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Theoretische Unterrichtsmethoden zum Training von Kommunikation in einer multikulturellen Klasse

Nach den Kulturstandards von Alexander Thomas

Title: Theoretische Unterrichtsmethoden zum Training von Kommunikation in einer multikulturellen Klasse

Term Paper , 2019 , 43 Pages

Autor:in: Anne-Kristin Fülbier (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Vor allem im schulischen Bereich, in dem gerade in der heutigen Zeit ein Aufeinanderstoßen verschiedener Kulturen keine Seltenheit geworden ist, stelle ich mir die Frage, wie sich die Kommunikation verbessern lässt, ohne dass die Sprache als Grundvoraussetzung gilt. Wie lässt sich ein Gemeinschaftsgefühl an einem Ort schaffen, wo so viel Fremdes aufeinandertrifft? Was muss mir als Lehrkraft einer multikulturellen Klasse bewusstwerden, und was muss ich den Lernenden ins Bewusstsein rufen, um Konflikte zu vermeiden, die aufgrund kultureller Missverständnisse entstehen könnten? Welche Rolle spielen Kulturstandards bei der Wahl von Unterrichtsmethoden?

Um mir diese Fragen zu beantworten, werde ich mich in dieser Arbeit mit der Theorie von Alexander Thomas zum Thema Kulturstandards auseinandersetzen, da sie aus meiner Sicht ein interessanter Ansatz ist, um mögliche Verständigungsschwierigkeiten von Personen unterschiedlicher Kulturen zu verstehen und zu vermeiden. Darauf aufbauend möchte ich herausfinden, was ich als Lehrkraft tun kann, um für einen harmonischen Umgang innerhalb der Klasse zu sorgen. Welche Unterrichtsmethoden würden sich also, basierend auf den Kulturstandards, eignen, um das Gefühl der Fremdheit zu überwinden und sich für die Akzeptanz, Toleranz und den Respekt zwischen den Kulturen einzusetzen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Kommunikationsprobleme zwischen den Kulturen

3) Kulturstandards nach Alexander Thomas

3.1) Sach- und Regelorientierung vs. Personen- und Beziehungsorientierung

3.2) Das Zeitverständnis

3.3) Direkte Kommunikation vs. indirekte Kommunikation

3.4) Individualismus vs. Kollektivismus

3.5) Distanzverhalten

3.6) Hierarchieverständnis

3.7) Privates und Berufliches

3.8) Verhalten in der Öffentlichkeit

4.) Interkulturelle Kompetenz und Interkulturelles Lernen bei Lehrkräften und Lernenden

5.) Die Methoden

5.1) Methoden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken

5.2) Methoden, um den Kollektivismus in der Klasse zu fördern

5.3) Methoden, die Bewusstsein und Respekt gegenüber anderen fördern (Distanz, Religion, Kultur)

6) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte in einer multikulturellen Schulklasse durch den gezielten Einsatz von Unterrichtsmethoden die interkulturelle Kommunikation verbessern und ein harmonisches Miteinander fördern können, ohne dass Sprachkenntnisse als alleinige Voraussetzung gelten.

  • Analyse von Kulturstandards nach Alexander Thomas als Orientierungsmodell.
  • Erforschung von Konfliktpotenzialen durch kulturell geprägte Verhaltensunterschiede.
  • Vermittlung interkultureller Kompetenz für Lehrkräfte und Lernende.
  • Vorstellung praktischer, spielerischer Unterrichtsmethoden zur Förderung kulturellen Verständnisses.

Auszug aus dem Buch

3.1) Sach- und Regelorientierung vs. Personen- und Beziehungsorientierung

Für den „typischen“ Deutschen ist es wichtig, zuerst die Arbeit zu erledigen, bevor man sich mit der Pflege von Beziehungen oder mit den persönlichen Bedürfnissen auseinandersetzt. Der Vorrang der Arbeit vor dem Persönlichen spiegelt das deutsche Verständnis von Professionalität wider und macht die sprichwörtliche deutsche Verlässlichkeit aus. Im Gegenzug haben die Deutschen den Ruf wegen ihres hohen Bedürfnisses an termin- und vertragsgerechtem Verhalten unflexibel, rechthaberisch und kleinlich zu sein. Dies gilt vor allem in der beruflichen Ebene, überträgt sich aber sicherlich auch auf das Schulische. So wird beispielsweise das Sprichwort „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ gern im Unterricht als Argument gebraucht wird, um die Lernenden an ihre Aufgabe zu erinnern und um Unlust zu unterbinden und zu motivieren. (Koll, 2003)

In anderen Kulturen, wie zum Beispiel den asiatischen oder arabischen, stehen die Personen und die Beziehungen an erster Stelle. Das heißt, dass nicht, wie in Deutschland, erst nach getaner Arbeit Zeit für ein persönliches Gespräch ist, sondern dass diese parallel ablaufen. Auf beruflicher Ebene gilt daher, dass ohne eine gute persönliche Beziehung, Geschäfte nicht erfolgreich ablaufen können. Daher kommen bei der Arbeit häufig Fragen zum Wohlbefinden, der Familie und ähnlichem auf, was in diesen Kulturen als große Höflichkeit gilt, aus deutscher Sicht jedoch aufdringlich und zeitverschwenderisch wirken kann.

Eine mögliche Konfliktsituation im schulischen Bereich könnte hierbei zwischen der deutschen, sachorientierten Lehrkraft und den personenorientierten Lernenden aus anderen Kulturen entstehen, wenn die Lehrkraft beispielsweise das direkte Arbeiten an einem Thema erwartet, die Lernenden aber aus Höflichkeit zunächst auf persönliche Fragen eingehen wollen. Dieser mögliche Konflikt lässt sich jedoch leicht umgehen, wenn beispielsweise eine Vorstellungsrunde oder Fragen zum vergangenen Wochenende zum Stundenbeginn als Routine eingeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von interkulturellem Verständnis für eine harmonische Kommunikation in der Schule und führt in die Theorie der Kulturstandards ein.

2) Kommunikationsprobleme zwischen den Kulturen: Dieses Kapitel erläutert die Vielschichtigkeit von Kommunikation und zeigt auf, warum kulturelle Diskrepanzen zu Missverständnissen im Unterricht führen können.

3) Kulturstandards nach Alexander Thomas: Es werden verschiedene kulturelle Orientierungssysteme und deren Einfluss auf Wahrnehmung, Denken und Handeln detailliert analysiert.

4.) Interkulturelle Kompetenz und Interkulturelles Lernen bei Lehrkräften und Lernenden: Das Kapitel definiert interkulturelle Kompetenz als notwendige Grundvoraussetzung für Lehrkräfte, um in einer multikulturellen Umgebung agieren zu können.

5.) Die Methoden: Hier werden konkrete Unterrichtsmethoden vorgestellt, um kulturelle Unterschiede zu thematisieren, den Kollektivismus zu stärken und den gegenseitigen Respekt zu fördern.

6) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass spielerische Methoden besonders geeignet sind, um Berührungsängste abzubauen und den Lernenden wichtige interkulturelle Erfahrungen zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Kulturstandards, Alexander Thomas, Schule, Multikulturelle Klasse, Lehrkraft, Konfliktprävention, Interkulturelle Kompetenz, Sozialpsychologie, Unterrichtsmethoden, Kollektivismus, Individualismus, Kommunikation, Missverständnisse, Empathie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Kommunikation in multikulturellen Schulklassen und wie Lehrkräfte durch Kenntnis von Kulturstandards Konflikte vermeiden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen interkulturelle Kommunikation, das Modell der Kulturstandards nach Alexander Thomas und die praktische Anwendung von Unterrichtsmethoden zur Förderung interkultureller Kompetenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Lehrkräfte durch den Einsatz geeigneter Methoden ein harmonisches Miteinander in einer multikulturellen Klasse schaffen und kulturelle Fremdheit überwinden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Modell der Kulturstandards von Alexander Thomas und verknüpft diese mit praktischen Ansätzen aus der Interkulturellen Pädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Dimensionen wie Zeitverständnis, Hierarchie, Distanzverhalten und Kommunikation, vergleicht deutsche Kulturstandards mit anderen Kulturen und stellt konkrete Übungen vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind interkulturelle Kommunikation, Kulturstandards, multikulturelle Schulklasse, Konfliktprävention und interkulturelle Kompetenz.

Wie unterscheidet sich das deutsche Zeitverständnis von anderen Kulturen?

Das deutsche Zeitverständnis ist durch Pünktlichkeit und Zeitplanung geprägt, während viele andere Kulturen ein polychrones, flexibleres Zeitverständnis pflegen, bei dem persönliche Beziehungen Vorrang vor Terminen haben.

Warum ist das "Infokarussell" als Methode für den Unterricht sinnvoll?

Das Infokarussell dient als vergnügliches Kennlernspiel, um auf spielerische Weise fremdkulturelle Erfahrungen und individuelles Wissen der Schülerinnen und Schüler zu thematisieren.

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Details

Title
Theoretische Unterrichtsmethoden zum Training von Kommunikation in einer multikulturellen Klasse
Subtitle
Nach den Kulturstandards von Alexander Thomas
College
University of Potsdam  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Mit Konflikten umgehen
Author
Anne-Kristin Fülbier (Author)
Publication Year
2019
Pages
43
Catalog Number
V503713
ISBN (eBook)
9783346053466
ISBN (Book)
9783346053473
Language
German
Tags
theoretische unterrichtsmethoden training kommunikation klasse nach kulturstandards alexander thomas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Kristin Fülbier (Author), 2019, Theoretische Unterrichtsmethoden zum Training von Kommunikation in einer multikulturellen Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503713
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