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Soziale Gerechtigkeit. Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Geisteswissenschaften

Título: Soziale Gerechtigkeit. Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Geisteswissenschaften

Trabajo Escrito , 2015 , 9 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Carsten Friebis (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Aristoteles hat im 5. Buch der Nichomachischen Ethik den Begriff der Gerechtigkeit präzisiert und erörtert Kriterien für gerechtes und ungerechtes Handeln. Gerechtigkeit als ganze Tugend/ allgemeine Gerechtigkeit: Hierunter ist die Bereitschaft beziehungsweise die Einstellung zu verstehen, dass alles was das Gesetz und die Sitte fordern freiwillig zu erfüllen ist. Demnach handelt es sich hierbei um die umfassende Gerechtigkeit. Ein Beispiel dafür ist, dass Autofahrer sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten, da es die StVO so vorschreibt.

Besondere Gerechtigkeit/ Gerechtigkeit als Tugend unter anderen Tugenden: Diese versteht sich als Verteilungsgerechtigkeit in Bezug auf Geld, Ehre, Selbsterhaltung und auch Macht, wobei hier laut Aristoteles eine Ungleichheit bei der Vergabe von Ehre und Geld erlaubt ist, da jeder nur das bekommt was ihm tatsächlich zusteht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Klassisch-antike Begrifflichkeit von Gerechtigkeit - Aristoteles

2. Mittelalterliches Verständnis von Gerechtigkeit - Thomas von Aquin

3. Moderne Vorstellung von Gerechtigkeit - Egalitärer Liberalismus bei John Rawls

4. Gerechtigkeit aus kommunitaristischer Sicht

5. Moderne Vorstellungen von Gerechtigkeit - Befähigungsgerechtigkeit bei Amartya Sen & Martha Nussbaum und Capability bei Hans-Uwe Otto und Holger Ziegler

6. Eigene Berufspraxis - Begründete eigene Position

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des Begriffs der sozialen Gerechtigkeit von der Antike bis in die Moderne. Ziel ist es, verschiedene Gerechtigkeitstheorien darzustellen, diese in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz zu analysieren und abschließend für die eigene berufliche Praxis im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe kritisch zu reflektieren.

  • Historische Betrachtung von Gerechtigkeitskonzepten (Aristoteles, Thomas von Aquin).
  • Analyse des egalitären Liberalismus nach John Rawls.
  • Diskussion kommunitaristischer und befähigungsorientierter Gerechtigkeitsansätze.
  • Transfer der theoretischen Konzepte in die praktische Kinder- und Jugendhilfe.
  • Reflektion über Partizipation, Inklusion und Chancengerechtigkeit.

Auszug aus dem Buch

1. Klassisch-antike Begrifflichkeit von Gerechtigkeit - Aristoteles

Aristoteles hat im 5. Buch der Nichomachischen Ethik den Begriff der Gerechtigkeit präzisiert und erörtert Kriterien für gerechtes und ungerechtes Handel (vgl. Seibel 2008, S. 6).

Gerechtigkeit als ganze Tugend/ allgemeine Gerechtigkeit: Hierunter ist die Bereitschaft bzw. die Einstellung zu verstehen, dass alles was das Gesetz und die Sitte fordern freiwillig zu erfüllen ist. Demnach handelt es sich hierbei um die umfassende Gerechtigkeit (vgl. Höffe 2010, S.22-23). Ein Beispiel dafür ist, dass Autofahrer sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten, da es die StVO so vorschreibt.

Besondere Gerechtigkeit/ Gerechtigkeit als Tugend unter anderen Tugenden (vgl. Höffe 2010, S. 23): Diese versteht sich als Verteilungsgerechtigkeit (Seibel 2008, S. 6) in Bezug auf Geld, Ehre, Selbsterhaltung und auch Macht (vgl. Höffe 2010, S. 23), wobei hier laut Aristoteles eine Ungleichheit bei der Vergabe von Ehre und Geld erlaubt ist, da jeder nur das bekommt was ihm tatsächlich zusteht (vgl. Höffe 2010, S. 23).

Ein Beispiel hierfür ist, dass ein Sportler, der in einem Wettkampf den 1. Platz belegt mit höheren Ehren wie z.B. einer Goldmedaille ausgezeichnet wird und auch mit höherem Preisgeld für seine Leistung belohnt wird, als die Nächstplazierten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Klassisch-antike Begrifflichkeit von Gerechtigkeit - Aristoteles: Das Kapitel erläutert die aristotelische Unterscheidung zwischen allgemeiner Gerechtigkeit als Tugend und speziellen Formen wie der Verteilungs- und ordnenden Gerechtigkeit.

2. Mittelalterliches Verständnis von Gerechtigkeit - Thomas von Aquin: Diese Sektion beschreibt die Verschiebung des Gerechtigkeitsbegriffs unter Thomas von Aquin, bei der göttliche Gesetze als Maßstab dienen und eine wechselseitige Pflichtenstruktur zwischen Obrigkeit und Volk etabliert wird.

3. Moderne Vorstellung von Gerechtigkeit - Egalitärer Liberalismus bei John Rawls: Das Kapitel analysiert das Gerechtigkeitsverständnis der Moderne, wobei der Fokus auf dem „Schleier der Unwissenheit“ und der Theorie der Gerechtigkeit als Fairness liegt.

4. Gerechtigkeit aus kommunitaristischer Sicht: Hier wird der Gegensatz zum Universalismus dargelegt, wobei der Schwerpunkt auf der kontextuellen Einbindung des Einzelnen in die Gemeinschaft und der Sicherung der Lebensführung liegt.

5. Moderne Vorstellungen von Gerechtigkeit - Befähigungsgerechtigkeit bei Amartya Sen & Martha Nussbaum und Capability bei Hans-Uwe Otto und Holger Ziegler: Der Fokus liegt auf der Beteiligungsgerechtigkeit und dem Konzept, dass Bürger durch Befähigung zu Subjekten der sozialen Gerechtigkeit werden.

6. Eigene Berufspraxis - Begründete eigene Position: Das abschließende Kapitel überträgt die erörterten Gerechtigkeitsmodelle auf die tägliche Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere im Kontext von Hilfeplanung, Inklusion und Partizipation.

Schlüsselwörter

Soziale Gerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Befähigungsgerechtigkeit, Beteiligungsgerechtigkeit, Aristoteles, Thomas von Aquin, John Rawls, Partizipation, Inklusion, Chancengleichheit, Kinder- und Jugendhilfe, Menschenrechte, Gemeinwohl, Lebensführung, Fähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine multidisziplinäre Einführung in das Thema soziale Gerechtigkeit, indem sie historische, philosophische und moderne Theorien beleuchtet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Gerechtigkeitstheorien von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne, sowie deren praktische Anwendung in pädagogischen Berufsfeldern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung theoretischer Konzepte zur Gerechtigkeit und deren Verknüpfung mit der beruflichen Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie einen praktischen Transfer durch Reflexion beruflicher Erfahrungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die Theorien von Aristoteles, Thomas von Aquin, John Rawls sowie kommunitaristische und befähigungsorientierte Ansätze analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Gerechtigkeit, Befähigungsgerechtigkeit, Inklusion und Partizipation charakterisiert.

Wie lässt sich Habermas' Gerechtigkeitskonzept in der Jugendhilfe anwenden?

Es wird beispielhaft für den Hilfeplanprozess genutzt, um durch Aushandlungs- und Verständigungsprozesse die Lebensweltorientierung der Jugendlichen zu stärken.

Welche Rolle spielen Inklusion und Exklusion nach Luhmann für das Arbeitsfeld?

Luhmanns Konzept wird genutzt, um den Prozess der Re-Inklusion von Jugendlichen, die aus dem System Schule exkludiert wurden, in die Regelschule zu beschreiben.

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Detalles

Título
Soziale Gerechtigkeit. Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Geisteswissenschaften
Universidad
Wiesbaden University of Applied Sciences
Calificación
1,7
Autor
Carsten Friebis (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
9
No. de catálogo
V504182
ISBN (Ebook)
9783346058683
ISBN (Libro)
9783346058690
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziale Gerechtigkeit Aristoteles
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carsten Friebis (Autor), 2015, Soziale Gerechtigkeit. Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Geisteswissenschaften, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/504182
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