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Corporate Governance in Europa. Großbritannien, Frankreich, Polen, Tschechien, Schweden und die Schweiz

Title: Corporate Governance in Europa. Großbritannien, Frankreich, Polen, Tschechien, Schweden und die Schweiz

Seminar Paper , 2019 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Leon Orth (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen nationalen CG Kodizes der Länder Europas. Zunächst wird der Begriff CG erläutert und im geschichtlichen Kontext ein- geordnet. Sodann soll geklärt werden was CG ist und warum CG notwendig ist.

Im Mittelpunkt der Betrachtung dieser Arbeit steht CG in anderen Ländern Europas. Hier sollen zu Beginn Gemeinsamkeiten der nationalen CG Kodizes aufgezeigt werden. Anschließend geht es um die Frage der Unterscheidungskriterien der nationalen Kodizes und es folgt eine genauere Betrachtung der Kodizes der Länder Großbritannien, Frankreich, Polen, Tschechien, Schweiz und Schweden.

Mit Blick auf die Globalisierung von Unternehmen, Finanzmärkten und gleichzeitig starker Einflussnahme der EU auf die europäische Wirtschaft, steht ein Begriff im Zentrum vieler wissenschaftlicher und politischer Diskussionen: Corporate Governance (im Folgenden CG). Bereits in den 90er Jahren entstand eine Debatte um CG, aufgrund der steigenden Anzahl von Unternehmensskandalen auf nationaler sowie internationaler Ebene. Nennenswert sind hier beispielsweise der Skandal um Bilanzfälschungen beim ehemalgien Energiekonzern Enron in den USA oder die Holzmann AG Pleite.

Diese Unternehmensskandale warfen die Frage auf, ob nicht Kodizes und Regeln von Nöten sind, welche ergänzend zu den rechtlich bestehenden Re- gelungen eine gute und effiziente Unternehmensführung und -überwachung ermöglichen. Dies bildet die Basis für die Schaffung von CG Kodizes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Corporate Governance

2.1 Begriff und Ursprung

2.2 Was ist Corporate Governance

2.3 Gründe für die Notwendigkeit von Corporate Governance

3. Corporate Governance in anderen Ländern Europas

3.1 Geschichtliche Einordnung

3.2 Gemeinsamkeiten der europäischen CG

3.3 Unterscheidung europäischer Kodizes

3.3.1 Monistisches System

3.3.2 Dualistisches System

3.3.3 Aktionärsschutzregeln

4. Combined Code UK

4.1.Geschichtliche Entwicklung des Combined Code

4.2 Grundlagen des englischen Rechtssystems

4.3 Ziele und Regelungen des Combined Code

5. Frankreichs Viénot Berichte

5.1 Geschichtlicher Kontext

5.2 Rechtlicher Rahmen

5.3 Besonderheit der französischen CG

6. CG in Ostmitteleuropa, insbesondere Polen und Tschechien

6.1 Liberale Marktwirtschaft

6.1.1 Tschechien

6.1.2 Polen

6.2 Einfluss durch die EU

6.3 Rechtliche Grundlage der ostmitteleuropäischen CG

6.4 CG in Polen und Tschechien

7. Swiss Code of Best Practice

7.1 Geschichtlicher Kontext

7.2 Rechtliche Rahmenbedingungen

7.3 Inhalte und Besonderheiten der schweizerischen CG

8. Kurzbetrachtung der schwedischen CG

9. Eigene Stellungnahme

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die Ausgestaltung und Bedeutung von Corporate Governance (CG) in verschiedenen europäischen Ländern. Das primäre Ziel ist es, Gemeinsamkeiten sowie länderspezifische Unterschiede bei den nationalen Kodizes aufzuzeigen, vor dem Hintergrund historisch gewachsener Wirtschaftssysteme und des Einflusses durch die Europäische Union.

  • Strukturmerkmale und Leitungssysteme (monistisch vs. dualistisch)
  • Der Einfluss historischer Ereignisse auf die Entwicklung nationaler CG-Kodizes
  • Anwendung und Durchsetzung der Kodizes basierend auf dem "comply or explain"-Prinzip
  • Rechtsvergleich und Harmonisierungsbestrebungen innerhalb der EU

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Monistisches System

Das monistische System, auch „One-Tier-Modell“ genannt, ist in Ländern wie Großbritannien, Schweiz, Schweden, Spanien oder Belgien vorherrschend. Diese Länder legen großen Wert auf eine freie Marktwirtschaft, mit einer im Vordergrund stehenden Bedienung des Eigenkapitals.36

In dem monistischen Leitungssystem findet keine Unterteilung der Unternehmensleitung und Unternehmensaufsicht in Vorstand und Aufsichtsrat statt, sondern wird vielmehr zu einem Organ der Unternehmensführung zusammengefasst. Dieses Organ wird zumeist als Board of Directors bezeichnet und setzt sich zusammen aus Outside Directors also unternehmensexternen Mitgliedern und den Inside Directors, unternehmensinternen Mitgliedern.37

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz von Corporate Governance als Antwort auf Unternehmensskandale und definiert den Rahmen der Untersuchung für verschiedene europäische Länder.

2. Corporate Governance: Dieses Kapitel definiert den Begriff, seine Ursprünge in den USA und die Notwendigkeit von Ordnungsrahmen zur Regelung von Interessenkonflikten zwischen Prinzipalen und Agenten.

3. Corporate Governance in anderen Ländern Europas: Es werden Gemeinsamkeiten und strukturelle Unterschiede, wie das monistische versus das dualistische System, sowie Aktionärsschutzregeln im europäischen Kontext analysiert.

4. Combined Code UK: Die Untersuchung behandelt die historische Entwicklung des englischen Kodex, das zugrunde liegende Common Law System und die Bedeutung des "comply or explain"-Prinzips an der Londoner Börse.

5. Frankreichs Viénot Berichte: Dieses Kapitel befasst sich mit dem französischen Kontext, der Zwitterstellung des Gesellschaftsrechts und den spezifischen Sanktionsmechanismen der französischen Corporate Governance.

6. CG in Ostmitteleuropa, insbesondere Polen und Tschechien: Die Arbeit analysiert den Einfluss der liberalen Marktwirtschaft, den Beitritt zur EU und die spezifischen Entwicklungen in Polen und Tschechien.

7. Swiss Code of Best Practice: Das Kapitel betrachtet die verspätete Einführung der CG in der Schweiz, das dort vorherrschende monistische System und die Rolle der Richtlinie Corporate Governance.

8. Kurzbetrachtung der schwedischen CG: Eine kurze Analyse des schwedischen Kodex, der sich am britischen Modell orientiert und stark auf Empfehlungsbasis beruht.

9. Eigene Stellungnahme: Der Autor bewertet die Notwendigkeit der Harmonisierung des EU-Gesellschaftsrechts und betont die Bedeutung eines Gleichgewichts zwischen Regulierung und unternehmerischer Freiheit.

10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese über den europaweiten Trend zur Vereinheitlichung und betont, dass Corporate Governance kein Garant für Unternehmenserfolg, aber essentiell für Marktvertrauen ist.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Unternehmensführung, Aktionärsschutz, monistisches System, dualistisches System, Combined Code, Viénot Berichte, EU-Harmonisierung, Comply or Explain, Stakeholder, Shareholder, Principal-Agent-Theorie, Börsenzulassung, Transparenz, Unternehmensüberwachung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Ausgestaltung und Entwicklung von Corporate Governance (CG) Kodizes in verschiedenen europäischen Ländern und vergleicht diese hinsichtlich ihrer Struktur und Zielsetzung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen zählen die Unterschiede zwischen monistischen und dualistischen Leitungssystemen, der Einfluss der EU auf die Harmonisierung von Standards sowie die Rolle des Kapitalmarktes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Identifizierung von Gemeinsamkeiten und länderspezifischen Unterschieden der CG-Kodizes, um zu verstehen, wie verschiedene Länder auf nationale und internationale Unternehmensskandale reagiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtsvergleichenden Analyse nationaler Kodizes und Berichte unter Einbeziehung der jeweiligen ökonomischen und historischen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die CG-Systeme von Großbritannien, Frankreich, Polen, Tschechien, der Schweiz und Schweden sowie allgemeine theoretische Grundlagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Corporate Governance, Aktionärsschutz, Harmonisierung, Transparenz und die Principal-Agent-Theorie charakterisiert.

Warum spielt das "comply or explain"-Prinzip eine so zentrale Rolle?

Es dient als flexibler Mechanismus, der es börsennotierten Unternehmen ermöglicht, von Kodex-Regeln abzuweichen, sofern sie dies transparent begründen, anstatt starre gesetzliche Pflichten zu erzwingen.

Wie unterscheidet sich das französische System von anderen?

Frankreich nimmt eine Zwitterstellung zwischen dem dualistischen und monistischen Modell ein und weist eine starke staatliche Einflussnahme sowie spezifische Sanktionsmöglichkeiten durch die wirtschaftliche Elite auf.

Welchen Einfluss hatte der EU-Beitritt auf die CG in Osteuropa?

Der Beitritt von Polen und Tschechien bedingte eine notwendige Synchronisation mit europäischen Standards, was unter anderem zur Implementierung unabhängiger Börsenaufsichtsbehörden führte.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Harmonisierung?

Die Arbeit erkennt einen europaweiten Trend zur Harmonisierung, warnt jedoch davor, dass aufgrund historisch gewachsener Wirtschaftssysteme eine vollkommene Vereinheitlichung schwierig bleibt.

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Details

Title
Corporate Governance in Europa. Großbritannien, Frankreich, Polen, Tschechien, Schweden und die Schweiz
College
Cologne University of Applied Sciences  (Schmalenbach Institut)
Grade
1,3
Author
Leon Orth (Author)
Publication Year
2019
Pages
30
Catalog Number
V503391
ISBN (eBook)
9783346059024
ISBN (Book)
9783346059031
Language
German
Tags
Wirtschaftsrecht Unternehmensrecht Corporate Governance Corporate Governance in anderen Ländern Europas Europäische Corporate Governance Combined Code UK Viénot Berichte Swiss Code of Best Practice Schwedische Corporate Governance Sarbanes Oxley Act Monistisches System Dualistisches System
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leon Orth (Author), 2019, Corporate Governance in Europa. Großbritannien, Frankreich, Polen, Tschechien, Schweden und die Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503391
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