Dieses Essay untersucht das Thema des Schriftspracherwerbs. "Was bedeutet Schriftspracherwerb? Woraus besteht die Schriftsprache und wie wird sie erworben?". Diese Fragen werden in dieser Arbeit geklärt. Dabei stützt sich diese wissenschaftliche Arbeit überwiegend auf die Fachliteratur von namhaften Erziehungswissenschaftlern und Pädagogen wie Agi Schründer-Lenzen, Wilhelm Grießhaber und Gerd Mannhaupt. Die Studie dieser Arbeit beschäftigt sich mit dem sogenannten Basiskriterienkatalog des Bundeinstituts für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens.
Dieser Katalog formuliert gezielt Kriterien, von denen man erwartet, dass sie von Schülern und Schülerinnen in der Volksschule beim Verfassen von Texten erfüllt werden können. Das Ziel dieser Arbeit ist es, folgende Fragestellung zu beantworten: "Wie viele Schüler und Schülerinnen der Volksschule Bad Dürrnberg sind in der Lage, den Basiskriterienkatalog zur Schreibabsicht Erzählen zu erfüllen?". Im Anschluss an den theoretischen Teil der Arbeit folgt die Auseinandersetzung mit der durchgeführten Studie, die die Bereiche Methodik, Darstellung der Ergebnisse, Diskussion und Zusammenfassung beinhaltet. Zu guter Letzt finden sich im Anhang die Analysen der einzelnen Schülertexte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was bedeutet Schriftspracherwerb?
3 Die drei Bestandteile des Schriftspracherwerbs
3.1 Lesenlernen
3.1.1 Die präliteral-symbolische Phase
3.1.2 Die logographemische Phase
3.1.3 Die alphabetische Phase
3.1.4 Die orthografische Phase
3.1.5 Die integrativ-automatisierte Phase
3.2 Schreibenlernen
3.3 Literalität
3.4 Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb
3.4.1 Phonologische Bewusstheit – Die zentrale Vorläuferfähigkeit
4 Ziel der Untersuchung und Fragestellung
5 Methodik
5.1 Verwendete Materialien
5.1.1 Modifizierter Basiskriterienkatalog zur Schreibabsicht Erzählen
5.1.2 Analyse der Texte
5.2 Studienteilnehmer
5.3 Durchführung
6 Ergebnisse und Diskussion
6.1 Analyse eines Schülertextes
7 Zusammenfassung und Abschluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse Volksschule in der Lage sind, die Anforderungen eines modifizierten Basiskriterienkatalogs für die Schreibabsicht "Erzählen" zu erfüllen, um den aktuellen Leistungsstand und möglichen Förderbedarf zu identifizieren.
- Grundlagen des Schriftspracherwerbs und deren Phasenmodelle
- Bedeutung der Literalität und der phonologischen Bewusstheit
- Anwendung eines modifizierten Basiskriterienkatalogs zur Textanalyse
- Empirische Untersuchung der Schreibkompetenz einer Volksschulklasse
- Ableitung von Fördermaßnahmen basierend auf der Textanalyse
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Die präliteral-symbolische Phase
Diese Phase wird oft als Vorbedingung für den eigentlichen Schriftspracherwerb bezeichnet. Ein zentraler Aspekt ist der Erwerb der Fähigkeit, dreidimensionale Gegenstände in einen zweidimensionalen Raum zu übertragen. Dies verlangt dem Kind ein hohes Maß an Abstraktionsleistung ab. Diese Fertigkeit können Kinder beispielsweise beim Betrachten von Wimmelbüchern oder Bilderbüchern üben. Wichtigstes Element beim Erwerb dieser Fähigkeit ist daher die Bildanschauung. Somit sind Kinder schon im frühen Alter in der Lage mit Hilfe von Bildern und Symbolen Geschichten zu erzählen und „lesen“ zu können. Dieses Nachahmen der Tätigkeit Lesen zeigt, dass Kinder schon eine gewisse Vorstellung von Schriftsprache haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema des Schriftspracherwerbs vor, definiert die Zielsetzung der Arbeit und formuliert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich des Basiskriterienkatalogs an der Volksschule Bad Dürrnberg.
2 Was bedeutet Schriftspracherwerb?: Das Kapitel erläutert den historischen Wandel des Begriffs Schriftspracherwerb, der ursprünglich Lesen und Schreiben als strikt getrennte Prozesse betrachtete und heute Literalität als zentralen Bestandteil integriert.
3 Die drei Bestandteile des Schriftspracherwerbs: Es werden die verschiedenen Phasen des Lese- und Schreibenlernens sowie die Rolle der Literalität und der phonologischen Bewusstheit als essenzielle Voraussetzungen für den Erwerb schriftsprachlicher Kompetenzen detailliert beschrieben.
4 Ziel der Untersuchung und Fragestellung: In diesem Abschnitt wird die praktische Relevanz der Arbeit begründet, indem die Erwartungen des Lehrplans mit dem Ziel der Studie verknüpft werden, die Anwendbarkeit des Basiskriterienkatalogs zu prüfen.
5 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl der Materialien, die Modifikation des Basiskriterienkatalogs zur Beurteilung von Erzähltexten sowie die Durchführung der Studie mit den Schülerinnen und Schülern der vierten Klasse.
6 Ergebnisse und Diskussion: Hier wird das entwickelte Punktesystem zur Auswertung der Schülertexte vorgestellt und anhand der Analyse eines exemplarischen Schülertextes sowie der Gesamtklasseevaluation diskutiert.
7 Zusammenfassung und Abschluss: Der letzte Teil fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und betont die Notwendigkeit gezielter Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler, um die Anforderungen des Lehrplans erfolgreich zu meistern.
Schlüsselwörter
Schriftspracherwerb, Lesenlernen, Schreibenlernen, Literalität, phonologische Bewusstheit, Basiskriterienkatalog, Volksschule, Bildgeschichte, Schreibabsicht, Erzählen, Förderbedarf, Sprachkompetenz, Schulerfolg, Lehrplan, Deutschunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess des Schriftspracherwerbs bei Kindern in der Volksschule und der Überprüfung ihrer Textkompetenz anhand eines Kriterienkatalogs.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den Phasen des Lese- und Schreiberwerbs, der Bedeutung der Literalität sowie der Anwendung von Qualitätskriterien bei der Textproduktion im Fach Deutsch.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es zu klären, wie viele Kinder einer vierten Volksschulklasse in der Lage sind, die Anforderungen des Basiskriterienkatalogs zur Schreibabsicht "Erzählen" zu erfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine empirische Untersuchung in einer vierten Klasse durchgeführt, bei der Schülertexte mittels eines modifizierten Basiskriterienkatalogs und eines Punktesystems quantitativ ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Spracherwerbsprozessen und den praktischen Teil, der die Konzeption der Untersuchung, die Materialgrundlage und die Auswertung der Ergebnisse umfasst.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schriftspracherwerb, Literalität, phonologische Bewusstheit, Basiskriterienkatalog und Erzählkompetenz geprägt.
Warum wurde ein modifizierter Kriterienkatalog verwendet?
Da sich die Studie speziell auf das Genre der Bildgeschichte konzentrierte, musste der allgemeine Basiskriterienkatalog des Bifie auf diese spezifische Textsorte angepasst und ergänzt werden.
Welche Rolle spielt die phonologische Bewusstheit für das Ergebnis?
Die phonologische Bewusstheit gilt als zentrale Vorläuferfähigkeit für den Erfolg beim Schriftspracherwerb und wird in der Theorie als wesentlicher Faktor für die Entwicklung der Schreibfähigkeit hervorgehoben.
Welche Rückschlüsse zieht die Autorin aus den Ergebnissen?
Die Autorin folgert, dass bei vielen Schülern zwar grundlegende Kompetenzen vorhanden sind, aber bei Defiziten in bestimmten Bereichen gezielte Fördermaßnahmen im Schulalltag essenziell sind.
- Arbeit zitieren
- Josepha Stangassinger (Autor:in), 2015, Der Schriftspracherwerb in der Volksschule. Ein Basiskriterienkatalog im Test, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504117