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Beschäftigungspolitische Aspekte der Energieproduktion

Titel: Beschäftigungspolitische Aspekte der Energieproduktion

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1978 , 38 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Klaus-Uwe Gerhardt (Autor:in), Malte Gerhardt (Lektor:in)

VWL - Umweltökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In many OECD countries there is a more or less close connection between economic growth and energy consumption, regardless of the energy mix. But employment is increasingly secured today through efficient energy technology, environmental and climate protection. The "Green New Deal" has become the new economic strategy worldwide. What does "green economy" and sustainable business mean? How can economy and ecology be combined? Are zero growth, economic contraction or qualitative growth strategy possible in capitalism? What answers do economic theories give? Is it possible to decouple work and income? Germany is often the global market leader in the field of environmentally friendly technologies, sometimes loses this position and then risks unemployment, especially in future markets.

Trade unions fear that the energy transition will cost growth rates and jobs and that unemployment will be a necessary consequence. There are influential economic interests that are committed to the continued existence of coal and nuclear power. On the other hand, there are industry managers who question the environmentally harmful economic path that makes natural resources more expensive or destroys them. The environmental movement is constantly drawing attention to the consequences of the climate crisis. But the consciousness of those in power is changing only slowly. Can the environment be protected without sacrificing comfort and without causing unemployment? How is the welfare state set up in the future? Can more resources be saved when there is zero growth? Can the close relationship between economic growth and energy consumption be loosened even further or even reversed? Under what conditions can our level of prosperity be secured with less energy, less consumption of resources and more sustainability. These questions are hotly debated in society and science.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wachstumstheorien und Umwelt

2.1 Die klassische politische Ökonomie

2.2 Marxistische Erklärungsansätze

2.3 Wachstum in der neoklassischen Theorie

2.4 Das Wachstumsmodell von Keynes

2.5 Das postkeynesianische Wachstumsmodell

2.6 Umwelt und neoricardianische Wirtschaftstheorie

2.7 World Dynamics Modelle

2.8 Zwischenfazit

3. Zur Problematik der Wachstumskrise

3.1 Zur Rolle der Wirtschaftswissenschaften

3.2 Neue Merkmale der Wachstumskrise

3.3 Diskrepanz zwischen Theorie und Empirie

3.4 Die Realität des Nullwachstums

3.5 Zwischenfazit

4. Gibt es einen Selbstheilungsmechanismus?

4.1 Rückkehr zur optimalen Betriebsgröße?

4.2 Strukturkrisen

4.3 Zwischenfazit

5. Umwelt und Beschäftigung – ein Fazit

6. Nachworte

6.1 Wirtschaftswachstum mit geringerem Ressourceneinsatz

6.2 Höheres Wachstum mit weniger Arbeit

6.2 Soziale Bewegungen als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung

6.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die beschäftigungspolitischen Aspekte der Energiepolitik und hinterfragt kritisch den vermeintlich notwendigen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, hohem Energieverbrauch und Vollbeschäftigung vor dem Hintergrund ökologischer Grenzen und der Wachstumskrise.

  • Analyse klassischer, marxistischer, neoklassischer und postkeynesianischer Wachstumstheorien im Hinblick auf Umwelt und Ressourcen.
  • Untersuchung der Wachstumskrise und der Rolle der Wirtschaftswissenschaften bei der Bewertung ökologischer Folgen.
  • Kritische Beleuchtung der Korrelation zwischen Bruttoinlandsprodukt (BIP), Energieverbrauch und Beschäftigungsgrad.
  • Diskussion über Konzepte wie "mittlere Technologie", interne Externalisierung von Umweltkosten und die Rolle sozialer Bewegungen.
  • Plädoyer für eine Energiewende, die sich von kurzfristiger Profitmaximierung löst und ökologische Nachhaltigkeit als Voraussetzung für Wohlstand begreift.

Auszug aus dem Buch

3.1 Zur Rolle der Wirtschaftswissenschaften

Bisher wurde versucht zu begründen, warum die Wirtschaftstheorie nur schwer mit den neuen Thesen des aus Umweltgründen begrenzten Wachstums zurechtkommt. Unter ökonomischem Wachstum lässt sich die globale Mehrung des Reichtums bzw. des Wohlstandes verstehen. Dabei wird die rein quantitative Zunahme des Sozialproduktes als Erfolgsmesser verwendet. Es ist bemerkenswert, dass Wirtschaftswachstum stets als Ziel staatlicher Wirtschaftspolitik und nicht als Ergebnis bzw. Rahmenbedingungen fungiert.

Statt nach den Gründen und der Begründungen für Wirtschaftswachstum zu fragen, oder ob es wünschenswert sei, lautet die Problemstellung der herkömmlicher Ökonomie, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit dieser Prozess störungsfrei und gleichgewichtig abläuft. „Anwachsen des Bruttosozialproduktes muss gut sein, unabhängig davon, was angestiegen ist und wer - wenn überhaupt jemand- davon einen Nutzen hatte. Die Vorstellung, dass es sich um krankhaftes Wachstum handeln könnte, um ungesundes, zerstörerisches oder schädliches Wachstum ist für ihn eine widernatürliche Vorstellung der man nicht nachgehen darf.“ (Schumacher 1977:43)

Wachstum lässt sich beschäftigungspolitisch begründen, als Grundlage für die Sicherung der Arbeitsplätze. Wachstum, gleichgestellt mit der rein quantitativen Errichtung neuer Produktionsanlagen ist nur möglich, wenn diese Produktionsanlagen der nötigen Energiemenge zur Verfügung steht. Was bedeutet nun eine Forderung nach mehr Energie? Wie die Empirie zeigt, heißt mehr Energieverbrauch auch gleichzeitig mehr Maschinen vorrangig für Rationalisierungsinvestitionen, da menschliche Arbeitskraft teurer ist als maschinelle. (Frage nach Wirtschaftlichkeit). Somit erscheint die These Vollbeschäftigung durch Wachstum als Widerspruch in sich selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang von Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Energieverbrauch und führt in die Thematik der ökologischen Grenzen ein.

2. Wachstumstheorien und Umwelt: Analysiert verschiedene ökonomische Theorien (klassisch, marxistisch, neoklassisch, postkeynesianisch) im Hinblick auf deren Umgang mit Ressourcen und Umweltzerstörung.

3. Zur Problematik der Wachstumskrise: Beleuchtet das Scheitern traditioneller Wachstumsmuster, die Rolle der Wirtschaftswissenschaften und die Realität des Nullwachstums.

4. Gibt es einen Selbstheilungsmechanismus?: Untersucht, ob das System durch Anpassung (z.B. mittlere Technologie) oder Strukturänderungen ohne einen totalen Zusammenbruch reagieren kann.

5. Umwelt und Beschäftigung – ein Fazit: Fasst die Ergebnisse in zwölf zentralen Thesen zusammen und bewertet die ökonomischen Handlungsspielräume für eine ökologische Ausrichtung.

6. Nachworte: Ergänzt die Analyse um aktuelle Entwicklungen bezüglich Ressourceneffizienz, sozialer Bewegungen als Innovationsmotor und skizziert einen Ausblick auf eine nachhaltigere Energiepolitik.

Schlüsselwörter

Energiepolitik, Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Umweltkrise, Nullwachstum, Wachstumstheorien, Ressourcenverbrauch, Energiewende, Arbeit, Rationalisierung, Nachhaltigkeit, Externe Effekte, Kapitalakkumulation, Beschäftigungsgrad, ökologische Steuerreform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Spannungsfeld zwischen der Energiepolitik, dem angestrebten Wirtschaftswachstum und der Beschäftigungssituation in Deutschland seit den 1970er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt Wachstumstheorien, die ökologischen Folgen von Produktion, die Rolle der Energieeffizienz, Strukturkrisen im Kapitalismus und die kritische Distanz zur unreflektierten Fortschrittsideologie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob sich Beschäftigung, wirtschaftlicher Wohlstand und Umweltbelastung entkoppeln lassen und ob ein Ausbau der Atomkraft zur Sicherung von Arbeitsplätzen ökonomisch überhaupt notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-ökonomische Analyse, kombiniert mit sektoralen Daten und vergleichenden Untersuchungen verschiedener wirtschaftstheoretischer Paradigmen, ergänzt durch computergestützte Modellkritik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung verschiedener Wachstumsmodelle, die Analyse der Wachstumskrise der 1970er Jahre, die Diskussion externer Effekte und die Rolle der Arbeitsorganisation sowie Exportstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Energiepolitik, Wirtschaftswachstum, Beschäftigungseffekte, interne Externalisierung, Nullwachstum und Nachhaltigkeit.

Welche Rolle spielt der "Club of Rome" in der Argumentation?

Der Autor nutzt die Studie "Grenzen des Wachstums" als Ausgangspunkt, um die Notwendigkeit eines Umdenkens in der Energie- und Wirtschaftspolitik zu belegen, distanziert sich jedoch gleichzeitig von den deterministischen Schlussfolgerungen des Modells.

Warum wird die klassische Atomkraft kritisch betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass die Kosten der Atomkraft auf die Allgemeinheit abgewälzt werden (Marktversagen) und dass alternative Energieformen langfristig mehr Beschäftigungssicherheit bei geringeren ökologischen Schäden bieten.

Was bedeutet der Slogan "Umwelt schützen – Lohn für Nicht-Arbeit"?

Dieser Slogan dient als Richtschnur des Autors, um eine Abkehr vom reinen, destruktiven Wachstumsparadigma zu fordern und über neue Formen der gesellschaftlichen Teilhabe nachzudenken.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beschäftigungspolitische Aspekte der Energieproduktion
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Volkswirtschaftliches Institut insb. Wirtschaftstheorie)
Veranstaltung
Ökonomische Probleme der Energieproduktion
Note
2,0
Autoren
Klaus-Uwe Gerhardt (Autor:in), Malte Gerhardt (Lektor:in)
Erscheinungsjahr
1978
Seiten
38
Katalognummer
V504064
ISBN (eBook)
9783346047571
ISBN (Buch)
9783346047588
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beschäftigung Energie Keynes Kaldor Lohndynamik Atomenergie Umwelt Grenzen des Wachstums Wirtschaftstheorie Wirtschaftsstile
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Klaus-Uwe Gerhardt (Autor:in), Malte Gerhardt (Lektor:in), 1978, Beschäftigungspolitische Aspekte der Energieproduktion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504064
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Leseprobe aus  38  Seiten
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