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Framing. Eine Methode zur Meinungsänderung?

Title: Framing. Eine Methode zur Meinungsänderung?

Project Report , 2017 , 14 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Adam Liskar (Author)

Psychology - Media Psychology
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Die folgende Ausarbeitung thematisiert das Konzept des Framing-Effekts in der Nachrichtenberichterstattung. Zunächst wird der Ablauf des Framing Prozesses näher beschrieben. Um an eine klare Vorstellung der Theorie zu gelangen wird in eine Fallstudie zu dem Prozess dargestellt. Im weiteren Verlauf werden aktuelle empirische Befunde aus der Framing-Forschung hervorgehoben. Aus diesen Erkenntnissen wird eine Forschungsfrage abgeleitet, die durch ein Experiment theoretisch durchgeführt und analysiert wird. Um die Ausarbeitung abzurunden werden wichtige Feststellungen im Fazit zusammengeführt.

In den vergangenen Jahren konnte das Framing-Konzept zunehmend in den Interessensbereich der breiten Kommunikations- und Medienwissenschaft vordringen. Täglich finden unzählige mediale Berichterstattungen über lokale und globale Ereignisse statt, die vom Großteil der Zuschauer gewiss für wahr gehalten werden. Mediale Darbietungen können bei ihrer Produktion durch sogenannte Frames unterschiedlich aufbereitet werden und somit einen unterschiedlichen Sinngehalt wiedergeben. Diese Einbettung einer bestimmten Thematik wird als Framing bezeichnet.

Der Kerngedanke dieses Konzepts liegt in dem subjektiven Interpretationsrahmen des Empfängers d.h. dass jeder Konsument durch die Art der medialen Darbietung gegenüber Themen, Personen oder Ereignisse unbewusst beeinflusst wird. Ebenso entwickeln Rezipienten auf Grundlage dieser medialen Informationen ihre Grundeinstellung vor allem gegenüber politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und religiösen Ansichten. Das ständige Nutzen von Frames liegt in der breitgefächerten Einsatzmöglichkeit für alle Phasen der massenmedialen Kommunikationsprozesse, daher können sie in allen Phasen dieser Prozesse identifiziert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das kognitive Konzept des Framings

2.1. Beschreibung und Ablauf des Framing-Prozesses

2.2. Fallstudie zu Medien-Framing nach Entman

3. Aktueller Stand der Framing-Forschung

4. Ableitung einer Forschungsfrage

5. Methodik zur Untersuchung der Forschungsfrage

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Framing in der Nachrichtenberichterstattung auf die Meinungsbildung von Rezipienten. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die Häufigkeit der Konfrontation mit geframten Inhalten die Veränderung oder Verfestigung persönlicher Meinungen beeinflusst.

  • Grundlagen des Framing-Konzepts und der Framing-Prozesse
  • Analyse von Medien-Framing anhand historischer Fallstudien
  • Aktueller Forschungsstand zu wiederholten Framing-Effekten
  • Experimentelle Untersuchung zur Wirksamkeit von Framing-Häufigkeit
  • Die Rolle visueller Elemente bei der Beeinflussung von Meinungsbildungsprozessen

Auszug aus dem Buch

2.1. Beschreibung und Ablauf des Framing-Prozesses

Heutzutage ist Framing einer der bedeutsamsten Bereiche der Kommunikationsforschung. Sowohl Journalisten als auch andere Kommunikatoren unterschiedlicher Branchen versuchen immer mehr ihren eigenen Standpunkt gegenüber einer Thematik in der Öffentlichkeit durchzubringen. Durch das Nutzen von Frames gelingt es ihnen zu entscheiden über welche Themen berichtet wird und wie diese Berichterstattungen publik gemacht werden. (Matthes, 2014).

Frames sind strategisch einseitige Ansichten über unterschiedliche Themenbereiche, die bestimmte Informationen in den Vordergrund stellen und andere evtl. bedeutsame Aspekte außen vor lassen. Durch diese spezifische Verzierung, wird jede Information einer Sache in ein bestimmtes Bedeutungsumfeld integriert. Diese Einbettung in ein bestimmtes Umfeld wird als Framing bezeichnet. (Krämer, 2016; Schwan, 2016; Suckfull, 2016; Unz, 2016). Neben etlichen Definitionsansätzen des Begriffs beschreibt Robert Entman (1993, S.52) das Konzept des Framings folgendermaßen:

,,To frame is to select some aspects of a perceived reality and make them more salient in a communicating text in such a way as to promote a particular problem definition, causal interpretation, moral evaluation, and/or treatment recommendation for the item described’’

Frames ordnen sich im kognitiven Apparat des Menschen an und spiegeln sich im kommunizierten Inhalt wider. Das strukturierte Hervorheben von Informationen ist ein aktiver Prozess des Framings. (Matthes, 2014).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Konzept des Framings ein und erläutert dessen zunehmende Bedeutung in der modernen Medienlandschaft.

2. Das kognitive Konzept des Framings: Das Kapitel definiert den Framing-Prozess, beschreibt dessen Funktionen und erläutert das Konzept anhand einer klassischen Fallstudie von Entman.

2.1. Beschreibung und Ablauf des Framing-Prozesses: Hier wird der Prozess der selektiven Informationsdarstellung und dessen Wirkung auf den Empfänger theoretisch detailliert beschrieben.

2.2. Fallstudie zu Medien-Framing nach Entman: Dieses Unterkapitel analysiert den Abschuss zweier Passagierflugzeuge, um die unterschiedliche mediale Berichterstattung in Abhängigkeit vom politisch-gesellschaftlichen Frame zu veranschaulichen.

3. Aktueller Stand der Framing-Forschung: Es wird diskutiert, wie sich wiederholte Nachrichtenrahmen auf die Meinungsbildung auswirken und welche Rolle visuelle Darstellungen dabei spielen.

4. Ableitung einer Forschungsfrage: Basierend auf dem Forschungsstand wird die Frage entwickelt, inwiefern die Wiederholung von Framing-Effekten für eine Meinungsveränderung notwendig ist.

5. Methodik zur Untersuchung der Forschungsfrage: Dieses Kapitel beschreibt das Laborexperiment mit drei Gruppen, um den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Konfrontation mit geframten Berichten und der Meinungsänderung zu testen.

6. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und es wird bestätigt, dass eine Kausalität zwischen der Häufigkeit der Framing-Konfrontation und der Einstellungsänderung existiert.

Schlüsselwörter

Framing, Medienpsychologie, Meinungsbildung, Nachrichtenberichterstattung, Framing-Effekt, Echokammer-Effekt, Forschungsdesign, Kommunikation, Laborexperiment, Informationsselektion, Rezipient, Deutungsmuster, Politische Meinungsbildung, Medienmanipulation, Kognitionspsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychologischen Einfluss von medialen Darstellungsformen, sogenannten Frames, auf die Wahrnehmung und Meinungsbildung von Nachrichten-Rezipienten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das kognitive Konzept des Framings, die Funktionsweise von Medien-Frames sowie die empirische Untersuchung von Meinungsveränderungsprozessen durch wiederholte mediale Konfrontation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob eine einmalige Konfrontation mit einem geframten Bericht ausreicht, um eine Meinung zu beeinflussen, oder ob eine wiederholte Berichterstattung für diesen Effekt notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein psychologisches Laborexperiment durchgeführt, bei dem 45 Probanden in drei Gruppen unterteilt wurden, um die Wirkung unterschiedlich häufiger Konfrontationen mit manipulierten Berichten zu messen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Framing nach Entman, aktuelle Forschungsergebnisse zum sogenannten "Echokammer-Effekt" sowie die methodische Durchführung und Auswertung des beschriebenen Experiments.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Framing, Meinungsbildung, Medienpsychologie, Nachrichtenberichterstattung und experimentelle Sozialforschung definieren.

Wie wurde die Neutralität der Probanden im Experiment sichergestellt?

Die Probanden wurden über ein anderes Ziel der Befragung getäuscht ("Deckmantel"), um den Einfluss von sozial erwünschten Antworten zu minimieren und eine unverfälschte Meinungserfassung zu ermöglichen.

Welche Rolle spielen Bilder laut dieser Arbeit für den Framing-Effekt?

Grafische Abbildungen werden als essenzieller Bestandteil der Berichterstattung hervorgehoben, da sie häufig stärkere emotionale Wirkungen erzielen und einflussreichere "Frameworks" für die Meinungsbildung setzen als reine Texte.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der Wiederholung von Frames?

Das Experiment zeigt eine Kausalität: Je öfter Rezipienten mit einer Nachricht der gleichen Kernaussage konfrontiert werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Veränderung oder Verfestigung ihrer persönlichen Einstellung.

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Details

Title
Framing. Eine Methode zur Meinungsänderung?
College
University of Applied Sciences München
Grade
1.7
Author
Adam Liskar (Author)
Publication Year
2017
Pages
14
Catalog Number
V503756
ISBN (eBook)
9783346052605
ISBN (Book)
9783346052612
Language
German
Tags
Medienpsychologie Framing Meinungsänderung Einstellungsänderung Werbewirkung Manipulation Medien öffentliche Medien Werbepsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adam Liskar (Author), 2017, Framing. Eine Methode zur Meinungsänderung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503756
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