Jugendarbeitslosigkeit zu vergleichen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung nachfrageorientierter keynesianischer Strategien und der angebotsorientierten Argumentation der neoklassischen Theorie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Jugendarbeitslosigkeit, Keynesianismus, Neoklassik, Fiskalpolitik, Grenzproduktivität und Arbeitsmarkt.
Was versteht der Keynesianismus unter dem "employer of the last resort"-Konzept?
Es ist ein Ansatz, bei dem der Staat selbst als Arbeitgeber auftritt, um Jugendlichen Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen, wenn die private Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nicht ausreicht.
Warum kritisieren Neoklassiker Mindestlöhne im Kontext der Jugendarbeitslosigkeit?
Aus neoklassischer Sicht führen Mindestlöhne zu Lohnstarrheit, da sie über der Grenzproduktivität der oft unerfahrenen Jugendlichen liegen, was Unternehmen davon abhält, diese einzustellen.
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- Anonym (Author), 2018, Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit. Konzepte des Keynesianismus und der Neoklassik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503089