Das Theaterspielen bietet Kindern so viel mehr als oftmals gedacht! Im Theaterspiel werden die verschiedensten Kompetenzen gefördert, welche ein Leben lang hilfreich, teilweise sogar notwendig sind. So wird in dieser Arbeit erläutert, wie die Gruppendynamik, die Verantwortung der Kinder, das Selbstbewusstsein, Sprachkompetenzen sowie Empathie gefördert und ausgebildet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Inhalt der Hausarbeit
2. Kompetenzen
2.1 Gruppendynamik
2.2 Verantwortung
2.3 Selbstbewusstsein
2.4 Sprachkompetenzen
2.5 Empathie und Perspektivenübernahme
3. Problematiken
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht, wie eine Theater-Arbeitsgemeinschaft an Grundschulen zur effektiven Förderung verschiedener Kompetenzen bei Kindern beitragen kann, wobei sowohl der pädagogische Wert als auch praktische Herausforderungen beleuchtet werden.
- Förderung der Gruppendynamik und sozialer Interaktion
- Stärkung des Verantwortungsbewusstseins durch Verlässlichkeit
- Entwicklung von Selbstbewusstsein und Präsentationsfähigkeit
- Verbesserung der Sprachkompetenz und nonverbalen Ausdruckskraft
- Schulung von Empathie und Perspektivenübernahme
Auszug aus dem Buch
2.1 Gruppendynamik
Bei der Theater-Arbeitsgemeinschaft handelt sich um ein Angebot neben dem alltäglichen Schulablauf, bei dem die Kinder ohne Notendruck arbeiten können (da eine Zensierung hier ausbleibt). Weil die Teilnahme kostenfrei ist, (oder lediglich ein kleiner Beitrag beigesteuert werden muss), existiert eine Chancengleichheit zur Teilnahme im Gegensatz zu einem eher teuren, außerschulischen Kurs. Somit ist es allen Kindern möglich, an einer solchen AG teilzunehmen. Dadurch kann in einer AG ein heterogenes Zusammenkommen entstehen. Meist sind die AGs zudem altersübergreifend. Es befinden sich somit Kinder verschiedenen Alters, verschiedener sozialer Bereiche und verschiedener Ethnien in einer solchen AG.
In einer Theater AG arbeiten alle Teilnehmer an ein und demselben Projekt. Ein “Wir-Gefühl“ entsteht. Sie arbeiten zusammen, müssen sogar zusammen arbeiten, da in einem Theaterstück Rollen eine gegenseitige Abhängigkeit aufweisen. Die dargestellten Charaktere stehen alle in einem bestimmten Verhältnis zueinander, niemand ist Alleinunterhalter. Es ist “ihr“ Projekt. Denn auch wenn die Regie hier viel Hintergrundarbeit leistet, steht am Ende lediglich das Ensemble auf der Bühne und präsentiert sich und das Werk. Für entsprechendes Engagement sollte den Kindern, die eben genannte Situation bewusst gemacht werden.
Einen solchen Gruppenentwicklungsprozess beschreibt L. Hammerle wiefolgt: „Jeder hat seine Rolle, die ein wichtiger Teil des Ganzen ist. Gemeinsam haben sie ein Ziel. Durch die Verantwortung jedes Einzelnen für sich selbst und für die Gruppe erfahren sie ein Zusammengehörigkeitsgefühl und wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Dies entsteht im Laufe der Proben von ganz alleine und steigert sich bis zum Ende. Alle müssen sich arrangieren und zusammenhalten, das ist das Besondere am Wesen der Theatergruppe und an den Prozessen die darin stattfinden.“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Inhalt der Hausarbeit: Einführung in das Thema und Erläuterung der Bedeutung von Theaterarbeit für die frühkindliche Kompetenzentwicklung.
2. Kompetenzen: Detaillierte Analyse der durch Theaterspiel geförderten Fähigkeiten, unterteilt in Gruppendynamik, Verantwortung, Selbstbewusstsein, Sprachkompetenzen sowie Empathie und Perspektivenübernahme.
3. Problematiken: Untersuchung der Hürden bei der Etablierung einer Theater AG, wie z.B. die Suche nach Fachkräften, fehlende Akzeptanz von außen und der Umgang mit Enttäuschungen bei Kindern.
4. Fazit: Zusammenfassendes Plädoyer für einen höheren Stellenwert der Theater AG an Schulen aufgrund ihres enormen pädagogischen Mehrwerts für die Entwicklung von Grundschulkindern.
Schlüsselwörter
Grundschule, Theater AG, Kompetenzerweiterung, Gruppendynamik, Verantwortung, Selbstbewusstsein, Sprachkompetenz, Empathie, Perspektivenübernahme, Theaterpädagogik, Ensemble, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenz, Schultheater, Förderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem pädagogischen Potenzial einer Theater-AG an Grundschulen und wie diese zur Kompetenzerweiterung bei Kindern beiträgt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen soziale Kompetenzen, persönliches Selbstvertrauen, sprachliche Fähigkeiten und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel innerhalb einer Gruppe.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, welche vielfältigen Kompetenzen Kinder durch Theaterspielen erwerben können und welche organisatorischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller pädagogischer Konzepte sowie der Reflexion von Praxiserfahrungen im Bereich Schultheater.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Kompetenzbereiche wie Gruppendynamik und Empathie sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Problematiken wie Rollenkonflikten.
Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Theaterpädagogik, Sozialkompetenz, Selbstwirksamkeit, Ensemblearbeit und schulische Theater-Arbeitsgemeinschaften.
Warum ist das "Wir-Gefühl" in der Theater-AG laut Autorin so wichtig?
Das "Wir-Gefühl" ist essenziell, da die Rollen in einem Theaterstück in gegenseitiger Abhängigkeit stehen und der Erfolg der Aufführung das gemeinsame Engagement aller Beteiligten erfordert.
Wie unterscheidet die Autorin den Umgang mit Textskripten und Improvisationsübungen?
Das Skript dient schüchternen Kindern zunächst als "Schutzraum", um Hemmungen abzubauen, während Improvisationsübungen gezielt zur Entwicklung von Spontanität eingesetzt werden, jedoch sensibel moderiert werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Celina Schmidt (Autor:in), 2019, Kompetenzerweiterung bei Grundschüler/innen durch die Theater AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/503777