In dieser Arbeit wird das Thema "Kommunikationsprobleme in Kliniken durch Personalmangel und deren Folgen" bearbeitet. Das Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, warum die Kommunikation so schlecht ist und welche Lösungen es für Kommunikationsprobleme und vor allem für deren Folgen geben kann.
Zunächst werden die einzelnen Kommunikationsmodelle vorgestellt. Dazu gehört das Kommunikationsmodelle des Psychotherapeuten Paul Watzlawick, für den die Mimik, die Gestik und die Beziehung zwischen zwei Menschen im Vordergrund steht. Weiterhin geht es bei dem Kommunikationsmodell des Psychologen Friedemann Schulz von Thun um das Quadrat der Nachricht und dass es mindestens einen Sender und einen Empfänger in der Kommunikation geben muss.
Für den Psychiater Eric Berne gibt es während einer Kommunikation drei verschiedene Ich-Zustände. Das Erwachsenen-Ich, das Kind-Ich und das Eltern-Ich. Für diese Arbeit wurde zusätzlich eine Onlineumfrage angelegt und über die Sozialen Medien durchgeführt. Es wurden Fragen rund um die Kommunikation auf Station zwischen Arzt und Pflegekraft gestellt. Die Befragten waren ausschließlich Ärzte und Pflegekräfte.
Nachdem die Onlineumfrage abgeschlossen war, wurden die Daten zunächst gesammelt und zum Teil sortiert. Danach wurden Diagramme erstellt und die Onlineumfrage wurde ausgewertet. Im Anschluss zur Auswertung wurden die Ergebnisse der Onlineumfrage bewertet. Die Störfaktoren, also die Ergebnisse der Onlineumfrage, wurden nun mit den Kommunikationsmodellen begutachtet. Im abschließenden Fazit wurden die gesammelten Ergebnisse zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
2. Einführung
3. Kommunikationsmodelle
4. Voraussetzung für eine gute Kommunikation
5. Onlineumfrage
5.1. Beschreibung der Umfrage
5.2. Ergebnisse der Umfrage
5.3. Auswertung der Umfrage
6. Kommunikationsprobleme in Bezug auf die Kommunikationsmodelle
7. Diskussion
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen von Personalmangel auf die Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegekräften in Kliniken, analysiert dabei auftretende Kommunikationsstörungen mithilfe psychologischer Modelle und evaluiert Verbesserungspotenziale durch eine begleitende Onlineumfrage.
- Analyse theoretischer Kommunikationsmodelle (Watzlawick, Schulz von Thun, Transaktionsanalyse)
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Personalmangel und Kommunikationsqualität
- Durchführung und Auswertung einer Onlineumfrage unter medizinischem Personal
- Identifikation von Hierarchieproblemen und Zeitmangel als Kommunikationsbarrieren
- Erarbeitung von Lösungsansätzen für eine effizientere Informationsweitergabe
Auszug aus dem Buch
3.1 Kommunikationsmodell nach Watzlawick
Das Kommunikationsmodell nach dem Psychotherapeuten Paul Watzlawick beruht auf fünf Axiomen.
1. Man kann nicht nicht kommunizieren
Jedes Verhalten des Menschen hat Mitteilungscharakter, laut Watzlawick kann man Kommunikation nur theoretisch trennen und nicht praktisch.
2. Jede Kommunikation enthält einen Beziehungs- und Inhaltsaspekt
Kommunikation erhält eine Beziehung aufrecht oder schafft Beziehungen. Nach Watzlawick gibt es einen Inhaltsaspekt „Was wird gesagt“ und einen Beziehungsaspekt „Wie wird es gesagt“. Der Inhaltsaspekt vermittelt die Daten eines Gespräches und der Beziehungsaspekt weist an, wie die Daten erfasst werden sollen.
3. Zwischenmenschliche Beziehungen sind durch die Interpunktion von Kommunikationsabläufen geprägt
Geben Kommunikationsteilnehmer den prinzipiellen unendlichen Kommunikationsabläufen eine entsprechende Struktur, z.B. nach Ursache und Wirkung, spricht man von Interpunktion. Der Begriff steht für einen subjektiv empfundenen Ausgangspunkt in einem permanenten Prozess.
4. Kommunikation zwischen Menschen bedient sich digitaler und analoger Modalitäten
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einführung: Darstellung der Problematik des Personalmangels in Kliniken und Vorstellung der methodischen Herangehensweise sowie der verwendeten theoretischen Modelle.
3. Kommunikationsmodelle: Detaillierte Erläuterung der Modelle von Watzlawick, Schulz von Thun und der Transaktionsanalyse zur wissenschaftlichen Fundierung der Untersuchung.
4. Voraussetzung für eine gute Kommunikation: Definition aktiven Zuhörens und der Bedeutung von Ich-Botschaften als Grundlage für eine gelingende Interaktion.
5. Onlineumfrage: Präsentation der methodischen Durchführung der Befragung von Ärzten und Pflegekräften sowie die grafische Aufbereitung der erhobenen Daten.
6. Kommunikationsprobleme in Bezug auf die Kommunikationsmodelle: Anwendung der zuvor vorgestellten Theorien auf den konkreten Arbeitsalltag in der Klinik unter Berücksichtigung der Belastungsfaktoren.
7. Diskussion: Interpretation der Umfrageergebnisse und kritische Reflexion des Einflusses von Personalmangel und Hierarchien auf die Qualität des Informationsaustauschs.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse mit dem Plädoyer für feste Kommunikationsstrukturen und ein respektvolles, kooperatives Miteinander aller Berufsgruppen.
Schlüsselwörter
Kommunikationsprobleme, Personalmangel, Kliniken, Pflegekräfte, Ärzte, Kommunikationsmodelle, Watzlawick, Schulz von Thun, Transaktionsanalyse, Onlineumfrage, Hierarchieverhalten, Informationsweitergabe, Zeitmanagement, Patientenwohl, Interaktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Kommunikationsproblemen im Krankenhausalltag, die durch den bestehenden Personalmangel verstärkt werden, und deren negativen Folgen für die Patientenversorgung und das Arbeitsklima.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Felder sind die psychologische Kommunikationstheorie, die Auswirkungen von Zeitdruck auf Teamdynamiken und die Analyse von Umfragedaten aus dem medizinischen Sektor.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Ursachen für die defizitäre Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegekräften zu identifizieren und praktikable Lösungsansätze zur Verbesserung des Informationsflusses zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse (Kommunikationsmodelle) und einer quantitativen Onlineumfrage unter dem betroffenen medizinischen Personal.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Kommunikationsmodelle nach Watzlawick, Schulz von Thun und der Transaktionsanalyse erläutert, auf den Klinikalltag angewandt und mit den Ergebnissen der anonymen Onlineumfrage verknüpft.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?
Die Arbeit zeichnet sich primär durch Begriffe wie Personalmangel, Kommunikationsstörungen, Hierarchieverhalten und klinikinterner Informationsaustausch aus.
Welche Rolle spielen die IT-Systeme Nexus und Orbis in dieser Untersuchung?
Die Autorin führt diese Programme als digitale Lösungsansätze an, um durch strukturierte Dokumentation die Informationsweitergabe zwischen den Berufsgruppen zu vereinheitlichen und Fehler zu reduzieren.
Wie bewerten die befragten Personen das aktuelle Hierarchieverhalten?
Die Mehrheit der Befragten lehnt das bestehende Hierarchieverhalten ab und wünscht sich eine gleichberechtigte Anerkennung aller Berufsgruppen auf Station.
- Arbeit zitieren
- Nathalie Müller (Autor:in), 2019, Kommunikationsmangel in Kliniken. Der Personalmangel und dessen Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503499