Max Black und Caroline Channing sind nicht nur optisch zwei unterschiedliche Frauen, sondern sie kommen beide aus verschiedenen sozialen Schichten und Milieus. Sie haben beide eine andere Vorgeschichte und haben damit eine soziale und finanzielle Ungleichheit.
Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den beiden unterschiedlichen Frauenfiguren und ihrem jeweiligen Frauenbild, das, wie der finanzielle und soziale Aspekt, genauer untersucht und analysiert werden soll. Diese Punkte werden mithilfe von mehreren, unterschiedlichen theoretischen Ansätzen aus dem Bereich der Gender Studies analysiert, belegt und es wird geschaut, inwiefern diese auf die beiden Frauen zutreffen. Veranschaulicht wird dies anhand von Szenenbeispielen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Allgemeines zur Serie
1.2 Das Format „Sitcom“
1.3 Die Sitcom „2 Broke Girls“
1.4 Thesenvorstellung und Ziele
2. Hauptteil
2.1 Zwei verschiedene Frauenfiguren
2.1.1 Max Black
2.1.2 Caroline Channing
2.2 Finanzielle und soziale Ungleichheit
2.3 Unterschiedliches Normalverständnis
3. Zusammenfassung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung zweier grundverschiedener Frauenbilder in der Sitcom „2 Broke Girls“ vor dem Hintergrund ihrer finanziellen und sozialen Ungleichheit, wobei die Hauptfiguren Max Black und Caroline Channing anhand theoretischer Ansätze aus den Gender Studies analysiert werden.
- Analyse der weiblichen und männlichen Identitätskonstruktion
- Untersuchung von Klassenunterschieden und sozialer Herkunft
- Anwendung filmtheoretischer Konzepte wie des "männlichen Blicks"
- Deutung von Konsumverhalten und Normalitätsverständnis
- Reflexion über die Sitcom als Genre zur Vermittlung von Normalitäten
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Max Black
Schon in der ersten Folge der ersten Staffel zeigt sich den Zuschauern ein klares Bild von Max: Braunhaarig, selbstbewusst, dominant und mit großer Oberweite. Ein absoluter Männertraum. Sie ist für ihre Schlagfertigkeit und freche, vulgäre Sprache bekannt. Ihr kräftig gebauter Körper unterstreicht die Wirkung ihres Charakters. Da sie in ärmeren Verhältnissen aufgewachsen ist und schon immer auf sich allein gestellt war, weiß sie, was es bedeutet viel und hart zu arbeiten, um sich finanziell über Wasser halten zu können. Ihr kurviger und weiblicher Körper wird besonders durch ihre üppige Oberweite hervorgehoben. Sie präsentiert stolz, was sie zu bieten hat und versteckt ihre Oberweite keineswegs. Dies wird einerseits durch die kurze Uniform und den tiefen Ausschnitt zum Ausdruck gebracht. Des Weiteren trägt sie ein Namensschild auf Brusthöhe, das sie bewusst angebracht hat, damit der Blick anderer direkt auf ihren Ausschnitt fällt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel liefert grundlegende Informationen zur Serie, dem Sitcom-Format und den Hintergründen sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die konträren Persönlichkeiten von Max und Caroline, ihre soziale Diskrepanz und deren unterschiedliche Auffassung von Normalität.
3. Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über die Maskeraden der Weiblichkeit und die Annäherung der beiden Frauenfiguren im Verlauf der Serie.
4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Max und Caroline trotz ihrer Gegensätze ein harmonierendes Team bilden, welches sich gegenseitig ergänzt.
Schlüsselwörter
2 Broke Girls, Sitcom, Gender Studies, Max Black, Caroline Channing, Weiblichkeit, soziale Schichten, Normalitätsverständnis, Laura Mulvey, Mary Anne Doane, Identität, Geschlechterrollen, finanzielle Ungleichheit, Maskerade, TV-Serienanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Darstellung von zwei Frauen mit unterschiedlicher sozialer Herkunft in der US-Sitcom "2 Broke Girls".
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die soziale und finanzielle Ungleichheit, die Konstruktion von Weiblichkeit und die unterschiedliche Wahrnehmung von Normalität bei den Hauptfiguren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die spezifischen Frauenbilder der beiden Protagonistinnen Max und Caroline herauszuarbeiten und ihre Entwicklung im Kontext ihrer Lebensumstände zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Analyse stützt sich auf Gender-Theorien und filmwissenschaftliche Ansätze, unter anderem von Laura Mulvey, Mary Anne Doane und Judith Butler.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den gegensätzlichen Biografien der Frauen, ihrem Umgang mit Armut und Reichtum sowie der Frage, wie sie gesellschaftliche Normen interpretieren.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Geschlechterrollen, Maskerade, sozialer Status, Sitcom-Genre und Identitätsbildung geprägt.
Wie beeinflusst die soziale Herkunft das Verhalten von Caroline Channing?
Carolines Herkunft aus wohlhabenden Verhältnissen prägt ihre unternehmerische Denkweise und ihr anfängliches Unverständnis für ärmere Lebensverhältnisse, was sie jedoch im Verlauf der Serie anpasst.
Warum wird Max Black oft als "anders" bezeichnet?
Max entzieht sich klassischen Geschlechterklischees, da sie sowohl weibliche als auch männlich konnotierte Eigenschaften in sich vereint und sich nicht in eine konventionelle Frauenrolle fügt.
Welche Bedeutung hat das Diner als Schauplatz?
Das Diner dient als zentraler Ort des Zusammenpralls verschiedener Kulturen und Milieus, was das Konfliktpotenzial der Serie maßgeblich generiert.
- Citation du texte
- Michaela Lampe (Auteur), 2017, Die Darstellung zweier verschiedener Frauenbilder mit finanzieller und sozialer Ungleichheit in der Sitcom "2 Broke Girls", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504129